Mittwoch, 4. August 2021
Navigation öffnen
Infos für Patienten
16. Juni 2021

BfArM: Mika-App auf Rezept für alle Krebsindikationen

BfArM: Mika-App auf Rezept für alle Krebsindikationen
©natali_mis - stock.adobe.com
Mika, die personalisierte Therapiebegleitung für Krebspatienten, ist ab sofort für alle Krebsindikationen erstattungsfähig. Ärzte und Psychotherapeuten dürfen die App Patienten mit einem Malignom auf Rezept verordnen.
Grundlage dafür ist das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG). Laut DVG sind sogenannte digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) nach Zulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verordnungsfähig. Die Kosten dafür tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Für die Zulassung als DiGA, auch als „App auf Rezept“ bekannt, ist nicht nur eine Medizinproduktzertifizierung Voraussetzung, sondern auch ein aufwendiges Verfahren, das beispielsweise Anforderungen an den medizinischen Nutzen und seine Evaluation prüft. Im Fall von Mika gibt eine Pilotstudie der gynäkologischen Onkologie an der Berliner Charité erste Hinweise darauf, dass eine regelmäßige Nutzung der App die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patienten steigert und psychische Belastungen reduziert.
„Mein Krebs, mein Weg“ – Patientenunterstützung mithilfe neuer App
©Andrii Symonenko - stock.adobe.com

Die Diagnose Krebs ist ein Schock – und stellt das Leben der Betroffenen völlig auf den Kopf. Von jetzt auf gleich gibt es unzählige Fragen zu klären: Welche Untersuchungsmethode ist wann geeignet? Mit welchen Nebenwirkungen ist bei einer bestimmten Therapie zu rechnen? Und wie lässt sich die Rehabilitation gezielt unterstützen? Der Informationsbedarf ist riesig – und über die Gespräche in der Sprechstunde meist nicht zu decken. Daher wurde...
Lesen Sie mehr!

Dr. Jan Simon Raue, Entwickler der Mika-App, sagt: „Unser Anliegen ist es, Krebskranken eine Hilfe an die Hand zu geben, die auch dann da ist, wenn Arztpraxen oder Beratungsstellen geschlossen sind. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur besseren psychoonkologischen Versorgung in einer sehr schweren Lebensphase.“

Führende Onkologen an der Entwicklung beteiligt

Die Mika-App ist die erste und aktuell einzige DiGA für alle Krebsarten. Sie bietet evidenzbasierte Informationen zu Krebserkrankungen. Die App begleitet Betroffene mit wissenschaftlich erprobten Methoden und validierten Techniken des Therapiemanagements. Zum Programm gehören etwa Bewegungstrainings, Ernährungsempfehlungen und Achtsamkeitsübungen. Zudem können Nutzer ihre Symptome in der Tagebuchfunktion der App dokumentieren. Die Inhalte der digitalen Therapiebegleitung sind dank Technologien, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, individuell an die Bedürfnisse der Patienten angepasst. Entwickelt hat sie das Digital Health Unternehmen Fosanis in Kooperation mit führenden onkologischen Forschungseinrichtungen und Tumorzentren wie der Berliner Charité, dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und dem Universitätsklinikum Leipzig (UKL).

Fosanis


Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BfArM: Mika-App auf Rezept für alle Krebsindikationen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose