Journal Onkologie

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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Vier Leukämie-Stammzell-Subtypen erklären Therapieversagen bei AML

Wissenschaftler:innen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Stammzell-Institut HI-STEM* haben einen zentralen Mechanismus entschlüsselt, der zum Therapieversagen bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) beiträgt. Sie zeigen, dass es nicht nur einen, sondern vier unterschiedliche Subtypen von Leukämie-Stammzellen gibt. Diese Vielfalt könnte erklären, warum eines der wichtigsten AML-Medikamente bei manchen Patient:innen nicht ausreichend wirkt oder im Verlauf seine Wirksamkeit verliert – mit der Folge, dass die Leukämie zurückkehrt. Die Entdeckung schafft eine wichtige Grundlage für präzisere und langfristig erfolgreichere Behandlungsstrategien, die Resistenzmechanismen gezielt überwinden könnten.
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Gesundheitspolitik

Merkels Krisenmanager für bessere Pandemie-Vorsorge

Der frühere Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) fordert eine stärkere Rolle des Bundes für den Fall einer künftigen Pandemie. Während der Corona-Pandemie habe es durch die föderale Zuständigkeitsverteilung „die unterschiedlichsten Regelungen“ in den Bundesländern gegeben, sagte der heutige Präsident der Universität Lübeck vor der Corona-Enquete-Kommission des Bundestags. Dies sei „in der Sache schwierig“ gewesen und habe in der Bevölkerung zu Verwirrung geführt. Deshalb solle im Pandemiefall „die Verantwortung des Bundes“ gestärkt werden.
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Medizin

Systemtherapie fordert TACE-Standard beim intermediären HCC heraus

Die Krebsimmunkombination aus Atezolizumab plus Bevacizumab zeigte ihre Überlegenheit in der Phase-IIIb-Studie ABC-HCC als Alternative zur transarteriellen Chemoembolisation (TACE) beim intermediären hepatozellulären Karzinom (iHCC). Die Zeit bis zum Therapieversagen (TTFS) war unter der Krebsimmunkombination um fast 5 Monate signifikant verlängert (p = 0,0043). Zudem zeigen zwei weitere Studien den Vorteil der Krebsimmunkombination als Teil einer Kombination- und Sequenzstrategie. Die Ergebnisse geben Anlass, die derzeit geltende Behandlungsmatrix beim intermediären HCC neu zu bewerten [1-3].
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Gesundheitspolitik

Starker Anstieg bei der Pflegebedürftigkeit

Immer mehr Menschen in Deutschland bekommen Geld von der Pflegeversicherung – vor allem, weil bei den jüngeren Jahrgängen die Zahl der Leistungsbezieher gestiegen ist. Das geht aus einem Bericht hervor, den das Forschungsinstitut IGES für den Spitzenverband der Krankenkassen erstellt hat. Der Bericht ist vor allem im Hinblick auf die angekündigte Pflegereform von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) brisant. Umgehend begann eine Debatte über mögliche Einsparungen. Der Anteil der Pflegebedürftigen an den gesetzlich Versicherten ist laut IGES zwischen 2017 und 2024 von 4,6% auf 7,6% gestiegen. Im gleichen Zeitraum wuchs der Anteil der Unter-65-Jährigen an den Leistungsbeziehern von 17,5 auf 23,8%, während der Anteil der älteren Semester leicht sank.
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Gesundheitspolitik

Mehr staatliche Unterstützung für Pflegeheime nötig

Die gesetzlichen Krankenkassen fordern Bund und Länder zu einer höheren Kostenbeteiligung auf, um die Pflegeversicherung zu entlasten. „Die Pflegeversicherung steht vor der größten Bewährungsprobe seit ihrer Einführung vor 31 Jahren“, sagte der Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, der „Rheinischen Post“. „Bisher drücken sich die Bundesländer davor, die Investitionskosten in den Pflegeheimen zu übernehmen. Würden sie hier ihre Aufgabe wahrnehmen, könnten alle Pflegeheimbewohner:innen sofort um durchschnittlich rund 500 Euro pro Monat entlastet werden“, sagte er.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Obinutuzumab vs. Rituximab: Neue Real-World-Daten zur Transformation bei Follikulären Lymphomen

Die histologische Transformation vom Follikulären Lymphom (FL) zum aggressiven diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) stellt ein kritisches Ereignis im Krankheitsverlauf dar und ist mit einer deutlich reduzierten Überlebenszeit assoziiert. Während Rituximab nachweislich die Transformationsrate senkt, fehlten bislang robuste Real-World-Daten zum Anti-CD20-Antikörper der dritten Generation, Obinutuzumab. Eine große retrospektive Kohortenstudie aus Israel liefert nun Evidenz aus der klinischen Routine.
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Gesundheitspolitik

Luftrettung: Sparpaket der Krankenkassen gefährdet Standorte

Die ADAC Luftrettung warnt vor negativen Folgen des geplanten Krankenkassen-Sparpakets. „Sollte der Gesetzentwurf unverändert umgesetzt werden, drohen mittelfristig Einschränkungen von Leistungen oder sogar die Schließung einzelner Luftrettungsstationen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Frédéric Bruder. Das gefährde die flächendeckende Einsatzfähigkeit der Luftrettung.
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Kolorektales Karzinom

Systemische Glukokortikoide erhöhen das Darmkrebsrisiko

Die Evidenz zum Zusammenhang zwischen der Anwendung von systemischen Glukokortikoiden und dem Risiko für kolorektale Karzinome war bislang begrenzt. Eine umfassende schwedische Kohortenstudie mit fast 11 Millionen Teilnehmern, von denen über 2,1 Millionen Glukokortikoide verwendeten, liefert nun neue Erkenntnisse. Die Untersuchung über einen Zeitraum von 2005 bis 2018 zeigte, dass die Anwendung systemischer Glukokortikoide mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs assoziiert ist.
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Medizin
KI-System SPARK verbessert die Krebsdiagnostik in der Pathologie

KI-System SPARK verbessert die Krebsdiagnostik in der Pathologie

Die digitale Transformation der Pathologie eröffnet neue Möglichkeiten für die Krebsdiagnostik. Moderne Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) gehen heute weit über die reine Automatisierung hinaus: Sie ermöglichen es, aus routinemäßig erhobenen histologischen Gewebeschnitten bislang verborgene biologische Informationen zu gewinnen und damit ein tieferes Verständnis von Tumorerkrankungen zu erreichen. Ein Team der Pathologie der Uniklinik Köln hat einen grundlegend neuen Ansatz namens SPARK (System of Pathology Agents for Research and Knowledge) entwickelt. Die Studie ist im Fachmagazin Nature Medicine erschienen [1].
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Medizin
Radioligandentherapie bei mCRPC: Real-World-Daten zeigen regionale Versorgungsunterschiede

Radioligandentherapie bei mCRPC: Real-World-Daten zeigen regionale Versorgungsunterschiede

Auf dem diesjährigen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) wurde die erste Interimsanalyse der laufenden, nicht-interventionellen Real-World-Studie PSMAreal präsentiert. Die Daten geben Aufschluss über die klinische Routineversorgung von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC), die mit (177Lu)Lutetiumvipivotidtetraxetan behandelt werden [1]. Zudem wurden Daten des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) beleuchtet, die regionale Unterschiede in der Versorgungslandschaft im mCRPC mit der PSMA-Radioligandentherapie in Deutschland aufzeigen [2].
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Gesundheitspolitik

Das Apotheken-Netz schrumpft noch weiter

Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1977 gesunken. Ende März gab es bundesweit 16.541 Apotheken und damit 60 weniger als zum Jahreswechsel, wie aus Daten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hervorgeht. Die Branche macht angesichts steigender Betriebskosten Druck für lange ausgebliebene Honoraranhebungen. Die Pharmaindustrie warnt vor getrübten Geschäftsaussichten durch das geplante Sparpaket der Bundesregierung.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Liso-cel erzielt tiefere und dauerhaftere molekulare Remission als ASCT beim LBCL

Die randomisierte Phase-III-Studie TRANSFORM liefert erstmals Daten aus einer großen kontrollierten Studie zur prognostischen Bedeutung der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) beim rezidivierten oder refraktären großzelligen B-Zell-Lymphom (LBCL). Die Ergebnisse zeigen, dass die gegen CD19 gerichtete CAR-T-Zelltherapie mit Lisocabtagen maraleucel (Liso-cel) eine tiefere und dauerhaftere molekulare Remission erzielt als die Standardtherapie mit Salvage-Immunchemotherapie, Hochdosis-Chemotherapie und autologer Stammzelltransplantation (ASCT).
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Medizin
Outdoor-Berufe besonders von schwarzem Hautkrebs betroffen

Outdoor-Berufe besonders von schwarzem Hautkrebs betroffen

Die jetzt im Frühling wieder höherstehende Sonne bringt eine stärkere UV-Belastung. Ihr sollte mit fachgerechtem Sonnenschutz begegnet werden. Neue Daten zeigen: Insbesondere wer beruflich viel im Freien arbeitet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Melanome im Gesicht. Gleichzeitig fehlt es vielen Betroffenen an Risikobewusstsein und systematischem Sonnenschutz. Fachleute fordern deshalb gezielte Prävention in besonders belasteten Berufen.
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Diagnostik
Interview

Neue Bildgebungssysteme Spektrales Zählungs-CT und Total-Body-PET/CT

Spektrale Zählungs-Computertomographien (CT) und Total-Body-Positronenemissionstomographie (PET)/CT sind zwei neue Bildgebungstechnologien in der Onkologie. Im Kurzinterview erläutern Christian Bernhard und Jan Beger, CE Healthcare, welche diagnostischen Vorteile die neuen Verfahren bei Staging und Therapiemonitoring bieten, wie sie sich in interdisziplinäre Tumorboards integrieren lassen und ob sich damit die Strahlen- und Kontrastmittelbelastung für Patient:innen senken lässt.
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Medizin
Wie Glioblastome das gesamte Gehirnnetzwerk beeinflussen

Wie Glioblastome das gesamte Gehirnnetzwerk beeinflussen

Glioblastome sind nicht nur isolierte Tumoren, sondern Erkrankungen des gesamten Gehirns. Eine neue Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität zeigt, dass die Überlebensdauer eng damit zusammenhängt, wie stark der Tumor großräumige Verbindungen der weißen Substanz beeinträchtigt, also jener Bahnen, über die weit voneinander entfernte Hirnregionen Informationen austauschen. Auf Basis präoperativer MRT-Daten und computergestützter Analysen fand die internationale Arbeitsgruppe heraus, dass netzwerkbezogene Parameter das Ein-Jahres-Überleben genauer vorhersagen konnten als grundlegende klinische Faktoren allein. Die Arbeit steht exemplarisch für einen Wandel der Hirntumorforschung: weg vom ausschließlichen Blick auf den Tumor selbst und hin zur Frage, wie er die Funktion des umgebenden Gehirns beeinträchtigt. Dies könnte dabei helfen, die Prognose zu verfeinern und Therapieentscheidungen stärker zu individualisieren.
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Medizin
Genveränderung eröffnet neue Angriffspunkte bei Neuroblastomen

Genveränderung eröffnet neue Angriffspunkte bei Neuroblastomen

Neuroblastome sind aggressive kindliche Tumoren, die bei ungünstiger Genetik oft schwer heilbar sind. Ein Team um Dr. Jan Dörr untersuchte nun, wie das Gen DDX1 die Tumorzellen beeinflusst. Die Forscher:innen zeigten, dass DDX1 bei aggressiven Verläufen häufig gemeinsam mit dem Onkogen MYCN vervielfacht auftritt. Dies verändert den Zellstoffwechsel und erzeugt eine Abhängigkeit vom mTOR-Signalweg. Zudem beeinflusst das Gen die Reaktion der Krebszellen auf Chemotherapien. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise auf neue Angriffsstellen für zukünftige Therapien, die Heilungschancen betroffener Kinder nachhaltig zu verbessern.
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