Journal Onkologie

News

Medizin
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ASCO 2026

Cabozantinib zeigt konsistenten Vorteil bei RCC und NET unabhängig von Tumormerkmalen

Auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 präsentierte Subgruppenanalysen zeigen einen relativen Therapievorteil für den Multi-Tyrosinkinaseinhibitor Cabozantinib bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (aRCC, Kombinationstherapie mit Nivolumab) vs. Sunitinib und neuroendokrinen Tumoren (NET, Monotherapie) vs. Placebo unabhängig von patientenindividuellen Tumorcharakteristika.
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Medizin
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CHMP empfiehlt Zulassung von Sacituzumab govitecan + Pembrolizumab bei PD-L1-positivem metastasiertem TNBC

CHMP empfiehlt Zulassung von Sacituzumab govitecan + Pembrolizumab bei PD-L1-positivem metastasiertem TNBC

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme verabschiedet und empfiehlt die Zulassung von Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC), die keine vorherige systemische Therapie bei metastasierter Erkrankung erhalten haben und deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score von mindestens 10 exprimieren. Mit einer Entscheidung der Europäischen Kommission zu dieser Indikation wird im weiteren Verlauf des Jahres 2026 gerechnet.
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Medizin
 3 Min|

CROWN-Studie: 7-Jahres-Daten setzen neue Maßstäbe beim ALK+ aNSCLC

Kürzlich wurden aktuelle Langzeit-Follow-up-Daten aus der Phase-III-Studie CROWN veröffentlicht, in der Lorlatinib im Vergleich zu Crizotinib bei Patient:innen mit nicht vorbehandeltem ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) in der Erstlinie untersucht wurde. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von sieben Jahren wurde das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) basierend auf der Beurteilung durch die Prüfärzt:innen mit Lorlatinib nicht erreicht. 55% der mit Lorlatinib behandelten Patient:innen waren nach sieben Jahren noch am Leben und progressionsfrei, verglichen mit 3% im Crizotinib-Behandlungsarm.
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Gesundheitspolitik
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Mehrkosten für Rollatoren und Hörgeräte steigen

Die Mehrkosten, die Krankenversicherte für Rollatoren, Hörgerät und andere Hilfsmittel aus eigener Tasche zahlen, sind im vergangenen Jahr im Schnitt um jeweils 10 auf 159 Euro gestiegen. Laut einem Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen bezogen die Versicherten 78% der Hilfsmittel mehrkostenfrei. Dies liege im Trend der vergangenen Jahre. Wer einen Rollator, ein Hörgerät oder Schuheinlagen benötigt, muss den Eigenanteil zahlen.
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Medizin
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Neue App zur personalisierten Unterstützung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs

Wer einen Verdacht auf familiären Brust- und Eierstockkrebs hat, braucht oft viel Unterstützung. Besonders nach einer genetischen Beratung und einer Mitteilung eines positiven Testergebnisses fühlen sich viele Frauen allein gelassen. Das macht oft großen seelischen Stress. Forschende der MHH haben die GenE³-App entwickelt, um Betroffenen zu helfen. Die digitale Anwendung funktioniert über einen Chatbot und bietet sichere, personalisierte und verlässliche Informationen rund um das Thema. Jetzt wird die App in einer Studie auf ihre Wirksamkeit getestet.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: Epcoritamab-Kombinationstherapie ab dem 1. Rezidiv zugelassen

Die Herausforderung in der Behandlung des follikulären Lymphoms (FL) liegt im Rezidiv. Hier kann ab sofort der bispezifische Antikörper Epcoritamab zusammen mit Rituximab und Lenalidomid (R2) in allen Therapielinien eingesetzt werden. Gegenüber R2 alleine zeigte sich die neue Therapiekombination sowohl beim progressionsfreien Überleben als auch bei der Gesamtansprechrate signifikant überlegen.
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Medizin
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Genetischer Hintergrund steuert individuelle Wege der Krebsentstehung

Warum entwickeln sich Krebserkrankungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus den Verlauf der Krebsentstehung maßgeblich beeinflusst. Die in Nature veröffentlichten Ergebnisse liefern neue Einblicke in die frühesten Phasen der Tumorentwicklung und könnten langfristig einen wichtigen Schritt hin zu einer präziseren personalisierten Krebsmedizin bedeuten [1].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE | EHA 2026

Langzeitdaten zu Zanubrutinib bei CLL ab 80 Jahren

Umfangreiche Phase-III-Daten bei Patient:innen mit chronischer lymphatischer Leukämie oder kleinzelligem lymphozytischem Lymphom (CLL/SLL) im Alter von 80 Jahren und älter zeigen einen anhaltenden Nutzen von Zanubrutinib nach nahezu 6,5 Jahren Nachbeobachtung. Die Daten, die zu den bislang größten Datensätzen älterer Patient:innen mit therapienaiver CLL zählen, wurden auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) 2026 in Stockholm präsentiert. Im Fokus stehen damit gerade jene Patient:innen, die in der klinischen Praxis häufig behandelt werden, in zulassungsrelevanten Studien jedoch bislang nur begrenzt vertreten waren.
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Urologische Tumoren
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EV+P perioperativ beim MIBC ohne Cisplatin-Option zugelassen

Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) haben nach radikaler Zystektomie mit Dissektion der pelvinen Lymphknoten ein hohes Metastasierungsrisiko. Kommt eine neoadjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie nicht in Frage, sind die systemischen Optionen begrenzt. Jetzt wurde die perioperative Kombination von Enfortumab Vedotin in Kombination mit Pembrolizumab (EV+P) in dieser Situation zugelassen.
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Medizin
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Hautkrebs im Gesicht: Ultraschall zeigt Tumortiefe

Hautkrebs im Gesicht: Ultraschall zeigt Tumortiefe

Sommer, Sonne, UV-Strahlung: Für die Haut bedeutet die warme Jahreszeit besondere Belastung – vor allem im Gesicht. Nase, Ohren, Stirn und Kopfhaut sind der Sonne über Jahre oft ungeschützt ausgesetzt. Genau dort entstehen häufig Hautkrebsarten wie Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Müssen solche Tumoren operativ entfernt werden, zählt nicht nur, was an der Oberfläche sichtbar ist: Ebenso wichtig ist, wie tief der Tumor bereits gewachsen ist. Hochfrequenter Ultraschall kann bei bestimmten Hauttumoren helfen, diese Frage vor dem Eingriff besser zu beantworten, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V. (DEGUM).
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Medizin
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Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase

Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase

Seit Langem vermuten Forschende, dass Endothelzellen entscheidend beeinflussen, wie das Immunsystem auf Tumoren reagiert. Wissenschaftler:innen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg haben nun bei Mäusen erstmals spezialisierte Endothelzellen entdeckt, die eine Immunabwehr von Krebsmetastasen in der Leber ermöglichen. Die Ergebnisse eröffnen Perspektiven für die Entwicklung neuartiger kombinierter Krebstherapien [1].
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Medizin
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Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Die Europäische Kommission hat die Zulassung des PD-1-Inhibitors Serplulimab erweitert: Dadurch umfasst das Anwendungsgebiet neben dem fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC) nun auch das nicht-plattenepitheliale NSCLC [1]. Die Zulassungserweiterung beruht auf der Phase-III-Studie ASTRUM-002 [2, 3]. Dabei führte die Ergänzung von Serplulimab zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben sowie Gesamtüberleben gegenüber der Chemotherapie allein mit einem gut kontrollierbaren Sicherheitsprofil [3]. Mit der Zulassungserweiterung steht für Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-plattenepithelialem NSCLC ohne EGFR-, ALK- oder ROS1-positive Mutationen eine zusätzliche immunonkologische Behandlungsoptionin der Erstlinie zur Verfügung.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Akute Leukämien: Mutationen eröffnen gezieltere Therapieansätze

Forschende des NCT Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben erstmals systematisch ermittelt, wie bestimmte Mutationen Akute Myeloische Leukämien fördern. Die Ergebnisse zeigen, warum sich IDH1- und IDH2-mutierte Leukämien trotz ähnlicher molekularer Mechanismen unterschiedlich entwickeln, und eröffnen neue Ansätze für Diagnostik und zielgerichtete Therapien. Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der Thoraxklinik Heidelberg.Anzeige
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Medizin
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Lynch-Syndrom: KI verbessert Vorsorge nicht

Lynch-Syndrom: KI verbessert Vorsorge nicht

Menschen mit Lynch-Syndrom, der häufigsten erblichen Veranlagung für Darmkrebs, haben ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko und erhalten daher regelmäßig Darmspiegelungen. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn, der Universität Leipzig und des Amsterdam UMC untersuchten, ob künstliche Intelligenz (KI) die Erkennung von Krebsvorstufen verbessern kann. Das Ergebnis: In spezialisierten Zentren brachte die zusätzliche KI-Unterstützung keinen relevanten Vorteil. Die Studie erschien in The Lancet Gastroenterology & Hepatology [1].
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Entitätsübergreifend
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Einfluss von Übergewicht auf das Krebsrisiko möglicherweise deutlich unterschätzt

Einfluss von Übergewicht auf das Krebsrisiko möglicherweise deutlich unterschätzt

Übergewicht und Adipositas tragen möglicherweise zu deutlich mehr Krebserkrankungen bei als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Ihre Analyse zeigt: Werden aussagekräftigere Maße für Körperfett sowie methodische Verzerrungen berücksichtigt, sind mehr als 10% aller Krebserkrankungen auf erhöhtes Körpergewicht zurückzuführen – fast doppelt so viele wie bisherige Schätzungen vermuten ließen.
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