Journal Onkologie
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Editorial

Kongress-News | SABCS

SABCS 2025
SABCS 2025

ELEGANT-Studie: Elacestrant als adjuvante Therapie bei Hochrisiko ER+ Brustkrebs im Frühstadium

Die adjuvante endokrine Therapie (ET) stellt den Behandlungsstandard für ER+/HER2- Brustkrebs im Frühstadium dar. Trotz Fortschritten zur Optimierung der adjuvanten Behandlung bei Hochrisiko-Patient:innen im Frühstadium besteht weiterhin ein Risiko für lokale und metastatische Rezidive, das über Jahre persistiert. Dieses anhaltende Risiko unterstreicht den dringenden Bedarf für neue Therapien mit günstigen Sicherheitsprofilen, die das Langzeit-Rezidivrisiko bei dieser Patientenpopulation weiter reduzieren können.
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SABCS 2025
Real-World-Studie bestätigt Wirksamkeit von Abemaciclib bei HR+/HER2- fortgeschrittenem Mammakarzinom
SABCS 2025

Real-World-Studie bestätigt Wirksamkeit von Abemaciclib bei HR+/HER2- fortgeschrittenem Mammakarzinom

Eine multizentrische retrospektive Studie aus Italien mit 199 Patient:innen zeigt, dass Abemaciclib plus eine endokrine Therapie bei Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem (HR+/HER2−) fortgeschrittenem Mammakarzinom im klinischen Alltag ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 22,2 Monaten erreicht. Besonders bemerkenswert: Patient:innen mit Dosisreduktionen hatten ein längeres PFS, wie beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) berichtet wurde.
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SABCS 2025
Tucatinib verlängert progressionsfreies Überleben in der Erstlinien-Erhaltungstherapie bei HER2-positivem Mammakarzinom
SABCS 2025

Tucatinib verlängert progressionsfreies Überleben in der Erstlinien-Erhaltungstherapie bei HER2-positivem Mammakarzinom

Die Zugabe von Tucatinib zur Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Trastuzumab und Pertuzumab verzögerte die Krankheitsprogression bei Patient:innen mit HER2-positivem (HER2+) metastasiertem Mammakarzinom und verlängerte möglicherweise die chemotherapiefreie Zeit. Die Ergebnisse der Phase-III-Studie HER2CLIMB-05 mit 654 Patient:innen wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert und zeitgleich im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. Der Nutzen zeigte sich über alle Subgruppen hinweg, einschließlich Patient:innen mit Hirnmetastasen.
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SABCS 2025
TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam
SABCS 2025

TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam

Die Beurteilung der pathologischen Komplettremission (pCR) nach neoadjuvanter Chemotherapie (NACT) beim triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) ist nicht konsistent mit dem Gesamtüberleben verknüpft. Eine gepoolte Analyse aus neun GBG/AGO-B-Studien mit 640 Patient:innen zeigt erstmals, dass die kombinierte Bewertung von Ki67 und tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TILs) in Residualtumoren nach einer NACT eine verbesserte Prognoseeinschätzung ermöglicht. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) in San Antonio präsentiert.
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SABCS 2025
SABCS 2025

Patientenorientierte Versorgung im Fokus – Von Hormontherapie bis Ernährung beim Brustkrebs

Das San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2025 lieferte wichtige Erkenntnisse zur patientenorientierten Versorgung. Prof. Dr. med. Rachel Würstlein stellt diese im Video vor. Unter anderem wurden neue Ergebnisse zur Hormonersatztherapie bei BRCA-Mutationsträgerinnen, neue Daten zu Checkpoint-Inhibitoren und Fertilität sowie ein innovatives eHealth-Tool für junge Brustkrebspatientinnen präsentiert.
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SABCS 2025
SABCS 2025

Highlights zum metastasierten Mammakarzinom

Beim diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden neue Erkenntnisse zum metastasierten Mammakarzinom präsentiert. Prof. Dr. med. Volkmar Müller, stellvertretender Klinikdirektor der Universitätsfrauenklinik am UKE Hamburg-Eppendorf, berichtet in diesem Video über seine persönlichen Highlights mit Fokus auf das HER2-positive (HER2+) Mammakarzinom. Besonders im Mittelpunkt stehen neue Konzepte zur Erhaltungstherapie, die das Potenzial haben, die Erstlinientherapie zu optimieren und das progressionsfreie Überleben deutlich zu verlängern.
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Kongress-News | ASH

ASH 2025
CRISTALLO-Studie bei der CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich
ASH 2025

CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich

Dass die zeitlich limitierte Kombinationstherapie aus dem BCL2-Inhibitor Venetoclax (Ven) und einem Anti-CD20-Antikörper bei Patient:innen mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zu tiefen Remissionen und einer langfristigen Immunrekonstitution führt, ist bereits bekannt [1]. Nun zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie CRISTALLO, vorgestellt bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025, dass die zeitlich limitierte Behandlung mit Ven und Obinutuzumab (VenO) auch im Erstlinien (1L)-Setting bei Behandelten mit tiefem Ansprechen – im Sinne einer nicht nachweisbaren messbaren Resterkrankung (MRD) – zu einer allmählichen Immunrekonstitution führt [2]. Ganz nebenbei wurden einmal mehr die Sicherheit und überlegene Wirksamkeit einer zeitlich begrenzten Therapie mit VenO gegenüber der Chemoimmuntherapie mit Fludarabin/Cyclophosphamid/Rituximab (FCR) oder Bendamustin/Rituximab (BR) im längeren Zeitverlauf untermauert [2].
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ASH 2025
ASH 2025

RR MCL: Finale Daten der BRUIN-Studie bestätigen Langzeitwirksamkeit und -sicherheit von Pirtobrutinib

Erkrankte mit rezidiviertem oder refraktärem (RR) Mantelzell-Lymphom (MCL), die unter Therapie mit einem kovalenten Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) progredient werden oder diesen nicht vertragen, können mit Pirtobrutinib behandelt werden, dem ersten und einzigen nicht-kovalenten BTKi. Die Zulassung basiert auf Daten der Phase-I/II-Studie BRUIN [1, 2]. Eine finale Auswertung der Studie wurde nun auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 gezeigt. Die Daten mit einer Nachbeobachtungszeit von bis zu 5 Jahren bestätigten die Wirksamkeit und das günstige Sicherheitsprofil von Pirtobrutinib* bei intensiv vorbehandelten Patient:innen mit RR MCL [3].
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ASH 2025
Microscopic view of bone marrow slide showing Multiple myeloma, a type of bone marrow cancer.
ASH 2025

iMMagine-1: CAR-T-Zell-Produkt Anito-cel bei RRMM hoch wirksam und verträglich

Das neuartige, gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtete CAR-T-Zellprodukt Anitocabtagen autoleucel (Anito-cel) wird aktuell bei Erkrankten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) klinisch geprüft. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurden aktualisierte Daten aus der laufenden Phase-II-Zulassungsstudie iMMagine-1 vorgestellt, die die Wirksamkeit und das günstige Sicherheitsprofil des CAR-T-Zell-Produkts nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von rund 16 Monaten demonstrieren [1].
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ASH 2025
TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam
ASH 2025

RR DLBCL: Einhaltung der NCCN-Empfehlungen ist lebensverlängernd

Der therapeutische Ansatz bei rezidiviertem oder refraktärem (RR) diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in den Vereinigten Staaten hat sich mit dem Aufkommen von chimären Antigenrezeptor-T-Zell-Therapien (CAR-T) und bispezifischen Antikörpern (BsAbs) verändert. Infolgedessen empfiehlt das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) nun die Monotherapie mit BsAbs für die Drittlinien- und Spätbehandlung von RR DLBCL und CAR-T für Patient:innen, die innerhalb von 12 Monaten nach der Erstlinienbehandlung einen Rückfall erleiden, wobei eine hochdosierte Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation (ASCT) für spätere Rückfälle (>12 Monate) vorbehalten ist. Während des ASH-Kongresses 2025 wurde eine Analyse vorgestellt, in der untersucht worden war, inwieweit Patient:innen mit RR DLBCL in den USA nach den NCCN-Empfehlungen behandelt werden oder nicht, und welche Auswirkungen das für sie hat [1].
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ASH 2025
TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam
ASH 2025

Triplet-Therapie mit Tagraxofusp im Phase-II-Setting bei unbehandelter und r/r BPDCN wirksam

Die aggressiv verlaufende blastische plasmazytoide dendritische Zellneoplasie (BPDCN) ist eine sehr seltene maligne Erkrankung, die sich an verschiedenen Organen manifestieren kann – betroffen sind typischerweise Haut, Blut, Knochenmark, seltener auch Lymphknoten und das zentrale Nervensystem. Aufgrund ihrer Abstammung von plasmazytoiden dendritischen Zellen geht die BPDCN mit einer Überexpression von CD123 (Interleukin-3-Rezeptor alpha) einher. Das einzige für die Therapie der BPCDN zugelassene Medikament ist Tagraxofusp – ein First-in-class-Inhibitor gegen CD123. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurde eine Phase-II-Studie vorgestellt, die Tagraxofusp in Kombination mit Azacitidin und Venetoclax untersuchte. Die Triplet-Therapie erwies sich als wirksame und vielversprechende Option bei unbehandelter, aber auch rezidivierter/refraktärer BPDCN.
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Uroonkologie

Prostatakarzinom
"Prostate cancer" steht auf einem Tabletbildschirm, daneben ein Stethoskop

Risikoadaptiertes Screening gegen Überdiagnostik beim Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom ist die häufigste maligne Tumorerkrankung des Mannes in Deutschland. Während ein Teil der Tumoren aufgrund ihres aggressiveren biologischen Verhaltens behandlungsbedürftig ist, ist von besonderer Bedeutung, dass rund 50% der detektierten Prostatakarzinome klinisch unbedeutsam sind und auch ohne Therapie keine klinische Manifestation zeigen würden. Ein opportunistisches, unstrukturiertes Testen des prostataspezifischen Antigens (PSA) führt daher häufig zu Überdiagnosen und unnötigen Therapien. Die S3-Leitlinie 2025 empfiehlt erstmals die Einführung eines systematischen, risikoadaptierten Früherkennungsprogramms. Zentrales Element ist die Bestimmung eines Baseline-PSA-Werts im Alter von 45 Jahren. Ein PSA-Wert < 1,5 ng/ml definiert eine Niedrigrisikogruppe, bei der eine erneute Untersuchung erst nach 5 Jahren erforderlich ist. Bei PSA-Werten von 1,5-3,0 ng/ml werden zweijährliche Kontrollen empfohlen. Erst bei bestätigten PSA-Werten ≥ 3 ng/ml erfolgt ein strukturiertes Risikoassessment und – bei persistierendem Risiko – die Durchführung einer multiparametrischen Magnetresonanztomographie (mpMRT). Die mpMRT verbessert die Detektion klinisch signifikanter Prostatakarzinome und kann bis zu 70% unnötiger Biopsien vermeiden. Die digitale rektale Untersuchung (DRU) wird aufgrund ihrer geringen Sensitivität und Spezifität im Rahmen des Screenings nicht mehr empfohlen. Männer mit familiärer Belastung oder bekannten genetischen Risikovarianten benötigen ein früheres und engmaschigeres Früherkennungsprogramm. Ein wesentlicher Baustein zur Vermeidung von Übertherapie ist die Aktive Überwachung (Active Surveillance, AS). Niedrigrisiko-Tumoren (ISUP-Grad 1) sowie günstig-intermediäre Tumoren (ISUP-Grad 2 mit geringem Anteil an Gleason-Muster 4 und ohne cribriforme oder intraduktale Anteile) sollen bevorzugt aktiv überwacht werden. Langzeitdaten aus den Studien ProtecT und PRIAS zeigen unter strukturierter Überwachung eine extrem niedrige Metastasierungsrate sowie eine sehr geringe prostatakarzinomspezifische Mortalität und bestätigen damit die Sicherheit dieses Vorgehens. Insgesamt entsteht so ein präzisionsmedizinisches Screeningmodell, das Überdiagnosen reduziert, klinisch relevante Tumoren zuverlässiger erkennt und unnötige Therapien vermeidet – vorausgesetzt, die Qualität der mpMRT sowie die urologische Expertise sind flächendeckend gewährleistet.
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Prostatakarzinom
Arzt sitzt vor Laptop, über seiner Hand mit Handschuh schwebt eine Blase mit Prostata
Interview mit Univ.-Prof. Dr. med. Axel S. Merseburger, Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck

Fortgeschrittenes Prostatakarzinom im Wandel: Moderne Strategien für ein individualisiertes Therapiemanagement

Die Diagnostik und Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms befinden sich im Umbruch. Mit der Einführung der Prostataspezifisches Membran-Antigen-Positronenemissions-/Computertomographie (PSMA-PET/CT) als Staging-Tool hat sich die Präzision der Stadieneinteilung deutlich verbessert – und eröffnet neue, individualisierte Behandlungswege. Parallel dazu erweitern innovative Substanzklassen wie PARP-Inhibitoren und Radioliganden-Therapien die Optionen für die Betroffenen. Im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE erklärt Prof. Dr. Axel S. Merseburger, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, wie Biomarker, Krankheitsdynamik und Patientenpräferenzen heute die Therapie­sequenz bestimmen und welche Entwicklungen die Zukunft der Präzisionsonkologie prägen werden.
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Urologische Tumoren
Ärztin zeigt mit Finger auf eine handgemalte Darstellung des Urogenitaltrakts

Präzisionsonkologie beim Urachuskarzinom: Molekulare Charakterisierung als Schlüssel zur personalisierten Therapie

Die systemische Therapie des Urachuskarzinoms (UrC) stellt aufgrund der Seltenheit der Erkrankung und der begrenzten hochrangigen Evidenz weiterhin eine Herausforderung dar. Obwohl die klinische Erfahrung mit systemischen Therapien zunimmt, sind prospektive Studiendaten selten und häufig limitiert. Diese Übersichtsarbeit gibt einen Überblick über systemische Therapieoptionen beim fortgeschrittenen UrC mit besonderem Fokus auf zielgerichtete Therapien. Retrospektive Metaanalysen sowie eine kürzlich publizierte prospektive Studie belegen die Wirksamkeit einer Platin/​5-Fluorouracil (5-FU)-Kombinationschemotherapie als Erstlinientherapie. Fallberichte und kleine Fallserien deuten darauf hin, dass präzisionsonkologische Ansätze bei ausgewählten Patient:innen wirksam sein können.
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Urothelkarzinom
Optimierte Therapiesequenzen beim UC: Vom lokalisierten bis zum metastasierten Stadium

Optimierte Therapiesequenzen beim UC: Vom lokalisierten bis zum metastasierten Stadium

Beim muskelinvasiven Urothelkarzinom (MIUC) steht ein Paradigmenwechsel bevor. Aktuelle Phase-III-Studiendaten etablieren neue Therapiestandards und erweitern das Behandlungsspektrum erstmals auch auf Cisplatin-ungeeignete Patient:innen. Die Kombination aus Immuncheckpoint-Inhibitoren und Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) verändert die perioperative und die Erstlinientherapie im metastasierten Stadium grundlegend. Diese aktuellen Entwicklungen beim Urothelkarzinom (UC) wurden von Prof. Dr. Anja Lorch, Zürich, Schweiz, im Rahmen des Online-Seminars „expanda Onkologie" präsentiert.
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Hämatologie

Hämatologie
MDS bei jungen Erwachsenen: Seltene Entität mit besonderen Herausforderungen

MDS bei jungen Erwachsenen: Seltene Entität mit besonderen Herausforderungen

Myelodysplastische Neoplasien (MDS) sind klonale Erkrankungen der hämatopoetischen Stammzellen, die durch ineffektive Hämatopoese, Zytopenien und Dysplasien sowie ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämie (AML) gekennzeichnet sind. Die Erkrankung betrifft vorwiegend ältere Erwachsene mit einem medianen Erkrankungsalter von ≥ 70 Jahren. Bei jüngeren Patient:innen unter 50 Jahren treten MDS deutlich seltener auf, weshalb für diese Altersgruppe nur wenige Daten vorliegen. Jüngere Patient:innen weisen jedoch häufig spezifische klinische, genetische und prognostische Besonderheiten auf. Gerade bei de novo diagnostizierten MDS in dieser Altersgruppe sollte eine umfassende genetische Diagnostik erfolgen, um mögliche Keimbahnmutationen zu identifizieren, wie sie im Rahmen hereditärer Prädispositionssyndrome vorkommen können. Solche genetischen Veränderungen können nicht nur die Prognose und das Ansprechen auf Therapien beeinflussen, sondern auch für die familiäre Beratung und das Spenderscreening im Rahmen einer allogenen Stammzelltransplantation (alloSCT) relevant sein.
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Hämatologie
Therapie des Multiplen Myeloms bei älteren Patient:innen

Therapie des Multiplen Myeloms bei älteren Patient:innen

Das Multiple Myelom (MM) ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters, bei der die Überlebensrate mit zunehmendem ­Alter abnimmt. Die Inzidenz von Myelomerkrankungen ist in den letzten Jahren insbesondere bei älteren Patient:innen deutlich gestiegen [1]. Gleichzeitig konnte durch die rasante Entwicklung der Therapielandschaft und den Einsatz neuer ­Substanzen und Therapien (bispezifische Antikörper, CAR-T-Zellen) eine dramatische Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) beim MM erreicht werden. Obwohl bei älteren im Vergleich zu jüngeren Myelom-Patient:innen häufiger ein höheres Internationales Staging System (ISS)-Stadium, eine schlechtere Nierenfunktion und eine Anämie vorliegen, haben insbesondere die älteren Myelom-­Patient:innen in den letzten Jahren wesentlich vom Einsatz neuer Substanzen profitiert [2]. Die Therapie älterer MM-Patient:innen erfordert jedoch besondere Vorsicht, da sie fragiler sind und eine höhere Anfälligkeit für Toxizitäten aufweisen.
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Hämatologie
Frau mit Krebs beim Outdoor-Sport

Ist eine Regeneration des Knochens durch bewegungstherapeutische Interventionen beim Multiplen Myelom möglich?

Die Zerstörung des Skelettsystems beim Multiplen Myelom (MM) entsteht durch die Wechselwirkung zwischen Tumor- und Knochenzellen. Dadurch entwickeln sich molekulare und mikrostrukturelle Veränderungen der Knochensubstanz, die bereits in frühen Stadien der Erkrankung nachgewiesen werden können. Während chemo- und immuntherapeutische Behandlungsstrategien beim MM die Tumorzellen im Knochenmark immer effektiver beseitigen, bleiben die zerstörten Knochenstrukturen erhalten und zeigen häufig keine Zeichen der Regeneration. Das bedeutet, dass Patient:innen mit MM von Beginn an ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche haben, und dass dadurch Mortalität und Morbidität ansteigen. Ob eine Regeneration des Knochens wie bei Knochenbrüchen Gesunder bei Patient:innen mit MM durch biophysikalische Stimulation in Form von bewegungstherapeutischen Interventionen angestoßen werden kann, ist Gegenstand aktueller präklinischer und klinischer Untersuchungen.
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Hämatologie
DLBCL

DLBCL: Immunologische „Narbe“ besteht noch Jahre nach Behandlung

Krebserkrankungen hinterlassen einen immunologischen Abdruck, eine „Narbe“, die auch noch Jahre nach einer vollständigen Remission besteht. Forschende der Universität Erlangen zeigten anhand von Zellanalysen, Genexpressionsprofilen und Mausmodellen, dass beim diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) diese „Narbe“ aus einer hohen ­Anzahl an überwiegend monozytären myeloiden Suppressorzellen (M-MDSCs), erniedrigten Zahl unreifer T-Zellen und erhöhtem Interleukin-6 (IL6)-Level besteht. Das adaptive Immunsystem war anhaltend beeinträchtigt und die Impfreaktion in vitro abgeschwächt. Diese Veränderungen haben langfristige Konsequenzen: Sie können zu Komplikationen bei den Betroffenen führen und die Impfstrategie sowie die Wirkung von Immuntherapien beeinflussen.
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Hämatologie

Pure Red Cell Aplasia nach allogener Stammzelltransplantation

Die rein erythrozytäre Aplasie (Pure Red Cell Aplasia, PRCA) ist eine schwerwiegende Komplikation nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (alloSCT), insbesondere bei ABO-Inkompatibilität [1, 2]. Die Behandlung gestaltet sich oft schwierig, da keine Standardtherapie existiert [3, 4]. Eine internationale multizentrische Studie der EBMT Transplant Complications Working Party untersuchte nun erstmals umfassend die Wirksamkeit von Daratumumab, einem Anti-CD38-Antikörper, zur Behandlung der PRCA nach SCT [4]. Die Ergebnisse zeigen hohe Ansprechraten und eine signifikante Reduktion der Transfusionsabhängigkeit bei gleichzeitig überschaubarem Nebenwirkungsprofil. Dieser Übersichtsartikel fasst die wichtigsten Studienergebnisse sowie praxisrelevante Empfehlungen für die klinische Anwendung zusammen und gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Literatur zu Daratumumab bei PRCA.
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Hämatologie

Immunmodulatorische Metaboliten prädiktiv für die Outcomes nach alloSCT

Fünf immunmodulatorische Metaboliten des Darmmikrobioms waren prädiktiv für die Ergebnisse nach einer allo­genen Stammzelltransplantation (alloSCT) bei Patient:innen mit hämatologischen Neoplasien, wie unsere Studie zeigen konnte [1, 2]. Die 5 Metaboliten waren signifikant mit dem Gesamtüberleben (OS) und dem Rezidivrisiko 2 Jahre nach alloSCT verbunden. Ein daraus entwickelter Risiko-Index könnte zukünftig genutzt werden, um Mikrobiom-basierte, prädiktive Tests für das Ansprechen auf eine Immuntherapie zu entwickeln.
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Fortbildung

Schilddrüsenkarzinom
3D-Darstellung von Schilddrüsenkrebs, blauer Mensch vor schwarzem Hintergrund

Schilddrüsenkarzinome: klinisch-onkologischer Überblick über Differenzierung, Diagnostik und Therapie

Maligne Schilddrüsenerkrankungen sind selten, werden aber aufgrund der häufig frühen Diagnosestellung und der hohen Langzeitprävalenz regelmäßig in der onkologischen Versorgung gesehen. Deutsche Registerdaten zeigen bei Erstdiagnose überwiegend frühe Stadien (UICC I: 88% bei Frauen, 75% bei Männern) [1]. Für alle Schilddrüsenkarzinome zusammen sind die relativen 5-Jahres-Überlebensraten hoch, während gering differenzierte Schilddrüsenkarzinome (PDTC), differenzierte high-grade Schilddrüsenkarzinome (DHGTC) und insbesondere anaplastische Schilddrüsenkarzinome (ATC) eine deutlich ungünstigere Biologie aufweisen. Die Differenzierung der Entitäten ist daher prognostisch und therapeutisch leitend und sollte interdisziplinär (Tumorboard) in Diagnostik- und Therapiewege übersetzt werden. Differenzierte Schilddrüsenkarzinome (DTC) werden in papilläre (PTC), follikuläre (FTC) und onkozytäre (OTC) Karzinome unterteilt. Risikoadaptierte Chirurgie und ggf. Radioiodtherapie sind zentrale Säulen der Therapie. DHGTC, PDTC und insbesondere ATC erfordern eine rasche interdisziplinäre, meist multimodale Strategie inklusive Molekularpathologie. Medulläre Schilddrüsenkarzinome (MTC) werden primär kurativ operiert. Calcitonin (Ctn) ist der führende Tumormarker und lenkt OP-Zeitpunkt, -Ausmaß und Nachsorge.
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Gesundheitspolitik

Studie

Vor Ort & Virtuell

Gallengangskarzinom
Cholangiokarzinom: Auch hier kommt es aufs Testen an

Cholangiokarzinom: Auch hier kommt es aufs Testen an, weil immer mehr Therapien verfügbar sind

Das Gallengangskarzinom (CCA) ist ein seltener maligner Tumor der ableitenden Gallenwege. Die Zahl der Neudiagnosen beträgt etwa 6.000 Fälle pro Jahr in Deutschland. Aufgrund von parasitären Erkrankungen nimmt das CCA weltweit – z.B. in Südamerika, Korea und Thailand - zu. Ob Tumore intra- oder extrahepatisch liegen, spielt auch für die Molekularpathologie eine große Rolle. „Denn bei dieser Entität gibt es immer mehr biomarker- bzw. molekulargesteuerte Therapieoptionen“, stellte Dr. Friedrich Overkamp, Berlin, auf einer Pressekonferenz anlässlich des 22. Herbstkongresses der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (AIO) fest.
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Medizin

Nachts im (Deutschen) Museum – Vision Zero e.V. Neujahrsempfang

Vision Zero ist ein präventionsorientiertes Konzept mit dem Ziel, vermeidbaren Schaden zu eliminieren. Ursprünglich im Straßen- und Arbeitsschutz angewandt, überträgt die Vision Zero Oncology dieses Grundprinzip auf die Krebsmedizin: Ziel ist die Minimierung vermeidbarer Krebserkrankungen und -todesfälle sowie verspäteter Diagnosen durch systematische, gerechte und evidenzbasierte Maßnahmen. Auf dem Neujahrsempfang der Vision Zero e.V., der am 22. Januar 2026 im Deutschen Museum in München stattfand, diskutierten Expert:innen darüber, was die Onkologie heute und in der Zukunft wirklich braucht.
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BNGO

BNGO
ESMO 2025 in Berlin – Highlights zu gynäkoonkologischen Tumoren für die Praxis
Interview mit Dr. med. Steffi Busch, Mühlhausen

ESMO 2025 in Berlin – Highlights zu gynäkoonkologischen Tumoren für die Praxis

Bereits in der Ausgabe 12/2025 haben wir die Highlights vom ESMO 2025 in Berlin zum Mammakarzinom aus Sicht des niedergelassenen Gynäko-Onkologen und BNGO-Vorstandsmitglieds mit Dr. Steffen Wagner, Saarbrücken, vorgestellt und diskutiert. Heute kommentiert BNGO-Vorstandsmitglied Dr. Steffi Busch, niedergelassene gynäkologische Onkologin aus Mühlhausen, für uns weitere wichtige Studienergebnisse vom ESMO zum Ovarial-, Endometrium- und Zervixkarzinom und eine interessante retrospektive Analyse der AGO zum Vulvakarzinom.
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d-uo

d-uo
Die multiparametrische Magnetresonanz­tomographie der Prostata

Die multiparametrische Magnetresonanztomographie der Prostata: soll, soll, soll

Das Prostatakarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes in Deutschland [1]. Im Jahr 2023 wurden 79.610 Neuerkrankungen (mittleres Erkrankungsalter: 71 Jahre) und 15.196 Todesfälle (mittleres Sterbealter: 82 Jahre) registriert. Trotz dieser hohen Inzidenz und Mortalität existierte bis 2022 kein tumorspezifisches Register zur systematischen Erfassung der ambulanten Versorgungssituation. Diese fehlende Datenbasis stellte eine wesentliche Limitation für die urologische Versorgungsforschung dar. Vor diesem Hintergrund initiierten die Deutschen Uro-Onkologen (d-uo) im Oktober 2022 das Nationale Register Prostatakarzinom (ProNAT). Ziel des Registers ist die Generierung belastbarer Versorgungsdaten, deren wissenschaftliche Analyse sowie die kontinuierliche Qualitätssicherung und Optimierung der Behandlung von Patienten mit Prostatakarzinom in der ambulanten Versorgung [2-4]. Im Folgenden befindet sich eine Übersicht über aktuelle Empfehlungen und von d-uo erhobene Daten bzgl. der Anwendung der multiparametrischen Magnetresonanztomographie (mpMRT) beim Prostatakarzinom.
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Pharmaforum

Hämatologie
Microscopic view of bone marrow slide feature are suggestive Multiple myeloma, also known as myeloma, is a type of bone marrow cancer.
Multiples Myelom

Therapiemanagement bei gegen BCMA gerichteten bispezifischen Antikörpern in Klinik und Praxis

Das Vorrücken neuer Substanzen in die frühen Therapielinien beim Multiplen Myelom (MM) hat zu einem Wandel auch inder Rezidivtherapie des rezidivierten/refraktären MM (RRMM) geführt. Hier stehen heute mit bispezifischen Antikörpern (BsAB) wie z.B. Elranatamab effektive Medikamente mit innovativem Wirkmechanismus zur Verfügung. Auf einem Workshopim Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) 2025 in Köln diskutierten Myelom-Expert:innen über das Management in der Therapie mit BsAB und das optimale Vorgehen bei potenziellen Nebenwirkungen, um Patient:innen bestmöglich durch die Behandlung zu begleiten. So lassen sich Therapieverzögerungen und -pausen vermeiden, die den Therapieerfolg beeinträchtigen könnten.
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NSCLC
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom

Neues 5-Jahres-Update belegt: Überzeugende Langzeitwirksamkeit von Cemiplimab in der Kombination – insbesondere bei plattenepithelialer Histologie

Beim Kongress der europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie – Immunonkologie (ESMO-IO) im Dezember 2025 in London wurden erstmals die 5-Jahres-Daten der histologischen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC)-Subgruppen aus der Kombinationsstudie EMPOWER-Lung 3 (Cemiplimab + Chemotherapie (CTx) vs. CTx bei Programmierter Zelltod Ligand-1 (PD-L1) ≥ 1%) vorgestellt [1]. Die Kombinationstherapie mit Cemiplimab verdreifachte dabei fast die 5-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu alleiniger CTx [1]. Damit liegen für Cemiplimab nun 2 große Phase-III-Studien mit Langzeitdaten zur Mono- und Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen NSCLC vor. Cemiplimab überzeugte in beiden Studien in der Subgruppe mit plattenepithelialer Histologie (sqNSCLC) – ein historisch eher schwer zu therapierendes Kollektiv [4-7].
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Entitätsübergreifend
Prävention von Frakturen und skelettalen Komplikationen – Zwei neue Denosumab-Biosimilars erweitern das osteologische Versorgungsspektrum in der Onkologie
Prävention von Frakturen und skelettalen Komplikationen

Zwei neue Denosumab-Biosimilars erweitern das osteologische Versorgungsspektrum in der Onkologie

Antiresorptive Therapien spielen bei onkologischen Patient:innen eine wichtige Rolle zur Prävention und Behandlung von Osteoporose. Darüber hinaus werden Wirkstoffe wie der monoklonale Antikörper Denosumab auch zur Vorbeugung von skelettbezogenen Ereignissen eingesetzt. Die beiden neu verfügbaren Denosumab-Biosimilars Stoboclo™ (60 mg) und Osenvelt™ (120 mg) des Biosimilar-Spezialisten Celltrion Healthcare erweitern hier das osteologische Versorgungsspektrum in der Onkologie [1, 2].
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Hämatologie
Sekundäre Immundefekte (SID) bei hämatologischen Neoplasien
Sekundäre Immundefekte (SID) bei hämatologischen Neoplasien

Erhöhtes Infektionsrisiko erkennen und reduzieren

Moderne immun-onkologische Therapeutika von bispezifischen Antikörpern bis CAR-T-Zellen stellen einen enormen Fortschritt in der Behandlung hämatologischer Neoplasien dar  – gehen aber mit einem breiteren Spektrum an sekundären Immundefekten (SID) einher [1, 2]. Umso wichtiger ist es, diese frühzeitig zu identifizieren und gegenzusteuern. Ein Baustein hierfür: die Substitution mit intravenösen Immunglobulinen (IVIg) [3].
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NSCLC
EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit
EGFR-mutiertes NSCLC

Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit

Die finalen Daten zum Gesamtüberleben (sekundärer Endpunkt, OS) der FLAURA2-Studie belegen, dass Betroffene mit fortgeschrittenem EGFR-mutiertem (EGFRm) nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) durch die Erstlinien- Kombination aus dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der 3. Generation Osimertinib mit Platin-Pemetrexed Chemotherapie (CTx) im Vergleich zur Osimertinib-Monotherapie ein signifikant längeres OS erreichten [1]. Die Deutschen Leitlinien tragen diesem Wirksamkeitsvorteil bei, indem sie die intensivierte Kombinationstherapie empfehlen – insbesondere für Patient:innen mit ungünstiger Prognose aufgrund von ZNS-Metastasen [2].
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