News | Beiträge ab Seite 173
Gesundheitspolitik
EU verlängert Ausnahmen für Nordirland bei Tiermedikamenten
Damit Nordirland und einige EU-Länder länger mit Medikamenten für Tiere aus dem Vereinigten Königreich versorgt werden können, verlängert die EU-Kommission notwendige Ausnahmeregeln. Konkret sind auch Malta, Zypern und Irland betroffen, wie aus einer Ankündigung von EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic hervorgeht. Dies solle vorerst bis Dezember 2025 gelten.
Lesen Sie mehr
Medizin
Aktuelle Daten zeigen: „Post-COVID ist keine neue Volkskrankheit“
Die Anzahl der Patient:innen mit Post-COVID-Diagnose scheint sich im Laufe des Jahres 2022 trotz steigender Infektionszahlen auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren. Der Anteil der Post COVID-Diagnosen lag im 2. Quartal 2022 nur noch bei 1,7%. Aktuelle Abrechnungsdaten zeigen: Post-COVID ist keine neue Volkskrankheit.
Lesen Sie mehr
Medizin
DLBCL: Viele Zweitlinientherapien vermeidbar mit Pola-R-CHP anstelle von R-CHOP in der Erstlinie
Patient:innen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) aus der POLARIX-Studie benötigten nach einer Erstlinientherapie mit Pola-R-CHP* weniger Zweitlinientherapien als mit R-CHOP**. Übertragen auf die Gesamtpopulation der 6 Länder, aus denen Patient:innen für die POLARIX-Studie rekrutiert wurden, bedeutet dies, dass innerhalb von 10 Jahren fast 28.000 Zweitlinientherapien vermeidbar wären. Zu diesem Ergebnis kommt eine Ad-hoc-Analyse, die auf dem ASH 2022 vorgestellt wurde (1).
Lesen Sie mehr
Weitere Inhalte:
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelles e-Journal von JOURNAL HÄMATOLOGIE
Lesen Sie 2x jährlich die digitale Ausgabe des JOURNAL HÄMATOLOGIE und bringen Sie sich auf den neuesten Stand zu Leukämien, Lymphomen, Anämien, Gerinnungsstörungen und mehr. Jetzt lesen!
Lesen Sie mehr
Hämatologie
ASH 2022
MCL und ZNS-Lymphome: Studien TRIANGLE und MATRix/IELSG43 setzen neue Standards in der Behandlung
Die Behandlung maligner Lymphome verbessern, das ist die Motivation der German Lymphoma Alliance e.V. (GLA). Als zentrale Lymphom-Studiengruppe koordiniert sie klinische Studien sowie präklinische Forschung. Auf dem ASH 2022 bekamen die Ergebnisse zweier Studien große Aufmerksamkeit, die jeweils einen neuen Therapiestandard setzen: Prof. Dr. Martin Dreyling, München, stellte die Ergebnisse der TRIANGLE-Studie mit Ibrutinib beim Mantelzelllymphom (MCL) vor (1). Prof. Dr. Gerald Illerhaus, Stuttgart, präsentierte die Interimsanalyse der Studie MATRix/IELSG43. Darin wurden eine Hochdosis-Chemotherapie vs. konventionelle Chemotherapie gefolgt von autologer Stammzelltransplantation (autoSCT) bei Patient:innen mit primär zerebralen Lymphomen evaluiert (2).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Kassenärzte für staatliche Beschaffung fehlender Arzneimittel
Die Kassenärzte fordern wegen der Lieferengpässe bei bestimmten Medikamenten ein direktes staatliches Eingreifen. „Jetzt ist das Bundesgesundheitsministerium gefragt, so schnell wie möglich die fehlenden Arzneimittel zu beschaffen“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen. Nötig seien Sonderregelungen und Sofortmaßnahmen wie zu Beginn der Corona-Pandemie, als auf dem internationalen Markt knappe Materialien wie Masken und Schutzkleidung nach Deutschland geholt werden mussten. Es bestehe „eine echte Krisensituation“.
Lesen Sie mehr
News
Influenza-Welle 2022/2023: mehr als jede zweite Probe positiv
Kurz vor Weihnachten klettert die Positivrate der im Rahmen des Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren auf Grippeviren untersuchten Sentinelproben auf 55%. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der vom NRZ für Influenzaviren gemeldete Wert bei 0%.
Lesen Sie mehr
Weitere Inhalte:
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
Lesen Sie mehr
Medizin
PNH: Switch von Hochdosis-Eculizumab auf Ravulizumab sicher und gut verträglich
Die Interimsanalyse einer Phase-IV-Studie bestätigt Sicherheit und gute Verträglichkeit eines Switch von Hochdosis-Eculizumab auf gewichtsbasiertes Ravulizumab bei Patient:innen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH). Innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 183 Tagen war keine Durchbruch-Hämolyse aufgetreten, therapiebedingte Nebenwirkungen (AEs) waren mild bis moderat und es wurde kein Fall einer Meningokokken-Infektion beobachtet (1).
Lesen Sie mehr
Medizin
BCR-ABL1-negative ALL: Blinatumomab zur Konsolidierungschemotherapie neuer Standard
Erwachsene mit neu diagnostizierter akuter lymphatischer Leukämie (ALL) können mit konventioneller Chemotherapie eine hohe Rate kompletter Remissionen (CR) erreichen, erleiden jedoch häufig Rückfälle. Ihre Überlebensraten sind dadurch schlechter, selbst wenn ihr Status der messbaren Resterkrankung (MRD) nach der Induktion negativ ist. Die Zugabe des bispezifischen T-Zell-Engagers Blinatumomab zur Konsolidierungschemotherapie führte bei Patient:innen mit neu diagnostizierter B-ALL, die nach der Intensivierungschemotherapie MRD-negativ waren, zu einer signifikant besseren Gesamtüberlebensrate (1).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Kassen-Studie: Starke Zunahme von Alkoholsucht unter Beschäftigten
Alkoholsucht unter Beschäftigten hat nach einer Studie der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in den vergangenen 10 Jahren deutlich zugenommen. Die Zahl der KKH-versicherten Berufstätigen mit exzessiven Alkoholkonsum sei von 2011 bis 2021 um rund ein Drittel (32%) gestiegen, in der Altersgruppe der 35- bis 39-Jährigen sogar um 88,5%, heißt es nach einem Bericht der Funke Mediengruppe in der Studie.
Lesen Sie mehr
Hämatologie
ENERGY-Studie prüft zielgerichtete Therapie mit FcRn-Inhibitor Nipocalimab
Die warme autoimmunhämolytische Anämie (wAIHA), die häufigste Form der autoimmunhämolytische Anämie (AIHA), wird durch die Bindung von Wärmeantikörpern an Erythrozyten verursacht. Derzeit existiert noch keine zugelassene Behandlungsoption für die oft schwer verlaufenden Autoimmunkrankheit. Eine internationale Phase-II/III-Studie will das nun ändern und den hohen medizinischen Bedarf bei dieser Erkrankung adressieren. Testsubstanz ist der monoklonale IgG1-Antikörper Nipocalimab, der an den neonatalen Fc-Rezeptor (FcRn) bindet und zirkulierende IgG-Serumspiegel einschließlich pathogener Autoantikörper senken soll. Bei der Jahrestagung der Americon Society of Hematology (ASH) 2022 wurde das Studiendesign vorgestellt (1).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Kinderärzte-Verband fordert Beschaffungsaktion für knappe Medikamente
Wegen Lieferproblemen bei Kleinkind-Medikamenten wie Fiebersäften fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ein kurzfristiges Einschreiten der Bundesregierung. „Wir brauchen jetzt eine von der Politik angeschobene Beschaffungsaktion, um wie zu Beginn der Corona-Pandemie in einer Notlage schnell an Fiebersaft, bestimmte Antibiotika und andere selten gewordene Präparate für kleine Kinder zu kommen“, sagte Verbandspräsident Thomas Fischbach der „Rheinischen Post“. Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgestellten Pläne für Gesetzesänderungen kämen zu spät.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Umfrage: Jüngere haben mehr Sorge vor klimabedingten Krankheiten
Stärkere Hitze im Sommer, mehr Zecken und damit mehr FSME-Infektionen: Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf unsere Gesundheit aus. Das bereitet so einigen Menschen Sorge. Jüngere sorgen sich eher vor klimabedingten Erkrankungen als Ältere. Das zeigt eine Yougov-Umfrage im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse. Befragt wurden dafür 2.040 Menschen.
Lesen Sie mehr
Medizin
Jahresrückblick ERLEADA®*
2022 gab es viele neue Erkenntnisse zum Einsatz von Apalutamid, die im Laufe des Jahres auf wichtigen Kongressen präsentiert wurden. Wir haben hier für Sie die wichtigsten Ergebnisse und Highlights zusammengefasst.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Deutlich mehr Grippefälle in Deutschland
Die Zahl der Grippefälle in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in der vergangenen Woche stark angestiegen. „Influenzaviren verursachen aktuell den Hauptteil der akuten Atemwegserkrankungen“, heißt es im Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI vom Mittwochnachmittag. Die Zahl der gemäß Infektionsschutzgesetz im Labor bestätigten und ans RKI gemeldeten Grippefälle für die vergangene Woche betrug rund 44.300. Das sind rund 58% mehr Fälle als noch eine Woche zuvor. Etwa 9% der Patientinnen und Patienten werden demnach in Kliniken aufgenommen.
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Corona: Union will Isolationspflicht für Gesundheitspersonal aufheben
Die Isolationspflicht für medizinisches Personal mit positivem Corona-Test sollte aus Sicht von CDU und CSU im Bundestag bundesweit wegfallen. „Es ist nicht erklärbar, warum symptomfreie, aber Corona-positive Pfleger und Ärzte bis zu 14 Tage zu Hause bleiben müssen, während Grippekranke theoretisch arbeiten könnten“, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wer krank ist, bleibt daheim – und der Rest geht arbeiten.“
Lesen Sie mehr
News
Krankheitswelle 2022: Krankenstand auf 30-Jahreshoch
Der Weg in die endemische Phase von SARS-CoV-2 führt zu einer erheblichen Erhöhung des Krankenstandes. Der durchschnittliche Krankenstand der arbeitsunfähigen, krankengeldberechtigten Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erreicht 2022 einen Wert wie zuletzt vor nahezu 30 Jahren.
Lesen Sie mehr
Medizin
PNH: Oraler Faktor-B-Inhibitor Iptacopan zeigt vielversprechende Wirksamkeit
Die multizentrische Phase-III-Studie APPLY-PNH untersucht den Faktor-B-Inhibitor Iptacopan als orale Monotherapie bei Patient:innen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) und Restanämie nach intravenöser Anti-C5-Standardtherapie (SoC). Beim ASH 2022 wurden vielversprechende primäre Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aus dem 24-wöchigen randomisierten Behandlungszeitraum vorgestellt (1).
Lesen Sie mehr
Medizin
TRIANGLE-Studie: Ibrutinib + Standardtherapie und als Erhaltung bei unvorbehandelten jüngeren MCL-Patient:innen
5-10% der Patient:innen mit einem Non-Hodgkin-Lymphom haben ein Mantelzelllymphom (MCL). Derzeitiger Behandlungsstandard für jüngere MCL-Patient:innen ist eine hochdosierte Zytarabin-haltige Immunochemotherapie, gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation (autoSCT) und einer Rituximab-Erhaltungstherapie. „Doch die autoSCT ist mit Risiken behaftet, daher wird nach einer Möglichkeiten gesucht, sie zu umgehen – oder ihre Wirksamkeit weiter zu verbessern“, sagte Prof. Dr. Martin Dreyling, München, der die Ergebnisse der TRIANGLE-Studie in der Plenary Session des ASH 2022 vorstellte (1). 2016 initiierte das europäische MCL-Netzwerk die randomisierte, offene, 3-armige Studie, um die Zugabe von Ibrutinib zur Standardbehandlung (Arm A + I) im Vergleich zur bisherigen Standardbehandlung (Arm A) und einer Ibrutinib-haltigen Behandlung ohne autoSCT (Arm I) zu untersuchen.
Lesen Sie mehr
Hämatologie
AML: Vielversprechende Remissionen unter Triplett-Therapie mit Magrolimab, Venetoclax und Azacitidin
Die Kombination aus dem oralen BCL-2-Inhibitor Venetoclax (VEN) und hypomethylierenden Substanzen (HMA) wie Azacitidin (AZA) ist der Therapiestandard für Patient:innen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML), die nicht für eine intensive Chemotherapie geeignet sind. Allerdings erleiden die meisten Behandelten unter der Zweierkombination nach anfänglich hohen Ansprechraten einen Rückfall, der die Überlebenszeit deutlich verkürzt. Patient:innen mit TP53-Mutation haben eine besonders ungünstige Prognose. Nun legen aktuelle Phase-I/II-Daten von der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2022 nahe, dass die Hinzunahme des CD47-Inhibitors Magrolimab zur Doublette das Outcome von Erkrankten mit neu diagnostizierter Erkrankung deutlich verbessern könnte (1).
Lesen Sie mehr
Gesundheitspolitik
Apothekerin wegen Betrugs mit Rezepten zu 3 Jahren Haft verurteilt
Wegen eines Betrugs mit gefälschten Rezepten im Wert von mehr als einer halben Million Euro muss eine Apothekerin aus Schwaben 3 Jahre ins Gefängnis. Die 53-Jährige hatte in dem Prozess am Augsburger Landgericht zugegeben, dass sie 39 Rezepte hauptsächlich für ein sehr teures Schuppenflechte-Medikament selbst ausgestellt und eine gesetzliche Krankenkasse so geschädigt hatte.
Lesen Sie mehr