Wertigkeit der neuronenspezifischen Enolase bei Patient:innen mit Merkelzellkarzinom
Prof. Dr. med. Thilo Gambichler und Dr. med. Sera S. Weyer-FahlbuschDas Merkelzellkarzinom (MCC) ist ein seltenes, hochaggressives kutanes neuroendokrines Karzinom. Die neuronenspezifische Enolase (NSE) wird aufgrund der neuroendokrinen Differenzierung von MCC-Zellen sowohl immunhistochemisch als auch als Serumbiomarker eingesetzt. Während NSE bei anderen neuroendokrinen Malignomen etablierte diagnostische und verlaufsrelevante Bedeutung besitzt, ist ihre klinische Wertigkeit beim MCC bislang uneinheitlich beurteilt. Ziel dieses Beitrags ist es, die biologische Grundlage, die immunhistochemische Bedeutung und die serologische Aussagekraft der NSE bei Patient:innen mit MCC kritisch zu analysieren und die verfügbare Evidenz hinsichtlich diagnostischer, prognostischer und verlaufsbegleitender Aspekte einzuordnen.
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