Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 103

Im November 2025 veröffentlichten Rugo et al. in Clinical Cancer Research eine umfassende US-amerikanische Real-World-Analyse zur Anwendung von Elacestrant bei ESR1-mutierten PatientInnen mit ER+/HER2– metastasiertem Brustkrebs. Eingeschlossen wurden 306 PatientInnen aus dem Komodo Research Dataset (KRD), die zwischen Januar 2023 und Februar 2025 mit Elacestrant behandelt wurden. Als primäres Ergebnis wurde die Zeit bis zur nächsten Folgetherapie (rwTTNT) definiert.1
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Medizin

EGFR-mutiertes NSCLC: PFS-Vorteil nach Chemoradiotherapie mit Osimertinib

Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie LAURA zu Osimertinib zeigen bei Patient:innen mit inoperablem, epidermalem Wachstumsfaktorrezeptor-mutiertem (EGFRm) nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium III nach Chemoradiotherapie (CRT) im Vergleich zu Placebo nach CRT eine statistisch signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS). Die Daten zum Gesamtüberleben (OS) zeigen einen günstigen Trend für den Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI), obwohl die Daten zum Zeitpunkt dieser Analyse noch nicht ausgereift waren. Die Studie wird weiterhin das Gesamtüberleben als sekundären Endpunkt untersuchen.
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Gesundheitspolitik

Lösung für Transparenz und Finanzierung bei Kliniken

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet nach der Auflösung eines Streits mit den Ländern eine finanzielle Stabilisierung der Kliniken und mehr Transparenz für die Patientinnen und Patienten. Ein Krankenhaussterben könne damit 2024 abgewendet werden, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Ein geplanter Online-Atlas zu Angebot und Behandlungsqualität der Kliniken als Orientierung etwa für Krebspatienten soll zum 1. Mai starten. Hintergrund ist ein Beschluss des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat, wonach ein von den Ländern zunächst gestopptes Gesetz doch kommen soll. Von Kliniken, Krankenkassen, Ärzten und aus den Ländern kam weiterhin Kritik.
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Hämatologie

LBCL und MM: Real-World-Daten untermauern klinischen Nutzen der CAR-T-Zell-Therapie

CAR-T-Zellen wie Lisocabtagen maraleucel (Liso-cel) oder Idecabtagen vicleucel (Ide-cel) haben sich als Therapieoptionen bei vorbehandelten großzelligen B-Zell-Lymphomen (LBCL) bzw. in späten Therapielinien beim Multiplen Myelom (MM) etabliert. Die positiven Daten aus klinischen Studien, die zur Zulassung geführt haben, finden inzwischen Widerhall in der Versorgungsroutine bei einer breiten Population von Erkrankten, so Expert:innen bei einem Symposium im Rahmen des 6. Europäischen CAR-T-Zell-Meetings in Valencia, Spanien.
 
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Medizin

DKK 2024: Finanzielle Belastungen nach der Krebsbehandlung berücksichtigen

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen in Deutschland. Daten aus zertifizierten Darmkrebszentren zeigen, dass ein Viertel der Patient:innen ein Jahr nach der Erkrankung von finanziellen Schwierigkeiten berichtet. Betroffen sind insbesondere Menschen mit fortgeschrittener Erkrankung und ohne Hochschulreife. Die Ergebnisse wurden auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2024 in Berlin vorgestellt. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) spricht sich für ein frühzeitiges Screening von Krebsbetroffenen zu finanziellen Mehrbelastungen aus.
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Medizin

DKK 2024: Deutsche Krebshilfe stellt Förderschwerpunkt „Präklinische Wirkstoffentwicklung“ vor

Aus dem Forschungslabor ans Krankenbett – bis ein Krebserkrankter mit einem neuen Medikament behandelt werden kann, durchläuft es eine Reihe von vorklinischen Tests, um zu gewährleisten, dass es wirksam und gleichzeitig sicher ist. Diese Studien sind sowohl zeit- als auch kostenintensiv. Daher ist die Erforschung neuer Wirkstoffe bei seltenen und schwer therapierbaren Krebserkrankungen für die pharmazeutische Industrie oftmals nicht rentabel. Diese Lücke will die Deutsche Krebshilfe nun angehen. Auf dem 36. Deutschen Krebskongress 2024 stellte sie ihren neuen Förder- und Forschungsschwerpunkt „Präklinische Wirkstoffentwicklung“ vor, mit dem sie 3 umfänglich angelegte Projekte zur Entwicklung neuartiger Krebstherapeutika mit insgesamt 20 Millionen Euro für 5 Jahre fördert.
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Medizin
ASCO-GU 2024

RCC und mCRPC: Längeres PFS unter Cabozantinib-basierter Kombinationstherapie

Der Multi-Target-Tyrosinkinase-Inhibitor (mTKI) Cabozantinib findet bereits in einigen onkologischen Indikationen Anwendung, z.B. in Kombination mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor (CPI) Nivolumab in der Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC). Aktuell auf dem Genitourinary Cancers Symposium der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO-GU) 2024 präsentierte Ergebnisse der Phase-III-Studie CheckMate-9ER1, die bereits 2021 zur Zulassung des Therapieregimes in dieser Indikation führte, zeigen: Auch nach rund 4 Jahren ist die Kombination der Monotherapie mit Sunitinib deutlich überlegen (1). Darüber hinaus wurden auch Ergebnisse der Phase-III-Studie CONTACT-022 präsentiert. Sie untersucht eine Kombination von Cabozantinib mit dem monoklonalen Antikörper Atezolizumab bei Betroffenen von metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) mit messbarem Weichgewebsbefall, die zuvor bereits eine neuartige Hormontherapie (NHT) erhalten haben (2).
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Gesundheitspolitik

Geplante Cannabis-Freigabe nimmt weitere Hürde

Die geplante teilweise Legalisierung von Cannabis in Deutschland hat eine weitere Hürde genommen. Der federführende Gesundheitsausschuss des Bundestags billigte am 21. Februar die Gesetzespläne der Ampel-Koalition mit mehreren Änderungen, wie es aus Kreisen des Gremiums hieß. An diesem Freitag soll das Vorhaben im Parlament beschlossen werden. Eigenanbau und Besitz bestimmter Mengen sollen demnach für Volljährige vom 1. April an erlaubt sein. Zum 1. Juli sollen Clubs zum nicht-kommerziellen Anbau möglich werden. Für die praktische Umsetzung sind zahlreiche Regeln und Vorgaben vorgesehen.
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Gesundheitspolitik

Hartmannbund: Reinhardt warnt Minister Lauterbach vor „Zwei-Klassen-Politik“

Keine Zeit für 10% der Krankenversicherten in Deutschland? Mit Blick auf die jüngsten Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach, er müsse sich erst einmal um die Probleme der 90% in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Versicherten kümmern, bevor er sich mit der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) befassen könne, hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, den Minister vor einer „Zwei-Klassen-Politik“ gewarnt.
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Medizin

DKK 2024: Fortschritte der Präzisionsonkologie und wie Betroffene davon profitieren können

„Fortschritt gemeinsam gestalten“ ist das Motto des diesjährigen Deutschen Krebskongresses (DKK) vom 21.–24. Februar in Berlin. Zusammenarbeit ist auch ein Thema bei der Frage, wie neue präzisionsmedizinische Therapieoptionen in das aktuelle Gesundheitssystem integriert werden können. Das forschende Pharmaunternehmen Janssen Pharmaceutical Companies of Johnson & Johnson hat Leser:innen großer Online-Medienportale gefragt, ob das deutsche Gesundheitssystem bereit ist für die Fortschritte in der Krebsmedizin. Ganze 64% der Befragten sind der Meinung, dass dem nicht so ist, 10% sind unentschieden und lediglich 26% antworten mit einem klaren „Ja, auf jeden Fall“ (1). Das Ergebnis passt zur aktuellen Situation, in der die Präzisionsonkologie zur Entwicklung und Zulassung einer Vielzahl innovativer Ansätze führt, wobei gleichzeitig die bestehenden Rahmenbedingungen in Deutschland einem schnellen Zugang für Betroffene mitunter im Wege stehen.
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Medizin

DKK 2024: Größter Krebskongress im deutschsprachigen Raum in Berlin gestartet

Heute, am 21.02.2024, hat in Berlin der Deutsche Krebskongress begonnen. In mehr als 300 Sitzungen diskutieren in den kommenden 4 Tagen führende Mediziner:innen, Forscher:innen, Pflegekräfte, Psychoonkolog:innen sowie Vertreter:innen aus der Gesundheitspolitik und der Krebs-Selbsthilfe, wie die Zukunft der Onkologie gemeinsam gestaltet werden kann. Expert:innen fordern eine stärkere Einbindung von Patient:innen in die Forschung und den Ausbau von Netzwerkstrukturen. Gerade mit Blick auf die personalisierte Medizin sei dies unabdingbar, wie während der Eröffnungspressekonferenz deutlich gemacht wurde.
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