Journal Onkologie

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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Weniger junge Menschen konsumieren Alkohol – Rauschtrinken bleibt aber weiterhin auf hohem Stand

Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol und das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol ist gestiegen – das zeigen die Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit nun veröffentlicht hat. Besonders auffällig: Im Vergleich zur vorherigen Befragung 2023 konsumierten weniger junge Frauen Alkohol, auch beim Rauschtrinken gab es bei ihnen einen signifikanten Rückgang. Bei Jugendlichen und jungen Männern blieb das Rauschtrinken aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
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Medizin
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Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Die Europäische Kommission hat Trastuzumab deruxtecan in Kombination mit Pertuzumab als Erstlinientherapie für erwachsene Patient:innen mit inoperablem oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs zugelassen. Die Entscheidung basiert auf Daten der Phase-III-Studie DESTINY-Breast09 [1], in der die Kombination gegenüber Taxan, Trastuzumab und Pertuzumab (THP) das Risiko für Krankheitsprogression oder Tod reduzierte.
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Medizin
 2 Min|

Serplulimab – Bewährt beim ES-SCLC. NEU zugelassen beim NSCLC.1

Serplulimab, der erste zugelassene PD-1-Antikörper beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC)a, ist nun auch für die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen.1 In den Zulassungsstudien ASTRUM-002b und ASTRUM-004 zeigte Serplulimab in der Erstlinientherapie einen deutlichen Vorteil im progressionsfreien Überleben sowie im Gesamtüberleben gegenüber Chemotherapiec alleine.2–4
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Medizin
 2 Min|
Basalzellkarzinom an einem Ohr einer alten Person
Machbarkeitsstudie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Hautkrebs finden, bevor er sichtbar wird

Bislang setzte die Diagnostik von Hauttumoren eine sichtbare Hautveränderung voraus. Dabei ist die sogenannte Line-Field Confocal Optical Coherence Tomography (LC-OCT) eine etablierte Untersuchungsmethode. Nun haben Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) um Dr. Moritz Ronicke von der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen einen neuen Ansatz entwickelt: In einer Machbarkeitsstudie hat das Team ein Verfahren vorgestellt, bei dem mit KI-gestützter Bilderkennung systematisch die gesamte Gesichtshaut von Risikopatient/innen gescannt wird [1]. Erstmals konnten die Forschenden damit Basalzellkarzinome ohne sichtbare Hautveränderung detektieren.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Pflegeversicherung im Minus: Defizit erhöht Druck auf Pflegereform

Die Finanznöte der Pflegeversicherung spitzen sich angesichts stark steigender Ausgaben weiter zu. In der ersten Hälfte des Jahres lief ein Defizit von 770 Millionen Euro auf, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mitteilte, der auch die Pflegekassen vertritt. Voraussichtlich im Oktober würden die Einnahmen nicht mehr reichen, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren. Bis zum Jahresende brauche es dann nochmals 500 Millionen Euro. Der Druck für die geplante Pflegereform der Koalition wächst damit weiter.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Real-World-Daten bestätigen Midostaurin-Nutzen bei FLT3-AML

Mutationen im FLT3-Gen finden sich bei rund 30% der erwachsenen Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) Sie sind mit einer ungünstigen Prognose assoziiert. Seit der RATIFY-Studie gilt die Kombination von Midostaurin mit intensiver Chemotherapie (IC) als Standardtherapie, doch umfassende Real-World-Daten über das gesamte Erwachsenenalter und beide Mutationstypen (ITD und TKD) hinweg waren bislang limitiert. Die retrospektive PETHRATIFY-Studie analysierte nun anhand des PETHEMA-Registers 1658 Erwachsene mit neu diagnostizierter FLT3-mutierter AML aus 129 Zentren.
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Medizin
 3 Min|
Aderhautmelanom: Metastudie beziffert Risiko durch Therapieverzug

Aderhautmelanom: Metastudie beziffert Risiko durch Therapieverzug

Das Aderhautmelanom ist der häufigste bösartige Augentumor bei Erwachsenen. Eine internationale Metastudie zeigt erstmals mit konkreten Zahlen, wie schnell diese Tumoren wachsen und welche Folgen es hat, wenn ihre Behandlung verzögert wird. Die Auswertung macht deutlich: Je größer ein Aderhautmelanom wird, desto schneller wächst es – und desto stärker steigt das Risiko, innerhalb von zehn Jahren an Metastasen zu sterben. Die DOG-Sektion Ophthalmologische Onkologie weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass Zeit bei der Diagnose ebenso wie bei der Therapie ein entscheidender Faktor ist.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Patientenschützer fordert mehr Hilfen zur Suizidprävention

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz dringt auf einen deutlich stärkeren Ausbau von Unterstützungsangeboten zum Vorbeugen von Suiziden. „Die Bundesregierung ignoriert das Ausmaß des Hilfebedarfs“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Länder seien in der Pflicht, flächendeckende Krisendienste bereitzustellen. Wenn das Netz der Hilfe halten solle, brauche es jährliche Unterstützung in zweistelliger Millionenhöhe.
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Medizin
 4 Min|
Mirvetuximab-Soravtansin im platinresistenten OC: Daten zur Lebensqualität (QoL) ergänzen das Wirksamkeitsprofil

Mirvetuximab-Soravtansin im platinresistenten OC: Daten zur Lebensqualität (QoL) ergänzen das Wirksamkeitsprofil1

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist der Therapiestandarde im Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven platinresistenten Ovarialkarzinom (OC) mit signifikant überlegener Wirksamkeit gegenüber Chemotherapie.4–7,* Zusätzlich zeigte ein größerer Anteil an Patientinnen unter MIRV eine Verbesserung in patientinnenrelevanten Aspekten der Lebensqualität gegenüber Chemotherapiec, was die klinische Relevanz von MIRV in der Therapielandschaft des platinresistenten OC unterstreicht.1
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Lenalidomid-Erhaltung beim Multiplen Myelom: Zeitlich begrenzt oder unbegrenzt?

Lenalidomid wird beim neu diagnostizierten multiplen Myelom bislang als Erhaltungstherapie bis zum Progress der Erkrankung eingesetzt. Wie lange diese Erhaltungstherapie tatsächlich erfolgen sollte, war jedoch unklar. Eine randomisierte Phase-III-Studie mit 516 Patient:innen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom mit Standardrisiko, die keine autologe Stammzelltransplantation erhielten, verglich nun eine zeitlich unbegrenzte mit einer auf zwei Jahre befristeten Lenalidomid-Erhaltungstherapie.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Primäres ZNS-Lymphom: Autologe Stammzelltransplantation verbessert das progressionsfreie Überleben

Für Patient:innen mit neu diagnostiziertem primärem ZNS-Lymphom ist die Konsolidierung nach der Induktionstherapie ein zentraler Bestandteil des Behandlungskonzepts. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Vergleichsdaten zu zwei Strategien: Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation oder nicht-myeloablative Chemoimmuntherapie.
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