Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 207

Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in den Alltag, auch in der Onkologie. Sie soll medizinisches Personal nicht ersetzen, hat aber das Potential, bei Entscheidungen zu unterstützen und Diagnosen und Therapien zu verbessern. Am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) arbeiten Forschende gemeinsam mit Expert:innen aus der Klinik an neuen KI-basierten Anwendungen für die Krebsmedizin. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar gibt das NCT/UCC einen Einblick in die KI-Forschung am Standort.
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Gesundheitspolitik

3 Jahre Nationale Dekade gegen Krebs: Deutsche Hochschulmedizin zieht positive Bilanz

Aus Anlass des Weltkrebstages bewertet die Deutsche Hochschulmedizin (DHM) die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor 3 Jahren angestoßene Initiative Nationale Dekade gegen Krebs (NDK) positiv. Wichtig ist aus Sicht der DHM, die Errungenschaften der NDK in den kommenden Jahren zu konsolidieren und auszubauen. Ziel muss sein, weitere Fortschritte in der onkologischen Versorgung zu erzielen. Die von Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger angekündigte, künftig stärkere Fokussierung auf die Perspektive der Erkrankten in einer Allianz für Patientenbeteiligung in der Krebsforschung ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
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Medizin
Update vom ASH 2021 zur CLL

CLL: Venetoclax + Obinutuzumab bei fitten Patient:innen in der Erstlinie

Die wichtigsten Therapieangriffspunkte der Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) fokussieren sich auf die Signalinhibition der BTK, PI3K und BCL-2 sowie die CD20-Blockade, wie Prof. Dr. med. Clemens-Martin Wendtner, München, auf einem Fachpresse-Workshop zum ASH 2021 ausführte. Die Erstlinientherapie ist dabei abhängig von Komorbiditäten, Patient:innenalter und genetischen Risikofaktoren wie der del(17p13) bzw. TP53-Mutation, einem komplexen Karyotyp sowie dem unmutierten IGHV-Status. Die 4-armige Phase-III-Studie CLL13 (GAIA) prüfte als Erstlinientherapie der CLL bei fitten Patient:innen 3 verschiedene jeweils auf 1 Jahr zeitlich begrenzte Venetoclax-haltige Kombinationsregime (RVe: Rituximab/ Venetoclax; GVe: Obinutuzumab/ Venetoclax oder GIVe: Obinutuzumab, Ibrutinib und Venetoclax) im Vergleich mit der klassischen Chemoimmuntherapie (6 Zyklen FCR bei Patient:innen unter 65 Jahren oder 6 Zyklen BR bei Patient:innen über 65 Jahren (1).
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Medizin

HCC nach Hepatitis C: Neues Tool zur Risiko-Einschätzung entwickelt

Hepatitis C kann dank moderner Medikamente inzwischen gut behandelt werden. Doch trotz Heilung droht den Betroffenen in bestimmten Fällen ein hepatozelluläres Karzinom (HCC). Aktuell wird die Krebsentstehung mit Hilfe von halbjährlichen Ultraschall-Screenings überwacht. Ein Forschungsteam der MedUni Wien hat nun ein neues Tool entwickelt, das das Krebsrisiko der Patient:innen im Rahmen einer einzigen Untersuchung feststellen kann. Ihre Studie dazu wurde kürzlich im renommierten Journal of Hepatology publiziert (1).
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Medizin

Test erkennt Eierstock- und Brustkrebs im Gebärmutterhalsabstrich

Die Arbeitsgruppe um Martin Widschwendter, Professor für Krebsprävention und Screening an der Universität Innsbruck, konnte mit den neu entwickelten WID-Tests die epigenetischen Fußabdrücke für Eierstock- und Brustkrebs anhand eines einfachen Gebärmutterhalsabstrichs bestimmen, also ohne invasive Gewebeprobe aus dem Tumor. Die Wissenschaftler:innen veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin Nature Communications.
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News

Weltkrebstag: Podcast Jung & Krebs – Wissen für junge Betroffene

Pünktlich zum diesjährigen Weltkrebstag am 4. Februar 2022 veröffentlicht die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ihr neuestes Hilfsprojekt von jungen Betroffenen für junge Betroffene. Mit dem kostenfrei verfügbaren Podcast „Jung & Krebs – Wissen für junge Betroffene“ schafft die Stiftung einen niederschwelligen und empathischen Zugang zu wichtigen Tipps und Informationen im Umgang mit einer Krebserkrankung.
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Medizin

Trastuzumab-Deruxtecan ab sofort bei vorbehandeltem HER2-positivem Mammakarzinom verfügbar

Nach der Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) im Januar 2021 ist Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) seit Anfang Februar in Deutschland kommerziell verfügbar. Zugelassen ist T-DXd als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit inoperablem oder metastasiertem HER2-positivem Mammakarzinom, die bereits mindestens 2 gegen HER2 gerichtete Vortherapien erhalten haben.
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Medizin

Sunitinib Accord Hartkapseln kostengünstige Alternative

In der Therapie onkologischer Erkrankung ist Expertise nötig, über die die Accord Healthcare GmbH verfügt: Mit mehr als 28 Mio. jährlichen Einzeldosen für Krebstherapien (1) gehört sie zu den führenden Unternehmen auf diesem Gebiet. Durch den Launch von Sunitinib Accord Hartkapseln erweitert sie ihr Onkologieportfolio um ein Präparat, das mit einer Ersparnis von bis zu 32,5% (2) im Vergleich mit dem konkurrierenden Originalpräparat eine kostengünstige Therapieoption bietet. Die Hartkapseln werden in Flaschen mit einem kindergesicherten Verschluss eingeführt.
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Gesundheitspolitik

Krebstherapien auch unter Corona dringlich

„Auch unter Pandemiebedingungen ist die Behandlung von Krebserkrankungen als dringlich einzustufen und kann in aller Regel nicht aufgeschoben werden“, sagt Prof. Dr. Carolin Tonus, Präsidiumsmitglied im Berufsverband der Deutschen Chirurgen e. V. (BDC) sowie Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. 80% aller an Krebs erkrankten Menschen werden im Laufe ihrer Behandlung operiert, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Das belegt den hohen Stellenwert der Chirurgie in einer oft multimodalen Therapie, bei der unterschiedliche Verfahren, wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie, kombiniert und zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Am 4. Februar findet zum 22. Mal der Weltkrebstag statt.
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Medizin

Länger leben mit BTC unter Durvalumab + Chemo

Positive Daten der Phase-III-Studie TOPAZ-1 zeigen, dass Durvalumab in Kombination mit der Standard-Chemotherapie als Erstlinienbehandlung für Patient:innen mit biliären Karzinomen (BTC) im fortgeschrittenen Stadium gegenüber der Chemotherapie allein eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) und des progressionsfreien Überlebens (PFS) erzielte. Weiterhin waren keine vermehrten Studienabbrüche aufgrund von unerwünschten Ereignissen (UE) im Vergleich zur Chemotherapie allein zu beobachten. Diese Ergebnisse wurden am 21. Januar 2022 beim Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert.
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News

Rückgang der Krebsfrüherkennung und Nachsorge durch Pandemie

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt nicht nur die akute Versorgung von Krebspatient:innen, sondern hinterlässt nach Meinung von Expert:innen auch Defizite in der Früherkennung und Nachsorge. „Da werden wir in 1 bis 2 Jahren noch eine schwierige Situation erleben“, meint Susanne Weg-Remers vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Sie habe Verständnis für die Zurückhaltung, wenn man nur zur Vorsorge in eine Praxis oder ein Krankenhaus gehen soll. „Aus Angst vor Ansteckung nehmen etliche Menschen die Krebsfrüherkennung nicht wahr.“ So würden Mammografie
und Darmspiegelungen deutlich weniger genutzt als vor der Pandemie.
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Medizin

Update der S3-Leitlinie Pankreaskarzinom: Wichtige Neuerungen auf einen Blick

Das Pankreaskarzinom gehört zu den Tumorerkrankungen, die immer noch eine sehr schlechte Prognose aufweisen. Die meisten Patient:innen werden erst in lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Stadium diagnostiziert. Seit dem letzten Update der interdisziplinären S3-Leitlinie zum exokrinen Pankreaskarzinom im Jahr 2013 ist neue Evidenz hinzugekommen. Deshalb wurde die Leitlinie erneut aktualisiert. Einige wichtige Änderungen des jetzt vorliegenden neuen Updates (1) werden nachfolgend vorgestellt.
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Hämatologie

Zanubrutinib – Neue Therapieoption bei Morbus Waldenström

Der Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor Zanubrutinib ist seit November 2021 in der EU zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Morbus Waldenström zugelassen, die zumindest eine Vortherapie hatten oder in der Erstlinie, wenn keine Chemoimmuntherapie in Frage kommt. Basis für die Zulassung ist die Phase-3-Studie ASPEN (1), in der sich mit Zanubrutinib im Vergleich zu Ibrutinib mehr tiefe Remissionen sowie ein vorteilhafteres Sicherheitsprofil zeigten. Außerdem sprachen auch Patient:innen mit MYD88-Wildtyp auf Zanubrutinib an, die auf Ibrutinib nur schlecht ansprechen.
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Medizin

Welche Bedeutung hat die MRD-Negativität beim Multiplen Myelom?

 „Die von der GMMG-Studiengruppe durchgeführte Phase-III-Studie HD7 ist die erste Phase-III-Studie, die MRD-Negativität am Ende der Induktion als primären Endpunkt bei transplantationsfähigen, neu diagnostizierten Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) untersucht“, berichtete Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt, Präsident der GMMG-Studiengruppe und Leiter der Sektion Multiples Myelom am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg bei einem Meet-the-Expert anlässlich des 63.Treffens der American Society for Hematology (ASH) vom 11. bis 14. Dezember 2021. Die GMMG-Studiengruppe ist die größte mit dem Multiplen Myelom befasste Studiengruppe in Deutschland und verfolgt das Ziel, durch Prüfung und Entwicklung neuer Behandlungsstrategien die Situation für Patient:innen mit MM zu verbessern.
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Medizin

NSCLC Stadium IB-IIIA: Adjuvante Therapie mit Pembolizumab verlängert DFS signifikant

Die Phase-III-Studie KEYNOTE-091 (auch EORTC-1416-LCG/ETOP-8-15, PEARLS) zur Untersuchung von Pembrolizumab erreichte einen ihrer dualen primären Endpunkte, das krankheitsfreie Überleben (DFS) bei der adjuvanten Behandlung von Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IB-IIIA nach chirurgischer Resektion unabhängig von der PD-L1-Expression. Basierend auf der Beurteilung einer Interimsanalyse durch ein unabhängiges Datenüberwachungskommittee führte die adjuvante Behandlung mit Pembrolizumab zu einer statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserung des DFS im Vergleich zu Placebo in der Gesamtpopulation der Patient:innen mit NSCLC im Stadium IB-IIIA.
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Gesundheitspolitik

DIVI bekräftigt erneut: Die Impfpflicht für Erwachsene ist sinnvoll

Mit Blick auf die heutige Orientierungsdebatte im Bundestag zur allgemeinen Impfpflicht, wiederholt das Präsidium der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) seine bereits vor 2 Monaten ausgesprochene Meinung mit Nachdruck: Die Impfpflicht für Erwachsene ist ein zentraler Baustein zur Pandemiebekämpfung, so das Präsidium, um die Pandemie auch langfristig hinter sich zu lassen. Die Intensiv- und Notfallmediziner sprechen sich damit für eine Impfpflicht aller Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre aus. „Es gilt, unsere Patienten wie auch unser Gesundheitssystem zu schützen und Menschenleben zu retten“, fasst DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx die Überlegungen der Intensiv- und Notfallmediziner zusammen.
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Gesundheitspolitik

Sildenafil bleibt rezeptpflichtig: Urologische Verbände begrüßen Votum des Ausschusses für Verschreibungspflicht

Auf seiner 85. Sitzung am 25. Januar 2022 hat der Sachverständigen-Ausschuss für Verschreibungspflicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte über die Entlassung aus der Verschreibungspflicht von Sildenafil 50 mg zur oralen Anwendung beraten und sich in seinem Votum nun für den Bestand der Rezeptpflicht ausgesprochen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen (BvDU) begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich.
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