Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 276

Gesundheitspolitik
 2 Min|

BPI: Zynismus in der Orphan Drug Debatte

Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in der Süddeutschen Zeitung angestoßene Debatte zu Arzneimitteln für seltene Erkrankungen basiert auf falschen Aussagen. Behauptungen, dass Unternehmen unter den seit 2011 geltenden Regelungen für neue Arzneimittel für Orphan Drugs einen extrem hohen Preis festsetzen könnten und diesen auch bekämen, sind schlichtweg falsch. „Orphan Drugs gehen in die gleichen Preisverhandlungen mit dem Spitzenverband Bund der Gesetzlichen Krankenversicherung wie jedes andere innovative Arzneimittel auch. Der einzige Unterschied ist, dass Orphan Drugs ihren Zusatznutzen schon vor der Zulassung bei der EU-Kommission nachweisen müssen, um überhaupt den Status als Arzneimittel für seltene Erkrankung zu erhalten und dieser Zusatznutzen dann auch im Frühbewertungsverfahren beim G-BA gilt“, erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI.

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Medizin
 4 Min|

ASH 2012: Myelofibrose - Ruxolitinib reduziert signifikant Krankheitssymptome und weist auf einen Vorteil im Gesamtüberleben hin

Ruxolitinib reduziert schnell, langanhaltend und signifikant die Splenomegalie und verbessert deutlich die Myelofibrose (MF)-assoziierten Symptome sowie die Lebensqualität der Patienten (1,2,3). Im Zwei-Jahres-Follow-up der COMFORT-I-Studie verlängert Ruxolitinib das Gesamtüberleben der Patienten signifikant vs. Placebo (1) - Auswertungen der COMFORT‑II-Studie zeigen gleiche Tendenz vs. Best Available Therapy (BAT) (2). Aktuelle Ergebnisse belegen gute Langzeitverträglichkeit von Ruxolitinib, der ersten zugelassenen medikamentösen MF-Therapie (1,2).

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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Ernährungsmediziner: „Mit Armut etabliert sich versteckter Hunger in Deutschland“

Der Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz offenbart: Auch in Deutschland entwickelt sich wieder Armut. Oft unbemerkt, doch eng damit verbunden etabliert sich damit auch ein versteckter Hunger in Form von Fehl- und Mangelernährung, warnt der Ernährungsmediziner Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim. "Der Tagessatz von Hartz IV für Ernährung reicht nicht aus, um ein Kind gut zu ernähren. Die Folgen tragen Menschen und Gesellschaft ein Leben lang. Der Wissenschaftler fordert deshalb unentgeltliches, hochwertiges Essen in Kindertagesstätten und Schulen.

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Gesundheitspolitik
 10 Min|

Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung

Zur Diagnostik und Therapie komplexer, schwer therapierbarer Krankheiten, die eine spezielle Qualifikation, interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie besondere Ausstattungen erfordern, wurde der neue Paragraph 116b SGB V im Rahmen des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes eingeführt. Er soll ein reibungsloseres Ineinandergreifen von stationärer und ambulanter Versorgung gewährleisten und schrittweise diese Sektoren verbinden. Auch wenn die Politik Druck macht, lassen sich die Detailfragen nicht in dem vorgegebenen Zeitfenster klären.

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Medizin
 3 Min|

Positive Phase-III-Daten zu Regorafenib bei mCRC und GIST

In der Fachzeitschrift The Lancet wurden die Ergebnisse von zwei Phase-III-Zulassungsstudien zu Regorafenib vor dem Abdruck in der später erscheinenden Printausgabe online veröffentlicht. Die Daten der Studien CORRECT (Colorectal cancer treated with regorafenib or placebo after failure of standard therapy) und GRID (GIST - Regorafenib In Progressive Disease) belegen überzeugend die Wirksamkeit von Regorafenib bei Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) oder gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), bei denen alle anderen Behandlungsoptionen ausgeschöpft worden sind.

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Medizin
 6 Min|

Uroonkologie: 6 Jahre Erfahrungen mit Sorafenib bestätigen Nutzen für den Patienten

Mittlerweile liegen 6 Jahre klinische Erfahrung zum Einsatz des Tyrosinkinase-Inhibitors Sorafenib (Nexavar®) vor und damit steigen die Chancen, das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom (mRCC) in eine chronische Erkrankung mit längeren Überlebenszeiten zu überführen. Dies betonten die Experten bei einem Symposium im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Über 6.000 behandelte Patienten in den Expanded Access Programmen bestätigen die gute Effektivität und das günstige Nebenwirkungsprofil von Sorafenib beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom. Aber nicht nur bei diesem Tumor gibt es Fortschritte zu berichten, auch beim Prostatakarzinom mit Knochenmetastasen schiebt sich mit Radium-223 eine Substanz in den Fokus, die bei außerordentlich guter Verträglichkeit selbst in diesem fortgeschrittenen Stadium noch Überlebensvorteile bewirkt und skelettale Ereignisse zu verhindern hilft. 

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Medizin
 4 Min|

Radioembolisation verbessert Gesamtüberlebensrate bei Patienten mit inoperablem Darmkrebs

Die Ergebnisse eines Matched-Pair-Vergleichs von Patienten mit Darmkrebs, die in erster Linie Metastasen in der Leber aufwiesen und bei denen alle chemotherapeutischen Maßnahmen ausgeschöpft waren, haben gezeigt, dass eine zusätzliche Radioembolisation mit SIR-Spheres die Überlebenszeit im Vergleich zum alleinigen Einsatz einer bestmöglichen unterstützenden Therapie (best supportive care, BSC) erheblich verlängern konnte (1).

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