Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 108

Im November 2025 veröffentlichten Rugo et al. in Clinical Cancer Research eine umfassende US-amerikanische Real-World-Analyse zur Anwendung von Elacestrant bei ESR1-mutierten PatientInnen mit ER+/HER2– metastasiertem Brustkrebs. Eingeschlossen wurden 306 PatientInnen aus dem Komodo Research Dataset (KRD), die zwischen Januar 2023 und Februar 2025 mit Elacestrant behandelt wurden. Als primäres Ergebnis wurde die Zeit bis zur nächsten Folgetherapie (rwTTNT) definiert.1
Lesen Sie mehr 
Medizin

Darmkrebs: Bessere Gesamtüberlebensrate nach Therapieversagen als vor 20 Jahren

In einer Kohortenstudie wurde das Gesamtüberleben nach Therapieversagen in 3 aufeinanderfolgenden Phase-II/III-Studien verglichen (1). Es zeigte sich eine verbesserte Gesamtüberlebensrate von der ersten Studie (1995–2002) zur 3. Studie 20 Jahre später (2015–2018), vermutlich aufgrund von Fortschritten wie z.B. zielgerichtete Therapien und Immuntherapien sowie wegen Fortschritten in Operationstechnik und Strahlentherapie.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Gesundheitspolitik

Kasse: Krankheitsausfälle im Job 2023 auf Höchststand

Krankheitsausfälle bei der Arbeit haben nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit das zweite Jahr in Folge auf stark erhöhtem Niveau gelegen. Beschäftigte fehlten 2023 im Schnitt 20 Tage im Job, wie die Kasse nach eigenen Versichertendaten ermittelte. Der Krankenstand erreichte abermals die Rekordhöhe von 5,5% wie bereits 2022. An jedem Tag waren also im Schnitt 55 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Stoffwechsel- und Hormonsystemstörungen bei ALL/NHL-Überlebenden mit kranialer Strahlentherapie im Kindesalter

In einer Metaanalyse wurde der langfristige Einfluss der kranialen Strahlentherapie auf Patient:innen mit akuter lymhatischer Leukämie (ALL) oder Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) im Kindesalter untersucht. Die Behandlung kann das Risiko für Stoffwechsel- und Hormonsystemstörungen erhöhen. Die Analyse zeigte, dass Patient:innen mit kranialer Strahlentherapie häufiger eine geringere Körpergröße im Erwachsenalter erreichten. Auch war die Behandlung mit einem erhöhten Risiko für frühe Pubertät, Schilddrüsenunterfunktion und Hypogonadismus verbunden. Kein Einfluss zeigte sich jedoch auf Übergewicht oder Adipositas im Erwachsenenalter.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin

Hämophilie A: Preisgeld der Initiative „Faktor.Leben.“

Bayer ruft mit dem Jubiläumsspendenprogramm „Faktor.Leben. 30 Jahre gemeinsam für ein besseres Leben mit Hämophilie“ eine Initiative ins Leben, die Ideen und Projekte zur Förderung von innovativen und multidisziplinären Therapiekonzepten bei Hämophilie A-Patient:innen würdigt und sichtbar macht. Ab sofort können sich Hämophilie-Zentren, Kliniken, Praxen und weitere Einrichtungen im Bereich der Hämophilie für das Spendenprogramm in Höhe von insgesamt 100.000 Euro bewerben. Das Preisgeld wird auf 3 bis 4 Projekte verteilt. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2024. Die Bekanntgabe der Preisträger:innen erfolgt zum Welthämophilietag 2024.
Lesen Sie mehr 
Medizin

DLBCL und r/r FL: Update zu Polatuzumab Vedotin, Glofitamab und Mosunetuzumab

Die Auswertung der Wirksamkeit von Polatuzumab Vedotin in Kombination mit R-CHP* (Pola-R-CHP) in molekulargenetischen Subgruppen zeigt, dass Therapieentscheidungen nicht basierend auf einer Cell-of-Origin-Analyse getroffen werden sollten (1). Der bispezifische Antikörper Glofitamab erzielt in Kombination mit Pola-R-CHP* hohe Ansprechraten bei einem handhabbaren Sicherheitsprofil bei Patient:innen mit zuvor unbehandeltem DLBCL (2). Das 32-Monats-Follow-Up zeigt, dass Glofitamab i.v. als zeitlich begrenzte Monotherapie langanhaltende Remissionen für stark vorbehandelte Patient:innen mit rezidiviertem und/oder refraktärem (r/r) DLBCL ab der dritten Therapielinie ermöglicht (3). Außerdem bekräftigt das 3-Jahres-Follow-up zu Mosunetuzumab die nachhaltige Effektivität durch eine hohe 3-Jahres-Gesamtüberlebensrate (OS) bei guter Verträglichkeit bei stark vorbehandelten r/r-FL-Patient:innen (4).
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Lauterbach: Cannabis-Gesetz im Februar im Bundestag verabschieden

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält trotz des Widerstandes auch aus den Reihen der Ampel-Koalition an der geplanten Legalisierung von Cannabis fest. „Ich gehe weiterhin davon aus, dass das Cannabis-Gesetz in der Woche vom 19. bis zum 23. Februar im Bundestag verabschiedet wird und dann ab 1. April gelten kann. Die Gespräche dazu laufen vielversprechend“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Zuvor hatten etwa SPD-Innenpolitiker Bedenken geäußert.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Über 900 Chemikalien erhöhen das Brustkrebsrisiko

Forschende des Silent Spring Institute, USA, haben eine rasche Möglichkeit zur Vorhersage der Gefährlichkeit von Chemikalien in Bezug auf ein mögliches Brustkrebsrisiko entwickelt. Damit wird es laut der leitenden Wissenschaftlerin Jennifer Kay möglich, betroffene Chemikalien zu kennzeichnen und damit ihren Einsatz bei Konsumgütern zu verhindern. Brustkrebs bleibt in den USA die am häufigsten diagnostizierte Krebsform. Derzeit steigen die Erkrankungen vor allem bei jungen Frauen an. Ein Trend, der laut Kay durch die Genetik allein nicht zu erklären ist.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Prostatakrebs: Rektale Untersuchung verbessert nicht die Effektivität der Früherkennung

Eine Studie des Comprehensive Cancer Center Vienna der Medizinischen Universität Wien und des Universitätsklinikums AKH Wien hat die Wirksamkeit von gängigen Untersuchungsmethoden zur Früherkennung von Prostatakrebs genauer untersucht. Es zeigte sich, dass die rektale Untersuchung gegenüber dem PSA-Bluttest keinerlei Vorteile zum Erkennen von Prostatakrebs hat. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Fachjournal „European Urology Oncology“ veröffentlicht.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Uniklinik-Ärzte wollen in Warnstreik treten

In der Tarifauseinandersetzung um Einkommen und Arbeitsbedingungen von 20.000 Ärztinnen und Ärzten in bundesweit 23 Universitätskliniken treten die Mediziner in einen Warnstreik. Der Marburger Bund hat seine Mitglieder für den 30. Januar zu dem Ausstand aufgerufen, teilte die Ärztegewerkschaft in Berlin mit. Vorangegangen war eine ergebnislose dritte Verhandlungsrunde. Eine zentrale Warnstreik-Kundgebung soll in Hannover stattfinden.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Brustkrebs-Früherkennung: Wirksamkeit der Kombination aus Tomosynthese und synthetischer Mammografie bestätigt

Während eine frühe Diagnose die Heilungschancen oftmals verbessert, kann Früherkennung auch ungewollte Nebeneffekte haben: Nicht alles, was dabei gefunden wird, wäre im Verlauf lebensbedrohlich geworden. Ob auch die innovative Kombination aus digitaler Brust-Tomosynthese und synthetischer 2D-Mammografie (DBT+SM) zur Brustkrebs-Früherkennung einen solchen falsch-positiven Effekt hat, hat nun ToSyMa, die weltweit größte randomisierte diagnostische Überlegenheitsstudie zur Brustkrebs-Früherkennung, untersucht – und konnte dabei erneut die Vorteile des Verfahrens gegenüber dem Screening-Standard belegen.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Ein Jahr Relugolix beim fortgeschrittenen hormonsensitiven Prostatakarzinom

Seit einem Jahr ist der nicht-peptidische Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Antagonist Relugolix (1) für die orale Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem, hormonsensitivem Prostatakarzinom (HSPC) auf dem deutschen Markt verfügbar. Relugolix ist die erste und einzige in der EU verfügbare orale Androgendeprivationstherapie (ADT) und erweitert damit die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten (2, 3). Die ADT mit Relugolix führt zu einer raschen, anhaltenden Unterdrückung von Testosteron ohne initialen Schub und war in der Phase-III-Studie HERO hinsichtlich der anhaltenden Senkung des Testosteronspiegels über 48 Wochen dem injizierbaren GnRH-Agonisten Leuprorelin überlegen (1, 3, 4). Die Erfahrungen aus dem Behandlungsalltag nach einem Jahr mit Relugolix sprechen für den Einsatz des GnRH-Rezeptoragonisten, resümierten Experten auf einer Pressekonferenz (5).
Lesen Sie mehr 
Medizin

NMIBC: Bessere Outcomes durch gezielte Therapieoptimierungen

Etwa 80 niedergelassene Urolog:innen diskutierten im Rahmen des 16. Urologischen medac Symposiums in Hamburg aktuelle Trends und Neuigkeiten zum Thema nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom (NMIBC). Das Fazit: Gezielte Therapieoptimierungen bei der intravesikalen Chemo- oder Immuntherapie mit Mitomycin bzw. Bacillus Calmette-Guérin (BCG) können das Outcome verbessern. Neben der Einhaltung eines adäquaten Behandlungsschemas gemäß Leitlinien (1, 2) stellt die bewusste Patientenführung eine nicht zu unterschätzende Therapiesäule dar.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Hartmannbund zur Reform der Notfallversorgung

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, sieht in den Eckpunkten zur Notfallreform gute Ansätze zur Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Notfallversorgung, bezweifelt allerdings – vor allem mit Blick auf den Mangel an finanziellen und personellen Ressourcen – nicht nur deren Umsetzungsmöglichkeiten, sondern bemängelt vor allem die fehlende Integration von Patientinnen und Patienten in das Konzept des Bundesgesundheitsministers.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Mehr Organe gespendet – Zahlen aber weiter auf zu niedrigem Niveau

Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist vergangenes Jahr gestiegen. Nach einem starken Rückgang im Jahr 2022 sei 2023 ein leichter Erholungskurs zu verzeichnen gewesen, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 16. Januar in Frankfurt am Main mit. Im vergangenen Jahr hätten 965 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet, 96 mehr als im Jahr zuvor. Dies entspreche 11,4 Spendern pro Million Einwohner, 2022 seien es 10,3 Spender pro Million Einwohner gewesen.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Erhöhte PD-L1-Expression durch Übersäuerung der Tumorumgebung

Forschende des Universitätsklinikums Tübingen konnten zeigen, dass eine Übersäuerung (Azidose) der Zellumgebung von Tumoren die Expression des Proteins PD-L1 auf Krebszellen steigert. Dieser Mechanismus schützt die Krebszellen vor Angriffen durch T-Zellen, die für die körpereigenen erworbene Immunabwehr zuständig sind. Die Ergebnisse der Studie könnten neue Hoffnungen für die erfolgreiche Behandlung von Krebspatient:innen bringen. Die Studie wurde kürzlich im renommierten Wissenschaftsjournal „Molecular Cancer“ veröffentlicht.
Lesen Sie mehr 
Medizin

RNA unterdrückt Bildung von Brustkrebszellen

Häufig geht die Entstehung des Mammakarzinoms von Epithelzellen in der Brustdrüse aus – genau den Zellen, die sich während und nach der Schwangerschaft auf die Milchbildung spezialisieren. Ein Team von Forschenden hat diesen Prozess der Spezialisierung nun genauer unter die Lupe genommen und dabei einen molekularen Mechanismus entschlüsselt, der offenbar auch bei der Entstehung von Krebs eine wichtige Rolle spielt. Möglicherweise lassen sich auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse neue Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden von Brustkrebs entwickeln. Über ihre Arbeit berichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Cell Reports“.
Lesen Sie mehr