Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 365

Gastrointestinale Tumoren
 3 Min|

GI-Tumoren: Ramucirumab bietet Überlebensvorteil als gut verträgliche Zweitlinientherapie

Ramucirumab verlängert nicht nur das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom des Magens bzw. des gastroösophagealen Übergangs oder mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC), sondern erhält zudem ihre Lebensqualität. Derzeit testet die RAINFALL-Studie den möglichen Einsatz von Ramucirumab in der Erstlinientherapie.
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Hämatologie
 3 Min|

Erste praktische Erfahrungen bestätigen gute Wirksamkeit von Ibrutinib in der CLL-Erstlinientherapie

Der Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor Ibrutinib (Imbruvica®) wurde vor Kurzem aufgrund überzeugender Überlegenheit im Vergleich zu Chlorambucil auch für die Erstlinientherapie von Patienten mit Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden die Studiendaten, die der Zulassungserweiterung zugrunde liegen, von Prof. Dr. Stephan Stilgenbauer, Ulm, vorgestellt. Dass sich die positiven Ergebnisse auch im Praxisalltag bestätigen lassen, wusste Dr. Manfred Welslau, Aschaffenburg, zu berichten. Durch die nun mögliche Chronifizierung der Krankheit sieht er allerdings neue Herausforderungen auf die Ärzte zukommen.
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Hämatologie
 3 Min|

Follikuläres Lymphom: Obinutuzumab verlängert PFS und erhält EU-Zulassung

In der multizentrischen zulassungsrelevanten Phase-III-Studie GADOLIN verdoppelte eine Kombinationstherapie aus Obinutuzumab und Bendamustin das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patienten mit follikulärem Lymphom (FL) und zeigte einen Überlebensvorteil gegenüber einer Monotherapie mit Bendamustin. Am 13. Juni 2016 wurde Obinutuzumab EU-weit zur Therapie vorbehandelter FL-Patienten zugelassen.
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Mammakarzinom
 3 Min|

Innovative Therapieoptionen beim NSCLC und Urothelkarzinom

Über 5% der weltweit neu diagnostizierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome (NSCLC) sind ALK-positiv (1). Betroffene Patienten, deren Erkrankung nach einer Standardtherapie mit Crizotinib weiter fortgeschritten ist, profitieren vom hoch selektiven, ZNS-aktiven ALK-Inhibitor Alectinib – mit Gesamtansprechraten (ORR) von etwa 50% und ZNS-ORR von über 55%. In einem Mediengespräch im Rahmen der diesjährigen Tagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) stellte Roche die wichtigsten präsentierten Studien zu Alectinib vor. Weitere Studien befassten sich mit dem humanisierten, monoklonalen PD-L1-Antikörper Atezolizumab, der nicht nur in der Therapie des NSCLC, sondern auch beim Urothelkarzinom und in weiteren Indikationen zu vielversprechenden Studienergebnissen führt.
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Hämatologie
 9 Min|

CML: Die therapiefreie Remission ist das Behandlungsziel der Zukunft

Für Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) ist eine lebenslange Pharmakotherapie zur Zeit Standard. Ein Teil der Patienten mit stabilem, sehr gutem Ansprechen auf Tyrosinkinase-Inhibitoren bleibt auch nach Absetzen der Medikation vorübergehend oder lang anhaltend in tiefer molekularer Remission. Das Konzept der Zukunft ist daher, möglichst viele Patienten so zu behandeln, dass sie die Bedingungen für einen sicheren Absetzversuch erfüllen. Welches die optimalen Voraussetzungen dafür sind und welches Vorgehen beim Monitoring sicher ist, wird derzeit intensiv in klinischen Studien untersucht. Dazu sind neue Daten aus den Studien ENESTfreedom und ENESTop und EURO-SKIA bei der 52. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) und bei der 21. Tagung der European Hematology Association (EHA) vorgestellt und diskutiert worden.
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Entitätsübergreifend
 8 Min|

Immunonkologische Behandlungsansätze – die neuen Tragpfeiler

Immunonkologische Behandlungsansätze etablieren sich seit einiger Zeit in verschiedenen Tumorindikationen als neuer Tragpfeiler der Krebstherapie. Einer der Wirkstoffe, die dabei zum Einsatz kommen, ist Pembrolizumab. Der Anti-PD-1(Programmed Death-1)-Rezeptor-Antikörper wird zurzeit in über 270 klinischen Studien bei mehr als 30 Tumorentitäten sowohl in Monotherapie als auch in Kombination mit anderen antineoplastischen Therapien untersucht. Im Rahmen des 52. Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago, USA, wurden Studienergebnisse zu dem Checkpoint-Inhibitor in mehr als 150 Abstracts präsentiert.
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Mammakarzinom
 5 Min|

Brustkrebs: Prognosetest kann überflüssige Chemotherapien vermeiden

Im Rahmen des diesjährigen ASCO-Kongress wurden die Ergebnisse der PROMIS-Studie vorgestellt, die zeigen, dass Patientinnen mit dem 70-Gen-Test (MammaPrint®) mit einem durch einem 21-Gen-Assay (Oncotype DX®) ermittelten intermediären Recurrence-Score (RS) klar einer Hoch-(HR)- bzw. Niedrigrisiko(LR)-Gruppe zugeordnet werden konnten. Bei 33% der Patientinnen änderte dies die Behandlungsentscheidung für oder gegen eine Chemotherapie (1).
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Malignes Melanom
 2 Min|

Nicht resezierbares malignes Melanom: Kombination zweier Checkpoint-Inhibitoren ist effektiver als eine der Substanzen allein

Ipilimumab, ein Anti-CTLA-4-Antikörper, verlängert das Gesamtüberleben (OS) bei Patienten mit metastasiertem Melanom deutlich im Vergleich zur Ära vor den Immuncheckpoint-Inhibitoren. Nun konsolidieren sich positive Ergebnisse zur Kombination von Ipilimumab mit Nivolumab, einem Antikörper, der eine weitere Immuncheckpoint-Komponente hemmt: das Protein PD-1 (programmed death-1).
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Entitätsübergreifend
 2 Min|

AML: Hohe Remissionsrate durch Kombination von Vadastuximab-Talirin (SGN-CD33A) mit hypomethylierenden Wirkstoffen

Eine Therapie mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Vadastuximab-Talirin (SGN-CD33A; 33A) kombiniert mit einem hypomethylierenden Wirkstoff (HMA) wie Azacitidin oder Decitabin kann bei älteren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) und ungünstigen Risikofaktoren zu einer tiefen und dauerhaften Remission führen. Diese ermutigenden Ergebnisse einer Phase-I-Studie wurden auf dem diesjährigen EHA-Kongress vorgestellt (1).
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Hämatologie
 1 Min|

Rezidivierende AML: Sind präleukämische Stammzellen die Wurzel des Übels?

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die häufigste Form akuter Leukämien bei Erwachsenen. Trotz gutem initialen Ansprechen auf eine Chemotherapie erleidet ein großer Anteil der Patienten ein Rezidiv. Die „Wurzel des Übels“ könnten präleukämische Stammzellen sein, die eine Chemotherapiebehandlung überstehen, wie eine Münchner Arbeitsgruppe nachweisen konnte.
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Hämatologie
 2 Min|

„Killer-Antikörper“ gegen akute myeloische Leukämie

Eine niederländische Arbeitsgruppe entdeckte, dass von Spender-B-Zellen produzierte Antikörper spezifisch an AML-Zellen binden – und zwar an ein unerwartetes Ziel. Es handelt sich um den Proteinkomplex U5 snRNP200 auf der Oberfläche von AML-Zellen, der in normalen Zellen im Nukleus lokalisiert ist (1). Die gegen diesen Komplex spezifischen Antikörper kommen nur bei AML-Patienten nach allogener Stammzelltransplantation vor und können den AML-Zelltod in vitro und in vivo induzieren.
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Hämatologie
 4 Min|

Blinatumomab schreibt Erfolgsgeschichte in der ALL-Therapie

Blinatumomab bietet als erste Immuntherapie einen Überlebensvorteil für erwachsene Patienten mit rezidivierter/refraktärer akuter lymphatischer Leukämie (rrALL) gegenüber einer Chemotherapie. Nach den aktuellen Ergebnissen der offenen Phase-III-Studie TOWER (1), die Prof. Max Topp, Würzburg, vorstellte, war die Verbesserung des Gesamtüberlebens durch Blinatumomab unabhängig von Alter sowie vorheriger Salvage-Therapie oder allogener Stammzelltransplantation.
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