News | Beiträge ab Seite 176
Gesundheitspolitik
Hausärzte registrieren weniger Nachfrage nach Corona-Impfungen
Die Hausärzte beobachten nach Verbandsangaben weniger Interesse an Impfungen gegen das Coronavirus. „Die Impfung ist unser schärfstes Schwert im Kampf gegen schwere Verläufe. Umso bedauerlicher ist es, dass die Impfkampagne aktuell stagniert“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Markus Beier, der Funke Mediengruppe.
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Medizin
Sekundäre Immundefekte bei Krebspatient:innen richtig behandeln
Maligne Erkrankungen, und insbesondere solche des blutbildenden Systems, sind eine wichtige Ursache für einen sekundären Immundefekt (SID). Gleiches gilt auch für moderne Krebstherapien, die in das Immunsystem eingreifen, wie z. B. zielgerichtete Therapien, Immuntherapien oder die CAR (chimärer Antigenrezeptor)-T-Zelltherapie. Zudem können Infektionen z.B. mit dem HI-Virus Ursache von SID bei Tumorpatienten sein (2). Klinisch äußert sich der Immundefekt bei den Betroffenen durch eine pathologisch erhöhte Infektanfälligkeit und Immundysregulation (2, 3). Die Gefahr, an einer Infektion zu versterben, ist für Patient:innen mit hämato-onkologischen Erkrankungen hoch: So sind Infektionen bei Menschen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) mit 25–50% die häufigste Todesursache, und bei Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) stirbt mehr als ein Drittel der Erkrankten an den Folgen einer Infektion (3, 4).
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Medizin
Fortgeschrittenes HR+ Mammakarzinom: Längeres PFS unter Capivasertib + Fulvestrant
Die Phase-III-Studie CAPItello-291 zeigte positive Ergebnisse für Capivasertib in Kombination mit Fulvestrant. Bei Patient:innen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2)-low oder -negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom konnte, nach Wiederauftreten oder Fortschreiten der Erkrankung unter oder nach einer endokrinen Therapie (mit oder ohne CDK4/6-Hemmer), mit der Kombination aus Capivasertib plus Fulvestrant im Vergleich zu Placebo plus Fulvestrant eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) gezeigt werden.
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News
Bewegungsmangel – über 80% der Heranwachsenden in Dtl. bewegen sich zu wenig
Die Deutschen bewegen sich zu wenig. Insbesondere deutsche Frauen leiden im Vergleich zu Männern an mangelnder Bewegung. Laut WHO-Erhebung zeigt sich aber vor allem eine Altersgruppe als besonders bewegungsfaul: Heranwachsende im Alter zwischen 11 bis 17 Jahren. Die WHO rechnet weltweit mit einem Anstieg an Erkrankungen, die in Verbindung mit Bewegungsmangel stehen.
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Medizin
Erstlinientherapie der aplastischen Anämie
Mit equinem Antithymozytenglobulin steht die im Januar 2022 zugelassene Therapie für Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren, die an einer erworbenen moderaten bis schweren aplastischen Anämie erkrankt sind und für die eine hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) nicht geeignet oder kein:e Stammzellspender:in verfügbar ist, ab sofort zur Verfügung. Das Präparat ist Teil der Erstlinientherapie in der immunsuppressiven Behandlung der aplastischen Anämie (1, 2) und in Europa das einzige verfügbare Präparat der ersten Wahl für diesen Einsatzzweck.
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Hämatologie
DGHO 2022: Moderne Erstlinientherapien beim Multiplen Myelom
Das Multiple Myelom (MM) ist mit rund 1% aller Malignome eine eher seltene Erkrankung, die meist im höheren Lebensalter bei Menschen über 70 Jahre auftritt. Heilung ist selten und nur durch autologe Stammzelltransplantation möglich, die aufgrund der Toxizität in der Regel nur bei jüngeren Patient:innen mit gutem Gesundheitszustand eingesetzt werden kann. Die Stammzelltransplantation bei der Behandlung des MM ist maßgeblich auf die Konzepte von Bart Barlogie, der ursprünglich aus Heidelberg kam, zurückzuführen, wie Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt, Heidelberg, berichtete. Durch die von ihm entwickelten Therapieschemata konnten das ereignisfreie Überleben und die Gesamtüberlebenszeit von Patient:innen mit MM signifikant verbessert werden. Langzeitremissionen des MM von über 10 Jahren zeigen, dass eine Heilung des MM für eine Subgruppe von Patient:innen sehr wahrscheinlich ist (1).
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Gesundheitspolitik
Frauenhaus-Statistik: Tausende Frauen haben 2021 Schutz gesucht
Tausende von Gewalt betroffene Frauen und Kinder haben im vergangenen Jahr Schutz in Frauenhäusern gesucht. 2021 lebten 6.431 erwachsene Bewohnerinnen zeitweilig in Frauenhäusern, wie die Frauenhauskoordinierung in Berlin mitteilte. Dies entspreche einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 183 Menschen. Bereits für das Jahr 2020 habe es ein Rückgang von 431 Menschen gegeben. Nach Angaben des Vereins ist es vorstellbar, dass die sinkenden Zahlen mit der Pandemie zusammenhängen.
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Gesundheitspolitik
Fazit nach Corona-Kita-Studie: Schließungen waren unnötig
Über das Thema Kita- und Schulschließungen wurde in der Pandemie besonders emotional diskutiert. Eine nun abgeschlossene Studie bringt die Politik nachträglich zu einem zerknirschten Schluss: Die Kita-Schließungen hätten nicht sein müssen.
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Gesundheitspolitik
8 Milliarden Euro Krisen-Spritze für Kliniken
Auch die Krankenhäuser im Land schlagen wegen der extrem gestiegenen Energiepreise Alarm. Nun gibt es eine umfangreiche Hilfszusage vom Gesundheitsminister: 8 Milliarden Euro, damit nirgends das Licht ausgeht. Die Kliniken atmen auf.
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Gesundheitspolitik
Patient:innenschützer: Corona-Prävention in Altenpflege unzureichend
Auch vor dem dritten Winter seit Beginn der Corona-Pandemie sehen Patient:innenschützer noch eklatante Mängel beim Schutz wirklich gefährdeter Gruppen. „Das Thema brennt uns unter den Nägeln. Die Situation für Menschen, die sich in der stationären und ambulanten Altenpflege nicht selbst schützen können, ist nach wie vor verheerend“, sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der Deutschen Presse-Agentur. Bund und Länder unternähmen bei dem Thema präventiv nicht genug. „Insofern sehe ich keine nennenswerten Verbesserungen im Vergleich zu bisherigen Wintern“, sagte Brysch.
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Gesundheitspolitik
Personalausfälle in Kliniken steigen
Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat angesichts zahlreicher Personalausfälle in den Kliniken vor Einschränkungen der regulären Krankenhausversorgung gewarnt. „Unser Hauptproblem im Gesundheitswesen sind aktuell die vielfältigen Personalausfälle und die damit verbundenen Bettensperrungen“, sagte Karagiannidis, der Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung ist. Dies treffe auf ein chronisch krankes System, das keine Möglichkeit der Kompensation mehr habe.
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News
2021: 372.000 Verordnungen für medizinisches Cannabis
Laut dem Eckpunktepapier der Bundesregierung zur geplanten Legalisierung von Cannabis sollen Erwachsene in Deutschland bald bis zu 30 Gramm Cannabis kaufen und besitzen dürfen. Doch Abseits des Genusses hat sich Cannabis in Deutschland bereits als Arzneimittel etabliert. Im Jahr 2021 wanderten über 9 Tonnen Cannabis über die Tresen von deutschen Apotheken. Der Absatz steigt seit Jahren rapide an.
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Gesundheitspolitik
Starke Menstruationsblutung mögliche Nebenwirkung von Corona-Impfung
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will heftige Menstruations-Blutungen als mögliche Nebenwirkung in die Beschreibung der Corona-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna aufnehmen. Die in der Analyse beobachteten Beschwerden seien zumeist vorübergehend und nicht schwerwiegend. Es gebe auch keinerlei Hinweise, dass sie negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hätten.
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Gesundheitspolitik
Stiftung zeichnet Marburger Neurologie erneut aus
Die Marburger Neurologie erhält erneut internationale Anerkennung: Die Parkinson’s Foundation hat dem Zentrum für Bewegungsstörungen und Neuromodulation der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Marburg den „Center of Excellence Award 2023“ zuerkannt – zum 2. Mal in Folge. Auch im Vorjahr nahm die Einrichtung bereits einen Preis der Stiftung entgegen. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 60.000 US-Dollar verbunden.
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Medizin
r/r DLBCL: Zulassungserweiterung für Axicabtagen-Ciloleucel
Die Europäische Kommission hat am 14. Oktober 2022 die Zulassungserweiterung von Axicabtagen-Ciloleucel (Axi-Cel) für erwachsene Patient:innen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und hochmalignem B-Zell-Lymphom (HGBL), das innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss einer Erstlinien-Chemoimmuntherapie rezidiviert oder gegenüber dieser refraktär ist, erteilt. Grundlage der Entscheidung waren die Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Axicabtagen-Ciloleucel bei r/r DLBCL aus der randomisierten, offenen, multizentrischen Phase-3-Studie ZUMA-7 (1, 2).
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Gesundheitspolitik
Polizeirazzia in Berlin wegen Corona-Hetze in Chatgruppe
Wegen Gewaltfantasien gegen Politiker, Vergleichen von Corona-Politik und Holocaust sowie Ärzten und Kriegsverbrechern ist die Berliner Polizei gegen Mitglieder einer Telegram-Chatgruppe vorgegangen. Kriminalpolizisten vom LKA durchsuchten am Dienstagmorgen 5 Wohnungen von 4 verdächtigen Männer und einer Frau. Sie beschlagnahmten Handys, Tablets und Laptops, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Außerdem wurden mehrere Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt.
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Gesundheitspolitik
Kinder- und Jugendärzte-Verband gegen Cannabis-Legalisierung
Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat vor den Plänen der Ampel-Koalition zur Freigabe von Cannabis gewarnt. „Uns als Kinder- und Jugendärzten wäre es lieber, wenn die Cannabis-Legalisierung nicht kommt“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Sollte die Bundesregierung aber eine Lösung für die europarechtlichen Hürden finden, braucht es zwingend Nachbesserungen der vorgelegten Pläne.“
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Medizin
Aderhautmelanom: Beträchtlicher Zusatznutzen für Tebentafusp
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für Tebentafusp einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen erteilt. Tebentafusp ist eines von nur 2 onkologischen Arzneimitteln für seltene Erkrankungen, die in den mehr als 10 Jahren des deutschen Erstattungsverfahrens nach dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) einen beträchtlichen Zusatznutzen – die zweithöchste Bewertung – erhalten haben.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach verspricht schnelle Entlastung für Kinderkliniken
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat einen zeitnahen Gesetzentwurf zur Entlastung von Kinderkliniken angekündigt. Das Entscheidende an der geplanten Reform sei, dass Druck von den Kliniken genommen werde, sagte der SPD-Politiker im ARD-„Morgenmagazin“. „Wir sind kurz vor der Vollendung eines Gesetzes, wo wir die Kinderkliniken deutschlandweit entlasten wollen.“
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Gesundheitspolitik
Umfrage: Mehrheit der Menschen ab 60 zu 4. Impfung bereit
Eine Mehrheit der Menschen über 60 Jahren, die bereits dreimal geimpft sind, können sich einer Umfrage zufolge auch eine 4. Corona-Impfung vorstellen. Die Hälfte der Befragten gab an, auf jeden Fall zu einer 2. Booster-Impfung bereit zu sein, wie aus einer Umfrage des Civey-Instituts im Auftrag des Verbands der Privaten Krankenversicherung hervorgeht. 16% der Umfrageteilnehmer gaben auf die Frage nach ihrer Impfbereitschaft „eher ja“ an. Für ein Fünftel der Befragten kommt die 4. Impfung dagegen auf keinen Fall oder „eher nicht“ in Betracht. Mehr als 7% waren noch unentschlossen.
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