Journal Onkologie

Gastrointestinale Tumoren

Beiträge zum Thema Gastrointestinale Tumoren

Magenkarzinom
Mann hält Magen-Modell vor sich (Gastritis, Ulzera, Krebs)
Aktualisierte Leitlinie: State-of-the-art

Von der Leitlinie in die Praxis: Aktuelles Management des Magenkarzinoms

Das Magenkarzinom nimmt aktuell den 5. Platz unter den Krebserkrankungen bezüglich Mortalität ein und gehört somit zu den häufigsten Krebstodesursachen weltweit. Während des letzten Jahrhunderts sank zwar die altersstandardisierte Inzidenz des Magenkarzinoms, jedoch stieg die Gesamtzahl der Fälle, vermutlich bedingt durch die Alterung der Bevölkerung in Asien [1, 2]. Fortschritte in Diagnostik und Therapie haben das Management komplexer und individueller gemacht. Frühstadien sind oft heilbar durch eine Kombination aus Chirurgie und systemischer Therapie. Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren verbessert die perioperative Chemotherapie das Überleben – seit kurzem nun auch ergänzt durch Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) [3].
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Ösophaguskarzinom
Prähabilitationskonzepte reduzieren Anastomoseninsuffizienzen nach Ösophagektomie – eine systematische Analyse

Prähabilitationskonzepte reduzieren Anastomoseninsuffizienzen nach Ösophagektomie – eine systematische Analyse

Anastomoseninsuffizienzen (AI) nach Ösophagektomien zählen mit einer Inzidenz zwischen 8 und 19% zu den schwerwiegendsten postoperativen Komplikationen und sind mit erhöhter Morbidität, Mortalität, verlängertem Krankenhausaufenthalt, hohen Kosten, erhöhter Rezidivrate und verringerter Lebensqualität assoziiert. Zu den Risikofaktoren zählen kardiovaskuläre, pulmonale, renale und metabolische Erkrankungen, Raucherstatus sowie Tumor- und Resektionsausmaß. Die folgende systematische Literaturanalyse zeigt den Einfluss präoperativer Interventionen im Sinne der Prähabilitation zur Modifikation der Risikofaktoren und somit Reduktion der AI-Rate.
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Ösophaguskarzinom
Schematische Darstellung eines Ösophaguskarzinoms

Optimierung der Tumorchirurgie beim Ösophaguskarzinom: Prophylaktische Pylorusdilatation zur Komplikationsreduktion

Die minimal-invasive Chirurgie hat sich in Deutschland als integraler Bestandteil der multimodalen Therapie des Ösophaguskarzinoms etabliert. Neben chirurgischen Vorteilen und onkologischer Ebenbürtigkeit gegenüber der offenen Resektion rücken funktionelle Ergebnisse verstärkt in den Fokus der klinischen Versorgung. Zentrale Aufgabe der Speiseröhre ist der gerichtete Transport der Nahrung in den Magen. Nach Ösophagusresektion mit Rekonstruktion durch einen Magenschlauch stellt die verzögerte Magenschlauchentleerung (delayed gastric conduit emptying, DGCE) eine häufige funktionelle Komplikation dar. Sie ist mit einer erhöhten Morbidität sowie einem prolongierten Krankenhausaufenthalt assoziiert und besitzt klinische Bedeutung auch über die chirurgische Fachdisziplin hinaus. Wir beleuchten Therapie­optionen der DGCE mit Fokus auf die prophylaktische Pylorusdilatation, deren Nutzen in der prospektiven, multizentrischen PROPPER-Studie untersucht wird.
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Kolorektales Karzinom
Arzt hält Lupe vor Plastikmodell eines Dickdarms
Interview mit Prof. Dr. Michael Hoffmeister und Durgesh Wankhede, Heidelberg

Kombinierte MSI-TIL-Klassifikation beim CRC: Von der Prognosestratifizierung zur personalisierten Therapie

Der Status der Mikrosatelliteninstabilität (MSI) und tumorinfiltrierende Lymphozyten (TILs) sind etablierte Prognosefaktoren beim kolorektalen Karzinom (CRC). Doch wie wirken diese Faktoren zusammen und welche Aussagekraft besitzt die kombinierte MSI-TIL-Klassifikation für das Überleben von CRC-Patient:innen? Eine Netzwerk-Metaanalyse liefert darauf die bislang umfassendste Antwort. Durch die Auswertung zahlreicher Studien konnten differenzierte Subtypen identifiziert werden, die das prognostische Spektrum deutlich schärfen. Welche Erkenntnisse sich daraus für die zukünftige Forschung und klinische Praxis ergeben, erläutern Prof. Dr. Michael Hoffmeister und Durgesh Wankhede vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg im Doppelinterview.
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Hepatozelluläres Karzinom
Fortgeschrittenes HCC: Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag
Fortgeschrittenes hepatozelluläres Karzinom

Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag

Immunonkologische (IO) Kombinationstherapien haben in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder nicht resezierbaren hepatozellulären Karzinoms (HCC) die Prognose für Patient:innen deutlich verbessert [1]. Inzwischen zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie HIMALAYA einen konsistenten Überlebensvorteil für das IO-basierte STRIDE-Regime über 6 Jahre [2]*. Real-World-Studienergebnisse unterstreichen zudem das handhabbare Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie [3, 4].
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Kolorektales Karzinom
Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität
Metastasiertes Kolorektalkarzinom (mCRC)

Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität

In der Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) steht eine konsequente Molekulardiagnostik und eine biomarkergestützte Therapie, abhängig von der Primärtumorlokalisation im Fokus internationaler und nationaler Leitlinienempfehlungen [1-3]. Wie diese Empfehlungen in Deutschland umgesetzt werden und welchen Einfluss dies auf den Therapieerfolg haben kann, zeigen aktuelle Daten der Registerstudie AIO-KRK-0424/ass [4]. Speziell für die Zweitlinie bei BRAFV600E-mutiertem mCRC stützen zudem Phase-III- und prospektive Real-World-Daten für die duale zielgerichtete Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib + Cetuximab einen leitliniengerechten Therapieansatz [5, 6].
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Kolorektales Karzinom

Frühe Rezidive nach Darmkrebs-Operation mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert

Rezidive stellen einen bedeutenden Risikofaktor für die Sterblichkeit nach Behandlung eines kolorektalen Karzinoms dar. Die postoperative Nachsorge zielt darauf ab, Rezidive früh zu diagnostizieren, um die Heilungschancen zu verbessern. Doch möglicherweise repräsentieren frühe Rezidive aggressive Tumoren mit ungünstiger Prognose. Eine dänische Kohortenstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und der Sterblichkeit danach. Bei 7.027 identifizierten Rezidiv-Patient:innen zeigte sich, dass das Sterberisiko in den folgenden fünf Jahren umso höher war, je früher das Rezidiv auftrat.
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Medizin
Darmkrebs-Screening: Keine aussagekräftige Evidenz zur Anpassung der Altersgrenzen oder Koloskopie-Frequenz

Darmkrebs-Screening: Keine aussagekräftige Evidenz zur Anpassung der Altersgrenzen oder Koloskopie-Frequenz

Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Denn mit der Früherkennungsuntersuchung kann man Krebsvorstufen im Dickdarm (Polypen) oder Krebs entdecken und meist sehr gut behandeln. Auf diese Weise lassen sich fortgeschrittene Krebsstadien, belastende Therapien und krebsbedingte Sterblichkeit vermindern. Zur Früherkennung von Dickdarmkrebs stehen sowohl die Darmspiegelung (Koloskopie) als auch der Test auf Blut im Stuhl zur Verfügung.
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Pankreaskarzinom
Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Aktuelle Leitlinien empfehlen eine adjuvante Chemotherapie nach chirurgischer Resektion des Pankreaskarzinoms für alle UICC-Stadien I–III. Doch die Datenlage zur stadienspezifischen Wirksamkeit dieser Behandlung ist begrenzt. Eine retrospektive Studie aus China untersuchte nun systematisch den Einfluss der postoperativen Chemotherapie auf die Prognose von Patient:innen mit unterschiedlichen Stadien des Pankreaskarzinoms.
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Medizin
Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Die im New England Journal of Medicine publizierten Ergebnisse der Phase-III-Studie ATOMIC zeigen einen deutlichen Benefit für Patient:innen mit kolorektalem Karzinom (CRC) im Stadium III und defizientem Mismatch-Reparatur-System (dMMR). Durchgeführt wurde die Studie von Forschenden der Alliance for Clinical Trials in Oncology (Alliance)/USA unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) und mit Förderung des National Cancer Institute (NCI). Im Falle einer Zulassung könnte Atezolizumab einen neuen Standard für Patient:innen mit dMMR-CRC setzen.
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Medizin
Metastasierungsmechanismus entschlüsselt

Metastasierungsmechanismus entschlüsselt

Metastasen sind bei vielen Krebsformen ein zentrales Problem. Als Abkömmlinge des Primärtumors können sie in entfernten Organen wachsen und sind oft schwer erkennbar. Ein Forschungsteam am Institut für Genetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun molekulare Mechanismen entdeckt, die die Ansiedlung von Krebszellen in anderen Geweben ermöglichen können. Die Ergebnisse stellt das Team um Dr. Tobias Reiff in der Fachzeitschrift Nature Communications vor.
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Medizin
KI-Modell sagt Leberkrebsrisiko auf Basis von Routinedaten voraus

KI-Modell sagt Leberkrebsrisiko auf Basis von Routinedaten voraus

Eine frühe Diagnose ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung von Leberkrebs. Dennoch werden viele Fälle erst zu spät erkannt, weil das individuelle Risiko schwer einzuschätzen ist. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Else Kröner Fresenius Zentrums (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der Technischen Universität Dresden (TUD) hat nun ein KI-Modell entwickelt, welches das Risiko für Leberkrebs auf Basis routinemäßig erhobener klinischer Daten, wie Vorerkrankungen, Laborwerte sowie Lebensstilfaktoren, vorhersagen kann. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Cancer Discovery, dem führenden Journal der US-amerikanischen Krebsforschungsgesellschaft (AACR), veröffentlicht.
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Medizin
Immuntherapie halbiert Rückfallrate bei bestimmten Formen von Darmkrebs

Immuntherapie halbiert Rückfallrate bei bestimmten Formen von Darmkrebs

Die Ergänzung der standardmäßigen adjuvanten Chemotherapie durch die Immuntherapie mit Atezolizumab verbessert deutlich die Behandlungsergebnisse bei Patient:innen mit bestimmten Formen von Darmkrebs nach einer Operation. Das ist das Ergebnis der ATOMIC-Studie (Alliance A021502/AIO-KRK-0317), die in Deutschland von Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick vom St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, koordiniert wurde [1]. Die Studie zeigte eine 50%ige Verringerung des Risikos für ein Wiederauftreten der Erkrankung oder den Tod im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Damit ist ein neuer Behandlungsstandard für diese biologisch unterscheidbare Untergruppe etabliert.
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Kolorektales Karzinom
Einsatz des VEGFR-Inhibitors Fruquintinib beim metastasierten kolorektalen Karzinom
Metastasiertes kolorektales Karzinom

Vorbehandelte mCRC-Betroffene können von einem rechtzeitigen Einsatz des VEGFR-Inhibitors Fruquintinib profitieren

„Die Zulassung von Fruquintinib in späten Linien erweitert die Optionen für diese Patienten* erheblich“, erläutern Prof. Sebastian Stintzing, Berlin, und Prof. Dominik Modest, Berlin, den Stellenwert von Fruquintinib in der Therapie von vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) [1]. Hier zeigt die Praxiserfahrung, dass dem Zeitpunkt der Therapieeinleitung eine entscheidende Rolle zukommt. Hintergrund ist der Fokus auf eine Verlängerung der Überlebenszeit bei Erhalt der Lebensqualität im Behandlungsmanagement mehrfach vortherapierter Patienten [2]. Der Einsatz geht einher mit aktuellen Leitlinien, denen zufolge die zielgerichtete Therapie nach Progression oder Unverträglichkeit unter TAS-102 und/oder Regorafenib eingesetzt werden sollte [3-7]. Aufgrund der Relevanz für das Therapie-Outcome sprechen sich auch Experten aus Klinik und Niederlassung für den rechtzeitigen Einsatz von Fruquintinib aus.
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Medizin
Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Der PD-L1-Inhibitor Durvalumab wurde in Kombination mit einer Chemotherapie nach FLOT-Regime (5-Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel) als neoadjuvante und adjuvante Behandlung gefolgt von einer adjuvanten Durvalumab-Monotherapie (MATTERHORN-Regime) zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit resezierbarem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GC/GEJ, Stadien II–IVA) zugelassen.
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Medizin
Magenkrebs: Neuer Wirkstoff 60-mal effektiver gegen H. pylori

Magenkrebs: Neuer Wirkstoff 60-mal effektiver gegen H. pylori

Bedeutender Fortschritt zur möglichen Vorbeugung von Magenkrebs: Forschende der Technischen Universität München (TUM) konnten durch chemische Anpassungen die Wirksamkeit eines Standard-Antibiotikums um das 60-Fache steigern. Im Labor und im Tierversuch bekämpft der neue Wirkstoff das mit Magenkrebs in engem Zusammenhang stehende Bakterium Helicobacter pylori sehr erfolgreich. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin Nature Microbiology veröffentlicht [1].
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Medizin
Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Die Europäische Kommission hat Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem oder inoperablem lokal rezidivierendem Plattenepithelkarzinom des Analkanals (SCAC) zugelassen [1]. Mit der Markteinführung steht der PD-1-Inhibitor zudem als Monotherapie zur Erstbehandlung des metastasierten oder rezidivierenden, lokal fortgeschrittenen Merkelzellkarzinoms (MCC) zur Verfügung. Beide Erkrankungen sind durch eine steigende Inzidenz und einen hohen Therapiebedarf gekennzeichnet.
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