Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 257

Prof. Dr. Pia Wülfing, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, APL-Professur mit Forschungsschwerpunkt Brustkrebs, in den letzten 10 Jahren Leiterin der Onkologischen Praxis am Mammazentrum Hamburg, befasst sich seit 20 Jahren in Klinik und Forschung mit Brustkrebs. „Ärzt:innen und Pflegekräfte haben leider zu wenig Zeit, ihre Brustkrebs-Patientinnen von der Diagnose durch alle Phasen der Behandlung bis in die Nachsorge, umfänglich und dauerhaft mit Informationen zu versorgen und Fragen zu beantworten. Die Patientinnen suchen deshalb nach Informationen im Internet, in Selbstdiagnose-Portalen oder auf unseriösen Seiten, was zu Fehldiagnosen, Fehlverhalten und starker Verunsicherung und Frustration führt. Mit unserer Website „PINK! Aktiv gegen Brustkrebs“, die neben einer Coaching-App auch einen psychoonkologischen Online-Kurs beinhaltet, möchten wir die Patientinnen individuell begleiten.“ Prof. Wülfing erörtert im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE, welche Lösungsansätze und Unterstützung PINK! den Brustkrebs-Patientinnen und auch deren Angehörigen sowie Ärzt:innen und Pflegekräften bietet.
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Patient:innen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) profitieren heute von molekular begründeten Entwicklungen in der Onkologie. So können Tumoren mit Treibermutationen in bestimmten Genen mit zielgerichteten Substanzen behandelt werden; ein erheblicher Teil der übrigen Patient:innen profitiert darüber hinaus von zugelassenen Therapieregimen wie Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) oder antiangiogenen Substanzen. Insgesamt haben sich damit die Prognosen der Patient:innen deutlich verbessert (1, 2). Um aus der Vielzahl der verfügbaren Therapieoptionen die patient:innenindividuell bestmögliche Therapiestrategie auszuwählen, ist es entscheidend, frühzeitig ein onkologisches Gesamtbehandlungskonzept zu planen, das eine sinnvolle Therapiesequenz über verschiedene Therapielinien hinweg umfasst. Das gilt für Patient:innen mit Treibermutationen, aber auch für Tumoren ohne therapeutisch adressierbare Zielstrukturen.
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Adoleszente und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 39 Jahren, die die Diagnose Krebs erhalten, werden als Adolescents and Young Adults with cancer (AYA) bezeichnet. Diese Patient:innengruppe unterscheidet sich hinsichtlich biologischer und psychosozialer Merkmale deutlich von Kindern und älteren Menschen mit einer Krebserkrankung, was jedoch noch zu wenig Beachtung findet. Daher ist es wichtig, die familiäre, berufliche und soziale Lebenssituation sowie die Bedürfnisse der AYA zu berücksichtigen, um ihre psychosoziale Versorgung zu verbessern und um die Öffentlichkeit für die besonderen Probleme der AYA zu sensibilisieren. Die Erhebung der Bedürfnisse der AYA kann die Entwicklung von maßgeschneiderten Programmen und Versorgungskonzepten für diese Gruppe maßgeblich unterstützen. In einer kanadischen Querschnittsanalyse wurden daher verschiedene bio­psychosoziale Faktoren analysiert, um den Bedarf von AYA an unterstützender Pflege nach der Behandlung zu identifizieren (1).
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d-uo
 2 Min|

Deutsche Uro-Onkologen (d-uo) planen Nationales Register Prostatakarzinom (ProNAT)

Deutsche Uro-Onkologen e.V. (d-uo) haben als Ziel, als Interessenverband die wissenschaftlichen, ökonomischen, sozialpolitischen und qualitäts­sichernden Maßnahmen der niedergelassenen Uro-Onkolog:innen in Deutschland zu organisieren und zu vertreten. Seit Mai 2018 dokumentieren Mitglieder von d-uo urologische Tumorerkrankungen im Rahmen der VERSUS-Studie (VERSorgUngsStudie) (1). Basierend auf den Erkenntnissen der VERSUS-Studie plant d-uo im Jahr 2022, das Nationale Register Prostatakarzinom (ProNAT) ins Leben zu rufen.
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Mammakarzinom
 3 Min|

HR+/HER2- BC: OS-Vorteil für eine CDK4/6-Inhibitor-Kombination

Von neuen Daten zur MONALEESA-2-Studie, die vor kurzem auf dem ESMO 2021 präsentiert wurden, berichtete Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ulm, auf einer virtuellen Presseveranstaltung von Novartis. Diese Ergebnisse zeigten nun auch – nach bekannten PFS-Vorteilen – einen signifikanten Benefit für das Gesamtüberleben der Patientinnen. Und dies bei sehr guter erhaltener Lebensqualität wie Prof. Dr. Peter Fasching, Erlangen, herausarbeitete.
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NSCLC
 2 Min|

mNSCLC: Antiangiogene Therapie auch in Zweitlinie effektiv

Patientinnen und Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) ohne angreifbare Treibermutation erhalten heute als Erstlinientherapie in der Regel einen Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI) mit oder ohne Platin-basierte Chemotherapie. Weniger klar ist das therapeutische Vorgehen nach einem Progress bei diesen Patientinnen und Patienten. Eine durch Studiendaten gestützte und im klinischen Alltag etablierte Option stellt der hochspezifische VEGFR2-Inhibitor Ramucirumab in Kombination mit Docetaxel dar.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|

Prophylaxe bei CMV-positiven Empfänger:innen einer allogenen HSZT

Letermovir steht seit 2018 zur Prophylaxe einer CMV-Reaktivierung und -Erkrankung bei erwachsenen CMV-seropositiven Empfängern einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT) zur Verfügung. Das Virostatikum hemmt den CMV-Terminasekomplex und reduzierte in der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie im Vergleich zu Placebo signifikant das Risiko einer CMV-Infektion (1). Wirksamkeit und Verträglichkeit von Letermovir wurden inzwischen auch durch Real-World-Daten bestätigt (2).
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Mammakarzinom
 4 Min|

Metastasiertes Mammakarzinom: Fortschritte bei 3 Subtypen

Im Rahmen eines Fachpresse-Workshops zum ESMO Kongress 2021 präsentierte Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ulm, praxisrelevante Fortschritte zur Therapie des metastasierten Mammakarzinoms. Neben der beispiellosen Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) durch Trastuzumab-Deruxtecan bei HER2-positiven Tumoren in der DESTINY-Breast03-Studie stellte er u.a. die Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) durch Ribociclib in der MONALEESA-2-Studie bei Hormonrezeptor (HR)-positiven und durch Pembrolizumab in der KEYNOTE-355-Studie bei triple-negativen Tumoren (TNBC) heraus.
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Pankreaskarzinom
 3 Min|

Fortgeschrittenes Pankreaskarzinom: Frühzeitig auf BRCA testen

Etwa ein Viertel aller Patientinnen und Patienten mit Pankreaskarzinom weist eine Mismatch-Repair-Defizienz auf. Wie sich herausgestellt hat, sprechen insbesondere diese Patientinnen und Patienten besser auf eine platinhaltige Chemotherapie an als auf Gemcitabin/nab-Paclitaxel. Zudem ist bei Patientinnen und Patienten mit BRCA-Keimbahn-Mutation eine Erhaltungstherapie mit dem PARP-Inhibitor Olaparib möglich. Eine frühzeitige BRCA-Testung ist daher anzustreben.
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Mammakarzinom
 2 Min|

HR+/HER2- mBC: Erhöhte Komplettremissionsrate unter Abemaciclib

Fast zwei Drittel der Patientinnen mit metastasiertem HR+/HER2-negativen Mammakarzinom erhalten inzwischen in der Erstlinie einen CDK4/6-Inhibitor kombiniert mit endokriner Therapie (1). Ein komplettes Therapieansprechen (CR) wird zwar relativ selten erreicht, jedoch kommt es durch die Hinzunahme von Abemaciclib zu höheren CR-Raten als unter alleiniger endokriner Therapie. Nach einer explorativen Analyse der Studien MONARCH 2 und 3 war das Erreichen einer CR von Prognosefaktoren unabhängig (2).
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NSCLC
 2 Min|

NSCLC: MET 14 Skipping-Mutationen bald zielgerichtet therapierbar

„Erstmals stehen beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zielgerichtete Therapieansätze im Vordergrund – wir erleben hier eine Revolution“, sagte PD Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, auf einem Satelliten-Symposium im Rahmen des AIO. Bis zu 60% der NSCLC-Adenokarzinome weisen mindestens eine onkogene Treibermutation auf, beim NSCLC-Plattenepithelkarzinom sind es es 50-80%. Neben den zugelassenen Therapien gegen beispielsweise EGFR-, ALK- und ROS1-Mutationen gibt es interessante Studienansätze für weitere Target-Therapien. Bislang sind diese Mutationen im aktuellen Algorithmus der Onkopedia-Leitline noch unter „weitere Mutationen“ zusammengefasst (1). „In Kürze könnte sich das ändern, wenn z.B. gegen die MET 14 (METex14) Skipping-Mutation und MET-Amplifikation die Zulassung oraler MET-Inhibitoren wie Tepotinib erfolgt ist“, sagte Reinmuth.
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Entitätsübergreifend
 7 Min|
Deutscher Pflegetag 2021

Spätfolgen und Langzeitnachsorge nach einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter

Auf dem Deutschen Pflegetag 2021 „Pflege stärken mit starken Partnern“, der am 13. und 14. Oktober in Berlin als Hybridveranstaltung stattfand, wurden neben aktuellen Herausforderungen in der Pflege und (digitalen) Innovationen für eine verbesserte Gesundheitsversorgung der Zukunft im Pflegebereich auch das Thema Krebserkrankungen bei Kindern und ­Jugendlichen aufgegriffen.
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NSCLC
 3 Min|

RET-Fusions-positives NSCLC: Zulassung für Pralsetinib

Am 19. November 2021 hat die Europäische Kommission Pralsetinib zugelassen für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Rearranged-during-Transfection (RET)-Fusions-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC). Der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) wird angewendet als Monotherapie bei Patient:innen, die zuvor nicht mit einem RET-Inhibitor behandelt wurden (1). Entscheidend für die Zulassung waren die Ergebnisse der ARROW-Studie, die eine sehr hohe Ansprechrate und lange Ansprechdauer bei nicht systemisch vorbehandelten RET-Fusions-positiven Patient:innen belegen (2).
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