Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 26

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Mammakarzinom
Brustkrebs beim Mann
Podcast O-Ton Onkologie

Mammakarzinom beim Mann

In einer Folge der aktuellen 7. Staffel des Podcasts O-Ton Onkologie spricht Jochen Schlabing, Teamleiter Onkologie/Hämatologie, mit Prof. Dr. Marion Kiechle über das Mammakarzinom beim Mann, eine oft übersehene, aber medizinisch bedeutende Entität. Kiechle ist Direktorin der Frauenklinik und des interdisziplinären Brustzentrums am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München sowie als erste Frau Inhaberin eines gynäkologischen Lehrstuhls in Deutschland. Das Gespräch beleuchtet, worauf es bei Diagnostik und Therapie ankommt, wie sich die Erkrankung vom weiblichen Brustkrebs unterscheidet und wo noch Forschungsbedarf besteht.
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Entitätsübergreifend

Wartezeit vor Transplantation bei Patient:innen mit Malignomanamnese

Patient:innen mit einer Malignomanamnese, für die eine Organtransplantation geplant ist, haben aufgrund der Immunsuppression nach Transplantation ein erhöhtes Risiko, ein Tumorrezidiv oder einen neuen Tumor zu erleiden. In der Entscheidung für eine Aufnahme auf die Transplantationsliste sollten insbesondere die Biologie des jeweiligen Malignoms sowie die aktuellen onkologischen Therapiekonzepte, welche in der Behandlung des Tumors zum Einsatz kommen, Berücksichtigung finden. Dabei ist es wichtig, Benefit und Prognose einer Transplantation einerseits und potenzielle onkologische Risiken andererseits im Blick zu haben. Die Evidenz zu empfohlenen Wartezeiten zwischen der Behandlung eines Tumors und einer Transplantation ist gering; aktuelle Empfehlungen basieren vor allem auf einer US-Konsensus­konferenz aus dem Jahr 2021. In diesem Übersichtsbeitrag finden Sie eine Zusammenfassung dieser Daten unter Einbeziehung kürzlich erschienener Publikationen.
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Entitätsübergreifend
Shared Decision Making (SDM): Arzt, Patientin, Angehörige
Zwischen Zeitdruck und Patientenautonomie

Wie Shared Decision Making die patientenzentrierte Versorgung verbessert

In der Onkologie stehen Patienten* und Behandler häufig vor Therapieentscheidungen, die weitreichende Konsequenzen für die Patienten haben. Umso wichtiger ist es, Patienten aktiv in die Therapieentscheidung einzubeziehen. Shared Decision Making (SDM) bietet einen Rahmen, um medizinisches Fachwissen mit den individuellen Präferenzen der Patienten zu verbinden – und damit die bestmögliche Therapie gemeinsam zu gestalten. Nahezu alle onkologischen Leitlinien empfehlen mittlerweile die partizipative Entscheidungsfindung als Kommunikationsmodell für Therapieentscheidungen. Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) setzt seit 2022 mit dem Projekt BAYERN GOES SDM gezielt auf die systematische Einführung von SDM an den 6 Unikliniken. Serap Tari, Biologin, Psychoonkologin und Projektleiterin von BAYERN GOES SDM, gibt Einblick in den Nutzen von SDM und erklärt, worauf es bei der Umsetzung in die Praxis ankommt.
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Nierenzellkarzinom
Nierenzellkarzinom: Langer Krankheitsverlauf mit guter Lebensqualität
DGU 2025

Nierenzellkarzinom: Langer Krankheitsverlauf mit guter Lebensqualität

Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren hat sich auch in der Urologie etabliert. Beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC) ist Nivolumab nach Vortherapie und in der ersten Therapielinie sowohl mit Ipilimumab (intermediäres/ungünstiges Risikoprofil) als auch in Kombination mit Cabozantinib indiziert [1]. Anhand eines fiktiven Patientenfalls zeigte Prof. Dr. Viktor Grünwald, Essen, die kombinierte Tyrosinkinaseinhibitor- und Immuntherapie nach einem langen Krankheitsverlauf.
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NSCLC
NSCLC: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III
Kurativ intendierte Therapie des NSCLC

MDT-BRIDGE: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III

Immuncheckpoint-Inhibitoren werden zunehmend in der perioperativen Behandlung des frühen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt. Dennoch bleiben zentrale Fragen offen – insbesondere hinsichtlich des optimalen Vorgehens bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem Tumor. Auch fehlten bislang belastbare Daten für den Fall, dass eine zunächst als resezierbar eingeschätzte Erkrankung sich doch nicht operieren lässt. Wichtige Antworten liefert hier die Interimsauswertung der Phase-II-Studie MDT-BRIDGE*, die beim Europäischen Krebskongress (ESMO) in Berlin vorgestellt wurde. Sie ist die erste globale Studie, die prospektiv eine neoadjuvante Therapie mit Durvalumab + Chemotherapie (CT) bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem NSCLC evaluiert.
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Entitätsübergreifend
Erste systemische Therapie tenosynovialer Riesenzelltumoren (TGCT)

Erste systemische Therapie tenosynovialer Riesenzelltumoren

Die Zulassung des oralen Tyrosinkinase-Inhibitors Vimseltinib in der EU als erste systemische Therapie ist ein Meilenstein in der Behandlung der seltenen tenosynovialen Riesenzelltumoren (TGCT). Vimseltinib wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit symptomatischen TGCT, die mit einer klinisch relevanten Verschlechterung der körperlichen Funktionsfähigkeit assoziiert sind und bei denen chirurgische Optionen ausgeschöpft sind oder zu einer inakzeptablen Morbidität oder Behinderung führen würden [1].
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Gallengangskarzinom
Fortgeschrittene biliäre Karzinome: Real-World-Evidenz unterstreicht Bedeutung von Durvalumab + Gem-Cis in der Erstlinientherapie
Fortgeschrittene biliäre Karzinome

Real-World-Evidenz unterstreicht Bedeutung von Durvalumab + Gem-Cis in der Erstlinientherapie

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Durvalumab hat einen Paradigmenwechsel in der Therapie fortgeschrittener biliärer Karzinome (BTC) bewirkt. In Kombination mit Gemcitabin und Cisplatin (Gem-Cis) hat Durvalumab einen langanhaltenden Vorteil des Gesamtüberlebens (OS) gegenüber Placebo + Gem-Cis gezeigt [1]. Diese Evidenz aus der Interventionsstudie TOPAZ-1 wird ergänzt durch Real-World-Studien, deren Ergebnisse die Verwendung von Gem-Cis + Durvalumab als Erstlinien-Standardtherapie stützten [2-6].
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Gastrointestinale Tumoren
Gastrointestinale Tumoren: Risikofaktoren im Fokus

Gastrointestinale Tumoren: Risikofaktoren im Fokus

Prinzipiell ließen sich 40-50% aller gastrointestinalen Krebserkrankungen vermeiden. Zu den wichtigsten beeinflussbaren Krebsrisikofaktoren zählen das Tabakrauchen, übermäßiges Körpergewicht, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Alkoholkonsum sowie tumorigene chronische Infektionen. Die Stärkung des allgemeinen Gesundheitsbewusstseins ist somit der entscheidende Hebel, um das große Potenzial der präventiven Tumormedizin für die Allgemeinbevölkerung auszuschöpfen. Neben der Würdigung einer familiären Krebsbelastung wird bei der personalisierten Präzisionskrebsfrüherkennung das Lebensstil-bedingte Krebsrisiko berücksichtigt. Die individuelle Risikobewertung kann also in Zukunft eine optimierte und personalisierte Prävention gastrointestinaler Karzinome ermöglichen.
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d-uo
Schematische Darstellung des Urogenitaltrakts eines Mannes

7 Jahre VERSUS-Studie von d-uo

Urologische Tumorerkrankungen machten in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2020 etwa 36% aller Krebserkrankungen bei Männern bzw. 5% bei Frauen aus [1]. Viele Fragen der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser Tumorerkrankungen sind in Deutschland leider unzureichend untersucht. Voraussetzung für die Erfassung und wissenschaftliche Auswertung der Versorgungsqualität urologischer Tumorerkrankungen ist deren standardisierte Dokumentation [2].
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Urologische Tumoren
Schematische Darstellung des Uro-Genitaltrakts eines Mannes

Aktuelle AUO-Studienaktivitäten in der Uro-Onkologie

Bereits seit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in den 1990er Jahren war eine Hauptaufgabe der AUO die Förderung von Studien in der Uro-Onkologie. Hierfür unternimmt die AUO verschiedene Anstrengungen, um die Durchführung von qualitativ hochwertigen Studien im Indikationsgebiet zu fördern und zu beschleunigen. So unterzieht die AUO ihr eingereichte Studienprotokolle und -entwürfe einer Kurzbegutachtung. Bei positivem Ergebnis der Kurzbegutachtung wird die Studie durch die AUO aktiv gefördert. Hierzu zählt die Publikation von Studienvorstellungen in einschlägigen Medien genauso wie die Präsentation der Studien auf der AUO-Homepage, zusätzlich werden diese in ihrer aktiven Phase in Bezug auf die Rekrutierung durch die AUO begleitet. Aus den somit gewonnenen Zahlen kann die AUO für künftig neu eingereichte Studien gezielte Zentren-Empfehlungen abgeben, sodass es den Sponsoren der Studien leichter fällt, für ihre Studie Studienzentren zu finden. Alle Maßnahmen der AUO hierbei zielen darauf ab, für eine schnelle Rekrutierung in qualitativ hochwertige Studien zu sorgen und somit für eine bessere medizinische Versorgung der Patienten von morgen auf Grundlage von evidenzbasierter Medizin einzutreten.
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