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Selbstverliebte Vorstandschefs investieren häufiger in bahnbrechende Technologien
Je narzisstischer ein Vorstandschef, umso höher seine Bereitschaft, in seinem oder ihrem Unternehmen neue Technologien einzuführen - insbesondere wenn diese Innovationen von der Öffentlichkeit als "heilsbringend", aber risikoreich wahrgenommen werden. Diesen Zusammenhang konnten Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erstmals in einer gemeinsam mit dem IMD in Lausanne und der Pennsylvania State University durchgeführten Studie nachweisen. Ihre Erkenntnisse werden in Kürze in der renommierten Fachzeitschrift Administrative Science Quarterly veröffentlicht.
Studie: Auflösung privater Kassen brächte hohe Verluste für Ärzte
Die Auflösung der privaten Krankenversicherung hätte für deutsche Ärzte nach einer Studie Einkommensverluste in Milliardenhöhe zur Folge. Im ersten Jahr einer Umstellung sei ein Verlust an Privathonoraren von 1,6 Milliarden Euro realistisch, heißt es in der Studie des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem im Auftrag der Techniker Krankenkasse, die dem Nachrichtenmagazin "Focus" vorliegt. Schlimmstenfalls würde ein einheitliches Ärztehonorar für gesetzlich und privat Versicherte für die Mediziner Einkommensverluste von sechs Milliarden Euro bedeuten.
Reinhardt: Beim Thema Bürokratieabbau vor allem die Gesetzlichen Krankenversicherungen in den Focus nehmen
Der Vorsitzende des Hartmannbundes Dr. Klaus Reinhardt hat die Pläne des Normenkontrollrates der Bundesregierung begrüßt, mit dem Projekt "Mehr Zeit für Behandlung - Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arztpraxen" konkrete Schritte zum Abbau überflüssiger Bürokratie in Angriff zu nehmen. Damit dürfe es allerdings nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleiben. Die Überbürokratisierung in den Arztpraxen sei eine zentrale Ursache für die häufig empfundene Frustration der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Ganz konkrete Ansatzpunkte für die Projektverantwortlichen sieht Reinhardt zu allererst im Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen. Er zeigte sich überzeugt: Wenn man es sich zur Aufgabe gemacht hat, zunächst einmal überflüssigen bürokratischen Aufwand zu identifizieren, so ist man mit einem Blick auf das Vorgehen der Krankenkassen auf dem besten Wege, bereits kurzfristig greifbare Erfolge zu erzielen.
Aktuelles e-Journal von JOURNAL HÄMATOLOGIE
Pertuzumab und T-DM1 – zwei neue First-in-Class-Medikamente definieren neue Standards in der Therapie des HER2-positiven metastasierten Mammakarzinoms
Die beiden neuen First-in-Class-Medikamente Pertuzumab und T-DM1 verbessern beim HER2-positiven metastasierten oder lokal fortgeschrittenen inoperablen Mammakarzinom neben dem progressionsfreien Überleben und dem Ansprechen auch signifikant Gesamtüberleben und Lebensqualität. Dies wird erreicht durch eine geringe Zunahme der Toxizität bzw. ein günstigeres Nebenwirkungsprofil im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie. "Damit haben diese beiden Substanzen für mich als Kliniker einen eindeutigen Nutzen", sagte Prof. Andreas Schneeweiss, Heidelberg. "Pertuzumab in Kombination mit Docetaxel plus Trastuzumab und T-DM1 nach Vorbehandlung mit einem Taxan und Trastuzumab stellen somit die verbesserte Standardtherapie für Patientinnen mit HER2-positivem, metastasiertem Mammakarzinom dar."
Daten und Fakten zu nab-Paclitaxel
Abraxane® ist das erste biologisch wirksame albumingebundene Paclitaxel. Hierbei ist der Wirkstoff in Albumin-Nanopartikeln eingeschlossen, die durchschnittlich 130 nm groß sind (1). nab-Paclitaxel basiert auf der nabTM-Technologie, einem gezielt auf die Tumorbekämpfung ausgerichteten System, das die natürlichen Eigenschaften von Albumin nutzt, um die selektive Aufnahme und Anreicherung von Paclitaxel in Tumoren zu steigern (1). Die Nanopartikel zerfallen nach Injektion in die Blutbahn rasch in kleinere, lösliche Komplexe, die mit ~10 nm eine ähnliche Größe aufweisen wie die endogenen Albuminmoleküle im Blut (2). Daher können sie die natürlichen Bahnen des Transportproteins nutzen, um den Wirkstoff selektiv in den Tumor zu schleusen. Lösungsmittelbedingte toxische Nebenwirkungen, wie sie bei anderen Taxan-Formulierungen auftreten, werden auf diese Weise vermieden.
Teure Gleichstellung - Unisex-Tarife haben Versicherungskosten erhöht
Männer und Frauen sind jetzt gleichgestellt - zumindest vor der Versicherung. Seit etwa drei Monaten müssen die Unternehmen ihren Kunden Unisex-Verträge anbieten. Eine aktuelle Studie zeigt: Billiger ist es seitdem nicht geworden - im Gegenteil.
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Schutz der Patienten vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen: Zulassungsbehörden BfArM und PEI setzen Industrie mit neuer Leitlinie engere Grenzen
Einen verbesserten Schutz der Patientinnen und Patienten vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jetzt auf den Weg gebracht. Mit der neuen „Leitlinie zur Bezeichnung von Arzneimitteln“ setzen die beiden Bundesoberbehörden der Industrie deutlich engere Grenzen bei der Auswahl von Arzneimittelnamen und ihren Zusätzen. Ziel ist es, Verwechslungen und Fehlanwendungen durch unklare, irreführende und verharmlosende Namen künftig verlässlich auszuschließen. Eindeutige und verwechslungssichere Bezeichnungen von Arzneimitteln sollen als Identifikations- und Unterscheidungsmerkmal gestärkt werden und zur Sicherheit im Arzneimittelverkehr beitragen. Davon profitieren Patienten, Ärzte und Apotheker gleichermaßen.
Ärzte fordern Facharztbesuche nur noch mit Überweisung
Deutschlands Kassenärzte wollen, dass Patienten nur noch mit Überweisung vom Hausarzt zu Orthopäden, Haut- oder anderen Fachärzten gehen. Der Gesetzgeber solle den Weg für drei Wahltarife bei der Krankenkasse freimachen, zwischen denen die Versicherten dann wählen müssten, forderte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, am Donnerstag in Berlin.
Schmerzen beim Treppensteigen - Jobcenter muss Umzug zahlen
Wer beim Treppensteigen unter erheblichen Schmerzen leidet, kann als Bezieher von Hartz-IV-Leistungen höhere Unterkunftskosten verlangen. Das entschied das Sozialgericht Gießen (Az.: S 25 AS 832/12 ER), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Die Anforderungen daran, wann ein Umzug erforderlich sei, dürften gerade bei gesundheitlichen Gründen nicht überzogen werden.
Rekordreserve von 28 Milliarden bei der Krankenversicherung
Die Krankenkassen haben so viel Geld auf der hohen Kante wie noch nie. Wie stark können die Steuermittel für die Krankenversicherung folglich sinken? Minister Bahr will um die Milliarden kämpfen.
VKA: Arbeitgeber rufen zu Kompromissbereitschaft auf
Am Montag und Dienstag (4./5. März) findet eine weitere Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern statt. „Wir rufen den Marburger Bund dazu auf, mit der notwendigen Kompromissbereitschaft in die Verhandlungen zu gehen. Bislang wiederholt er seine umfänglichen Ausgangsforderungen vom Dezember 2012. So werden wir nicht zu einer Einigung kommen“, sagt VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann.
Beamtenlaufbahn: Verbeamtung bei Diabetes ist grundsätzlich möglich
Wer eine Beamtenlaufbahn anstrebt, muss unter anderem zunächst eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Die örtlichen Gesundheitsämter untersuchen Anwärter auf ihre Tauglichkeit. Stellt der Amtsarzt gesundheitliche Einschränkungen fest, die erwarten lassen, dass der Anwärter während seiner Laufbahn dienstunfähig werden könnte, kann eine Verbeamtung abgelehnt werden. So entschied Ende Januar das Oberverwaltungsgericht Münster, dass eine Verbeamtung eines Diabetes-Patienten aufgrund des hohen Risikos für Folgeerkrankungen verweigert werden kann. Trotzdem können Menschen mit Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten grundsätzlich auch eine Verbeamtung erreichen. Um die hohe Hürde der Gesundheitsprognose zu meistern, rät die "Deutsche Diabetes-Hilfe Menschen mit Diabetes" (DDH-M) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Betroffenen, sich vorab um die Feststellung einer Schwerbehinderung zu bemühen.
Studienerfolg nicht nur von IQ abhängig
Zu Beginn des neuen Semesters in Australien hält Lea Waters, Professorin an der pädagogischen Fakultät der University of Melbourne, eine gute Nachricht für Studierende bereit. Denn tatsächlich hat man mehr Einfluss auf den Verlauf seines Studiums, als man glaubt. "Viele sind der Meinung, dass Studienerfolg allein auf Intelligenz zurückzuführen ist. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass der akademische Erfolg ebenso von persönlicher Stärke und einer positiven Einstellung beeinflusst wird", erklärt die Expertin auf dem Gebiet der positiven Psychologie. Ihrer Meinung nach sind Hoffnung, Selbstkontrolle und Neugierde bereits die halbe Miete für ein erfolgreiches Studium.
Übelkeit und Erbrechen bei moderat emetogener Chemotherapie - Problem erkannt, Problem gebannt
Interview mit PD Dr. Sylvie Lorenzen, München. Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie sind unangenehme und von den Patienten sehr gefürchtete Nebenwirkungen. Durch eine moderne antiemetische Prophylaxe gemäß Leitlinien lassen sich diese Nebenwirkungen bei der Mehrzahl der Patienten verhindern. Bei moderat emetogener Chemotherapie gilt heute die Kombination aus Palonosetron und Dexamethason als empfohlener Therapiestandard.
Sozialgericht lehnt einstweiligen Rechtsschutz ab: Bestandsmarktaufruf geht weiter
Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (LSG) hat heute entschieden, keinen einstweiligen Rechtsschutz gegen eine Nutzenbewertung eines Medikamentes zu gewähren, das bereits vor dem Inkrafttreten des AMNOG im Jahre 2011 auf dem Markt war. Dazu erklärt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Unkenrufe, die aus einem einzelnen Gerichtsverfahren gleich ein Scheitern des AMNOG abgeleitet haben, sind damit überholt. Nach Ablehnung einstweiligen Rechtsschutzes können anstehende Fragen im Hauptsacheverfahren detailliert geklärt werden. Der voreilige Ruf nach dem Gesetzgeber ist hinfällig. Gleichwohl sollte der G-BA den deutlichen Hinweis des Gerichtes ernst nehmen und seine Beratungspraxis am Grundsatz des fairen Verfahrens ausrichten."
Gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline: GBA-Festbetragsbeschluss für Novo Nordisk nicht nachvollziehbar
Nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2013 soll es künftig gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline (so genannte Insulinanaloga) geben. "Mit seiner Entscheidung erkennt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die in klinischen Studien nachgewiesenen patientenrelevanten Vorteile von modernen Insulinen gegenüber Humaninsulin erneut nicht an", sagt Camilla Sylvest, Geschäftsführerin von Novo Nordisk. "Etwa eine Million Menschen mit Diabetes in Deutschland profitieren täglich von dem optimierten Wirkprofil, der verbesserten Sicherheit und der einfacheren Handhabung moderner Insulintherapien. Gemeinsame Festbetragsgruppen für moderne Insuline und Humaninsuline werden diesen Vorteilen nicht gerecht", so Sylvest.
Kopf-Hals-Tumoren: Neue S3-Leitlinie für das Mundhöhlenkarzinom empfiehlt Cetuximab
Patienten mit einem unheilbaren Tumorleiden der Mundhöhle sollen laut aktueller Leitlinienempfehlung eine Kombination aus platinbasierter Chemotherapie und Cetuximab erhalten.
Triple-negativer Brustkrebs: Weitere Subtypisierung in "basal-like" und "non-basal-like" notwendig
Die als triple-negativ klassifizierten Tumoren sind biologisch heterogen und sollten daher weiter differenziert werden in "basal-like" oder "non-basal-like"-Tumoren, so das Ergebnis einer umfassenden Studie von Wissenschaftlern der University of North Carolina und des Vall d’Hebron Institute of Oncology in Barcelona, die jetzt in "The Oncologist" veröffentlicht wurde. Sie weisen darauf hin, dass triple-negativ- und basal-like-Definitionen nicht als synonym angesehen werden dürfen.
Forscher identifizieren Ursache von Prostatakrebs bei jüngeren Männern
Wissenschaftler des UKE konnten einen besonderen genetischen Mechanismus für die frühe Entstehung von Prostatakrebs aufdecken. Diese Erkenntnis könnte die Diagnostik und Therapie verbessern und erstmals eine Prävention ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie publizieren die Forscher zusammen mit Heidelberger und Berliner Experten heute in der Fachzeitschrift CANCER CELL.
Gleiche Therapie für HIV und seltene Leukämieformen?
Wissenschaftler des Laboratory for Molecular Virology and Gene Therapy der KU Leuven haben entdeckt, dass ein Protein, das für die Verbreitung des HI-Virus eine maßgebliche Rolle spielt, auch in der Pathogenese einer seltenen aggressiven Leukämieform eine ähnliche Funktion erfüllt. Für die Indikation HIV forscht man daran, die Interaktion zwischen dem Virus und dem Protein LEDGF/p75 zu inhibieren. Wissenschaftler der Universitäten Basel sowie Leuwen (Prof. Zeger Debyser) konnten nun zeigen, dass die Blockade dieses Proteins auch in Zellen und Tiermodellen mit aggressiven Leukämieformen funktioniert.