Journal Onkologie

Lebensqualität | Beiträge ab Seite 2

ASH 2025
 3 Min|
ASH 2025

CML: Langfristig verbesserte QoL unter Asciminib-Therapie

Eine langfristige Therapie mit Tyosinkinase-Inhibitoren (TKI) für Patient:innen mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) ist wirksam, geht jedoch mit unerwünschten Ereignissen (AEs) einher, die die Lebensqualität (QoL) beeinträchtigen können. Selbst geringfügige AEs können die QoL beeinträchtigen, was zu einer mangelnden Therapietreue und in der Folge zu schlechten klinischen Ergebnissen führen kann. Eine Studie, die während des diesjährigen ASH-Kongresses  präsentiert wurde, hatte nach 96 Wochen die QoL der Patient:innen im Fokus [1].
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ESMO 2025
 4 Min|
HR+/HER2+ mBC: Stabile Lebensqualität unter Palbociclib-basierter Erstlinien-Erhaltungstherapie
ESMO 2025

HR+/HER2+ mBC: Stabile Lebensqualität unter Palbociclib-basierter Erstlinien-Erhaltungstherapie

Etwa 10% aller Brustkrebserkrankungen sind Hormonrezeptor-positiv (HR+) und gleichzeitig HER2-positiv (HER2+). Trotz Behandlungsfortschritten kommt es bei dieser Form von Brustkrebs häufig zu einer Resistenzentwicklung gegen anti-HER2- und endokrine Therapien (ET). Speziell nach dem Fortschreiten der Erkrankung im Anschluss an eine Induktionschemotherapie und Anti-HER2-Therapie ist der Bedarf an neuen Optionen groß. Aktuelle Daten der Phase-III-Studie PATINA, die beim ESMO-Kongress 2025 präsentiert wurden, zeigen, dass die Addition des CDK4/6-Inhibitors Palbociclib zur Anti-HER2-Therapie und ET im Sinne einer Erstlinien-Erhaltungstherapie bei Patient:innen mit HR+/HER2+ metastasiertem Brustkrebs (mBC) nicht nur hocheffektiv ist, sondern auch die Lebensqualität der Behandelten erhält [1].
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Entitätsübergreifend
 14 Min|
Hier werden die verschiedenen Aspekte der Psychoonkologie abegbildet wie Kommunikation, Beziehungen Rehabilitation und Survivor.

Einfluss von psychosozialen Belastungen auf Identität und Alltag

Nach Abschluss der onkologischen Therapie sehen sich viele Krebsüberlebende mit vielfältigen Belastungen konfrontiert. Diese gehen nicht selten über rein körperliche Spätfolgen hinaus und können sich als psychische, soziale und berufliche Herausforderungen äußern [1]. Integrale Bereiche wie die Identität, soziale Beziehungen und der Alltag Krebsüberlebender bleiben davon selten unberührt [2]. Eine systematische, interdisziplinäre Berücksichtigung und Erfassung psychosozialer Belastungen ist daher zentral, um diesen vielschichtigen Auswirkungen in der onkologischen Nachsorge angemessen begegnen zu können. Sie kann dazu beitragen, individuelle psychosoziale Unterstützungsbedarfe frühzeitig zu erkennen und die Lebensqualität von Krebsüberlebenden zu verbessern [3].
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BNGO
 6 Min|
Ärztin redet mit Patientin und hält ein Klemmbrett
Eine neue Umfrage des BNGO

Patient:innenzufriedenheit und Adhärenz bei oraler Antitumortherapie in gynäko-onkologischen Praxen in Deutschland

Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen ambulanten Versorgung von Patient:innen mit gynäkologischen Malig­nomen bei gleichzeitiger Erhaltung ihrer Lebensqualität ist ein zentrales Ziel des Berufsverbands niedergelassener und ambulant tätiger gynäkologischer Onkologen in Deutschland (BNGO). Im Einklang mit diesem Ziel führt der BNGO regelmäßig im Abstand von 2-3 Jahren Umfragen zur Qualitätssicherung durch, um die Zufriedenheit der in den BNGO-Praxen behandelten Patient:innen zu evaluieren. Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um die 6. in den BNGO-Praxen durchgeführte Umfrage unter Patient:innen seit Beginn dieser Initiative im Jahr 2012.
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Hämatologie
 4 Min|
EHA 2025

PNH: Switch auf Faktor-B-Inhibitor Iptacopan ermöglicht stabile Hb-Werte ≥ 12 g/dl bei gleichzeitig verminderter Fatigue

Mit Iptacopan steht erstmals ein oraler, selektiver Faktor-B-Inhibitor zur Monotherapie bei Patient:innen mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) und hämolytischer Anämie zur Verfügung – sowohl für Komplementinhibitor-naive als auch für vortherapierte Erkrankte. Aktuelle Daten der Phase-IIIb-Studie APPULSE-PNH zeigen nun, dass sich der Einsatz der Substanz nach C5-Inhibitor-Vorbehandlung auch dann lohnt, wenn die PNH-Erkrankten keine schwere residuelle Anämie aufweisen und ihre Hämoglobinwerte ≥ 10 g/dl liegen. Der Switch auf Iptacopan ermöglichte es den meisten Betroffenen, stabile Hb-Werte ≥ 12 g/dl zu erreichen – bei gleichzeitig verminderter Fatigue und höherer Zufriedenheit mit der Behandlung. Das berichtete Dr. Austin Kulasekararaj vom King's College Hospital, London, UK, bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 [1].
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Mammakarzinom
 4 Min|
Insomnie
ASCO 2025

Früher HR+ Brustkrebs: Elinzanetant reduziert vasomotorische Symptome unter adjuvanter endokriner Therapie

Vasomotorische Symptome (Hitzewallungen; VMS) gehören zu den Nebenwirkungen einer adjuvanten endokrinen Therapie (AET), unter denen Patientinnen mit frühem Hormonrezeptor-positivem (HR+) Brustkrebs am häufigsten und stärksten leiden. Die Beschwerden können ein Ausmaß erreichen, dass das in der natürlichen Menopause deutlich übersteigt. Mögliche Folgen sind eine mangelnde Therapieadhärenz und letztlich schlechtere Ergebnisse der onkologischen Therapie. Bisher gibt es keine zugelassene Behandlungsoption. Auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 205 erweis sich nun der duale Neurokinin-1 und -3 Rezeptorantagonist Elinzanetant in der Phase-III-Studie OASIS-4 als wirksam und gut verträglich (1).
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Endometriumkarzinom
 2 Min|
Endometriumkarzinom
ASCO 2025

Dostarlimab erhält Lebensqualität bei fortgeschrittenem Endometriumkarzinom – Vorteile für MSI-H-Subgruppe

Die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 vorgestellten Daten der Phase-III-Studie ENGOT-EN6-NSGO/GOG-3031/RUBY zeigen: Der Zusatz von Dostarlimab zur Chemotherapie beeinträchtigt die Lebensqualität bei Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (pA/R EC) nicht – und bietet insbesondere für die dMMR/MSI-H-Subgruppe deutliche Vorteile. Der Verlust an Lebensqualität war in mehreren Bereichen wie globaler Lebensqualität, Schmerz und Sexualfunktion signifikant verzögert [1].
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Entitätsübergreifend
 11 Min|
Ärztin sitzt am Tisch mit gesunden Lebensmitteln

Genussvoll essen – So holen sich Krebspatient:innen die Freude am Essen zurück!

In Deutschland gibt es eine große Zahl an Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Nach der Diagnose sind viele Entscheidungen zur Behandlung zu treffen, und die Patient:innen sind einer starken psychischen Belastung ausgesetzt. Zusammen führt dies häufig zu Kachexie und therapiebedingt zur veränderten Geruchs- und Geschmackswahrnehmung. Das Projekt der Hessischen Krebsgesellschaft e.V. „Genussvoll essen – Gestärkt gegen Krebs®“ setzt hier seit 9 Jahren neue Maßstäbe in der Unterstützung von Krebspatient:innen und deren Angehörigen. In Kochworkshops und einer ernährungswissenschaftlichen Beratung erhalten die Teilnehmenden praktische Anleitungen für ihre individuellen Bedarfe. So bedient das Projekt nicht nur soziokulturelle Aspekte zur Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch eine Verbesserung/Stabilisierung der Konstitution der Patient:innen.
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Entitätsübergreifend
 14 Min|
Patientin beim Arzt müde gähnt

Insomnie bei onkologischen Patient:innen

Schlaflosigkeit tritt bei onkologischen Patient:innen häufig auf. Die Ätiologie ist vielfältig und der Krankheitsverlauf, die Nebenwirkungen onkologischer Therapien und/oder Begleiterkrankungen können eine Rolle spielen. Tagesmüdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche etc. können die Folge sein. Neben der pharmakologischen Behandlung haben sich auch nicht-pharmakologische und komplementärmedizinische Therapieoptionen als ebenbürtig wirksam und z.T. mit weniger Nebenwirkungen behaftet herausgestellt. Im Folgenden werden optimale Behandlungsstrategien aus dem Gebiet der komplementären-integrativen Medizin vorgestellt und mit wissenschaftlichen Daten und Erfahrungswerten unterlegt.
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Gynäkologische Tumoren
 2 Min|
Lebensstil beeinflusst Lebensqualität von Überlebenden von Vulvakrebs

Lebensqualität nach Vulvakrebs: Einfluss von Lebensstilfaktoren

Vulvakrebs betrifft jährlich rund 47.000 Frauen weltweit und wird meist zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr diagnostiziert. Während sich viele Studien auf das onkologische Überleben konzentrieren, bleibt die Lebensqualität der Betroffenen oft unbeachtet. Eine aktuelle Studie aus Großbritannien untersuchte nun, inwiefern modifizierbare Lebensstilfaktoren – insbesondere körperliche Aktivität und der Body-Mass-Index (BMI) – mit der Lebensqualität von Vulvakrebs-Überlebenden zusammenhängen.
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Nierenzellkarzinom
 2 Min|
Belzutifan verbessert Lebensqualität bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom

Belzutifan verbessert Lebensqualität bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom

Das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom (RCC) ist mit erheblichen Symptomen und einer verminderten Lebensqualität verbunden. Eine Phase-III-Studie untersuchte die Wirkung des HIF-2α-Inhibitors Belzutifan im Vergleich zur Standardtherapie mit Everolimus – mit einem besonderen Fokus auf die Lebensqualität der Patient:innen. Neben den bereits berichteten Vorteilen in Bezug auf progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben zeigt die aktuelle Analyse der patientenberichteten Ergebnisse (PROs), dass Belzutifan die krankheitsspezifischen Symptome reduziert und die Lebensqualität im Vergleich zu Everolimus stabilisiert.
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Entitätsübergreifend
 17 Min|

Krebsassoziierte kognitive Dysfunktion

Die „cancer-related cognitive dysfunction“ (CRCD) in Form von Konzentrations-, Gedächtnis- und Wortfindungs­störungen ist bei Krebspatient:innen häufig (1). Sie wurde zuvor als „Chemobrain“, „Chemofog“, oder „Cancerfog“ ­bezeichnet (2). Diese Begriffe sind zu ungenau und sollten heute nicht mehr verwendet werden. Erst in den letzten 3 Jahrzehnten wurde dieser relevanten Funktionsstörung mehr Bedeutung beigemessen und findet heute auch in Deutschland zunehmende Aufmerksamkeit.
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Medizin
 4 Min|

SCD und TDT: Exa-cel ab sofort in Deutschland verfügbar

Wie der Hersteller bekannt gab, ist Exagamglogen autotemcel (Exa-cel) seit dem 15. Januar 2025 in Deutschland verfügbar. Die CRISPR/Cas9-basierte Geneditierungstherapie wird zur Behandlung geeigneter Patient:innen ab 12 Jahren mit transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie (TDT) oder schwerer Sichelzellkrankheit (SCD) angewendet (1). Es stellt die derzeit einzige erhältliche autologe Geneditierung dar.
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Mammakarzinom
 4 Min|

SABCS: Neue Daten zur ZNS-Metastasierung

Hirnmetastasen sind ein zunehmendes Problem in der Versorgung von Patient:innen mit Mammakarzinom. Wie Prof. Dr. Volkmar Müller im Video ausführt, ist dies insbesondere in der metastasierten Situation der Fall, wo Therapeut:innen immer mehr Möglichkeiten haben, den Patient:innen zu helfen. Die Häufigkeit der zerebralen Beteiligung nimmt zu, und daher ist es von großer Bedeutung, neue Strategien zu entwickeln.

Der für Prof. Müller wichtigste Beitrag beim San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2024 zu diesem Thema waren die Daten zur Lebensqualität aus der Destiny Breast 012-Studie, die von Frau Prof. Harbeck, München, vorgestellt wurden (1).
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Mammakarzinom
 3 Min|

ADCs bei HR+/HER2- mBC: Innovative Therapie nach endokriner Resistenz und Vorbehandlung

Für Erkrankte mit Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) metastasiertem Mammakarzinom (mBC) besteht nach endokriner Resistenz ein dringender Bedarf an neuen wirksamen Systemtherapien. Das Antibody-Drug-Conjugate (ADC) Sacituzumab govitecan führte in der Zulassungsstudie bei intensiv vorbehandelten Patient:innen zu einem signifikanten und konsistenten Überlebensvorteil. Zugelassen ist Sacituzumab govitecan beim endokrin vorbehandelten HR+/HER2– mBC nach 2 Systemtherapien, gleich welcher Art.
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