News | Beiträge ab Seite 104
Medizin
AML: Diagnostik per KI
Ein Team von Informatiker:innen und Mediziner:innen der Universität Münster hat eine Studie veröffentlicht, in der mittels eines Verfahrens, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiert, diverse genetische Merkmale aus hochauflösenden mikroskopischen Aufnahmen von Knochenmarkausstrichen vorhergesagt werden können. Davon könnten Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) künftig profitieren. Bereits am Tag der Diagnose könnten so gezielte Therapieentscheidungen getroffen werden, ohne auf genetische Analysen warten zu müssen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Blood Advances“ veröffentlicht.
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Medizin
r/r Multiples Myelom: Neuer bispezifischer Antikörper Elranatamab verfügbar
Der bispezifische, gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und gegen CD3 gerichtete, Antikörper ElranatamabA wurde bereits im Dezember 2023 zugelassen – basierend auf den Ergebnissen der Phase-II-Studie MagnetisMM-3. Ab sofort steht der Wirkstoff in Deutschland zur Verfügung. Patient:innen mit rezidivierten/refraktärem Multiplen Myelom (r/r MM) sollen von der einfachen Anwendung mit fixer Dosis, die subkutan erfolgt und ambulant durchführbar ist, profitieren (1-3).
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Medizin
r/r FL: Anhaltend starkes Ansprechen auf Epcoritamab
Im Rahmen der 65. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) wurden Daten der Dosis-Expansions-Kohorte der offenen, multizentrischen Phase-I/II-Studie EPCORE NHL-1 präsentiert (1). Sie zeigen, dass Erwachsene mit rezidiviertem/refraktärem (r/r) follikulären Lymphom (FL) und mindestens 2 Vortherapien unter Epcoritamab ein tiefes und anhaltendes Ansprechen mit hohen Raten für das Gesamtansprechen (ORR) und eine Komplettremission (CR) erzielen. Ein Zulassungsantrag in dieser Indikation wurde von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bereits zur Prüfung angenommen.
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Medizin
Sozialfonds der DLFH unterstützt Familien mit krebskrankem Kind
Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind nicht nur eine medizinische, sondern auch eine psychische und finanzielle Herausforderung für die betroffenen Familien. Die Deutsche Leukämie-Forschungshilfe e. V. (DLFH) steht Familien mit krebskranken Kindern zur Seite und unterstützt diese mit dem Sozialfonds.
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Medizin
Darmkrebs: Bessere Gesamtüberlebensrate nach Therapieversagen als vor 20 Jahren
In einer Kohortenstudie wurde das Gesamtüberleben nach Therapieversagen in 3 aufeinanderfolgenden Phase-II/III-Studien verglichen (1). Es zeigte sich eine verbesserte Gesamtüberlebensrate von der ersten Studie (1995–2002) zur 3. Studie 20 Jahre später (2015–2018), vermutlich aufgrund von Fortschritten wie z.B. zielgerichtete Therapien und Immuntherapien sowie wegen Fortschritten in Operationstechnik und Strahlentherapie.
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Gesundheitspolitik
Kasse: Krankheitsausfälle im Job 2023 auf Höchststand
Krankheitsausfälle bei der Arbeit haben nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit das zweite Jahr in Folge auf stark erhöhtem Niveau gelegen. Beschäftigte fehlten 2023 im Schnitt 20 Tage im Job, wie die Kasse nach eigenen Versichertendaten ermittelte. Der Krankenstand erreichte abermals die Rekordhöhe von 5,5% wie bereits 2022. An jedem Tag waren also im Schnitt 55 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben.
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News
27. Bundesweiter DLH-Patientenkongress Leukämien & Lymphome
Die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe veranstaltet auch in diesem Jahr einen bundesweiten Patientenkongress. Am 29. und 30. Juni lädt das DLH-Team Erwachsene mit Blutkrebserkrankungen und ihre Angehörigen herzlich zu einem vielseitigen Programm ins Hotel Radisson Blu nach Hamburg ein. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro pro Tag.
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Medizin
Stoffwechsel- und Hormonsystemstörungen bei ALL/NHL-Überlebenden mit kranialer Strahlentherapie im Kindesalter
In einer Metaanalyse wurde der langfristige Einfluss der kranialen Strahlentherapie auf Patient:innen mit akuter lymhatischer Leukämie (ALL) oder Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) im Kindesalter untersucht. Die Behandlung kann das Risiko für Stoffwechsel- und Hormonsystemstörungen erhöhen. Die Analyse zeigte, dass Patient:innen mit kranialer Strahlentherapie häufiger eine geringere Körpergröße im Erwachsenalter erreichten. Auch war die Behandlung mit einem erhöhten Risiko für frühe Pubertät, Schilddrüsenunterfunktion und Hypogonadismus verbunden. Kein Einfluss zeigte sich jedoch auf Übergewicht oder Adipositas im Erwachsenenalter.
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Medizin
Hämophilie A: Preisgeld der Initiative „Faktor.Leben.“
Bayer ruft mit dem Jubiläumsspendenprogramm „Faktor.Leben. 30 Jahre gemeinsam für ein besseres Leben mit Hämophilie“ eine Initiative ins Leben, die Ideen und Projekte zur Förderung von innovativen und multidisziplinären Therapiekonzepten bei Hämophilie A-Patient:innen würdigt und sichtbar macht. Ab sofort können sich Hämophilie-Zentren, Kliniken, Praxen und weitere Einrichtungen im Bereich der Hämophilie für das Spendenprogramm in Höhe von insgesamt 100.000 Euro bewerben. Das Preisgeld wird auf 3 bis 4 Projekte verteilt. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2024. Die Bekanntgabe der Preisträger:innen erfolgt zum Welthämophilietag 2024.
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Medizin
DLBCL und r/r FL: Update zu Polatuzumab Vedotin, Glofitamab und Mosunetuzumab
Die Auswertung der Wirksamkeit von Polatuzumab Vedotin in Kombination mit R-CHP* (Pola-R-CHP) in molekulargenetischen Subgruppen zeigt, dass Therapieentscheidungen nicht basierend auf einer Cell-of-Origin-Analyse getroffen werden sollten (1). Der bispezifische Antikörper Glofitamab erzielt in Kombination mit Pola-R-CHP* hohe Ansprechraten bei einem handhabbaren Sicherheitsprofil bei Patient:innen mit zuvor unbehandeltem DLBCL (2). Das 32-Monats-Follow-Up zeigt, dass Glofitamab i.v. als zeitlich begrenzte Monotherapie langanhaltende Remissionen für stark vorbehandelte Patient:innen mit rezidiviertem und/oder refraktärem (r/r) DLBCL ab der dritten Therapielinie ermöglicht (3). Außerdem bekräftigt das 3-Jahres-Follow-up zu Mosunetuzumab die nachhaltige Effektivität durch eine hohe 3-Jahres-Gesamtüberlebensrate (OS) bei guter Verträglichkeit bei stark vorbehandelten r/r-FL-Patient:innen (4).
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Medizin
CLL: Hohe Überlebensraten mit BTKi in Mono- und Kombinationstherapie
Eine Metaanalyse untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit unterschiedlicher Therapien mit Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) bei chronisch-lymphatischer Leukämie und zeigte insgesamt hohe Gesamtüberlebensraten und progressionsfreie Überlebensraten sowohl mit BTKi-Monotherapien als auch mit Kombinationstherapien.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: Cannabis-Gesetz im Februar im Bundestag verabschieden
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält trotz des Widerstandes auch aus den Reihen der Ampel-Koalition an der geplanten Legalisierung von Cannabis fest. „Ich gehe weiterhin davon aus, dass das Cannabis-Gesetz in der Woche vom 19. bis zum 23. Februar im Bundestag verabschiedet wird und dann ab 1. April gelten kann. Die Gespräche dazu laufen vielversprechend“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Zuvor hatten etwa SPD-Innenpolitiker Bedenken geäußert.
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Mammakarzinom
Mammakarzinom: HER2-Status schon im frühen Stadium dokumentieren
Mit der Studie DESTINY-Breast04 hat sich eine neue Einteilung des HER2-Status etabliert (1). Was beim metastasierten Mammakarzinom therapierelevant werden kann, sollte schon im frühen Stadium dokumentiert werden.
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Medizin
Über 900 Chemikalien erhöhen das Brustkrebsrisiko
Forschende des Silent Spring Institute, USA, haben eine rasche Möglichkeit zur Vorhersage der Gefährlichkeit von Chemikalien in Bezug auf ein mögliches Brustkrebsrisiko entwickelt. Damit wird es laut der leitenden Wissenschaftlerin Jennifer Kay möglich, betroffene Chemikalien zu kennzeichnen und damit ihren Einsatz bei Konsumgütern zu verhindern. Brustkrebs bleibt in den USA die am häufigsten diagnostizierte Krebsform. Derzeit steigen die Erkrankungen vor allem bei jungen Frauen an. Ein Trend, der laut Kay durch die Genetik allein nicht zu erklären ist.
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Medizin
Prostatakrebs: Rektale Untersuchung verbessert nicht die Effektivität der Früherkennung
Eine Studie des Comprehensive Cancer Center Vienna der Medizinischen Universität Wien und des Universitätsklinikums AKH Wien hat die Wirksamkeit von gängigen Untersuchungsmethoden zur Früherkennung von Prostatakrebs genauer untersucht. Es zeigte sich, dass die rektale Untersuchung gegenüber dem PSA-Bluttest keinerlei Vorteile zum Erkennen von Prostatakrebs hat. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Fachjournal „European Urology Oncology“ veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik
Uniklinik-Ärzte wollen in Warnstreik treten
In der Tarifauseinandersetzung um Einkommen und Arbeitsbedingungen von 20.000 Ärztinnen und Ärzten in bundesweit 23 Universitätskliniken treten die Mediziner in einen Warnstreik. Der Marburger Bund hat seine Mitglieder für den 30. Januar zu dem Ausstand aufgerufen, teilte die Ärztegewerkschaft in Berlin mit. Vorangegangen war eine ergebnislose dritte Verhandlungsrunde. Eine zentrale Warnstreik-Kundgebung soll in Hannover stattfinden.
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Medizin
Brustkrebs-Früherkennung: Wirksamkeit der Kombination aus Tomosynthese und synthetischer Mammografie bestätigt
Während eine frühe Diagnose die Heilungschancen oftmals verbessert, kann Früherkennung auch ungewollte Nebeneffekte haben: Nicht alles, was dabei gefunden wird, wäre im Verlauf lebensbedrohlich geworden. Ob auch die innovative Kombination aus digitaler Brust-Tomosynthese und synthetischer 2D-Mammografie (DBT+SM) zur Brustkrebs-Früherkennung einen solchen falsch-positiven Effekt hat, hat nun ToSyMa, die weltweit größte randomisierte diagnostische Überlegenheitsstudie zur Brustkrebs-Früherkennung, untersucht – und konnte dabei erneut die Vorteile des Verfahrens gegenüber dem Screening-Standard belegen.
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Medizin
Ein Jahr Relugolix beim fortgeschrittenen hormonsensitiven Prostatakarzinom
Seit einem Jahr ist der nicht-peptidische Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Antagonist Relugolix (1) für die orale Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem, hormonsensitivem Prostatakarzinom (HSPC) auf dem deutschen Markt verfügbar. Relugolix ist die erste und einzige in der EU verfügbare orale Androgendeprivationstherapie (ADT) und erweitert damit die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten (2, 3). Die ADT mit Relugolix führt zu einer raschen, anhaltenden Unterdrückung von Testosteron ohne initialen Schub und war in der Phase-III-Studie HERO hinsichtlich der anhaltenden Senkung des Testosteronspiegels über 48 Wochen dem injizierbaren GnRH-Agonisten Leuprorelin überlegen (1, 3, 4). Die Erfahrungen aus dem Behandlungsalltag nach einem Jahr mit Relugolix sprechen für den Einsatz des GnRH-Rezeptoragonisten, resümierten Experten auf einer Pressekonferenz (5).
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Medizin
NMIBC: Bessere Outcomes durch gezielte Therapieoptimierungen
Etwa 80 niedergelassene Urolog:innen diskutierten im Rahmen des 16. Urologischen medac Symposiums in Hamburg aktuelle Trends und Neuigkeiten zum Thema nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom (NMIBC). Das Fazit: Gezielte Therapieoptimierungen bei der intravesikalen Chemo- oder Immuntherapie mit Mitomycin bzw. Bacillus Calmette-Guérin (BCG) können das Outcome verbessern. Neben der Einhaltung eines adäquaten Behandlungsschemas gemäß Leitlinien (1, 2) stellt die bewusste Patientenführung eine nicht zu unterschätzende Therapiesäule dar.
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Gesundheitspolitik
Hartmannbund zur Reform der Notfallversorgung
Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, sieht in den Eckpunkten zur Notfallreform gute Ansätze zur Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Notfallversorgung, bezweifelt allerdings – vor allem mit Blick auf den Mangel an finanziellen und personellen Ressourcen – nicht nur deren Umsetzungsmöglichkeiten, sondern bemängelt vor allem die fehlende Integration von Patientinnen und Patienten in das Konzept des Bundesgesundheitsministers.
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