Journal Onkologie

Pankreaskarzinom

Pankreaskarzinom
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Neuer Bluttest zur Früherkennung des Pankreaskarzinoms

Das Pankreaskarzinom gehört zu den Krebserkrankungen mit der schlechtesten Prognose – auch weil es meist erst spät erkannt wird. Einen klinisch etablierten Bluttest zur Früherkennung gibt es bislang nicht. Ein internationales Forschungsteam hat nun einen neuartigen Bluttest entwickelt, der eine Signatur aus zehn spezifischen microRNAs mit dem bekannten Tumormarker CA 19-9 kombiniert. In einer Studie mit 1.785 Teilnehmer:innen aus vier Ländern konnte Pankreaskrebs im Frühstadium mit hoher Genauigkeit nachgewiesen werden [1].
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Pankreaskarzinom
 10 Min|
Schematische Darstellung eines menschlichen Oberkörpers mit markiertem Pankreas

Moderne Pankreaschirurgie: Standards, Innovationen und Zukunftsperspektiven

Das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) ist eine der aggressivsten und tödlichsten Krebserkrankungen weltweit und wird aufgrund seiner späten, unspezifischen Symptomatik oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert [1]. Die chirurgische Resektion in Kombination mit einer systemischen Chemotherapie stellt bis heute den einzigen potenziell kurativen Therapieansatz dar [2]. Die traditionelle Beantwortung der Frage, wann ein:e Patient:in dem/der Pankreaschirurg:in vorgestellt werden sollte, war historisch betrachtet relativ eindimensional: Eine Vorstellung erfolgte zumeist dann, wenn die präoperative Bildgebung einen lokal resezierbaren Befund ohne Fernmetastasen zeigte, um eine sofortige Operation („Upfront Surgery“) durchzuführen. Dieses Paradigma hat sich in den letzten Jahren fundamental gewandelt. Die moderne Onkochirurgie begreift das Pankreaskarzinom als eine primär systemische Erkrankung, weshalb die chirurgische Vorstellung idealerweise unmittelbar nach der Diagnosestellung in einem interdisziplinären Tumorboard eines spezialisierten High-volume-Zentrums erfolgen sollte [3]. Der Zeitpunkt der tatsächlichen operativen Intervention hat sich jedoch stark individualisiert. Neue Aspekte in der Entscheidungsfindung umfassen die Abkehr von rein anatomischen Resektabilitätskriterien hin zu einem biologischen Verständnis der Erkrankung (das sog. A-B-C-Klassifikationssystem) [4]. Zudem hat die Etablierung effektiver neoadjuvanter Therapien (NAT) bei borderline-resezierbaren und lokal fortgeschrittenen Tumoren dazu geführt, dass Patient:innen, die früher als inoperabel galten, heute durch komplexe gefäßchirurgische Rekonstruktionen oder das „Arterial Divestment“ kurativ operiert werden können [5]. Gleichzeitig erfordern neue operative Zugänge, wie die robotische Pankreaschirurgie (RPD), sowie das essenzielle Management schwerer postoperativer Komplikationen zur Vermeidung eines „Failure to Rescue“, eine strenge Zentralisierung [6]. Dieser Übersichtsartikel diskutiert die neuesten Entwicklungen und Aspekte, die den optimalen Zeitpunkt der chirurgischen Vorstellung und Intervention beim Pankreaskarzinom definieren, anhand von 5 relevanten Hauptthemen.
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Neue Methode könnte wirksamste Chemotherapie beim Pankreaskarzinom vorhersagen

Eine neue Methode könnte künftig helfen, die wirksamste Chemotherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vorherzusagen. Im Labor soll der Effekt gängiger Wirkstoffe auf das individuelle Krebsgewebe getestet werden, bevor Patient:innen mit einem von ihnen behandelt wird. Damit könnte schon im Vorweg die Chemotherapie ausgewählt werden, die im individuellen Fall den größten Erfolg verspricht. Bislang zeigt sich dieser Erfolg erst nach der Behandlung. Die Methode haben Forschende des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck in der renommierten Fachzeitschrift npj Precision Oncology (Nature Portfolio) beschrieben [1].
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Medizin
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Adolf-Kußmaul-Preis 2026: TAK1 als neue Zielstruktur bei Pankreaskrebs

Für ihre wissenschaftlichen Leistungen bei der Aufklärung von molekularen Mechanismen bei der Entstehung von duktalen Adenokarzinomen des Pankreas ist Dr. rer. nat. Anne Theres Schneider vom Universitätsklinikum Düsseldorf mit dem Adolf-Kußmaul-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen der 36. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie in Heidelberg verliehen. Die Wissenschaftlerin erforscht seit Jahren zelltodassoziierte Signalwege bei Leber- und Pankreaskarzinomen mit dem Ziel, neue Therapieoptionen für bislang schwer behandelbare Tumoren zu ermöglichen. Jetzt konnte das Team um Frau Dr. Schneider einen zentralen molekularen Regulator in frühen Stadien der Pankreaskarzinom-Entstehung identifizieren und charakterisieren [1].
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Medizin
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ESMO-GI 2026

TTFields eröffnen neue Perspektiven beim lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinom

Vom 01. bis 04. Juli 2026 fand das ESMO Gastrointestinal Cancers Annual Meeting 2026 in München statt. Im Rahmen eines Symposiums diskutierten Experten die aktuellen Perspektiven und Herausforderungen in der Therapie des lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinoms (LAPC). Besonderes Augenmerk lag auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie PANOVA-3 sowie auf der Frage, wie Tumor Treating Fields (TTFields) als Behandlungsmodalität in das multidisziplinäre Therapiekonzept integriert werden können. Die Veranstaltung beleuchtete medizinisch-onkologische, radioonkologische und chirurgische Perspektiven und umfasste zudem interaktive Publikumseinbindungen sowie eine abschließende Podiumsdiskussion zu Schmerz, Lebensqualität und gemeinsamer Therapieentscheidung.
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Gastrointestinale Tumoren
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Grafik: menschlicher Gastrointestinaltrakt
ESMO-GI 2026

Präzisionsmedizin, neue Wirkmechanismen und patientenzentrierte Therapieansätze im Fokus

Der ESMO-GI (European Society For Medical Oncology-Gastrointestinal Cancers) 2026 zeigte deutlich, wie sich die gastrointestinalen Tumorerkrankungen durch wissenschaftliche Innovationen neu ordnen. Über 4.000 Teilnehmende diskutierten aktuelle Daten zu Magen-, Leber-, Pankreas- und Kolonkarzinomen. Es ging auch um die Rolle moderner Tumorimpfstoffe, die Versorgung älterer Patient:innen sowie die Weiterentwicklung klinischer Studien. Die Kongressbotschaft war eindeutig: Präzise Biomarker, funktionelle Bewertung statt chronologischem Alter und intelligente Studiendesigns werden die gastrointestinale (GI) Onkologie der kommenden Jahre bestimmen.
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Pankreaskarzinom
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Das Bild zeigt eine weiblichen 3D-Körper mit orange dargestelltem Pankreaskarzinom.
ASCO 2026

Gamechanger beim vorbehandelten Pankreaskarzinom: Pan-RAS-Inhibitor Daraxonrasib verdoppelt medianes Überleben im Phase-III-Setting

Das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) ist – speziell im fortgeschrittenen Stadium – mit einer besonders ungünstigen Prognose assoziiert. Der Bedarf an neuen, wirksamen Behandlungsoptionen ist entsprechend hoch. Ansatzpunkte für eine zielgerichtete Therapie des PDAC – vorerst im Zweitliniensetting – ergaben sich aus dem Befund, dass über 90% der Tumoren aktivierende RAS-Mutationen aufweisen [1, 2]. Nun vermeldete die Phase-III-Studie RASolute 302, deren Daten als Late Breaking Abstract in der Plenary Session der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 vorgestellt wurden, einen echten Durchbruch mit einer RAS-Inhibition. Erstmals konnte mit dem multiselektiven RAS(ON)-Inhibitor Daraxonrasib (RMC 6236) ein signifikanter und klinisch relevanter Überlebensvorteil gegenüber einer Standard-Chemotherapie beim (mit einer Linie) vorbehandelten PDAC erreicht werden [3]. Auch alle weiteren Studienendpunkte wurden erreicht. Das innovative Behandlungsparadigma könnte ein neues Kapitel in der zielgerichteten Behandlung des PDAC aufschlagen – und wurde von den Zuhörer:innen der Plenary Session mit Standing Ovations bedacht.
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Pankreaskarzinom
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Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Aktuelle Leitlinien empfehlen eine adjuvante Chemotherapie nach chirurgischer Resektion des Pankreaskarzinoms für alle UICC-Stadien I–III. Doch die Datenlage zur stadienspezifischen Wirksamkeit dieser Behandlung ist begrenzt. Eine retrospektive Studie aus China untersuchte nun systematisch den Einfluss der postoperativen Chemotherapie auf die Prognose von Patient:innen mit unterschiedlichen Stadien des Pankreaskarzinoms.
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Medizin
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Pankreaskarzinom: Tumorumgebung wird bereits vor Krebsentstehung vorbereitet

Schon bevor ein Tumor im Pankreas erkennbar wird, baut ein aktiviertes Krebs-Gen dessen künftige Umgebung aktiv um und schafft ein entzündliches und immunabwehrendes Mikromilieu, in dem das Karzinom wachsen kann. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Ulm in einer wegweisenden Studie gezeigt. Die Arbeit der Wissenschaftler:innen eröffnet neue Möglichkeiten, personalisierte Interventionsstrategien zu entwickeln – und zwar bevor sich ein schwer therapierbarer Tumor überhaupt erst ausbildet [1].
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Pankreaskarzinom
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Phase-II-Studie: Salmonella-IL2 mit FOLFIRINOX verlängert Überleben beim metastasierten Pankreaskarzinom

Phase-II-Studie: Salmonella-IL2 mit FOLFIRINOX verlängert Überleben beim metastasierten Pankreaskarzinom

Eine Phase-II-Studie untersuchte erstmals die Kombination des oral verabreichten lebenden Biotherapeutikums Salmonella-IL2 mit der Standardchemotherapie FOLFIRINOX (Folinsäure, 5-Fluorouracil, Irinotecan, Oxaliplatin) bei Patient:innen mit metastasiertem Pankreaskarzinom. Die Ergebnisse zeigen vielversprechende Verbesserungen des Überlebens ohne schwerwiegende Nebenwirkungen durch das bakterielle Therapeutikum.
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Medizin
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Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Forschende der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben einen vielversprechenden Behandlungsansatz für Bauchspeicheldrüsenkrebs entdeckt: Durch die gleichzeitige Blockade zweier Signalwege – PI3Kα/δ und SUMO – sterben die Krebszellen ab und das Immunsystem wird aktiviert, um den Tumor zu bekämpfen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlicht [1].
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Medizin
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Erster Test zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Das Pankreaskarzinom ist die dritthäufigste Krebstodesursache weltweit – auch, weil es meist erst sehr spät erkannt wird. Denn eine Methode zur Früherkennung ist nicht etabliert und der einzige Biomarker, das CA19-9, ist im Frühstadium wenig aussagekräftig. Forschende haben in einer prospektiven Studie untersucht, ob sich bei Risikopatient:innen mit einer Biomarkersignatur aus 12 bzw. 4 Blutmetaboliten Bauchspeicheldrüsenkrebs ausschließen lässt [1]. Die Biomarkersignaturen erreichten dies mit einer Spezifität von 90,4% bzw. 93,6% (CA19-9 alleine nur mit 79,1%). Damit steht erstmals ein Labortest für die Überwachung von Risikopatient:innen zur Verfügung, der den Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem noch heilbaren Stadium diagnostizieren kann.
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Pankreaskarzinom
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Biomarker beim Pankreaskarzinom: Welche Rolle spielen BRCA1/2-Mutationen bei der personalisierten Behandlung?

Trotz limitierter Therapieoptionen beim metastasierten Pankreaskarzinom bieten Keimbahn- und somatische Mutationen der BRCA1/2-Gene die Möglichkeit, zielgerichtete Therapien einzusetzen: Sie identifizieren Patient:innen, die von einer Platin-basierten Chemotherapie (CTx) und von einer Behandlung mit PARP-Inhibitoren (PARPi) profitieren können. Die aktuelle Datenlage fasst das Autorenteam um Elena Brozos-Vázquez von der Universität A Coruña, Spanien, zusammen.
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Medizin
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Text - Durchbruch beim Pankreaskarzinom: Neuer Wirkstoff zwingt Tumorzellen in den Tod | Text |

Pankreaskarzinom: Neuer Wirkstoff zwingt Tumorzellen im Zellkulturmodell in den Tod

Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den aggressivsten Krebserkrankungen mit einer sehr schlechten Prognose. Einer der Hauptgründe dafür ist die Fähigkeit der Tumorzellen, sich dem programmierten Zelltod (Apoptose) zu entziehen. Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat nun eine neue Substanz entwickelt, die gezielt in diesen Mechanismus eingreift und die Wirksamkeit bestehender Krebstherapien verbessern könnte. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden im Fachjournal Communications Biology veröffentlicht (1).
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