Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 268

Mammakarzinom

Brustkrebs-Patientinnen mit invasiver Resterkrankung profitieren von adjuvanter Therapie mit Trastuzumab Emtansin

Die Phase-III-Studie KATHERINE konnte zeigen, dass bei Brustkrebs-Patientinnen mit invasiver Resterkrankung nach neoadjuvanter Chemotherapie + HER2-gerichteter Therapie eine adjuvante Therapie mit Trastuzumab Emtansin das Risiko für ein invasives Rezidiv oder Tod um 50% im Vergleich zu Trastuzumab reduzierte. Nun wurden die Ergebnisse von verschiedenen Subgruppenanalysen präsentiert: adjuvante Radiotherapie (ART) vs. keine ART, Hormonrezeptor (HR)-Status und HER2-Status bei Retestung eines Operationspräparats (1).
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Mammakarzinom

Brustkrebs und COVID-19: Priorisierung und Patientensicherheit

Durch die Viruserkrankung COVID-19 herrscht viel Unsicherheit. Davon sind auch Frauen betroffen, die mit einer Brustkrebsdiagnose konfrontiert werden oder Patientinnen, die sich bereits einer Therapie unterziehen. Bislang gibt es wenig Evidenz bezüglich der Behandlung von Brustkrebs-Patientinnen während der Pandemie. „Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass wir die Patientinnen auch derzeit möglichst gemäß dem Standard der evidenzbasierten Empfehlungen behandeln und gleichzeitig die Therapien anpassen, sodass die Patientensicherheit gewährleistet ist“, sagte Prof. Dr. Sibylle Loibl, Frankfurt, Studiengruppe German Breast Group, im Rahmen des Hauptvortrags (1).
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Mammakarzinom

Phase-II-Studie zu Niraparib + Aromatase-Inhibitoren bei vorbehandelten Patientinnen

Der PARP1/2-Inhibitor Niraparib (Zejula®) hat bei Patientinnen mit BRCA1/2-mutiertem Ovarial- und Mammakarzinom im fortgeschrittenen Stadium klinische Aktivität gezeigt. In einer Phase-II-Studie werden nun die Wirksamkeit und Sicherheit von Niraparib + Aromatase-Inhibitoren (AI) bei vorbehandelten Patientinnen mit BRCA-Keimbahnmutationen (gBRCA) oder homologous recombination deficient (HRD) und HR+/HER2-negativem fortgeschrittenen Mammakarzinom untersucht (1).
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Mammakarzinom

HR+/HER2- Brustkrebs: HRQoL-Benefit durch Ribociclib + Fulvestrant in der Erst- und Zweitlinie

Die MONALEESA-3-Studie konnte zeigen, dass Ribociclib + Fulvestrant das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) gegenüber Placebo + Fulvestrant bei Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+)/HER2-negativem fortgeschrittenen Brustkrebs verbessert. Hier werden Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) von Patientinnen in der Erst- und Zweitlinienbehandlung, einschließlich von Früh-rezidiven, vorgestellt (1).
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Prostatakarzinom

Apalutamid + ADT beim mHSPC: Hinweis auf PFS2-Verlängerung unabhängig von der Art der ersten Folgetherapie

Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse der TITAN-Studie geben Hinweise darauf, dass beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) nach Start mit Apalutamid (+ Androgendeprivation, ADT) unabhängig von der Art der Folgetherapie (Hormon- oder Chemotherapie) das PFS2 vergleichbar verlängert wurde (1). Für beide Arten der Folgetherapie war das PFS2 bei den Patienten signifikant länger, die zuvor Apalutamid + ADT erhielten im Vergleich zu Placebo + ADT.
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Urothelkarzinom

JAVELIN Bladder 100: 21,4 Monate OS unter Erhaltungstherapie mit Avelumab + BSC vs. 14,3 Monate unter BSC allein

Beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom geht eine Platin-basierte Erstlinientherapie durch Chemotherapie-Resistenz mit i.d.R. kurzem progressionsfreien (PFS) und Gesamtüberleben (OS) einher. Die auf dem ASCO präsentierten Ergebnisse der Studie JAVELIN Bladder 100 zeigten für Avelumab und Best Supportive Care (BSC) als Erhaltungstherapie nach Platin ein signifikant verlängertes Überleben gegenüber BSC allein: Das mediane OS lag bei 21,4 Monaten vs. 14,3 Monaten (1).
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NSCLC

ROS1-Fusions-positives NSCLC und NTRK-Fusions-positive solide Tumoren: ASCO-Daten zu Entrectinib bestätigen CHMP-Empfehlung

Am 28. Mai 2020 hat sich der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur für die Zulassung von Entrectinib (Rozlytrek®) für die Behandlung von ROS1-Fusions-positivem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und NTRK-Fusions-positiven soliden Tumoren ausgesprochen. Positive Daten zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit NTRK-Fusions-positiven soliden Tumoren bestätigen erneut die Wirksamkeit von Entrectinib (1, 2).
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Entitätsübergreifend

Immuntherapie mit Pembrolizumab setzt sich bei verschiedenen onkologischen Indikationen weiter durch

In einem Symposium im Rahmen des ASCO DirectTM wurden vielversprechende Studiendaten zum PD-1-Inhibitor Pembrolizumab im Hinblick auf das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom (mRCC), das metastasierte Kolorektalkarzinom (mCRC) mit ausgeprägter Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) und das triple-negative Mammakarzinom (TNBC) zusammengefasst. Eines der Top-Highlights beim ASCO20 virtual im Bereich gastrointestinaler Tumoren stellte Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Ulm, vor: die Keynote-177-Studie zum Einsatz einer Erstlinien-Monotherapie mit Pembrolizumab bei Patienten mit CRC mit MSI-H bzw. Mismatch-repair-Defizienz (dMMR). Die Daten zum ersten primären Studienendpunkt, dem PFS, wurden in der Plenary Session des Kongresses vorgestellt (1).
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ZNS-Tumoren

ASCO-Statement: Aspekte aus der Neuroonkologie

„Practice changing trials wurden auf dem virtuellen ASCO 2020 nicht vorgestellt. Herausragende Aspekte betreffen die erste Vorstellung einer Subgruppe der molekularen Präzisionstherapie von Meningeomen, die von Frau Brastianos aus Boston präsentiert wurde. In dieser Studie (NCT02523014) wurden insgesamt 36 Patienten in eine durch die NF2-Mutation charakterisierte Gruppe eingeschlossen und mit einem FAK-Hemmstoff (GSK 2256098) behandelt. In Abhängigkeit vom WHO-Grad zeigten Grad-I-Patienten eine Stabilität nach 6 Monaten von 83% und Patienten mit Grad-II- und -III-Meningeomen von 33%. Die Autoren kommen trotz der fehlenden Kontrollgruppe zu dem Schluss, dass die Studie erfolgreich war. Das primäre Studienziel wurde erreicht (1).
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NSCLC

ADAURA-Studie: EGFRm NSCLC im Stadium IB-IIIA – Osimertinib adjuvant verbessert DFS signifikant

Die Ergebnisse einer ungeplanten ersten Interimsanalyse der globalen Phase-III-Studie ADAURA zeigten, dass eine adjuvante Therapie mit dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Osimertinib bei Patienten mit Stadium IB/II/IIIA EGFR-Mutations-positivem (EGFRm) nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) nach kompletter Tumorresektion und adjuvanter Chemotherapie, sofern diese indiziert war, zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens (DFS) führt (1).
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