Journal Onkologie

News

Hämatologie
DKK 2026

CLL: Nicht-kovalenter BTKi Pirtobrutinib überzeugt nach BTKi-Vortherapie

Pirtobrutinib ist seit April 2025 als erster nicht-kovalenter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Erkrankter mit rezidivierter oder refraktärer CLL (r/r CLL) nach BTKi-Vorbehandlung zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 hatte die Substanz bei Erkrankten mit r/r CLL nach BTKi-Vortherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Zeit bis zur nächsten Therapie gegenüber einer Vergleichstherapie signifikant verlängert – bei guter Verträglichkeit [1].
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Entitätsübergreifend
Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland
DKK 2026

Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 zogen Expert:innen eine gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland. Während das Darmkrebsscreening als europäisches Erfolgsprogramm mit über 30% Inzidenzrückgang Erfolge zeigt, zeigen sich bei anderen Tumorentitäten erhebliche Defizite. Das ab April 2026 startende Lungenkrebsscreening und neue risikoadaptierte Ansätze beim Prostatakarzinom bieten jedoch vielversprechende Perspektiven. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit organisierter Programme mit systematischen Einladungsverfahren.
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Hämatologie
DKK 2026

Tafasitamab + R2 beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom

Im Dezember 2025 wurde die Kombination aus Tafasitamab, einem humanisierten, CD19-gerichteten monoklonalen Antikörper, mit Lenalidomid und Rituximab (R2) für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL), Grad 1-3a, nach mindestens einer Vortherapie zugelassen. Grundlage war die Phase-III-Studie inMIND. Diese erste duale CD19+CD20-Immunkombination stellt einen Fortschritt für die ambulante Versorgung des follikulären Lymphoms dar und wurde auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin näher beleuchtet.
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Gesundheitspolitik

Koalition ringt um Nachbesserungen an Klinikreform

Die schwarz-rote Koalition ringt um geplante Nachbesserungen an der umstrittenen Krankenhausreform. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) verwies in Berlin auf laufende Gespräche mit den Ländern. „Wir wollen gerne ein Gesetz, das eine Mehrheit im Bundestag und im Bundesrat findet“, sagte er vor einer Fraktionssitzung. „Wenn es eine Woche länger dauert, dafür aber gemeinsam getragen wird, dann ist das eine gut investierte Woche.“
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Mammakarzinom
DKK 2026

Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientenpopulation profitiert von CDK4/6-Inhibition in der Adjuvanz

Dank eines risikoadaptierten multimodalen Therapiekonzepts haben Patientinnen mit frühem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen (HR+/HER2-) Brustkrebs eine günstige Prognose. Ein „unmet need“ bleibt das relevante Rezidivrisiko, das über Jahre bestehen bleibt [1]. Betroffene mit hohem Rückfallrisiko können von der CDK4/6-Inhibition, etwa mit Ribociclib, profitieren, selbst dann, wenn keine Nodalbeteiligung besteht [2]. Diese auf Studienevidenz beruhende Erkenntnis findet sich auch in den aktualisierten Empfehlungen der S3-Leitlinie zum Mammakarzinom wieder [3].
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Medizin
S3-Leitlinie onkologische Ernährungsmedizin aktualisiert: keine Empfehlungen für spezielle Diäten

S3-Leitlinie onkologische Ernährungsmedizin aktualisiert: keine Empfehlungen für spezielle Diäten

Die im Leitlinienprogramm Onkologie aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie" spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. Sogenannte Krebsdiäten und Fastenprogramme sind nicht geeignet, betonen die an der Leitlinie beteiligten Fachgesellschaften. Studien zeigen keinen Nutzen, aber ein hohes Risiko für Mangelernährung – was bei Krebspatient:innen zum Tod führen kann.
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Entitätsübergreifend
Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel
DKK 2026

Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 widmete sich eine Sitzung dem komplexen Zusammenspiel zwischen Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Krebsprävention. Die drei Vorträge von Prof. Dr. Johann Ockenga (Klinikum Bremen-Mitte), Dr. Eunike Velleuer (Helios Klinikum Krefeld) und Prof. Dr. Jutta Hübner (Universitätsklinikum Jena) behandelten verschiedene Aspekten der Prävention – von der Primär- bis zur Tertiärprävention.
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Gesundheitspolitik

Fachärzteverband wehrt sich gegen Schuldzuweisungen

Die Auseinandersetzung um Sinn und Kosten bei vom Hausarzt vermittelten Facharztterminen wird nach Ansicht des BFAV-Vorstandes zu einem „für Patienten schädlichen Kesseltreiben“ gegen Kolleg:innen missbraucht. Es wird gefordert, angebliche Doppelvergütungen einzusparen. Mit diesem „Terminzwang-Diktat“, so BFAV-Vorstand Dr. Klaus Holler werden „Freiberuflichkeit und Leistung inzwischen selbst von den Parteien der Mitte mit Füssen getreten.“ Statistiken werden schamlos frisiert, kritisiert Holler die Verbreitung von gezielten Falschinformationen über die Vergütung und Terminvergabe von Fachärzt:innen.
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Medizin
„Young Scientists IO“ 2026: Drei herausragende Forschungsarbeiten ausgezeichnet
DKK 2026

„Young Scientists IO“ 2026: Drei herausragende Forschungsarbeiten ausgezeichnet

Bei der Verleihung des Forschungsförderpreises „Young Scientists IO“ im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin ehrte die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie drei herausragende junge Wissenschaftler, die mit ihren Arbeiten neue Perspektiven für die Krebstherapie eröffnen. Dr. med. Benjamin Ruf (Heidelberg), Marc P. Schauer (Würzburg) und Jonas G. Scheck (Heidelberg) wurden für ihre wissenschaftlichen Beiträge zur Immunonkologie ausgezeichnet und erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Mit dem alle zwei Jahre vergebenen Preis würdigt die Stiftung innovative Forschung, die Immuntherapien weiterdenkt und das Potenzial der Immunonkologie für Patient:innen erweitert.
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Gesundheitspolitik

Verbraucherschützer: E-Patientenakten im Alltag

Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) müssen aus Sicht der Verbraucherzentralen mit mehr nützlichen Anwendungen für Versicherte attraktiver werden. Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte, die E-Akten seien noch nicht im Alltag der Menschen angekommen. „Das ist wenig überraschend, denn zentrale Funktionen, wie digitale Impf- oder Bonushefte, fehlen weiterhin." Bislang bleibe die ePA hinter den Erwartungen zurück. Damit sie ihr volles Potenzial entfalten könne, muss sie zügig weiterentwickelt werden.
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Entitätsübergreifend
Neue Studiendaten: TTFields-Therapie mit signifikanten Überlebensvorteilen
DKK 2026

Neue Studiendaten: TTFields-Therapie mit signifikanten Überlebensvorteilen

Beim diesjährigen Deutschen Krebskongress präsentierten Prof. Dr. med. Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm und Prof. Dr. med. Thomas Wehler vom Universitätsklinikum Marburg und Gießen, vielversprechende Ergebnisse zur TTFields-Therapie. Sowohl die PANOVA-3-Studie beim Pankreaskarzinom als auch die LUNAR-Studie beim metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) zeigten signifikante Verbesserungen des Gesamtüberlebens.
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Medizin

Pankreaskarzinom: Tumorumgebung wird bereits vor Krebsentstehung vorbereitet

Schon bevor ein Tumor im Pankreas erkennbar wird, baut ein aktiviertes Krebs-Gen dessen künftige Umgebung aktiv um und schafft ein entzündliches und immunabwehrendes Mikromilieu, in dem das Karzinom wachsen kann. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Ulm in einer wegweisenden Studie gezeigt. Die Arbeit der Wissenschaftler:innen eröffnet neue Möglichkeiten, personalisierte Interventionsstrategien zu entwickeln – und zwar bevor sich ein schwer therapierbarer Tumor überhaupt erst ausbildet [1].
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Medizin
Beruflicher Wiedereinstieg nach Krebserkrankung: Neue Daten zeigen Chancen und Hürden
DKK 2026

Beruflicher Wiedereinstieg nach Krebserkrankung: Neue Daten zeigen Chancen und Hürden

Die Chancen auf eine Rückkehr in den Beruf nach einer Krebserkrankung sind ungleich verteilt. Das zeigen neue Analysen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) auf Basis von Daten der Deutschen Rentenversicherung: Während Fach- und Führungskräfte mit flexiblen Arbeitsbedingungen häufig früher und dauerhaft wieder erwerbstätig sind, gelingt der Wiedereinstieg Menschen in körperlich belastenden, wenig flexiblen Tätigkeiten deutlich seltener. Die Zahlen wurden auf dem Deutschen Krebskongress 2026 vorgestellt.
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ZNS-Tumoren
DKK 2026

IDH-Mutationen: Vorasidenib verändert Therapiesequenzen bei Grad-2-Gliomen

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 in Berlin standen unter anderem IDH-Mutationen und deren therapeutische Bedeutung im Fokus. Drei Expert:innen beleuchteten unter anderem die Auswirkungen des Onkometaboliten 2-Hydroxyglutarat auf die Tumorumgebung und das Immunsystem sowie die klinischen Erfolge des IDH-Hemmers Vorasidenib bei Grad-2-Gliomen. Besonders die mögliche Integration von IDH-Hemmern als vorgeschaltete Systemtherapie vor einer Radiochemotherapie könnte etablierte Behandlungssequenzen verändern und eine Überarbeitung der Leitlinien erforderlich machen.
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