Journal Onkologie
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Editorial

Kongress-News | ASCO

Mammakarzinom
DESTINY-Breast09-Subanalyse: Therapieansprechen und Sicherheit unter Trastuzumab Deruxtecan beim HER2-positiven Mammakarzinom
ASCO 2026

DESTINY-Breast09-Subanalyse: Therapieansprechen und Sicherheit unter Trastuzumab Deruxtecan beim HER2-positiven Mammakarzinom

Eine explorative Analyse der Phase-III-Studie DESTINY-Breast09, präsentiert auf dem ASCO-Kongress 2026, untersucht den Zusammenhang zwischen Therapieansprechen und klinischen Outcomes bei Patientinnen mit HER2-positivem fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom unter Erstlinientherapie mit Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) plus Pertuzumab (P). Ziel der auf dem ASCO 2026 vorgestellten Analyse war es zu klären, ob Tiefe und Dauer des Ansprechens mit dem progressionsfreien Überleben und der Sicherheit assoziiert sind.
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Dermatologische Tumoren
In dieser gezeichneten Darstellung untersuchen 2 Ärzte mit Lupen in der Hand die Haut einer jungen Frau mit langen braunen Haaren und mehreren Muttermalenim Halsbereich.
ASCO 2026

Melanom mit asymptomatischen Hirnmetastasen: Korrelation von 10-Jahres-Überleben und zellfreier DNA-Methylierung

Die Ergebnisse der auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentierten Phase-III-Studie NIBIT-M2 zeigen erstmals 10-Jahres-Daten für Melanom-Patient:innen mit asymptomatischen Hirnmetastasen unter dualer Checkpoint-Blockade: 31% der mit Ipilimumab (I) + Nivolumab (N) behandelten Patient:innen leben nach 10 Jahren noch. Plasmabasierte Biomarker wie Tumorfraktion und tumorspezifischer Methylierungs-Score könnten künftig helfen, Langzeitüberlebende frühzeitig zu identifizieren [1].
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Kolorektales Karzinom
Die Hand eines Arztes mit blauen Handschuh hält einen Holzwürfel mit einem grünen Schleifensymbol. Damit soll auf das Konzept zur Sensibilisierung für die Darmgesundheit, zur Prävention von Darmkrebs, zur Früherkennung, zur rechtzeitigen Behandlung und zur umfassenden gastrointestinalen Versorgung hingewiesen werden.
ASCO 2026

FIRE-4-Studie: Re-Challenge mit Cetuximab in der Drittlinie bei Patient:innen mit RAS-Wildtyp-mCRC

Die FIRE-4-Studie verglich die Wirksamkeit einer Re-Challenge mit Cetuximab mit einer Behandlung nach ärztlicher Wahl in der Drittlinie bei Patient:innen mit RAS-Wildtyp (RASwt)-metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC). Der Fokus lag dabei auf der Bedeutung des zeitlichen Abstandes zwischen dem Ende der initialen Anti-EGFR-basierten Therapie und dem Beginn der Drittlinie (Time Interval to Third-line therapy, TIS-3) als potenzieller Prädiktor für das Therapieansprechen.
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Kongress-News | DGP

NSCLC
NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium
DGP 2026

NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium

Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin standen unter anderem aktuelle Entwicklungen zur Immuntherapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Mittelpunkt. Professor Severin Schmid beleuchtete Fortschritte der perioperativen Chemoimmuntherapie beim resektablen NSCLC, Professor Niels Reinmuth die Langzeitergebnisse von Pembrolizumab im metastasierten Setting.
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NSCLC
Die Ilustrationzeigt eine rot-gelb-grün dargestellte Lunge mit tumörösem Anteil und grünem Hintergrund.
DGP 2026

NSCLC: Platin-ungeeignete Patient:innen profitieren von Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab

Wenn selbst ein bisschen Chemo bei älteren, vulnerablen Patient:innen zu viel ist: PD Dr. Diego Kauffmann-Guerrero vom Klinikum Großhadern der LMU in München erläuterte, dass in diesem metastasierten NSCLC-Kollektiv im Stadium IV mit Komorbiditäten oder reduziertem Allgemeinzustand eine platinhaltige Chemotherapie oft nicht möglich sei. Die Daten der IPSOS-Studie zeigen, dass diese Patient:innen von einer Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab mit einer nahezu Verdopplung der Zwei-Jahres-Überlebensrate (24,3% vs. 12,4%) profitieren können [1].
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Hautkrebs

Dermatologische Tumoren

Präzisionsonkologie bei Hautkrebs: LC-OCT und KI für individualisierte Therapieplanung

Die nicht-invasive hochauflösende Bildgebung gewinnt in der Dermatoonkologie zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Line-field konfokale optische Kohärenztomographie (LC-OCT) ermöglicht eine dreidimensionale (3D)-Darstellung kutaner Strukturen mit nahezu histologischer Auflösung und ermöglicht somit neue Möglichkeiten in der Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle von Hauttumoren. In Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich komplexe Bilddatensätze automatisiert analysieren und objektivierbare Parameter zur Risikostratifizierung gewinnen. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, das Potenzial der LC-OCT in Kombination mit KI für verschiedene Entitäten des Hautkrebses einschließlich aktinischer Keratosen (AK), Plattenepithelkarzinome (PEK), Basalzellkarzinome (BCC) sowie melanozytärer Läsionen darzustellen und aktuelle Entwicklungen sowie Limitationen dieser Technologie zu diskutieren.
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Malignes Melanom
Zytologiebild einer Lymphknotenmetastase bei malignem Melanom

Funktionelle Präzisionsonkologie als Chance für personalisierte Therapien beim malignen
Melanom

Das maligne Melanom bleibt trotz moderner Therapien eine große medizinische Herausforderung. Die Auswahl personalisierter Behandlungen beschränkt sich dabei aktuell auf die Analyse weniger genetischer Informationen. Perspektivisch könnte dies durch die funktionelle Präzisionsonkologie erweitert werden, indem Medikamentensensitivitäten von Tumorzellen experimentell erfasst werden, um zusätzliche personalisierte Therapieoptionen zu identifizieren.
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Dermatologische Tumoren
Ein Dermatologe und eine Dermatologin analysieren am Computer ein auffälliges Muttermal eines Patienten

Ex-vivo konfokale Mikroskopie und KI: Intraoperative Schnittranddiagnostik bei Hauttumoren

Seit Jahren steigt die weltweite Inzidenz von Hautkrebs kontinuierlich, während in Deutschland insbesondere in ländlichen Regionen ein zunehmender Mangel an Dermatolog:innen besteht. Vor diesem Hintergrund wächst der Bedarf an effizienten und zuverlässigen diagnostischen Methoden. Moderne bildgebende Verfahren gewinnen hierbei vermehrt an Bedeutung. Die ex-vivo konfokale Laserscanmikroskopie (ex-vivo KLM) ist eine innovative Methode, die eine präzise Untersuchung frisch exzidierten Gewebes innerhalb weniger Minuten ermöglicht und somit eine vielversprechende Ergänzung zur konventionellen Histologie darstellt. Aktuelle Forschungsansätze fokussieren sich auf eine künstliche Intelligenz (KI)-gestützte Erweiterung der ex-vivo KLM, um deren Anwendung in der Diagnostik und intraoperativen Schnitt­randkontrolle von Hauttumoren zu optimieren.
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Malignes Melanom
Blick mit der Lupe auf ein auffälliges Muttermal am Rücken eines Mannes

Anti-PD-1-Antikörper + Lenvatinib beim fortgeschrittenen Melanom

Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) sowie BRAF- und MEK-Inhibitoren stellen aktuell den Therapiestandard für Patient:innen mit fortgeschrittenem Melanom dar [1-3]. Insbesondere die Behandlung mit ICI kann zu langanhaltendem und dauerhaftem Therapieansprechen führen. Allerdings entwickeln 40-50% der Patient:innen mit fortgeschrittenem Melanom unter anti-PD-1-basierter Immun-Checkpoint-Inhibition eine Krankheitsprogression. Die Kombination des Anti-PD-1-Antikörpers Pembrolizumab mit dem Multikinase-Inhibitor Lenvatinib zeigte in der Phase-II-Studie LEAP-004 klinische Aktivität im anti-PD-1-refraktären Setting. Ergänzend liefern aktuelle Real-World-Daten aus einer multizentrischen Analyse der Dermatologic Cooperative Oncology Group (DeCOG) wichtige Informationen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Kombination im klinischen Alltag. Der vorliegende Beitrag fasst die aktuelle Evidenz zusammen und ordnet den möglichen Stellenwert der Kombination aus Anti-PD-1-Antikörper + Lenvatinib in der Therapiesequenz des fortgeschrittenen Melanoms ein.
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Merkelzellkarzinom
Merkel cell cancer steht auf einem Tablet geschrieben, daneben Medikamente und ein Stethoskop

Wertigkeit der neuronenspezifischen Enolase bei Patient:innen mit Merkelzellkarzinom

Das Merkelzellkarzinom (MCC) ist ein seltenes, hochaggressives kutanes neuroendokrines Karzinom. Die neuronenspezifische Enolase (NSE) wird aufgrund der neuroendokrinen Differenzierung von MCC-Zellen sowohl immunhistochemisch als auch als Serumbiomarker eingesetzt. Während NSE bei anderen neuroendokrinen Malignomen etablierte diagnostische und verlaufsrelevante Bedeutung besitzt, ist ihre klinische Wertigkeit beim MCC bislang uneinheitlich beurteilt. Ziel dieses Beitrags ist es, die biologische Grundlage, die immunhistochemische Bedeutung und die serologische Aussagekraft der NSE bei Patient:innen mit MCC kritisch zu analysieren und die verfügbare Evidenz hinsichtlich diagnostischer, prognostischer und verlaufsbegleitender Aspekte einzuordnen.
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Dermatologische Tumoren
Wortwolke zu "Melanom"

Akrolentiginöses Melanom in der Immuntherapie: Warum ein seltener Subtyp besondere Aufmerksamkeit verdient

Das Akrolentiginöse Melanom (ALM) ist ein seltener, aber bedeutsamer Subtyp kutaner Melanome (CM), der sich in klinischer Erscheinung, Prognose und Therapieansprechen grundlegend von anderen Typen unterscheidet. Insbesondere die immunsuppressiven Eigenschaften des Tumors und seiner Umgebung können die Wirkung einer Checkpoint-Inhibition (CPI) einschränken und führen so zu schlechteren Ansprechraten im Vergleich zu den anderen kutanen Melanomsubtypen. Mithilfe zellbasierter Therapien, die die Immunevasion des Tumors umgehen, könnten den Patient:innen in Zukunft neue Behandlungsoptionen mit verbesserten Ansprechraten zur Verfügung stehen.
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Sarkome

Sarkome
Weichgewebesarkom in Muskel in Bein

Grundlagen der interdisziplinären Behandlung von Weichteilsarkomen des Körperstamms und der Extremitäten

Weichteilsarkome (WTS) des Körperstamms und der Extremitäten sind seltene, biologisch heterogene Tumoren, deren optimale Behandlung ein spezialisiertes, interdisziplinäres Vorgehen erfordert. Dieser Übersichtsartikel stellt aktuelle evidenzbasierte Aspekte der Diagnostik, Therapie und Nachsorge dar. Schwerpunkte sind die leitliniengerechte Bildgebung, die histopathologische und molekulargenetische Charakterisierung sowie multimodale Therapiekonzepte aus Chirurgie, Strahlentherapie und systemischer Behandlung. Für eine optimale Therapie, den Funktionserhalt und eine möglichst gute Prognose sind zertifizierte Sarkomzentren und interdisziplinäre Tumorboards von zentraler Bedeutung.
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Sarkome
Arzt mit Stethoskop hält Tablet-Computer in Hand, auf dem Leitlinie steht.

Neue europäische Leitlinie zur Strahlentherapie bei adulten Weichgewebesarkomen der Extremitäten und Rumpfwand

Mit der Veröffentlichung der ersten klinischen Praxisleitlinie der European Society for Radiotherapy and Oncology (ESTRO) zur Strahlentherapie bei adulten Weichgewebesarkomen der Extremitäten und Rumpfwand [1] liegt erstmals eine europaweit umfassende, evidenzbasierte und international abgestimmte Empfehlung für diesen Bereich vor. Die Leitlinie wurde durch ein internationales Expertengremium unter Einbeziehung von Spezialist:innen aus Europa und Nordamerika erarbeitet und durch die American Society for Radiation Oncology (ASTRO) unterstützt. Ziel der Leitlinie ist es, eine strukturierte und praxisnahe Orientierung für die Indikationsstellung, Planung und Durchführung der Strahlentherapie zu geben. Grundlage bilden eine systematische Literaturrecherche sowie ein konsentierter Expertenprozess, in dem insgesamt 13 klinisch relevante Schlüsselfragen definiert und beantwortet wurden.
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Sarkome
Computertastatur mit einem Knopf für "angiosarcoma of the breast"

Postradiogene Sarkome und Angiosarkome

Angiosarkome sind seltene, hochmaligne Weichgewebesarkome endothelialen Ursprungs mit ausgeprägter Metastasierungsneigung und insgesamt ungünstiger Prognose. Postradiogene Sarkome (PRS) stellen eine seltene, aber klinisch relevante Spätkomplikation nach Strahlentherapie dar und gewinnen aufgrund steigender Langzeitüberlebensraten von Patient:innen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere das postradiogene Angiosarkom der Brust tritt typischerweise mehrere Jahre nach Radiotherapie auf und ist durch diagnostische Verzögerungen sowie therapeutische Herausforderungen gekennzeichnet. Die Therapie basiert primär auf einer radikalen chirurgischen Resektion, während systemische Therapien ergänzend eingesetzt werden können. Die Patient:innen profitieren von einer frühzeitigen Behandlung in spezialisierten Sarkomzentren.
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Sarkome
Grafische Darstellung von verschiedenen Gewebesarkomen

Adulte retroperitoneale Sarkome

Weichgewebesarkome sind mit ca. 6.000-7.000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland seltene Tumoren [1]. 10-15% der Weichgebesarkome entstehen im Retroperitoneum. Retroperitoneale Sarkome (RPS) sind bei der Diagnosestellung häufig sehr groß (15-20 cm), verursachen aber oft nur geringe klinische Beschwerden. Die Erstdiagnose ist daher häufig eine Zufallsdiagnose. Bei Weichgebesarkomen unterschiedet man über 100 verschiedene histologische Subtypen. Im Retroperitoneum treten vorwiegend Liposarkome, Leiomyosarkome (LMS), solitär fibröse Tumoren und maligne periphere Nervenscheidentumoren auf. RPS können nicht alleine anhand radiologischer Kriterien von anderen retroperitoneal gelegenen Tumoren abgegrenzt werden. Daher ist die histologische Sicherung, in der Regel durch die bildgebend unterstützte Stanzbiopsie, zur Diagnosestellung und Therapieplanung unerlässlich. Wichtig zu wissen ist, dass es wissenschaftlich keinen Anhalt für eine erhöhte Tumorrückfallrate durch Biopsien von Sarkomen oder anderen retroperitonealen Tumoren gibt, sodass korrekt durchgeführte Biopsien als onkologisch sicher gelten. Sobald ein Sarkomverdacht besteht, sollten die Patient:innen in einem zertifizierten Sarkomzentrum betreut werden, sodass Diagnostik und Therapie im interdisziplinären Sarkomboard von sarkomerfahrenen Spezialist:innen geplant werden. Die Behandlung und Operation im Sarkomzentrum verbessert die Prognose. Die einzige kurative Therapieoption stellt die Tumorresektion dar. Diese muss individuell unter Berücksichtigung verschiedener Parameter geplant werden. Ein Zusatznutzen für die neoadjuvante Radiatio konnte in einer multizentrischen Studie (STRASS-1) nur für die gut differenzierten und die niedrigmalignen dedifferenzierten Liposarkome gezeigt werden. Der Stellenwert einer dem histologischen Subtyp angepassten neoadjuvanten Chemotherapie ist aktuell Gegenstand der Untersuchung im Rahmen der STRASS-2-Studie. Die Therapie rezidivierter und/oder metastasierter RPS erfolgt individuell unter Berücksichtigung des histologischen Subtyps, der Vortherapie, der Krankheitsaktivität, der Komorbiditäten und der Wünsche der Erkrankten.
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Sarkome
Foto "Herzlich Willkommen zur 15. Sarkomkonferenz"

Sarkomkonferenz 2026 – Drei Tage Input, Austausch und neue Perspektiven in der Behandlung von Sarkomen

Vom 19.-21. März 2026 fand in Berlin im Langenbeck-Virchow-Haus die 15. Sarkomkonferenz statt. Diese ist seit 2011 die zentrale und interdisziplinäre Veranstaltung für alle Mediziner:innen, darunter u.a. Onkolog:innen, Chirurg:innen, Orthopäd:innen, Psychoonkolog:innen, interessierte Teilnehmer:innen und Patientenvertreter:innen, die sich mit der Erforschung und Behandlung von Sarkomen beschäftigen. Die rund 200 Expert:innen berichteten über innovative Therapieansätze, Verbesserungen von Versorgungs- und Behandlungsqualität sowie über aktuelle Forschungsprojekte der deutschen Sarkom-Community und zeigten auf, wie entscheidend der interdisziplinäre Austausch für die Sarkombehandlung ist. Initiator der jährlichen Konferenz ist die gemeinnützige Deutsche Sarkom-Stiftung.
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Sarkome
Klemmbrett mit Papier, auf dem "Sarcoma" steht, daneben eine Spritze und ein Stethoskop
Zwischen Evidenz und Erfahrung

Die Doppelperspektive als Ärztin und ehemalige Sarkom-Patientin

Eine ehemalige Sarkom-Patientin schildert, wie ihre eigenen Erfahrungen als Betroffene ihre Sicht als Ärztin auf die Arzt-Patienten-Kommunikation, das Shared Decision Making sowie eine strukturierte Nachsorge und kontinuierliche Begleitung geprägt hat – und warum gute Medizin ihr Augenmerk nicht nur auf die Krankheit, sondern ganzheitlich auf den Menschen richten sollte.
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Fortbildung

Mammakarzinom
Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs
9. Mammakarzinom-Gipfelstürmer-Meeting

Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs

Beim jährlichen Gipfelstürmer-Treffen in München ordnen namhafte Expert:innen neue Studiendaten und Leitlinienempfehlungen zur Therapie des frühen und des fortgeschrittenen Mammakarzinoms in die Abläufe der klinischen Praxis in Deutschland ein. Das zum großen Teil interaktive Format des Meetings lebt vom persönlichen Austausch und der detaillierten Diskussion der Daten und klinischen Abläufe. Die Vorträge und Diskussionen verdeutlichten einmal mehr, dass personalisierte Therapiestrategien und damit die Relevanz der Biomarker-Testung im Bewusstsein angekommen sind. Im Fokus des folgenden Berichts stehen Daten, die aktuell für die klinische Praxis relevant sind.
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Hämatologie
Diffus-großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) - 3d-Darstellung
Ambition 2030 – Gemeinsam die Heilungschancen verbessern

DLBCL: Ein Positionspapier zur Optimierung von Patientenversorgung, Therapiesequenzen und Strukturen

Ambition 2030 ist eine multidisziplinäre Initiative deutscher Expert:innen, mit dem Ziel, die Überlebens- und Heilungschancen von Patient:innen mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in Deutschland bis zum Jahr 2030 nachhaltig zu verbessern. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl innovativer Immun- und Zelltherapien rücken Fragen der optimalen Patient:innenauswahl, der Therapiesequenz sowie der strukturellen Umsetzung zunehmend in den Fokus. Im Mittelpunkt der Initiative steht die systematische Identifikation bestehender Versorgungslücken entlang des gesamten Behandlungspfades. Darauf aufbauend werden konkrete und praxisnahe Maßnahmen – in enger Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Fachgesellschaften, Gesundheitsinstitutionen und weiteren relevanten Stakeholdern – entwickelt. Die Vision: Patient:innen eine Heilung zu ermöglichen, bei gleichzeitig bestmöglicher Lebensqualität und einer Minimierung langfristiger Nebenwirkungen. Die vorliegende Publikation fasst die Empfehlungen der Expert:innen und mögliche Initiativen zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgung sowie Überlebens- und Heilungschancen für Patient:innen mit DLBCL in Deutschland zusammen. Darüber hinaus soll das Positionspapier einen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen leisten und Impulse für eine koordinierte Implementierung innovativer Therapieoptionen im deutschen Gesundheitssystem geben.
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Gesundheitspolitik

d-uo

d-uo
Nierenzellkarzinom, 3D-Illustration mit Histologiebild
Daten aus der VERSUS-Studie von d-uo

Was führt zur Diagnose eines Nierenzellkarzinoms?

Urologische Tumorerkrankungen machten in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2023 38,8% aller Krebserkrankungen bei Männern bzw. 4,1% bei Frauen aus, darunter waren 2023 14.760 Fälle mit der Neudiagnose Nierenzellkarzinom [1]. Viele Fragen der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge urologischer Tumorerkrankungen sind in Deutschland leider unzureichend untersucht. Ziel der VERSUS-Studie ist daher die standardisierte Dokumentation und wissenschaftliche Auswertung der Versorgungsqualität dieser Tumorerkrankungen. Diese aktuelle Auswertung der Studie untersucht den Anlass, der zur Diagnose eines Nierenzellkarzinoms geführt hat.
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BNGO

BNGO
Brustkrebs mit Lymphsystem, Lymphbahnen, Lymphknoten einer Frau

AGO Kommission Mamma empfiehlt Abemaciclib mit Doppelplus in der Adjuvanz

Die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) hat im Rahmen der Aktualisierung ihrer Empfehlungen zur Therapie des frühen Mammakarzinoms (eBC) den Empfehlungsgrad für den CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib zusätzlich zur endokrinen Therapie (ET) für die adjuvante Therapie des frühen Hormonrezeptor-positiven (HR+), HER2-negativen (HER2-) Mammakarzinoms mit erhöhtem Rezidivrisiko auf Doppelplus (++) angehoben [1]. Die evidenzbasierten Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie früher und fortgeschrittener Mammakarzinome werden von der AGO jährlich überarbeitet und bieten Ärzt:innen eine wichtige Orientierung bei der Wahl der bestmöglichen Therapie.
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Pharmaforum

Gastrointestinale Tumoren
Adenokarzinome des Magens und des gastroösophagealen Übergangs

MATTERHORN-Regime mit Durvalumab und FLOT

Die kürzlich erfolgte Zulassung der ersten immunonkologischen perioperativen Therapie mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Durvalumab in Kombination mit FLOT (5-Fluorouracil (5-FU), Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel) und anschließender adjuvanter Durvalumab-Monotherapie läutete einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Patient:innen mit resezierbaren Adenokarzinomen des Magens (GC) und des gastroösophagealen Übergangs (GEJC) ein [1]. In der MATTERHORN-Studie verbesserte Durvalumab + FLOT vs. Placebo + FLOT signifikant das Überleben und das Ansprechen bei vergleich­barem Einfluss auf die Lebensqualität [2-4].
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Magenkarzinom
Kasuistik: Hohe Wirksamkeit von Zolbetuximab + mFOLFOX6 bei junger Patientin mit fortgeschrittenem Magenkarzinom

Kasuistik: Hohe Wirksamkeit von Zolbetuximab + mFOLFOX6 bei junger Patientin mit fortgeschrittenem Magenkarzinom

Sandor Bako, Facharzt für Hämatologie und Onkologie, MVZ West GmbH Erkelenz, berichtet über den Fall einer 37-jährigen Patientin mit fortgeschrittenem Claudin-18.2-positivem Adenokarzinom des Magens vom Siegelringzell-Typ. Unter der Therapie mit Zolbetuximab in Kombination mit Chemotherapie wurde ein ausgeprägtes Ansprechen beobachtet und eine Remission erreicht. Zolbetuximab richtet sich gegen Claudin 18.2 und ist in Kombination mit Fluoropyrimidin- und Platin-haltiger Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem inoperablem oder metastasiertem HER2-negativem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (AEG) zugelassen, deren Tumoren Claudin-18.2-positiv* sind [1, 2].
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Mammakarzinom
Fortgeschrittenes ER+/HER2- Mammakarzinom mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en): Zielgerichtete Therapie mit Capivasertib + Fulvestrant
Fortgeschrittenes ER+/HER2- Mammakarzinom mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en)

Zielgerichtete Therapie mit Capivasertib + Fulvestrant*

Capivasertib + Fulvestrant* ist – basierend auf den Ergebnissen der CAPItello‑291‑Studie – indiziert für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Östrogenrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer oder mehreren PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en) nach Rezidiv oder Progression der Erkrankung während oder nach einer endokrinen Therapie [1, 2]. Eine frühzeitige Gewebetestung auf diese Alterationen kann dabei den Zugang zum Regime eröffnen [2].
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SCLC
ED-SCLC-Therapie in der Versorgungsrealität

ED-SCLC-Therapie in der Versorgungsrealität: Interpretation und Einordnung von Real-World-Studien

Neue Medikamente werden auf Basis von randomisierten kontrollierten Studien (RCT) zugelassen. Allerdings entspricht die Patientenpopulation meist nicht dem Behandlungsalltag. So werden beispielsweise Erkrankte mit schlechtem Allgemeinzustand oder Komorbiditäten ausgeschlossen. Dadurch fehlen RCT wichtige Informationen, die jedoch durch Real-World-Studien (RWS) generiert werden können. Diese ergänzen RCT mit Resultaten aus der klinischen Praxis, wobei die methodische Qualität und mögliche Limitationen der RWS bedacht werden müssen [1]. Mehrere vergleichende RWS mit Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit geben derzeit Hinweise für einen günstigen Verlauf einer ED-SCLC (kleinzelliges Lungenkarzinom im Stadium Extensive Disease)-Therapie mit dem PD-L1 (programmed cell death-ligand 1)-Inhibitor Durvalumab als Erstlinientherapie von Beginn der Induktion an [2-4].
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Studie

Vor Ort & Virtuell

Hämatologie
Das Bild zeigt eine Hand mit blauen OP-Handschuhen, die ein Röhrchen mit Blut hält, auf dem Multiple Myeloma steht.

Therapiesequenzierung beim RRMM: Die Rolle von Melflufen

Vom 16.-18. April 2026 fand in Prag, Tschechien, das 7. European Myeloma Network (EMN) Meeting statt. Das Programm adressierte wichtige Fragen zum Multiplen Myelom (MM), wie u.a. diagnostische und klinische Herausforderungen und aktuelle Therapien. Neben innovativen Maßnahmen und der Zukunft der MM-Forschung, einschließlich der Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) bei der Studienkonzeption, wurden zudem Behandlungsansätze für Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem MM (RRMM) diskutiert.
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Magenkarzinom
Resektable Karzinome des gastroösophagealen Übergangs und des Magens
DCG 2026

Resektable Karzinome des gastroösophagealen Übergangs und des Magens

Karzinome des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) treten mit über 110.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland auf. Trotz erheblicher Fortschritte in der Systemtherapie bleibt die Chirurgie die zentrale Säule der kurativen Behandlung. Neue Entwicklungen in der perioperativen Therapie und die Teambildung der verschiedenen Disziplinen aus Onkologie, Chirurgie und Endoskopie verbessern die Prognose für Patient:innen deutlich und wurden anlässlich des Deutschen Chirurgenkongress in Leipzig nicht nur diskutiert, sondern im Panel der Vortragenden gleich abgebildet.
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