Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 306

Das Rotkreuzklinikum München therapiert im Rahmen der sogenannten TIGER-Studie deutschlandweit die meisten Patienten mit Hoden- und anderen Keimzelltumoren. Innerhalb des ersten Jahres, in dem das Team rund um Prof. Dr. Marcus Hentrich, Chefarzt der Inneren Medizin III – Hämatologie und Onkologie, an der internationalen Untersuchung teilnimmt, hat es bereits 13 von 24 deutschen Patienten bereitgestellt. Kern der 2016 international und 2017 in Europa gestarteten Studie ist die Frage, welche Therapie zur Heilung von Hodentumorpatienten nach dem ersten Rückfall nach einer Chemotherapie erfolgreicher ist: die einer weiteren konventionellen Chemotherapie oder die einer hoch dosierten Chemotherapie mit anthologischer Stammzelltransplantation.
Lesen Sie mehr 
Strahlen- und Chemotherapie können sich negativ auf Mund und Zähne auswirken: Karies und Zahnfleischerkrankungen bis hin zu Kiefernekrosen können die Folge sein. Doch was viele Krebspatienten überrascht: Auch dann, wenn es sich bei den Schäden um direkte Folgen der Therapie handelt – die daraus resultierenden Kosten für Zahnersatz werden von den Krankenkassen meist nicht vollständig übernommen. Je nach zahnmedizinischer Diagnose wird nur ein Zuschuss in festgelegter Höhe gezahlt. Den Rest muss der Patient als Eigenanteil selber tragen. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums klärt auf: Wie ist die Rechtslage und welche Möglichkeiten gibt es, den Eigenanteil möglichst gering zu halten?
Lesen Sie mehr 
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den PD-1-Inhibitor Pembrolizumab (KEYTRUDA®) in der Monotherapie sowie in Kombination mit einer Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-Chemotherapie erteilt. Die Zulassung gilt für die Erstlinienbehandlung des metastasierenden oder nicht resezierbaren rezidivierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region (HNSCC) bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (kombinierter positiver Score [CPS] ≥ 1). Die EU-Zulassung beruht auf Ergebnissen der Phase-III-Studie KEYNOTE-048, in der Pembrolizumab sowohl als Monotherapie (HR=0,74 [95%-KI: 0,61-0,90; p=0,00133] als auch in Kombination mit Chemotherapie (HR=0,65 [95%-KI: 0,53-0,80]; p=0,00002) im Vergleich zur Standardtherapie (Cetuximab mit Carboplatin oder Cisplatin plus 5-FU) eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) bei Patienten mit PD-L1-Tumorexpression (CPS ≥ 1) zeigte.
Lesen Sie mehr 
Lenvatinib (Lenvima®) ist als Monotherapie seit einem Jahr für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem oder inoperablem HCC zugelassen, die zuvor noch keine systemische Therapie erhalten haben (1). Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) in Berlin gab Prof. Dr. Henning Wege, Hamburg, einen aktuellen Überblick über die Therapie des HCC. Sein Fazit: Lenvatinib ist auch im klinischen Alltag ein wirksames und gut handhabbares Medikament. Zusätzlich haben sich die Chancen auf eine Tumorkontrolle durch weitere neue Substanzen in der Zweitlinie verbessert. Der Stellenwert der Systemtherapie beim HCC nimmt zu.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

„Reflextestung ist für professionelle molekulare Diagnostik unumgänglich“

Mit den verfügbaren zielgerichteten und immunonkologischen Behandlungsoptionen für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) verbessert sich die Prognose für die Patienten stetig. Gleichermaßen werden die zugrundeliegenden therapeutischen und diagnostischen Algorithmen immer komplexer (Abb. 1). PD Dr. Thomas Mairinger, Ärztlicher Leiter des Instituts für Gewebediagnostik am MVZ am HELIOS Klinikum Emil von Behring, Berlin, sprach im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE über mögliche Lösungsansätze für eine zeitnahe molekulare Befundung beim NSCLC.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Malignes Melanom
 1 Min|

Malignes Melanom: Konsistenter Vorteil für immunonkologische Strategie

Bei der ESMO-Jahrestagung wurde die Stellung der Immuntherapie für diverse Therapielinien beim Melanom mit Langzeitdaten bestätigt. In der aktuellsten Auswertung der CheckMate 067-Studie mit einer minimalen Nachbe-obachtungszeit von 60 Monaten zeigen die Ergebnisse zum Gesamtüberleben (OS) den konsistenten Vorteil der kombinierten Immuntherapie gegenüber den beiden Monotherapie-Armen.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Urothelkarzinom
 1 Min|

IMvigor130: Atezolizumab in Kombination mit Platin-haltiger Chemotherapie erstmals auch beim Urothelkarzinom bestätigt

Mit der Studie IMvigor130 wurden nun erstmals positive Daten aus einer Phase-III-Studie mit einem Krebsimmuntherapeutikum in Kombination mit Platin-haltiger Chemotherapie (Gemcitabin + Cisplatin oder Carboplatin) beim fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom in der Firstline vorgestellt. Hinsichtlich des ko-primären Endpunkts progressionsfreies Überleben (PFS) war die Kombination aus Atezolizumab und Chemotherapie der alleinigen Chemotherapie statistisch signifikant überlegen.
Lesen Sie mehr 
Kolorektales Karzinom
 1 Min|

BRAF-mutiertes mCRC: Triplett aus Encorafenib + Cetuximab + Binimetinib scheint Doublette überlegen

In der Phase-III-Studie BEACON CRC waren Patienten mit BRAF-V600E-mutiertem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) in 3 Arme randomisiert worden: Sie erhielten entweder Encorafenib, Binimetinib und Cetuximab (Triplett), oder eine Doublette aus Encorafenib und Cetuximab oder aber eine gängige Standardbehandlung nach Wahl des Untersuchers (Irinotecan oder FOLFIRI + Cetuximab).
Lesen Sie mehr 
Gynäkologische Tumoren
 2 Min|

High-grade seröses Ovarial-, Eileiter- oder primär peritoneales Karzinom: Veliparib zusätzlich zu Chemotherapie und in Erhaltung verlängert PFS

In der randomisierten, Placebo-kontrollierten multinationalen Phase-III-Studie VELIA/GOG-3005 wurde bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem high-grade serösen Ovarial-, Eileiter- oder primären peritonealen Karzinom (HGSC) Veliparib in Kombination mit einer Frontline-Chemotherapie und als Erhaltungstherapie getestet. Es zeigte sich, dass der PARP-Inhibitor das progressionsfreie Überleben (PFS) der Patientinnen signifikant verlängern konnte – ohne einen nennenswerten Unterschied in den untersuchten Subgruppen (die Selektion basierte auf BRCA-Mutation, homologer Rekombinationsdefizienz (HRD) oder dem Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie).
Lesen Sie mehr 
Ovarialkarzinom
 1 Min|

Platin-resistentes Ovarialkarzinom: Vistusertib zusätzlich zu Paclitaxel bringt kaum Vorteile

In der randomisierten, multizentrischen Phase-II-Umbrella-Studie OCTOPUS wurde untersucht, wie sich eine Hinzunahme des zielgerichteten dualen mTORC1/mTORC2-Inhibitors Vistusertib zu wöchentlichem Paclitaxel auf das Überleben und das Ansprechen von Patientinnen mit rezidivierendem Platin-resistenten/refraktären Ovarialkarzinom auswirkt. Es zeigte sich, dass das progressionsfreie Überleben (PFS) zwar verlängert wird, sich dies aber nicht in einen Vorteil in der Ansprechrate oder dem Gesamtüberleben niederschlägt.
Lesen Sie mehr 
Entitätsübergreifend
 11 Min|

Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren bei einer Vielzahl von Tumorentitäten erfolgreich

Beim ESMO-Jahreskongress standen erneut immunonkologische Behandlungsstrategien mit Checkpoint-Inhibitoren (CIs) im Fokus des Interesses. Allein zum Anti-PD-1-Antikörper Pembrolizumab (Keytruda®) wurden 11 Abstracts zu 8 Tumorentitäten vorgestellt, die neben Updates und retrospektiven Analysen zu publizierten Studien auch Ergebnisse zu neuen Tumorentitäten umfassten.
Lesen Sie mehr 
Prostatakarzinom
 2 Min|

mPC: In der Sequenz Resistenzen umschiffen

Für die Therapie des metastasierten Prostatakarzinoms (mPC) steht mittlerweile eine ganze Reihe an wirksamen Präparaten zur Verfügung, sagte Prof. Dr. Christian Schwentner, Stuttgart. Doch handelt es sich beim mPC um eine vielgestaltige Tumorentität. Eine dauerhafte Therapie, die lediglich Androgenrezeptoren (AR) adressiert, ist oftmals nicht möglich. Daher müssen auch die Chancen einer Chemotherapie in der Sequenz genutzt werden.
Lesen Sie mehr