Journal Onkologie

Entitätsübergreifend | Beiträge ab Seite 2

Entitätsübergreifend
Das Bild zeigt eine Ärztin, die einer jungen Krebspatientin mit organgefarbenem T-Shirt und Kopftuch emotionale Unterstützung bietet.
Podcastserie O-Ton Onkologie

S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“

Die S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ wurde umfassend überarbeitet, da sie ein zentraler Baustein in der Krebsbehandlung ist und sich die Therapielandschaft seit der letzten Version von 2022 erheblich verändert hat. Dr. Franziska Jahn, Universitätsklinikum Halle/Saale, die maßgeblich an der Entwicklung der aktuellen Leitlinie beteiligt war, beleuchtet in der Podcast-Serie „O-Ton Onkologie“ die Bedeutung der supportiven Therapie und fasst die wichtigsten Neuerungen der Leitlinie zusammen.
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Hämatologie
Zwei Forscherinnein mit Schutzbrille, weißen Kitteln und blauen Handschuhen arbeiten an einem biomedizinischen Projekt in einem modernen Hightech-Labor.

Hämatologische Neoplasien: Ansätze zur Bewertung der Therapieverträglichkeit

Mit dem rasanten Einzug von CAR-T-Zellen, Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI), bispezifischen Antikörpern und Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC) in frühere Behandlungslinien verändert sich die hämatologische Therapielandschaft grund­legend. Deren Nebenwirkungen können sich erheblich von den bekannten der klassischen Chemo- oder Radiotherapie ­unterscheiden und verlangen nach neuen Bewertungsmaßstäben. Ein aktueller Beitrag in Lancet Haematology fordert deshalb eine ­patientenzentrierte Bewertung der Verträglichkeit: Von standardisierten Definitionen akuter, subakuter bis Langzeit-Toxizität über Infektionen und Zweitmalignome bis hin zur Frage nach der optimalen Dosis und Behandlungsdauer.
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O-Ton Onkologie Staffel 8
Leitlinie Supportivtherapie

Leitlinie Supportivtherapie

Die Diagnose Krebs ist heute längst nicht mehr gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Immer mehr Menschen leben Jahre oder sogar Jahrzehnte mit ihrer Krebserkrankung – Krebs wird zunehmend zu einer chronischen Erkrankung. Doch diese erfreuliche Entwicklung bringt neue Herausforderungen mit sich: Wie können Patient:innen trotz langwieriger Therapien eine gute Lebensqualität bewahren? Welche Nebenwirkungen bringen moderne Immuntherapien mit sich? Und wie gelingt es, dass Betroffene ihre Behandlung bis zum Ende durchhalten können? In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. Astrid Heinl mit Dr. Franziska Jahn vom Universitätsklinikum Halle über die aktualisierte S3-Leitlinie zur supportiven Therapie.
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Entitätsübergreifend
Arbeiten mit und nach Krebs

Was Onkolog:innen als Vorbereitung auf den ­beruflichen Wiedereinstieg anbieten können

Den Umgang mit Krebs im Businesskontext revolutionieren, das ist die Mission des Projekts #einevonacht. Ziel ist, dass Menschen lernen, über Krebs zu sprechen und gute Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen. Denn nur wenn die Bedürfnisse und Interessen von Betroffenen, Führungskräften, Team-Mitgliedern und Arbeitgebenden gleicher­maßen berücksichtigt werden, kann es ein wirklich nachhaltiges Miteinander geben. In diesem Artikel werden 5 Vorschläge ­gemacht, wofür Onkolog:innen die Patient:innen in Bezug auf das Arbeiten mit und nach Krebs sensibilisieren könnten.
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Medizin
Leitlinie zum Fertilitätserhalt bei onkologischen Erkrankungen veröffentlicht

Leitlinie zum Fertilitätserhalt bei onkologischen Erkrankungen veröffentlicht

Aufgrund einer Bandbreite an Therapiemöglichkeiten, die dazu beitragen, dass sich die Überlebensrate bei malignen Erkrankungen signifikant verbessert hat, kann die Funktion der Keimdrüsen (Gonadenfunktion) von Patient:innen teilweise oder komplett geschädigt werden. In der Regel hängt die mögliche gonadale Schädigung vom Alter der Patient:innen sowie der Art, Dosis und Dauer der medizinischen Therapie oder Strahlentherapie ab. Die Chance, im Nachhinein an einer therapierefraktären Infertilität zu leiden, kann für Betroffene belastend sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, Konzepte zum Erhalt der Fertilität und die Beratung darüber in die onkologische Behandlung für jene Betroffene einzubinden, die im reproduktiven Alter sind.
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Medizin
Wie ein neuer Wirkstoff den Gewichtsverlust bei Krebserkrankungen stoppen könnte

Wie ein neuer Wirkstoff den Gewichtsverlust bei Krebserkrankungen stoppen könnte

Eine Grazer Forschungsgruppe untersucht, warum viele Krebspatient:innen trotz ausreichender Kalorienzufuhr massiv an Gewicht verlieren. Dabei konnten die Forschenden ein entscheidendes molekulares Signal identifizieren. Die Erkenntnisse liefern eine wichtige Grundlage für neue Therapien. Der extreme Verlust von Körpergewicht ist bei vielen Krebspatient:innen weit mehr als eine Begleiterscheinung der Therapie. In rund der Hälfte aller Krebsfälle liegt eine eigenständige Erkrankung vor: die Kachexie. Dabei baut der Körper Fett-, Muskel- und Funktionsgewebe ab – und zwar so massiv, dass jede:r fünfte Betroffene daran verstirbt. Eine gezielte Therapie gegen Kachexie gibt es bislang nicht.
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Medizin
Darmreparatur durch Immunzellen nach Krebsbehandlung

Darmreparatur durch Immunzellen nach Krebsbehandlung

Regulatorische T-Zellen (Tregs), eine Untergruppe von Immunzellen, gelten normalerweise als „Friedenswächter“, die eine Überreaktion des Immunsystems verhindern. Überraschenderweise zeigt eine neue Studie, veröffentlicht in Signal Transduction and Targeted Therapy, dass Tregs Entzündungssignale nutzen, um nach einer Krebstherapie Reparaturprozesse zu starten [1]. Die von der LIT-Kooperationsgruppe „Innate Immunstimulation bei Krebs und Transplantationen“ mit der Klinik und Poliklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie der TU München (TUM) durchgeführte Untersuchung zeigt, wie das Immunsystem verwendet werden kann, um die Darmschleimhaut zu regenerieren und das Überleben zu verbessern.
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Medizin
Kinase-Inhibitoren bauen auch Tumorproteine ab

Kinase-Inhibitoren bauen auch Tumorproteine ab

Seit Jahrzehnten zählen Kinase-Inhibitoren zu den wichtigsten Waffen der Krebsmedizin. Sie sollen die Enzyme ausschalten, die unkontrolliertes Zellwachstum antreiben. Doch manche dieser Inhibitoren können mehr als bisher gedacht: die Zielproteine werden nicht nur blockiert, sondern zusätzlich auch noch abgebaut. Das macht diese Wirkstoffe zu vielversprechenden zusätzlichen Werkzeugen für den gezielten Proteinabbau, einem aufstrebenden Forschungsfeld in der Wirkstoffentwicklung. Eine neue Studie, veröffentlicht in Nature, zeigt nun erstmals systematisch, wie weit dieses Phänomen reicht [1].
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Entitätsübergreifend
Pembrolizumab im Fokus: Was die aktuellen KEYNOTE-Daten zeigen

Pembrolizumab im Fokus: Was die aktuellen KEYNOTE-Daten zeigen

Pembrolizumab steht im Mittelpunkt aktueller onkologischer Entwicklungen. Anhand der Indikationen Melanom, nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC) und Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom (HNSCC) zeigen aktuelle KEYNOTE-Studien, wie Checkpoint-Inhibitoren zunehmend auch in frühere Therapielinien integriert werden. Die Daten mit deutlichen Überlebensgewinnen werden als Wendepunkt in der Krebstherapie eingestuft.
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Medizin
Gezielter Proteinabbau: Neuer Ansatz gegen Krebszellen entwickelt

Gezielter Proteinabbau: Neuer Ansatz gegen Krebszellen entwickelt

Ein neuer Wirkstoff sorgt dafür, dass ein zentrales Protein in Tumorzellen gezielt abgebaut wird. Dadurch verlieren Krebszellen in Zellversuchen ihren Schutz und sterben ab. Entwickelt wurde der Wirkstoff von Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Universitätsmedizin Mainz. Bisherige Wirkstoffe zielen darauf ab, die Aktivität des Proteins Checkpoint-Kinase-1 (CHK1) lediglich zu hemmen. Wird das Protein dagegen komplett abgebaut, setzt das eine Kettenreaktion in Gang: Auch weitere Tumorproteine werden zerstört – die Krebszellen werden zusätzlich geschwächt. Die neue Studie erschien in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie.
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Entitätsübergreifend

Wartezeit vor Transplantation bei Patient:innen mit Malignomanamnese

Patient:innen mit einer Malignomanamnese, für die eine Organtransplantation geplant ist, haben aufgrund der Immunsuppression nach Transplantation ein erhöhtes Risiko, ein Tumorrezidiv oder einen neuen Tumor zu erleiden. In der Entscheidung für eine Aufnahme auf die Transplantationsliste sollten insbesondere die Biologie des jeweiligen Malignoms sowie die aktuellen onkologischen Therapiekonzepte, welche in der Behandlung des Tumors zum Einsatz kommen, Berücksichtigung finden. Dabei ist es wichtig, Benefit und Prognose einer Transplantation einerseits und potenzielle onkologische Risiken andererseits im Blick zu haben. Die Evidenz zu empfohlenen Wartezeiten zwischen der Behandlung eines Tumors und einer Transplantation ist gering; aktuelle Empfehlungen basieren vor allem auf einer US-Konsensus­konferenz aus dem Jahr 2021. In diesem Übersichtsbeitrag finden Sie eine Zusammenfassung dieser Daten unter Einbeziehung kürzlich erschienener Publikationen.
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Entitätsübergreifend
Shared Decision Making (SDM): Arzt, Patientin, Angehörige
Zwischen Zeitdruck und Patientenautonomie

Wie Shared Decision Making die patientenzentrierte Versorgung verbessert

In der Onkologie stehen Patienten* und Behandler häufig vor Therapieentscheidungen, die weitreichende Konsequenzen für die Patienten haben. Umso wichtiger ist es, Patienten aktiv in die Therapieentscheidung einzubeziehen. Shared Decision Making (SDM) bietet einen Rahmen, um medizinisches Fachwissen mit den individuellen Präferenzen der Patienten zu verbinden – und damit die bestmögliche Therapie gemeinsam zu gestalten. Nahezu alle onkologischen Leitlinien empfehlen mittlerweile die partizipative Entscheidungsfindung als Kommunikationsmodell für Therapieentscheidungen. Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) setzt seit 2022 mit dem Projekt BAYERN GOES SDM gezielt auf die systematische Einführung von SDM an den 6 Unikliniken. Serap Tari, Biologin, Psychoonkologin und Projektleiterin von BAYERN GOES SDM, gibt Einblick in den Nutzen von SDM und erklärt, worauf es bei der Umsetzung in die Praxis ankommt.
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Entitätsübergreifend
Maligne solide Tumoren: Neue Behandlungsoptionen geben Hoffnung bei fortgeschrittenen Erkrankungen

Maligne solide Tumoren: Neue Behandlungsoptionen geben Hoffnung bei fortgeschrittenen Erkrankungen

Auf dem ESMO 2025 wurden aktuelle Studienergebnisse zu Amivantamab beim nicht-HPV-bedingten, rezidivierten oder metastasierten Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich (R/M HNSCC) präsentiert sowie zur neaoadjuvanten Therapie mit TAR-200, einem neuartigen intravesikalen Arzneimittelabgabesystems plus Cetrelimab vor einer Zystektomie beim muskelinvasiven Harnblasenkarzinom.
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Medizin
Neue Radioimmunotherapie macht resistente Krebsarten angreifbar

Neue Radioimmunotherapie macht resistente Krebsarten angreifbar

Tumoren schützen sich oft mit einem dichten Stützgewebe und speziellen Proteinen vor der körpereigenen Abwehr. Ein internationales Forschungsteam hat einen neuen Weg gefunden, diese Schutzschicht zu durchbrechen. Maßgeblich daran beteiligt sind auch Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Partnerstandort Essen/Düsseldorf. Ihre Erkenntnisse wurden jüngst in Signal Transduction and Targeted Therapy publiziert, einem Fachjournal der Nature-Verlagsgruppe.
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Entitätsübergreifend

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate mit Blick auf okuläre Verträglichkeit

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) kombinieren die Spezifität monoklonaler Antikörper mit der Wirksamkeit zytotoxischer Substanzen und stellen einen bedeutenden Fortschritt in der präzisionsorientierten Onkologie dar. Im Rahmen einer Veranstaltung wurden aktuelle Daten zur Wirksamkeit von ADCs in Kombinationstherapien sowie zu okulären Nebenwirkungen und deren Management beleuchtet.
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Medizin
Fettsäuren begünstigen Wachstum krebsfördernder Bakterien

Fettsäuren begünstigen Wachstum krebsfördernder Bakterien

Dass die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms eine große Rolle für unsere Gesundheit spielt, ist mittlerweile klar bewiesen – die genauen Zusammenhänge sind bisher aber noch nicht voll verstanden. Forschende der Technischen Universität München (TUM) sind dem einen Schritt nähergekommen: Sie haben einen Zell-Mechanismus identifiziert, der ein tumorförderliches Mikrobiom begünstigt. Eine Analyse von Daten von Patient:innen zeigt, dass die Befunde auch auf den Menschen zutreffen.
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Medizin
EU startet Krebsinformationsportal für bessere Versorgung

EU startet Krebsinformationsportal für bessere Versorgung

Das Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) koordiniert das europäische Forschungsprojekt „EU-CiP" (European Cancer Information Portal). Dieses wird mit zwölf Millionen Euro vom Horizon Europe-Programm der Europäischen Union für vier Jahre gefördert. Damit wird erstmals ein europäisches Netzwerk für patientennahe, vertrauenswürdige und evidenzbasierte Krebsinformationsportale aufgebaut. Das Projekt ist zentraler Bestandteil des „European Cancer Patient Digital Centre“ (ECPDC), das im Rahmen des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung und der EU-Krebsmission verwirklicht werden soll.
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