Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 310

Behandlungen mit CAR (chimärer Antigenrezeptor)-T-Zellen haben weltweit zu großen klinischen Erfolgen bei Patienten mit CD19-positiven Leukämien und Lymphomen geführt. Seit 2017 sind die ersten CAR-T-Zell-Therapien in den USA und seit August 2018 in Europa zugelassen. Die individualisierte Herstellung ist ein aufwändiger und komplexer Prozess – die Behandlungskosten liegen bei > 300.000 €. Inzwischen ist das Nebenwirkungsmanagement dieser Therapie in dafür spezialisierten Kliniken gut etabliert. Darüber hinaus wird intensiv daran geforscht, diese Zell- und Gentherapeutika auch für Patienten mit hochmalignen Tumoren einzusetzen. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Behandlungsoptionen mit dieser neuartigen Therapieform eröffnet werden und wie das Gesundheitssystem diese Herausforderung auf der Kostenseite meistern wird.
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Bahnbrechende Ergebnisse der Immuntherapie bei neoplastischen Erkrankungen, insbesondere beim malignen Melanom, Hodgkin-Lymphom sowie nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom rücken die Immuntherapie auch beim Mammakarzinom zunehmend in den Fokus. Bisherige Daten legen nahe, dass v.a. Patientinnen mit einem triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) von einer Immuntherapie profitieren. Auch HER2-positive (HER2+) Tumoren scheinen eine höhere Immunogenität zu besitzen, wohingegen luminale Tumoren als eher gering immuno-gen gelten. Da die Patientinnen-Kollektive, welche von der Therapie profitieren, noch nicht klar definiert sind, werden Therapieansätze in Studien untersucht, um diese besser zu verstehen.
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Ovarialkarzinom

Vielversprechende Perspektiven in der Krebsbehandlung

Die Tumorbehandlung ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten spezifischer und erfolgreicher geworden. Es ist gelungen, die Tumorpathogenese immer besser zu verstehen und zielgerichtete Medikamente zu entwickeln. Doch die translationale Forschung steht erst am Anfang. Ziel ist es, mit präziser Medizin das richtige Medikament für den richtigen Patienten zu entwickeln. Die Dynamik sei enorm, berichtete Prof. Dr. Thorsten Zenz, Zürich, Schweiz. Den eigentlichen Durchbruch sehe er in den enormen technologischen Errungenschaften der letzten Jahre und Jahrzehnte. Sie hätten eine Genomsequenzierung technisch erst möglich gemacht und die Option eröffnet, genetische Veränderungen zu erkennen und potentielle therapeutische Zielstrukturen zu identifizieren.
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Gastrointestinale Tumoren

Cholangiokarzinom: Mutationen des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors ins Visier nehmen

Es gibt Hinweise darauf, dass eine FGFR-Translokation in die Pathogenese des Gallengangskarzinoms involviert ist. Im FIGHT-Studienprogramm wird der selektive FGFR1/2/3-Inhibitor Pemigatinib derzeit in Phase-II-Studien untersucht. Während des ESMO-Kongresses wurde eine Interimsanalyse der Studie FIGHT-202 im Rahmen einer Poster-Diskussionssitzung vorgestellt (1).
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Ovarialkarzinom

Ovarialkarzinom: Patientinnen profitieren von Late-Line-Therapie mit Niraparib

Die Einführung der PARP-Inhibitoren (PARPi) in die Therapie des rezidivierten Ovarialkarzinoms verursacht einen Paradigmenwechsel: Anstelle der Watch-and-wait-Phasen, die den Chemotherapielinien mit immer kürzeren progressionsfreien Phasen folgten, kann nach Ansprechen auf eine Platin-Therapie eine Erhaltungstherapie mit PARPi erfolgen. Wie die QUADRA-Studie zeigte, profitierten intensiv vorbehandelte Patientinnen auch von einer Late-Line-Therapie mit Niraparib unabhängig von ihrem Platin- oder Mutationsstatus.
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NSCLC

Erstlinientherapie des EGFRm-NSCLC: Bedeutung der FLAURA-Daten für die medizinische Praxis

Aufgrund der Ergebnisse der FLAURA-Studie wurde Osimertinib (Tagrisso®) im Juni 2018 von der EU-Kommission zur Erstlinientherapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten NSCLC mit aktivierenden Mutationen des EGFR (EGFRm-NSCLC) zugelassen. In einem Interview im Rahmen des ESMO erläuterte PD Dr. Niels Reinmuth, München, die zentralen Ergebnisse der FLAURA-Studie und deren Bedeutung für die klinische Praxis.
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Sarkome

Fortschritt bei Weichgewebesarkomen: Leitlinienempfehlung für Olaratumab/Doxorubicin

Mit der Kombination Olaratumab/Doxorubicin steht seit rund 2 Jahren eine neue Erstlinientherapie bei fortgeschrittenen, nicht mehr kurativ zu behandelnden Weichgewebesarkomen zur Verfügung, mit der eine Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) gelang. Kürzlich wurde dieses Regime wegen des ausgeprägten klinischen Benefits in die Leitlinie der European Society for Medical Oncology (ESMO) aufgenommen.
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Ovarialkarzinom

Ovarialkarzinom: Was Patientinnen von einer Erhaltungstherapie erwarten

Bei Patientinnen mit einem Ovarialkarzinom-Rezidiv und erneutem Ansprechen auf eine Platin-basierte Chemotherapie kann eine Erhaltungstherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verlängern. Als Erhaltungstherapie nach der Firstline-Therapie bieten PARP-Inhibitoren sogar das Potential, die Heilungsraten zu verbessern, erläuterte Dr. Rebecca Kristeleit, London. Besonders überzeugende klinische Evidenz liefert laut Kristeleit die Phase-III-Studie AGO-OVAR 2.22/ENGOT-OV16/NOVA mit Niraparib bei Patientinnen mit Platin-sensiblem Ovarialkarzinom-Rezidiv.
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Hämatologie

DLBCL: CAR-T-Zell-Therapie auch bei Hochrisiko-Patienten wirksam

In der ZUMA-1-Studie wurde das 2-Jahres-Follow-up und die Risikobereichsanalyse der CAR-T-Zell-Therapie Axicabtagen Ciloleucel (Axi-Cel) bei 108 Patienten mit rezidiviertem/refraktärem diffus großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL), die mehr als 2 systemische Vorbehandlungen hatten, untersucht. Axi-Cel ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit r/r DLBCL bzw. mediastinalem B-Zell-Lymphom (PMBCL) mit ≥ 2 systemischen Vorbehandlungen zugelassen.
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