Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 290

NSCLC
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NSCLC: Mobocertinib bei EGFR-Exon-20-Insertion/Brigatinib in der Erstlinie bei ALK+

Eine Vielzahl bekannter Treibermutationen beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) ermöglicht als Target eine vielfältigere Therapie und kann die Prognose der Patienten entscheidend verbessern. Im Rahmen der virtuellen Jahrestagung der DGHO stellte Prof. Dr. Christian Grohé, Berlin, eine neue Therapieoption bei der prognostisch ungünstigen EGFR-Exon-20-Insertion vor. Der Vortrag von Prof. Dr. Frank Griesinger, Oldenburg, beinhaltete die besondere Bedeutung der neuen Zweit- und Drittgenerations-ALK-Inhibitoren in der Erstlinientherapie des ALK+ NSCLC.
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Hämatologie
 2 Min|

CAR-T-Zell-Therapie mit Axi-Cel ist für Patienten mit fortgeschrittenen Lymphomen von Vorteil

Wie auf einem Symposium auf der diesjährigen DGHO-Jahrestagung von Experten betont wurde, gäbe es bei der Therapie von fortgeschrittenen Lymphomen wie dem diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) und dem primär mediastinalen großzelligen B-Zell-Lymphom (PMBCL) durch die CAR-T-Zell-Therapie, etwa mit Axicabtagen Ciloleucel (Axi-Cel; Yescarta®), enorme Fortschritte. Dabei handelt es sich allerdings um eine sehr komplexe Behandlung, die eine vielfältige interdisziplinäre Kooperation erfordert. Wichtig ist hierbei auch die rechtzeitige Vorstellung von in Frage kommenden Patienten.
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Magenkarzinom
 1 Min|

Magentumoren – Neue Therapieansätze

Zwei Beiträge bei einem wissenschaftlichen Symposium auf der virtuellen DGHO-Jahrestagung 2020 zum Magenkarzinom zeigten auf, dass die molekulare Stratifizierung der Tumoren zu besseren Therapieerfolgen führt, und zwar sowohl in der kurativen Situation als auch bei lokal fortgeschrittener bzw. metastasierter Erkrankung. Interdisziplinäre Therapiekonzepte im kurativen Setting wurden von Prof. Sylvie Lorenzen, München, vorgestellt.
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Prostatakarzinom
 2 Min|

Ipatasertib + Abirateron führt zu verbessertem rPFS sowie höherer Antitumoraktivität bei PTEN-loss mCRPC

Bei Patienten mit asymptomatischem oder mild symptomatischem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC), die zuvor nicht behandelt worden waren, wurden in der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie IPATential150 die Wirksamkeit und Sicherheit von Ipatasertib + Abirateron untersucht. Es zeigte sich, dass diese Behandlung im Vergleich zu Placebo + Abirateron bei mCRPC-Patienten mit PTEN-loss zu einem signifikant verbesserten radiographischen progressionsfreien Überleben (rPFS) und größerer Antitumoraktivität führte, nicht aber in der Intention-to-treat (ITT)-Population. Das Sicherheitsprofil stimmte mit dem bereits bekannten überein (1).
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NSCLC
 1 Min|

NSCLC mit PD-L1 ≥ 50%: Cemiplimab firstline verbessert OS und PFS signifikant im Vergleich zu Chemotherapie

In der multizentrischen, open-label, globalen Phase-III-Studie EMPOWER-Lung 1 konnte eine Firstline-Monotherapie mit Cemiplimab bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit einer PD-L1-Expression in ≥ 50% der Tumorzellen signifikant das Gesamtüberleben (OS) und das progressionsfreie Überleben (PFS) verbessern im Vergleich zu Chemotherapie – und das trotz einer hohen Crossover-Rate.
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Pankreaskarzinom
 1 Min|

Metastasiertes Pankreaskarzinom: Zweitlinienbehandlung trägt zur Überlebensverlängerung bei

Etwa die Hälfte der Patienten mit metastasiertem Pankreaskarzinom ist laut deutschem io-Pankreaskarzinom-Tumorregister fit genug, um eine Zweitlinientherapie zu erhalten. Die aktuellen Optionen zur Behandlung in erster und zweiter Therapielinie wurden bei einem Satelliten-Symposium diskutiert. In der zweiten Therapielinie konnte mit nal-Irinotecan + 5-Fluorouracil/Leucovorin das Armamentarium erweitert werden.
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Mammakarzinom
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Fortgeschrittenes HR+/HER2- Mammakarzinom: G-BA bescheinigt Abemaciclib Zusatznutzen in der Zweitlinie

Abemaciclib (Verzenios®) wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in der Kombination mit Fulvestrant ein geringer Zusatznutzen nach vorangegangener endokriner Therapie des fortgeschrittenen HR+/HER2-negativen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen zugesprochen. Entscheidend hierfür waren die Daten der Zulassungsstudie MONARCH 2, in der Abemaciclib + Fulvestrant im Vergleich zu Placebo + Fulvestrant den Patientinnen eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien und des Gesamt-überlebens ermöglichte, ohne die Lebensqualität zu beeinträchtigen.
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Nierenzellkarzinom
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Fortgeschrittenes RCC: Kombination Cabozantinib + Atezolizumab zeigt vielversprechende klinische Aktivität 11/2020

Cabozantinib, ein Behandlungsstandard für die Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (RCC), fördert ein immuntolerantes Umfeld, welches das Ansprechen auf Immuncheckpoint-Inhibitoren verstärken könnte. In der multizentrischen Phase-1b-Studie COSMIC-021 wird Cabozantinib in Kombination mit Atezolizumab bei verschiedenen soliden Tumoren untersucht. Beim ESMO-Kongress 2020 wurden erste Ergebnisse dieser Kombinationstherapie als Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen klarzelligen RCC (ccRCC) vorgestellt.
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Zervixkarzinom
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Bevacizumab-Biosimilar in der EU zugelassen

Der Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin®) ist für die Therapie einer Vielzahl von soliden Tumoren zugelassen. Am 21.08.2020 wurde bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission (EK) die Zulassung für das Bevacizumab-Biosimilar AYBINTIO® erteilt hat. Während der virtuellen ESMO-Tagung diskutierten Experten über die Eigenschaften und den Einsatz des Biosimilars. Es wurde von der EK für die Behandlung der gleichen Krebsarten wie die Bevacizumab-Referenzsubstanz Avastin® zugelassen. Dazu zählen u.a. das metastasierende Kolon- oder Rektumkarzinom, metastasierender Brustkrebs, das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom, das fortgeschrittene und/oder metastasierende Nierenzellkarzinom, das epitheliale Ovarial-, Eileiter- oder primäre Peritonealkarzinom sowie das Zervixkarzinom.
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NSCLC
 1 Min|

Zusatznutzen von Brigatinib bei ALK+ NSCLC durch IQWiG bestätigt

Driver-Mutationen sollten nach Diagnose eines nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) im Stadium IV standard-mäßig getestet werden, da dann eine zielgerichtete Therapie gefunden werden kann. Etwa 2-7% der Patienten mit einem Adenokarzinom haben eine Translokation im ALK-Gen. Während des ESMO-Kongresses 2020 diskutierten Experten darüber, welcher der bereits in der EU zugelassenen ALK-Inhibitoren zu bevorzugen ist und in welcher Therapielinie er eingesetzt werden sollte.
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Zervixkarzinom
 1 Min|

Metastasiertes Zervixkarzinom: 24% ORR unter Tisotumab-Vedotin als Monotherapie

Therapien bei Patientinnen mit rezidiviertem und/oder metastasiertem Zervixkarzinom führen in der Regel nur zu begrenzten objektiven Ansprechraten (ORR) von unter 15%. Auf dem virtuellen ESMO-Kongress wurden die Daten der einarmigen klinischen Phase-II-Zulassungsstudie innovaTV 204 präsentiert, in der Tisotumab-Vedotin als Monotherapie bei Patientinnen mit zuvor behandeltem rezidivierten und/oder metastasierten Zervixkarzinom untersucht wurde.
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Ovarialkarzinom
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Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Rekrutierende Phase-II-Studie evaluiert Wirksamkeit und Sicherheit von Niraparib + Dostarlimab

Ziel der einarmigen, open-label Phase-II-Studie MOONSTONE/GOG-3032 ist es, herauzufinden, ob eine Kombination von PARP-Inhibition und Checkpoint-Blockade das Outcome von Patientinnen mit rezidiviertem Platin-resistenten Ovarialkarzinom verbessern kann. Rezidiviert ein Ovarialkarzinom, tritt häufig eine Resistenz gegenüber Platin-basierten Chemotherapien auf. Da die Prognose für diese Patientinnen nach wie vor ungünstig ist, besteht in diesem Fall ein unmet medical need. Die Rationale der hier vorgestellten aktuell rekrutierenden Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit des PARP-Inhibitors Niraparib in Kombination mit dem neuen Anti-PD-1-Antikörper Dostarlimab bei Patientinnen mit fortgeschrittenem, rezidiviertem high-grade Platin-resistenten Ovarialkarzinom ohne bekannte BRCA-Mutation, die zuvor Bevacizumab erhalten haben und darunter progredient wurden, zu evaluieren (1).
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