News | Beiträge ab Seite 206
Prostatakarzinom
mCRPC: Enzalutamid über Progress hinaus fortführen?
Entwickeln Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) unter der Therapie mit Enzalutamid zusätzlich zu einer Androgenentzugstherapie (ADT) einen Progress, wird das Antiandrogen vor Beginn der Docetaxel-Therapie abgesetzt. Möglicherweise ist es aber sinnvoll, die Therapie mit Enzalutamid fortzuführen, wie die Ergebnisse der Studie PRESIDE andeuten.
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Medizin
mUC: Welche Patient:innen erhalten Platin-basierte Therapien?
Die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) empfehlen die Erstlinienbehandlung von metastasierten Urothelkarzinomen (mUC) auf Grundlage der Eignung für Cisplatin und Platin. Bislang haben die meisten Real-world-Analysen den von Ärzt:innen bestätigten Eignungsstatus nicht berücksichtigt. Das „Adelphi mUC Disease-Specific Programme“, eine Point-in-Time-Studie, schloss diese Lücke mit der Zusammenfassung der Kriterien des Real-world-Settings, anhand derer die Platin-Eignung (PE) und die darauf basierende Erstlinienbehandlung bestimmt werden.
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Prostatakarzinom
Der nächste Intensivierungsschritt: Tripeltherapie bei mHSPC
Der selektive Androgenrezeptor-Antagonist Darolutamid wird aktuell zur Behandlung des nicht-metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (nmCRPC) eingesetzt. Die ARASENS-Studie prüft die Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffs in Kombination mit einer Androgenentzugstherapie (ADT) und Docetaxel beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC). Die Hinzunahme von Docetaxel zur ADT ist mit einer Level-1-Evidenz für ein verbessertes Gesamtüberleben (OS) ein Standard bei mHSPC. Im Vergleich zu diesem Standard kann die frühe Kombination von Darolutamid mit ADT und Docetaxel das Gesamtüberleben (OS) der Patienten nach den Ergebnissen der ARASENS-Studie weiter verlängern, berichtete Prof. Dr. Matthew Raymond Smith vom Massachusetts General Hospital Cancer Center in Boston, USA, anlässlich des 2022 ASCO GU-Symposiums (1).
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Prostatakarzinom
mCRPC: PARP-Inhibitor in der Erstlinientherapie verzögert Progress
In einer Phase-II-Studie mit Docetaxel-vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) hatte Olaparib, ein Inhibitor der Poly(Adenosindiphosphat–Ribose)-Polymerase (PARP), zusätzlich zu Abirateronacetat plus Prednison (AAP) das radiologisch progressionsfreie Überleben (rPFS) gegenüber Placebo-AAP verbessern können. Eine Phase-III-Studie bestätigt jetzt die Effektivität dieser Kombination in der Erstlinientherapie des mCRPC (1).
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Medizin
Wie sieht die optimale Behandlung einer Dysphagie aus?
Schluckstörungen können vielfältige Ursachen haben: Von neurogenen Störungen über eine eosinophile sophagitis (EoE) bis hin zu Kopf-Hals-Tumoren. Es bedarf daher einer umfassenden interdisziplinären Diagnostik, um eine zielgerichtete möglichst kausal orientierte Therapie der Dysphagie gewährleisten zu können. Was beim Management von Schluckstörungen zu beachten ist, wurde von Expert:innen beim 29. Gastroenterologischen Seminar der Falk Foundation e.V. in Leipzig erläutert.
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Medizin
Update vom ASH 2021 zur CML
CML: Welche Optionen stehen in der Blastenkrise zur Verfügung?
Anlässlich des Kongresses der American Society of Hematology (ASH) 2021 stellten die Autor:innen der multizentrischen Phase-III-Studie ASCEMBL neue Daten zu Asciminib versus Bosutinib in der Drittlinientherapie der chronischen myeloischen Leukämie (CML) vor (1). Anders als konventionelle Tyrosinkinaseinhibitoren (TK)I bindet Asciminib an die Myristoyl-Bindungsstelle (STAMP) von BCR-ABL1 und wies daher auch bei Resistenz oder Unverträglichkeit gegen herkömmliche TKI eine gute Wirksamkeit auf.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Medizin
RCC: Pembrolizumab in der EU zugelassen
Die Europäische Kommission hat Pembrolizumab als Monotherapie für die adjuvante Behandlung von Erwachsenen mit Nierenzellkarzinom (RCC) zugelassen, bei denen ein erhöhtes Rezidivrisiko nach einer Nephrektomie oder nach einer Nephrektomie und Resektion metastasierter Läsionen besteht. Diese Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie KEYNOTE-564.
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NSCLC
KRAS G12C-mutiertes NSCLC: gezielte Therapie mit Sotorasib möglich
Mit dem KRAS G12C-Inhibitor Sotorasib, der im Januar 2022 die EU-Zulassung erhielt, steht erstmals eine zielgerichtete Therapie für erwachsene Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit KRAS G12C-Mutation zur Verfügung, bei denen nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapie eine Progression festgestellt wurde (1). Voraussetzung für den Einsatz der neuen Substanz ist der Nachweis der KRAS G12C-Mutation mit einem validierten Test (1). In der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie CodeBreaK 100 profitierten Patient:innen mit NSCLC mit KRAS G12C-Mutation von Sotorasib mit einem raschen, tiefen und langanhaltenden Ansprechen bei guter Verträglichkeit (2), betonten Expert:innen bei der Launch-Pressekonferenz für Sotorasib.
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Medizin
Welche Patient:innen bilden Metastasen?
Warum sich bei manchen Patient:innen Metastasen bilden und bei andere nicht, ist weitgehend unklar. Forschende um ISTA-Professorin Daria Siekhaus tragen nun dazu bei, diesen Prozess bei bestimmten Krebsarten besser zu verstehen. Sie haben die Rolle eines Proteins namens MFSD1 unter die Lupe genommen. Das Team wurde auf das Protein aufmerksam, als es herausfand, dass ein verwandtes Protein die Zellmigration in Fruchtfliegen beeinflusst.
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Medizin
Erste roboterassistierte Entfernung eines Ohrspeicheldrüsentumors
Zum ersten Mal weltweit haben Spezialist:innen in Kiel einen Tumor der Ohrspeicheldrüse (Glandula Parotis) mit Hilfe roboterassistierter Technologie minimalinvasiv entfernt. Im Gegensatz zu bisherigen Operationsmethoden waren dafür nur minimale Schnitte am Hals nötig. Zwar sind diese Tumoren häufig gutartig, sie müssen aber dennoch entfernt werden, weil sie wachsen und bösartig entarten können. Im Einsatz dieser innovativen Methode erwies sich laut Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG) als vorteilhaft, dass der Eingriff wenig beeinträchtigend auf den postoperativen Verlauf der Patienten hinsichtlich Schwellung, Schmerzen und kosmetischer Veränderung auswirkte. Insbesondere die Mimik des Patienten war unbeeinflusst. Mit Hilfe des Roboters können zudem anatomisch versteckt und chirurgisch ungünstig liegende Tumoren – wie bei dem Patienten in Kiel – besser erreicht werden. Der 24-Jährige konnte nach erfolgreicher Operation schon nach wenigen Tagen schmerzfrei das Krankenhaus verlassen.
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Gesundheitspolitik
Facharzt Dermatologie: Klinikzeiten in der Weiterbildung sind wichtig
Mit der neuen Weiterbildungsordnung steht auch für angehende Dermatologinnen und Dermatologen die Kompetenzorientierung im Zentrum. In ihr sind anders als in den Vorgängerversionen keine strikten Zeiten und Orte der Weiterbildung mehr vorgeschrieben. Somit ist der Kompetenzerwerb für die Facharztprüfung ab jetzt ambulant oder in der Klinik (stationär) möglich. Im Zentrum der Facharztausbildung steht nun der Erwerb sogenannter Kompetenzen, die theoretische Kenntnisse und vor allem auch praktische Erfahrungen in der Erkennung und Behandlung von Hauterkrankungen abbilden.
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Gesundheitspolitik
Sporttherapie gegen Depression: Neue Wege in der Gesundheitsversorgung
Depression mit Bewegung zu lindern, wird in deutschen Leitlinien als effektive Behandlungsoption empfohlen. Trotzdem wird das Potenzial der Sporttherapie in der Versorgung bisher wenig genutzt. Mit STEP.De bietet die BKK VBU eine Therapie mit qualifizierten Sport- und Psychotherapeuten, die von Erkrankten ohne Wartezeiten begonnen werden kann. Als Modellprojekt in der Region Berlin-Brandenburg angelegt, könnte diese neue Versorgungsform nach Prüfung der Evaluationsergebnisse in die Versorgung überführt werden und damit allen gesetzlich Versicherten zur Verfügung stehen.
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Medizin
Lymphom-Patient erkrankt zweimal an COVID-19*
Im Dezember 2018 wird bei Oliver T.* ein follikuläres Lymphom diagnostiziert. Der 42-jährige erhält eine konventionelle Chemotherapie in Kombination mit Rituximab. Dies geschah zuletzt ambulant im Oktober 2020. Am 2. Oktober kommt der junge Vater mit einer schweren COVID-19-Erkrankung in stationäre Behandlung. Zwei Monate später kann er entlassen werden. Das Virus scheint besiegt zu sein, denn zu diesem Zeitpunkt lassen sich keine SARS-CoV-2-Genomäquivalente mehr bei dem Patienten nachweisen.
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Medizin
Mammakarzinom: Dosiseskalation vermeidet Diarrhö unter Neratinib
In der CONTROL-Studie (1) wurden 563 Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium (eBC) für 1 Jahr mit Neratinib behandelt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Diarrhö-Prophylaxe oder die Anwendung eines Dosiseskalationsplans für Neratinib in Kombination mit Loperamid (bei Bedarf) zu Beginn der Behandlung die Inzidenz, Schwere und Dauer von schwerer Neratinib-induzierter Diarrhö reduziert. Die verbesserte Verträglichkeit ermöglichte es insbesondere den Patientinnen der „Dosiseskalations“-Kohorte der Studie die vorgesehene Behandlungsdauer von 1 Jahr zu komplettieren und somit besser von der Therapie zu profitieren.
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Medizin
Update vom ASH 2021 zu Myelofibrose und Polycythaemia Vera
Polycythaemia Vera: Einfluss der JAK2-V617F-Mutation auf Thromboserisiko
Thromboembolische Ereignisse sind eine wichtige Komplikation der Polycythaemia Vera (PV) und stellen die häufigste Ursache für deren Mortalität und Morbidität dar. Zu den etablierten Risikofaktoren für Thrombosen bei PV-Patient:innen zählen ein Alter über 60 Jahre, thromboembolische Ereignisse in der Vorgeschichte, eine Leukozytose und kardiovaskuläre Risikofaktoren (1). In einer retrospektiven Analyse konnte gezeigt werden, dass die Allelfrequenz der PV-assoziierten JAK2V617F-Mutation ebenfalls einen starken prädiktiven Marker für das Auftreten von venösen Thrombosen darstellt (2).
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News
Die häufigsten Krebsarten in Österreich
In Österreich erkranken jährlich etwa 477 Personen pro 100.000 Einwohner an Krebs. Das ist der aktuellste Stand der Krebsstatistik aus dem Jahr 2018. Laut Daten von Statistik Austria trifft es Männer öfter als Frauen. Die am häufigsten vorkommende Krebsart bei Männern ist demnach Prostatakrebs – etwa 6.018 Neuerkrankungen und 1.215 Todesfälle registrierte das österreichische Krebsregister 2018.
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Medizin
„Booster“-Impfung gegen COVID bei Krebs?
Menschen, die an einer Krebserkrankung leiden, erhalten oft immunsupprimierende Therapien, die die eigenen Abwehrkräfte schwächen. Das macht sie für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Corona-Infektion besonders gefährdet. Eine Studie der MedUni Wien konnte nun zeigen, dass viele dieser Betroffenen nach der dritten Impfung („Booster“) gegen das SARS-CoV-2-Virus eine ausreichende Immunität aufbauen können. Die Ergebnisse wurden aktuell im international renommierten Fachjournal „European Journal of Cancer“ veröffentlicht.
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Medizin
Neue Marker für den Nachweis der MSI bei verschiedenen Krebsarten
Forschende der Johns-Hopkins-Universität haben nachgewiesen, dass ein neues Panel von Long-Mononucleotide-Repeats (LMR) bei bestimmten Arten von soliden Tumoren Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden zum Nachweis von Mikrosatelliteninstabilität (MSI) aufweisen könnte. Die Studie, die in der Februar-Ausgabe des Journal of Molecular Diagnostics veröffentlicht wurde, ist die erste, die das PCR-basierte LMR MSI-Analyse-System von Promega zum Nachweis von MSI in Gebärmutterhals- und Prostatakrebs sowie weiteren Krebsarten verwendet.
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Gesundheitspolitik
Potenziale der Telemedizin für eine bessere Versorgung nutzen
In Deutschland wird ärztliche Behandlungszeit zu einem immer knapperen Gut. Insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen wird seit Jahren vor Engpässen in der medizinischen Versorgung gewarnt.
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Medizin
EHA: Plädoyer für Bürokratieabbau bei klinischen Prüfungen
Klinische Prüfungen sind Forschungsstudien, die an Freiwilligen durchgeführt werden, um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Arzneimittel und Therapien zu bewerten. Ihre Ergebnisse werden von den Zulassungsbehörden verwendet, um über die Zulassung zu entscheiden. Die Durchführung klinischer Studien wird immer schwieriger und teurer, was vor allem auf den unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand zurückzuführen ist. Diese zunehmende Komplexität ist eine Bedrohung für die Patient:innensicherheit, für die unabhängige akademische klinische Forschung und für den Zugang zu erschwinglichen Innovationen.
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