Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 7

Kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKis) haben als Monotherapie bei rezidiviertem oder refraktärem (R/R) follikulärem Lymphom (FL) eine klinische Wirksamkeit gezeigt. Jedoch sind die Ergebnisse hinsichtlich Ansprechraten und progressionsfreiem Überleben (PFS) begrenzt. Nemtabrutinib, ein potenter, nicht-kovalenter, reversibler BTKi, der einmal täglich (QD) oral (PO) eingenommen wird, hat schon eine vielversprechende Antitumoraktivität bei verschiedenen B-Zell-Malignomen gezeigt. Während des diesjährigen ASH-Kongresses wurde die aktualisierte Wirksamkeit und Sicherheit aus Kohorte G der Phase-II-Studie bellwave-003 vorgestellt [1].
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SABCS 2025
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Verzicht auf Axilladissektion bei Sentinel-Lymphknoten-Makrometastasen zeigt vergleichbare Ergebnisse

Bei Patient:innen mit frühem Mammakarzinom und ein bis drei Makrometastasen in Sentinel-Lymphknoten zeigten sich nach sechsjähriger Nachbeobachtung keine signifikanten Unterschiede im invasiven krankheitsfreien Überleben (iDFS) zwischen einer alleinigen Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (SLNB) und einer kompletten Axilladissektion. Dies ergab die zweite Randomisierung der INSEMA-Studie, deren Ergebnisse beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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ASH 2025
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NDMM (TI): Phase-III-Studie mit bispezifischem Antikörper startet

Der Start des zweiten Teils der offenen randomisierten Phase-III-Studie MagnetisMM-6 wird in Kürze erwartet. Ziel der Studie ist es, bei Patient:innen mit neu diagnostiziertem (ND) Multiplen Myelom (MM), die nicht für eine Transplantation (TI) geeignet sind, den bispezifischen Antikörper Elranatamab plus Daratumumab und Lenalidomid (EDR) mit dem DVRd-Standard (Daratumumab, Bortezomib, Lenalidomid, Dexamethason) zu vergleichen. Die Dosisfindung aus dem ersten Teil der Studie war erfolgreich.
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Neue Daten zum triple-negativen Mammakarzinom und Neues zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten

Beim diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden neue Studiendaten zum triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) und zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) präsentiert. Prof. Michael Untch berichtet in diesem Video über neue Erkenntnisse zur Rolle von Platin in der kurativen Therapie, vielversprechende chemotherapiefreie Behandlungsansätze bei BRCA-Mutationen und neue Entwicklungen in der metastasierten Situation.
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Mobile Gesundheitsanwendung verbessert Lebensqualität junger Mammakarzinom-Überlebender
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Mobile Gesundheitsanwendung verbessert Lebensqualität junger Mammakarzinom-Überlebender

Eine mobile Gesundheitsanwendung für jugendliche und junge erwachsene Mammakarzinom-Überlebende, die maßgeschneiderte Unterstützung durch Überwachung elektronischer patientenberichteter Ergebnisse (ePROs) bietet, verbesserte die Lebensqualität und Symptome signifikant. Dies ergab eine randomisierte klinische Studie mit dem „Young, Empowered & Strong“ (YES)-Tool, deren Ergebnisse beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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B-Zell-Lymphom: Reaktivierung des Cytomegalovirus prognostisch für schlechteres Gesamtüberleben nach CAR-T-Zelltherapie

In der italienischen prospektiven Beobachtungsstudie CART-SIE war eine Reaktivierung des Cytomegalovirus (CMV) bei Patient:innen mit B-Zell-Lymphom, die eine chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapie erhielten, mit einem signifikant schlechteren Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreien Überleben (PFS) verbunden. Etwa 11% der Betroffenen zeigten eine CMV-Reaktivierung nach CAR-T-Zelltherapie.
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Fortgeschrittene B-Zell-Lymphome: Kombinationen aus bispezifischen Antikörpern und Immunmodulator

Rezidivierte oder refraktäre follikuläre (FL) und diffus-großzellige B-Zell-Lymphome (DLBCL) sprechen gut auf die beiden neuartigen bispezifischen CD20xCD3-Antikörper Mosunetuzumab und Glofitamab an. Der Next-Generation-Immunmodulator Golcadomid stellt ein anderes Therapieprinzip dar und hat ebenfalls vielversprechende Wirksamkeit in diesen Indikationen gezeigt; er wurde deshalb in einer Phase-Ib-Studie, die beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurde, in zwei Armen mit je einem der beiden T-Zell-Engager kombiniert (1).
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CLL: Zeitlich befristete Acalabrutinib-basierte Therapie ist CIT auch bei prognostischen Mutationen in den Endpunkten PFS und TTNT überlegen

Die dreiarmige AMPLIFY-Studie hatte bei Erkrankten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) die Überlegenheit der rein oralen, zeitlich begrenzten Erstlinien(1L)-Therapie mit Acalabrutinib/Venetoclax (AV) +/- Obinutuzumab (AVO) gegenüber einer Chemoimmuntherapie (CIT) gezeigt und zur Zulassung von AV/AVO geführt [1]. Allerdings ist aus der GAIA/CLL13-Studie bekannt, dass bestimmte genetische Faktoren wie ein unmutierter IGHV-Status oder ein positiver NOTCH1-Status auch bei zielgerichteten Therapien mit einem kürzeren progressionsfreien Überleben (PFS) assoziiert sein können [2]. Eine bei der Jahrestagung der American Society of Hematalogy (ASH) 2025 vorgestellte exploratorische Analyse der AMPLIFY-Studie untersuchte nun den Zusammenhang zwischen verschiedenen prognostischen Mutationen und dem klinischen Outcome der Patient:innen hinsichtlich der Endpunkte PFS und „Zeit bis zur nächsten Therapie“ (Time to next treatment, TTNT) vor [3] – mit dem Ziel, zukünftig noch rationalere Therapieentscheidungen treffen zu können.
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GvHD: Transkriptionsfaktor HOBIT als zentraler Regulator der T-Zell-Alloreaktivität

In der Phase-II-Studie ABA2 wurde das immunmodulatorische Agens Abatacept zur Prävention der akuten Graft-versus-Host-Disease (aGvHD) nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT) erprobt, zusätzlich zur Standardprophylaxe mit einem Calcineurin-Inhibitor + Methotrexat (CNI/MTX). Auf Basis der Ergebnisse erteilte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) dem Wirkstoff in 2021 eine Zulassung für diese Indikation. Mit Probenmaterial aus ABA2 gingen Forschende dem Mechanismus von aGvHD-Durchbrüchen unter CNI/MTX weiter nach, und der Frage, wie Abatacept diese unterbindet [1]. Dabei entdeckten sie einen neuen zentralen Regulator der inflammatorischen T-Zell-Alloproliferation, die solche Durchbrüche antreibt: Den Transkriptionsfaktor HOBIT.
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Medizin
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Positive Daten zu Ropeginterferon alfa-2b bei myeloproliferativen Neoplasien

Auf der 67. Jahrestagung der American Society of Hematology Association (ASH) 2025 wurden 2 Abstracts zu Ropeginterferon alfa-2b präsentiert. Prof. Jean-Jacques Kiladjian stellte die wichtigsten Ergebnisse der Phase-III-Studie ROP-ET vor und hob die Vorteile von Ropeginterferon alfa-2b bei Patient:innen mit essentieller Thrombozythämie (ET) hervor [1]. Ein zweites Abstract berichtete über die Ergebnisse einer abgeschlossenen Phase-IV-Studie, die das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Ropeginterferon alfa-2b bei Patient:innen mit Polycythaemia Vera (PV) unter Alltagsbedingungen bestätigte [2].
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CRISTALLO-Studie bei der CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich
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CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich

Dass die zeitlich limitierte Kombinationstherapie aus dem BCL2-Inhibitor Venetoclax (Ven) und einem Anti-CD20-Antikörper bei Patient:innen mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zu tiefen Remissionen und einer langfristigen Immunrekonstitution führt, ist bereits bekannt [1]. Nun zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie CRISTALLO, vorgestellt bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025, dass die zeitlich limitierte Behandlung mit Ven und Obinutuzumab (VenO) auch im Erstlinien (1L)-Setting bei Behandelten mit tiefem Ansprechen – im Sinne einer nicht nachweisbaren messbaren Resterkrankung (MRD) – zu einer allmählichen Immunrekonstitution führt [2]. Ganz nebenbei wurden einmal mehr die Sicherheit und überlegene Wirksamkeit einer zeitlich begrenzten Therapie mit VenO gegenüber der Chemoimmuntherapie mit Fludarabin/Cyclophosphamid/Rituximab (FCR) oder Bendamustin/Rituximab (BR) im längeren Zeitverlauf untermauert [2].
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Giredestrant plus Everolimus zeigt konsistente Wirksamkeit unabhängig vom Biomarker-Status nach CDK4/6i-Therapie
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Giredestrant plus Everolimus zeigt konsistente Wirksamkeit unabhängig vom Biomarker-Status nach CDK4/6i-Therapie

Eine Subgruppenanalyse der Phase-III-Studie evERA Breast Cancer zeigt, dass die Kombination aus Giredestrant plus Everolimus bei Patient:innen mit Estrogenrezeptor-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenem Mammakarzinom nach CDK4/6-Inhibitor-Therapie klinisch bedeutsame Verbesserungen des progressionsfreien Überlebens erzielt – unabhängig von PIK3CA-Mutationsstatus und anderen relevanten Biomarkern. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert.
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Neoadjuvante Olaparib-Therapie zeigt hohe pathologische Komplettremissionsraten bei BRCA-mutiertem Mammakarzinom

Die neoadjuvante Behandlung mit Olaparib allein oder in Kombination mit Durvalumab erreichte hohe pathologische Komplettremissionsraten von 68% bzw. 80% bei Patient:innen mit frühem BRCA-mutiertem, HER2-negativem, Estrogenrezeptor (ER)-negativem/-niedrigem Mammakarzinom. Dies zeigten die Ergebnisse der multizentrischen Phase-II-Studie OlympiaN, die beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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Patritumab deruxtecan zeigt vielversprechende Wirksamkeit bei ZNS-Metastasen nach Vortherapie mit T-DXd
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Patritumab deruxtecan zeigt vielversprechende Wirksamkeit bei ZNS-Metastasen nach Vortherapie mit T-DXd

Eine Post-hoc-Analyse der TUXEDO-3-Studie zeigt, dass Patritumab deruxtecan (HER3-DXd) bei Patient:innen mit HER2-positivem metastasiertem Mammakarzinom und ZNS-Beteiligung nach vorheriger Behandlung mit Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) ein medianes intrakranielles progressionsfreies Überleben von 6,3 Monaten erreichte. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert und deuten auf eine mögliche Sequenztherapie für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) hin.
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