Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 198

Im November 2025 veröffentlichten Rugo et al. in Clinical Cancer Research eine umfassende US-amerikanische Real-World-Analyse zur Anwendung von Elacestrant bei ESR1-mutierten PatientInnen mit ER+/HER2– metastasiertem Brustkrebs. Eingeschlossen wurden 306 PatientInnen aus dem Komodo Research Dataset (KRD), die zwischen Januar 2023 und Februar 2025 mit Elacestrant behandelt wurden. Als primäres Ergebnis wurde die Zeit bis zur nächsten Folgetherapie (rwTTNT) definiert.1
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Mammakarzinom

HR+/HER2- fortgeschrittener Brustkrebs: Mit Sacituzumab Govitecan länger progressionsfrei überleben

In der TROPiCS-02-Studie wurden Frauen mit fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positiven/HER2-negativen (HR+/HER2-) Brustkrebs (BC) mit Sacituzumab Govitecan oder einer anderen Therapie nach Wahl des Arztes (TPC) behandelt. Die ersten Ergebnisse dieser Studie zeigten einen signifikanten Vorteil für die Sacituzumab Govitecan-Patientinnen und wurden während des ASCO 2022 vorgestellt (1).
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NSCLC

ROS1-positives NSCLC: Entrectinib zeigt eine gute und anhaltende Wirksamkeit

ROS1-Fusionen, die sich bei 1–2% der Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) finden, können im Sinne einer modernen Präzisionsonkologie durch spezifische Kinase-Inhibitoren wie Entrectinib gezielt adressiert werden. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2022 wurde Entrectinib erstmals bei Patient:innen mit fortgeschrittenem ROS1-positivem (ROS1+) NSCLC evaluiert, die im Rahmen der BFAST-Studie durch blutbasiertes Next Generation Sequencing (NGS) identifiziert wurden. In dieser Studienkohorte zeigte Entrectinib eine gute und anhaltende Wirksamkeit (1) – in Übereinstimmung mit Studien, in denen die genetische Alteration in gewebebasierten Tumorproben nachgewiesen worden war.
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Hämatologie

2-Jahres-Daten zu Brexucabtagen-Autoleucel bei B-ALL

Seit Dezember 2020 ist die Anti-CD19-CAR-T-Zell-Therapie mit Brexucabtagen-Autoleucel (Brexu-cel; autologe Anti-CD19-transduzierte CD3-positive Zellen, KTE-X19) zugelassen zur Behandlung des Mantelzell-Lymphoms nach mindestens 2 systemischen Therapien inklusive eines Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitors (1). Doch damit erscheint das Potenzial der CAR-T-Zell-Therapie noch nicht ausgeschöpft. Die multizentrische einarmige, prospektive, offene Phase-I/II-Studie ZUMA-3 evaluiert die Sicherheit und Wirksamkeit von Brexu-Cel bei erwachsenen Patient:innen mit rezidivierter/refraktärer (r/r) B-Vorläufer akuter lymphatischer Leukämie (B-ALL). Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2022 wurden die 2-Jahres-Daten der Studie vorgestellt, die anhaltende Remissionen unter der Behandlung auch im längeren Zeitverlauf bestätigten (2).
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Kolorektales Karzinom

mCRC: Cetuximab verbessert die Wirkung von ICIs unabhängig von RAS-Mutation

Die Studie AVETUXIRI erreichte ihren vorläufigen primären Wirksamkeitsendpunkt für Patient:innen mit einem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) und RAS-Wildtyp (wt), was deren derzeitige Fortsetzung rechtfertigt. Ermutigende Überlebensdaten, die in der Kohorte mit mutiertem RAS (RAS-mut) beobachtet wurden, ermöglichen die Eröffnung einer neuen Kohorte mit dem progressionsfreien Überleben (PFS) als primärem Endpunkt. Eine Interimsanalyse dieser Phase-II-Studie wurde heute während der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt (1).
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Hämatologie

NDMM: Längeres PFS durch VRD + autoSCT und Len-Erhaltung bis zum Progress

Fitte Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM), die mit der Dreifachkombination VRD* (Bortezomib, Lenalidomid (Len), Dexamethason) in Kombination mit einer autologen Stammzelltransplantation (autoSCT) gefolgt von einer Len-Erhaltung bis zum Progress behandelt werden, dürfen eine deutlich verlängerte progressionsfreie Zeit erwarten, als wenn auf eine autoSCT verzichtet wird. Das zeigen die Daten der Phase-III-Studie DETERMINATION, die als Late Breaking Abstract im Rahmen der Plenary Session der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2022 vorgestellt werden (1). Die Ergebnisse untermauern die Bedeutung der Hochdosis-Chemotherapie (HDT) mit autoSCT in Kombination mit einer modernen Triplett-Induktionstherapie als Goldstandard für transplantable Erkrankte, machen aber auch klar, dass mit dieser Strategie keine Überlebensverlängerung erreichbar ist. Die Daten der DETERMINATION-Studie reihen sich ein in die Ergebnisse anderer klinischer Studien zur Erstlinientherapie bei fitten Erkrankten, richten aber auch den Blick auf zukünftige, möglicherweise wirksamere Behandlungsansätze bei der Induktion und im Falle eines Rezidivs.
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Mammakarzinom

DESTINY-Breast04 – das Highlight und neuer Standard für das HER2-low Mammakarzinom

Nach der Präsentation der Ergebnisse der DESTINY-Breast04-Studie von Dr. Shanu Modi auf dem ASCO 2022 gab es Standing Ovations. Trastuzumab-Deruxtecan erweist sich aufgrund dieser neuen Daten als künftiger Behandlungsstandard für das HER2-low Mammakarzinom, unabhängig vom Hormonrezeptor-Status. Die „breaking news“ dieser Studie fasste Prof. Dr. Sherko Kümmel, Essen, zusammen und erläutert darüber hinaus weitere spannende Daten vom amerikanischen Krebskongress.
 
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Ovarialkarzinom

ATHENA-Studie: Verbessertes PFS mit Rucaparib-Erhaltungstherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom

In der doppelblinden Phase-III-Studie ATHENA-MONO verlängerte die Erstlinien-Erhaltungstherapie mit dem PARP-Inhibitor Rucaparib signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zu Placebo bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, die auf eine Platin-basierte Chemotherapie angesprochen haben. Dies galt sowohl für die Intention-to-treat (ITT)-Population als auch für diejenigen Patientinnen mit einer homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) sowie die Subgruppe ohne HRD (1).
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Thorakale Tumoren

Bei den thorakalen Tumoren drehte sich fast alles um das NSCLC

PD Dr. Florian Fuchs leitet den Schwerpunkt Pneumologie an der Medizinischen Klinik 1 der Universität Erlangen. In der Podcast-Folge „Thorakale Tumoren“ berichtet er über persönliche Kongress-Highlights seines Themengebiets. Bis auf eines sind alle Highlight-Abstracts zum nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), der vorherrschenden Entität auf dem diesjährigen ASCO. Er sagt, es „habe sich gelohnt, den Weg auf sich zu nehmen, alleine um die Unmengen an Daten differenziert vor Ort miteinander zu diskutieren und einzuordnen.“
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Nierenzellkarzinom

RCC: Zusätzliche MET- und CTLA-4-Inhibition zeigte keine ausreichende Wirksamkeit

Die Phase-II-Studie CALYPSO untersuchte bei Patient:innen mit fortgeschrittenem klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC) die Wirksamkeit der MET-Inhibition mit Savolitinib (S) oder die CTLA-4-Hemmung mit Tremelimumab (T) jeweils als Monotherapie oder in Kombination mit dem PD-L1-Inhibitor mit Durvalumab. Die Studie hat ihren primären Endpunkt – eine bestätigte Ansprechrate (cRR) von mindestens 50% – nicht erreicht.
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