Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 283

Medizin
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HER2-positives Mammakarzinom: Duale Blockade jetzt einfacher mit subkutaner Fixkombination

Die duale Blockade mit den HER2-Anikörpern Trastuzumab und Pertuzumab in Kombination mit einer Chemotherapie ist heute Standard in der Behandlung des frühen und metastasierten HER2-positiven Mammakarzinoms. Mit der Zulassung von Phesgo®, einer neuen Fixdosiskombination von Pertuzumab (Perjeta®) und Trastuzumab (Herceptin®) zur subkutanen Gabe steht nun eine erheblich schnellere und weniger invasive Möglichkeit der Verabreichung zur Verfügung.
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Medizin
 2 Min|

Russischer Impfstoff Sputnik V: Möglicherweise Produktion in Deutschland

Kanzlerin Angela Merkel hat Russland Unterstützung bei weiteren Schritten für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V angeboten. Voraussetzung für eine mögliche Kooperation sei aber eine Zulassung des Präparats in der EU, sagte sie. Nachdem sich Russland an die zuständige EU Arzneimittelagentur EMA gewandt habe, habe sie Unterstützung des bundeseigenen Paul-Ehrlich-Instituts für das Verfahren angeboten. Die Ergebnisse der Testphase III werden in der kommenden Woche in Lancet publiziert werden.
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 2 Min|

MIKA: App unterstützt gynäkologische Krebspatientinnen

Das Klinikum Herford bietet seinen gynäkologischen Krebspatientinnen ab sofort einen digitalen Therapiebegleiter an, der sie im Umgang mit der Erkrankung unterstützt. Mit dem neuen digitalen Assistenten geht das Klinikum Herford einen weiteren Schritt, um Erkrankte zu mehr Selbsthilfe zu befähigen.  „Mit der MIKA-App möchten wir Krebspatienten unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben, sich aktiv in die Behandlung einzubringen. In der App finden sie z.B. medizinisches Wissen rund um die Erkrankung, wissenschaftlich fundierte Tipps für den Alltag mit Krebs, aber auch Elemente zur Entspannung, die mental stärken können”, erläutert Dr. Jan Simon Raue, Gründer der Fosanis GmbH. Das Berliner Digital-Health-Unternehmen hat das Angebot in Zusammenarbeit mit Experten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) und der Berliner Charité entwickelt.
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Medizin
 3 Min|

Ovarialkarzinom: Genetische Risiken häufiger als angenommen

Fast jede vierte Frau, die an einem Ovarialkarzinom erkrankt ist, weist Mutationen in den Brustkrebs-Genen BRCA1/2 auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in der Fachzeitschrift „Geburtshilfe und Frauenheilkunde“ erschienen ist und in der Abteilung für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie der Kliniken Essen-Mitte durchgeführt wurde. Demnach liegt auch für Frauen, die keinerlei familiäre Vorbelastung aufweisen, die Mutationswahrscheinlichkeit über dem Grenzwert von 10%, ab dem eine Genanalyse vom Deutschen Konsortium für Familiären Brust- und Eierstockkrebs befürwortet wird. Ausgehend von ihren Ergebnissen empfehlen die Studienautoren deshalb eine genetische Beratung und Testung für alle betroffenen Patientinnen – unabhängig von ihrer familiären Krebsbelastung bezogen auf Brust- und/oder Eierstockkrebs. Die kürzlich vorgenommenen Anpassungen der Checkliste in Bezug auf „singuläre“ Eierstockkrebs-Fälle durch das Konsortium begrüßt Erstautorin PD Dr. med. Beyhan Ataseven deshalb.
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 4 Min|

Pankreaskarzinom: Heilungschance durch medikamentöse Therapie + explorative Laparatomie

Durch die enge Zusammenarbeit von internistischen Onkologen und erfahrenen Chirurgen kann mit einem neuen Behandlungskonzept auch Patienten mit lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom eine Heilungschance eröffnet werden. Das ist eine der zentralen Botschaften einer am Uniklinikum Würzburg initiierten und geleiteten, multizentrischen Studie, die kürzlich in einer hochrangigen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde.
 
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Medizin
 4 Min|

ALL: Zulassung von Blinatumomab auch für erwachsene Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positivem B-Vorläufer

Ab sofort können auch erwachsene Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+), CD19-positiver, rezidivierter oder refraktärer B-Vorläufer akuter lymphatischer Leukämie (ALL) von Blinatumomab (BLINCYTO®) profitieren. Die Zulassungserweiterung basiert auf den Daten der Studie ALCANTARA, in der die Monotherapie mit Blinatumomab bei Hochrisikopatienten mit Ph+ ALL, deren Erkrankung rezidiviert oder refraktär gegenüber Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) war, untersucht wurde. Die Behandlung führte innerhalb von 2 Behandlungszyklen zu einer kompletten Remission (CR) oder CR mit partieller hämatologischer Erholung (CRh) von 36% der Patienten, wobei 88% der Responder auch ein vollständiges MRD-Ansprechen erreichten und somit eine wichtige Voraussetzung für eine Stammzelltransplantation erfüllten (1). Indiziert ist die Blinatumomab-Therapie, wenn die Behandlung mit mindestens 2 TKI fehlgeschlagen ist und keine alternativen Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen (2). Die Daten zur Sicherheit aus der Zulassungsstudie entsprachen dem von Blinatumomab aus anderen Untersuchungen bekannten Profil (1).
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Medizin
 4 Min|

Frühes und metastasiertes HER2-positives Mammakarzinom: Nächster Schritt für die Therapie mit der doppelten Antikörperblockade

Die HER2-gerichtete Therapie mit Pertuzumab (Perjeta®) und Trastuzumab (Herceptin®) in Kombination mit einer Chemotherapie ist etablierter Standard in der Behandlung des frühen und metastasierten HER2-positiven Mammakarzinoms (1-5). Durch die Ende Dezember 2020 erfolgte EU-Zulassung von PHESGO®, einer neuen Fixdosiskombination von Pertuzumab und Trastuzumab zur subkutanen (s.c.) Gabe, kann Patienten künftig eine erheblich schnellere und weniger invasive Verabreichung der doppelten Antikörperblockade geboten werden. Grundlage der Zulassung sind die Ergebnisse der FeDeriCa-Studie: Diese zeigen die Nicht-Unterlegenheit von PHESGO hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit im direkten Vergleich mit intravenös (i.v.) verabreichtem Perjeta/Herceptin (6). Darüber hinaus belegen Ergebnisse der Patientenpräferenz-Studie PHranceSCa, dass 85% der Patienten die s.c. Gabe favorisieren (7). PHESGO wird ab Februar 2021 auf dem deutschen Markt verfügbar sein.
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Medizin
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CLL: Updates zur CLL14- und MURANO-Studie 3 Jahre nach Therapieende

Kombinationsregime mit Venetoclax (Venclyxto®) ermöglichen die chemotherapiefreie und dabei zeitlich begrenzte Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Für die nicht vorbehandelte CLL kann der BCL2-Inhibitor in Kombination mit Obinutuzumab (VenO, Behandlungsdauer < 1 Jahr) eingesetzt werden. Für die rezidivierte/refraktäre (r/r) CLL erfolgt die Therapie in Kombination mit Rituximab (VenR, Behandlungsdauer: 24 Monate) (1). Im Rahmen der virtuellen 62. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) wurden nun neue Ergebnisse vorgestellt, die die Tragfähigkeit dieser zeitlich begrenzten Therapien untermauern: Sowohl für die noch laufende Phase-III-Studie CLL14 zur Erstlinientherapie als auch für die Phase-III-Studie MURANO bei r/r CLL liegen nun jeweils Daten zum Zeitpunkt von drei Jahren nach Behandlungsende vor, die bei vielen Patienten ein langanhaltendes Ansprechen zeigen.
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Hämatologie
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Innovative Therapien bei MDS und MM

Auf dem DGHO wies Prof. Dr. Aristoteles Giagounidis, Düsseldorf, auf Ergebnisse der MEDALIST-Sudie mit Luspatercept beim Niedrigrisiko-Myelodysplastischen Syndrom (MDS) hin. Prof. Dr. Hermann Einsele, Würzburg, erläuterte neue BCMA (B-Cell Maturation Antigen)-gerichtete Therapiestrategien beim Multiplen Myelom (MM). Die am weitesten fortgeschrittene BCMA-gerichtete CAR-T-Zell-Therapie ist Idecabtagen-Vicleucel (Ide-Cel), die wahrscheinlich im nächsten Jahr in Europa zugelassen wird.
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Entitätsübergreifend
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Zielgerichtete Therapieoptionen aus der Novartis-Pipeline für Brust- und Lungenkrebs

Beim Mammakarzinom gibt es molekularbiologisch getriebene Behandlungsoptionen. Diese stellte Prof. Dr. Sherko Kümmel, Essen, vor. In der Novartis-Pipeline für das Mammakarzinom steht der PI3K-Inhibitor Alpelisib, der bereits beim Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mammakarzinom zugelassen ist, und für das Lungenkarzinom der IL-1&beta;-Antagonist Canakinumab.
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Hämatologie
 1 Min|

Promotionsstipendien von DGHO und Deutscher José Carreras Leukämie-Stiftung

8 von 10 vorgestellten Forschungsprojekten widmen sich der akuten myeloischen Leukämie (AML). So ist z.B. das Ziel der Arbeit von Rudolf Matthias Hehr, einen Algorithmus zu entwickeln, der AML in Blutausstrichen detektieren kann, im besten Fall sogar bestimmte Subformen der AML. Marlon Tilger arbeitet in seiner Promotionsarbeit an dem Nachweis bisher unbekannter Treibermutationen in AML -7/del(q7), der Analyse von Mutationsclustern sowie der Korrelation mit klinischen Parametern. Johannes Mammen hat sich zum Ziel gesetzt, molekularbiologische Signaturen mittels Single-Cell-, Whole Genome- und Exom-Sequenzierung systematisch zu erfassen, biologische Daten und klinische Parameter zu analysieren und aufgestellte Hypothesen in vitro und an Tiermodellen zu validieren.
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Entitätsübergreifend
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Stellenwert der Immuntherapie mit Nivolumab und Ipilimumab bei RCC und NSCLC

Die verfügbaren Therapieoptionen bei vielen Tumorentitäten konnten durch die Immuntherapie deutlich erweitert werden. Die Kombination von Nivolumab und Ipilimumab nutzt ein immunologisches Zusammenspiel mit synergistischem Effekt, der sich mit der Hinzunahme von zielgerichteten Therapien und Chemotherapien weiter eskalieren lässt. Auf dem DGHO-Kongress erklärten Experten den Stellenwert der immunonkologischen Kombinationstherapie u.a. bei Nierenzellkarzinom (RCC)&nbsp; und nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC).
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