Journal Onkologie

Prävention

Entitätsübergreifend
 10 Min|
Künstliche Intelligenz (KI). Arzt zeigt auf digitales medizinisches Interface. Text umgeben von Icons, angeordnet im Kreis.
Vertrauen entscheidet, ob aus Wissen vorbeugendes Handeln wird

Wenn Algorithmen unser Leben durchrechnen

Deutschland gibt Milliarden für Gesundheit aus und landet bei der Lebenserwartung in Westeuropa trotzdem fast am Ende des Rankings. Für Ethiker:innen eine „verpasste Präventionschance“. An einem Wintermorgen stehe ich im Flur der Abteilung „Künstliche Intelligenz in der Onkologie“ in Heidelberg. Hinter den Türen: Videokonferenzen, Programmcode, Datensätze. Das Ziel: den Krankheitsverlauf von Millionen Menschen Jahrzehnte im Voraus zu berechnen und Präventionsfenster zu öffnen. Wie viel unserer Zukunft wären wir bereit, auf die Vorhersagen eines Algorithmus zu setzen?
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Entitätsübergreifend
 9 Min|
Mann trägt Sonnencreme auf seinen Arm auf während er im Sommer eine Wanderung macht

Hautkrebs und Sport – Präventionsdefizite in einem Risikosetting

Sport im Freien gilt als Risikosetting für die Entstehung von Hautkrebs. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind in Sportarten wie Fußball, Tennis, Leichtathletik, Wasser- und Bergsport regelmäßig der Sonne und damit UV-Strahlung ausgesetzt. Trainer:innen und Übungsleiter:innen stehen in der Verantwortung, die in ihrer Obhut befindlichen Sportler:innen vor den schädlichen Folgen langfristiger UV-Exposition zu schützen. Eine aktuelle repräsentative Studie belegt deutliche Wissens- und Präventionsdefizite unter Trainer:innen und Übungsleiter:innen in Deutschland. Der vorliegende Beitrag fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und zeigt aktuelle Präventionsansätze auf.
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Thorakale Tumoren
 6 Min|
Arzt zeigt mit Finger auf eine Röntgenaufnahme einer Lunge

Lungenkrebsscreening in Deutschland: Chancen, Hürden und politischer Handlungsbedarf

Lungenkrebs ist nach wie vor die tödlichste Krebserkrankung in Deutschland. Mit der geplanten Einführung des Lungenkrebsscreenings sollen mehr Patient:innen die Chance auf eine frühzeitige Diagnose erhalten. Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin, thematisiert die Herausforderungen bei der Prävention, der Früherkennung und der praktischen Umsetzung des neuen Screeningprogramms in einer aktuellen Podcast-Folge.
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Gastrointestinale Tumoren
 6 Min|
Grafik: menschlicher Gastrointestinaltrakt
ESMO-GI 2026

Präzisionsmedizin, neue Wirkmechanismen und patientenzentrierte Therapieansätze im Fokus

Der ESMO-GI (European Society For Medical Oncology-Gastrointestinal Cancers) 2026 zeigte deutlich, wie sich die gastrointestinalen Tumorerkrankungen durch wissenschaftliche Innovationen neu ordnen. Über 4.000 Teilnehmende diskutierten aktuelle Daten zu Magen-, Leber-, Pankreas- und Kolonkarzinomen. Es ging auch um die Rolle moderner Tumorimpfstoffe, die Versorgung älterer Patient:innen sowie die Weiterentwicklung klinischer Studien. Die Kongressbotschaft war eindeutig: Präzise Biomarker, funktionelle Bewertung statt chronologischem Alter und intelligente Studiendesigns werden die gastrointestinale (GI) Onkologie der kommenden Jahre bestimmen.
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Entitätsübergreifend
 6 Min|
Auf dem Foto sieht man 13 Personen, di eim Rahmen des Vision Zero Summits 2026 ein Schild hochhalten, auf dem das Wort Krebs mit einem rosa Balken durchgestrichen ist.
Vision Zero Summit 2026

Vision Zero, Forschung und Innovation – die Neuvermessung der Onkologie

Krebs ist nicht nur eine medizinische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Herausforderung, die Orientierung, Vertrauen und Sichtbarkeit erfordert. Auf dem Vision Zero Berlin Summit 2026 diskutierten Expert:innen unter anderem über die Zukunft der Krebsforschung, intelligente und innovative Präventions- und Vorsorgekonzepte, Früherkennung und personalisierte Therapien, um das primäre Ziel der Initiative Vision Zero Oncology – die Zahl der vermeidbaren krebsbedingten Todesfälle auf Null zu senken – zu erreichen.
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Medizin
 3 Min|
Outdoor-Berufe besonders von schwarzem Hautkrebs betroffen

Outdoor-Berufe besonders von schwarzem Hautkrebs betroffen

Die jetzt im Frühling wieder höherstehende Sonne bringt eine stärkere UV-Belastung. Ihr sollte mit fachgerechtem Sonnenschutz begegnet werden. Neue Daten zeigen: Insbesondere wer beruflich viel im Freien arbeitet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Melanome im Gesicht. Gleichzeitig fehlt es vielen Betroffenen an Risikobewusstsein und systematischem Sonnenschutz. Fachleute fordern deshalb gezielte Prävention in besonders belasteten Berufen.
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Magenkarzinom
 17 Min|
Mann hält Magen-Modell vor sich (Gastritis, Ulzera, Krebs)
Aktualisierte Leitlinie: State-of-the-art

Von der Leitlinie in die Praxis: Aktuelles Management des Magenkarzinoms

Das Magenkarzinom nimmt aktuell den 5. Platz unter den Krebserkrankungen bezüglich Mortalität ein und gehört somit zu den häufigsten Krebstodesursachen weltweit. Während des letzten Jahrhunderts sank zwar die altersstandardisierte Inzidenz des Magenkarzinoms, jedoch stieg die Gesamtzahl der Fälle, vermutlich bedingt durch die Alterung der Bevölkerung in Asien [1, 2]. Fortschritte in Diagnostik und Therapie haben das Management komplexer und individueller gemacht. Frühstadien sind oft heilbar durch eine Kombination aus Chirurgie und systemischer Therapie. Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren verbessert die perioperative Chemotherapie das Überleben – seit kurzem nun auch ergänzt durch Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) [3].
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland
DKK 2026

Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 zogen Expert:innen eine gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland. Während das Darmkrebsscreening als europäisches Erfolgsprogramm mit über 30% Inzidenzrückgang Erfolge zeigt, zeigen sich bei anderen Tumorentitäten erhebliche Defizite. Das ab April 2026 startende Lungenkrebsscreening und neue risikoadaptierte Ansätze beim Prostatakarzinom bieten jedoch vielversprechende Perspektiven. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit organisierter Programme mit systematischen Einladungsverfahren.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel
DKK 2026

Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 widmete sich eine Sitzung dem komplexen Zusammenspiel zwischen Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Krebsprävention. Die drei Vorträge von Prof. Dr. Johann Ockenga (Klinikum Bremen-Mitte), Dr. Eunike Velleuer (Helios Klinikum Krefeld) und Prof. Dr. Jutta Hübner (Universitätsklinikum Jena) behandelten verschiedene Aspekten der Prävention – von der Primär- bis zur Tertiärprävention.
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Entitätsübergreifend
 6 Min|
Das Bild zeigt eine junge Krebspatientin mit Haarverlust, die ein türkises T-Shirt trägt und auf einem Hometrainer trainiert.
Serie: Supportive Therapien – Teil 1

Bewegung als Therapieform

Eine ganze Reihe epidemiologischer und präklinischer Studien beschreibt positive Effekte von körperlicher Aktivität bei Krebs. Komplexe Mechanismen und deren Effektoren wie Myokine sind hauptsächlich in vitro untersucht, bieten aber Ansatzpunkte für eine therapieunterstützende Wirkung. Untersuchungen auf physiologischer Ebene unterstützen die Entwicklung gezielter Bewegungstherapien für onkologische Patient:innen.
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Entitätsübergreifend
 4 Min|
Das Bild zeigt einen Mneschen,der in seiner linken Hand eine e-Zigarette hält und blau-roten Zigarettendampf.
Rauchen ist ein wesentlicher Risikofaktor für onkologische Erkrankungen

Vollständige Kostenübernahme für Tabakentwöhnung gefordert – eine Initiative der Hessischen Krebsgesellschaft e. V.

Der Anteil der Raucher:innen in Deutschland ist mit ca. 30% hoch. Besonders bei jungen Menschen zeigt sich eine Trendumkehr. War ihre Anzahl in den vergangenen Jahren rückläufig, hat sich 2022 der Anteil tabakrauchender Jugendlicher (14-17 Jahre) von 8,7% auf 15,9% fast verdoppelt [1]. Rauchen und Passivrauchen sind der führende Grund vorzeitigen Versterbens mit jährlich über 120.000 Todesfällen. Rauchen verursacht mit über 95 Milliarden Euro Folge­kosten von 15% der Gesundheitsausgaben, zuzüglich Opportunitätskosten durch Produktivitätseinbußen von ca. 2% des Bruttoinlandsprodukts. Investitionen in die Rauchentwöhnung sind wegen dieser immensen Folgekosten eine kosteneffiziente Maßnahme [2-4]. Dieser Beitrag beleuchtet Möglichkeiten der Tabakentwöhnung.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Das Bild zeigt eine Ärztin, die einer jungen Krebspatientin mit organgefarbenem T-Shirt und Kopftuch emotionale Unterstützung bietet.
Podcastserie O-Ton Onkologie

S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“

Die S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ wurde umfassend überarbeitet, da sie ein zentraler Baustein in der Krebsbehandlung ist und sich die Therapielandschaft seit der letzten Version von 2022 erheblich verändert hat. Dr. Franziska Jahn, Universitätsklinikum Halle/Saale, die maßgeblich an der Entwicklung der aktuellen Leitlinie beteiligt war, beleuchtet in der Podcast-Serie „O-Ton Onkologie“ die Bedeutung der supportiven Therapie und fasst die wichtigsten Neuerungen der Leitlinie zusammen.
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Mammakarzinom
 6 Min|
Brustkrebs beim Mann
Podcast O-Ton Onkologie

Mammakarzinom beim Mann

In einer Folge der aktuellen 7. Staffel des Podcasts O-Ton Onkologie spricht Jochen Schlabing, Teamleiter Onkologie/Hämatologie, mit Prof. Dr. Marion Kiechle über das Mammakarzinom beim Mann, eine oft übersehene, aber medizinisch bedeutende Entität. Kiechle ist Direktorin der Frauenklinik und des interdisziplinären Brustzentrums am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München sowie als erste Frau Inhaberin eines gynäkologischen Lehrstuhls in Deutschland. Das Gespräch beleuchtet, worauf es bei Diagnostik und Therapie ankommt, wie sich die Erkrankung vom weiblichen Brustkrebs unterscheidet und wo noch Forschungsbedarf besteht.
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Gastrointestinale Tumoren
 7 Min|
Gastrointestinale Tumoren: Risikofaktoren im Fokus

Gastrointestinale Tumoren: Risikofaktoren im Fokus

Prinzipiell ließen sich 40-50% aller gastrointestinalen Krebserkrankungen vermeiden. Zu den wichtigsten beeinflussbaren Krebsrisikofaktoren zählen das Tabakrauchen, übermäßiges Körpergewicht, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Alkoholkonsum sowie tumorigene chronische Infektionen. Die Stärkung des allgemeinen Gesundheitsbewusstseins ist somit der entscheidende Hebel, um das große Potenzial der präventiven Tumormedizin für die Allgemeinbevölkerung auszuschöpfen. Neben der Würdigung einer familiären Krebsbelastung wird bei der personalisierten Präzisionskrebsfrüherkennung das Lebensstil-bedingte Krebsrisiko berücksichtigt. Die individuelle Risikobewertung kann also in Zukunft eine optimierte und personalisierte Prävention gastrointestinaler Karzinome ermöglichen.
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Entitätsübergreifend
 8 Min|
Ein kleines Kind mit braunen Haaren trägt auf dem rechten Ohr ein Hörgerät.
Interview with Dr. Penelope Brock, London, UK

Cisplatin-induced ototoxicity in children

Cisplatin is a chemotherapy drug commonly used to treat various cancers. One of its major side effects is ototoxicity which can lead to permanent hearing loss. So patients who receive chemotherapy with cisplatin as part of their cancer treatment can expect their hearing to be impaired. Children are particularly vulnerable to cisplatin-induced hearing damage due to their developing auditory systems. ­Hearing loss from cisplatin can affect speech, language development, and overall quality of life. Ongoing research aims to find protective strategies or alternative treatments to reduce this risk in pediatric cancer patients. Dr. Penelope Brock, London, UK, explains how often children are affected, what treatment options are available and what aftercare looks like.
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