Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 17

Beim Satellitensymposium von Bristol Myers Squibb im Rahmen des ESMO-Kongresses in Berlin stellten internationale Expert:innen aktuelle Fortschritte in der Immuntherapie, der KRAS-gerichteten Behandlung und der Entwicklung innovativer Wirkmechanismen vor. Der Schwerpunkt lag auf Patientengruppen, die bisher schwer ansprechbar waren - insbesondere bei niedriger PD-L1-Expression und molekular komplexen Tumoren.
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Der experimentelle, oral verfügbare selektive Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) der nächsten Generation Giredestrant verbessert in Kombination mit dem mTOR-Inhibitor Everolimus signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zur Standard-endokrinen Therapie (ET) plus Everolimus beim Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen fortgeschrittenen Brustkrebs (ER+/HER2– mBC) nach vorheriger Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i). Das zeigen die Daten der multizentrischen, offenen, randomisierten Phase-III-Studie evERA, die bei der Jahrestagung der European Society für Medical Oncology (ESMO) 2025 vorgestellt wurden [1]. Die evERA-Studie ist die erste positive Head-to-Head-Phase-III-Studie, die ein rein orales Therapieschema mit einem selektiven Östrogenrezeptor-Degrader gegenüber einer etablierten Standardkombination untersucht.
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Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren: Radiopharmazeutische Therapie schlägt den bisherigen Therapiestandard
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Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren: Radiopharmazeutische Therapie schlägt den bisherigen Therapiestandard

Erstmalig wurde in einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten und offenen Phase-III-Studie bei Patient:innn mit gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) des WHO-Grades 1/2 eine radiopharmazeutische Therapie mit einer zielgerichteten Therapie verglichen. Erste Daten aus dieser Vergleichsstudie COMPETE wurden während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin vorgestellt [1].
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Früher HR+ Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko: Adjuvantes Abemaciclib verlängert das Gesamtüberleben
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Früher HR+ Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko: Adjuvantes Abemaciclib verlängert das Gesamtüberleben

CDK4/6-Inhibitoren (CDK4/6i) sind in Kombination mit einer endokrinen Therapie (ET) inzwischen auch in der adjuvanten Situation beim Hormonrezeptor positiven/HER2 negativen (HR+/HER2−) frühen Brustkrebs (eBC) mit hohem Rezidivrisiko etabliert. Abemaciclib, einer der beiden in der Adjuvanz einsetzbaren CDK4/6i, wurde auf Basis der Phase-III-Studie monarchE bei Erkrankten mit HR+/HER2−eBC und Hochrisikokriterien zugelassen [1]. Die Intensivierung der adjuvanten ET durch den CDK4/6i über zwei Jahre hatte das Überleben ohne erneutes Auftreten einer invasiven Erkrankung (iDFS) signifikant verlängert [1, 2]. Bei der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) wurden die lang erwarteten Daten zum Gesamtüberleben präsentiert – mit positiven Ergebnissen [3]. Abemaciclib ist damit der erste CDK4/6i, der im adjuvanten Setting einen signifikanten Überlebensvorteil gegenüber reiner ET zeigen konnte.
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RNA-Expressionsmuster therapeutisch relevanter Zielstrukturen
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RNA-Expressionsmuster therapeutisch relevanter Zielstrukturen unterscheiden sich bei molekularen Subtypen von aUC und MIBC

Im Zuge der fortschreitenden Entwicklung zielgerichteter Therapien in der urologischen Onkologie rückt die präzise molekulare Charakterisierung von Tumoren zunehmend in den Fokus – insbesondere bei fortgeschrittenen Urothelkarzinomen (aUC) und muskelinvasiven Blasenkarzinomen (MIBC). Ziel ist es, therapeutisch relevante Moleküle wie NECTIN-4, HER2, HER3, EGFR und TROP2 zu identifizieren, die als potenzielle Ansatzpunkte für eine personalisierte, molekularbasierte Behandlung dienen könnten. Einen Beitrag zu diesem Forschungsfeld leistete eine beim ESMO-Kongress 2025 vorgestellte explorative Analyse auf Basis von klinischen Daten und Real-World-Daten, die RNA-Expressionsmuster der genannten Zielstrukturen in Abhängigkeit von definierten molekularen Subtypen von aUC oder MIBC evaluierte [1]. Die Ergebnisse liefern Einblicke in die biologischen Unterschiede zwischen den Subtypen und eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung individualisierter Therapieansätze.
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ESR1-Mutationen und andere Biomarker beim endokrin vorbehandelten ER+/HER2– mBC
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ESR1-Mutationen und andere Biomarker beim endokrin vorbehandelten ER+/HER2– mBC: Neue Erkenntnisse aus Real-World-Studien

Zwei aktuelle Real-World-Studien aus den USA, die beim ESMO-Kongress 2025 vorgestellt wurden, untersuchten mithilfe von Patientendaten die Häufigkeit von genetischen Mutationen beim metastasiertem Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen Brustkrebs (ER+/HER2– mBC) nach endokriner Therapie. Eine Studie evaluierte den Zusammenhang zwischen der Dauer der endokrinen Therapie und dem Auftreten von ESR1-Mutationen, die andere die Häufigkeit von ESR1-Mutationen und drei anderen relevanten Biomarkern [1, 2]. Beide Studien aus der realen Welt unterstreichen die zentrale Rolle der genetischen Testung beim mBC.
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Platin-resistentes Ovarialkarzinom: OS-Vorteil mit Immuncheckpoint-Inhibitor-Regime in der Gesamtpopulation

Beim Platin-resistenten, rezidivierenden Ovarialkarzinom (PROC) erreichen Immuncheckpoint-Inhibitor (Pembrolizumab) + Chemotherapie (Paclitaxel) erstmals in der Gesamtpopulation einer Phase-III-Studie einen signifikanten und klinisch bedeutsamen Vorteil im krankheitsfreien Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu Placebo + Paclitaxel. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) habe soeben einem beschleunigten Zulassungsverfahren für Pembrolizumab in dieser Indikation zugestimmt, sagte Dr. Nicoletta Colombo, Mailand, Italien, auf dem ESMO-Kongress 2025.
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Uterus Cancer
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5-Jahres-Update von 309/KEYNOTE-775 beim fortgeschrittenem EC: Anhaltend hohes Nutzen-Risiko-Profil von Lenvatinib + Pembrolizumab

Der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Lenvatinib ist in Kombination mit dem PD-1-Inhibitor Pembrolizumab zur Behandlung des fortgeschrittenen oder rezidivierenden Endometriumkarzinoms (EC) zugelassen, wenn die Erkrankung während/nach Platin-basierter Therapie fortgeschritten ist und eine kurative chirurgische Behandlung oder Bestrahlung nicht in Frage kommt. Zulassungsrelevant waren die Daten der Phase-III-Studie 309/KEYNOTE-775, in der die Kombination Lenvatinib/Pembrolizumab (L+P) einer Chemotherapie hinsichtlich der Endpunkte progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) signifikant überlegen war [1, 2]. Eine beim ESMO-Kongress 2025 vorstellte 5-Jahres-Analyse der Zulassungsstudie bestätigte nun, dass der OS-Vorteil zugunsten von L+P trotz Crossovers und nachfolgender Therapien anhaltend war – unabhängig vom Mismatch-Reparaturstatus (MMR) [3].
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Side view portrait of two people getting chemotherapy treatment in clinic while sitting in chairs with IV drip tubes copy space
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ER+/HER2- mBC – Indirekter Therapievergleich: Imlunestrant/Abemaciclib toppt Fulvestrant/Abemaciclib

Der orale selektive Estrogenrezeptor Degrader (SERD) der nächsten Generation Imlunestrant hatte in der EMBER-3-Studie bei Patientinnen mit Östrogenrezeptor-positivem, HER2-negativem, fortgeschrittenem Brustkrebs (ER+/HER2- mBC) in Kombination mit dem CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib einen signifikanten Vorteil hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS) gegenüber dem alleinigen SERD gezeigt [1]. Da bisher kein direkter Vergleich von Imlunestrant/Abemaciclib mit der Kombination Fulvestrant + Abemaciclib vorliegt, wurde ein indirekter Therapievergleich (ITC) durchgeführt, basierend auf Daten aus den Phase-III-Studien EMBER-3, MONARCH 2 und postMONARCH [1-3]. Die beim ESMO-Kongress 2025 präsentierten Ergebnisse weisen auf einen PFS-Vorteil zugunsten der rein oralen Kombination Imlunestrant/Abemaciclib hin [4].
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Gesundheitspolitik

Warken offen für Gespräche über Lockerung bei Krankschreibungen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zeigt sich gesprächsbereit für eine Lockerung der Regeln zu Krankschreibungen von Arbeitnehmern. „Ich bin grundsätzlich offen dafür, Dinge zu optimieren, wenn es im System Möglichkeiten der Verbesserung auch gibt, wenn es Möglichkeiten gibt, da auch effizienter zu werden", sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk angesprochen auf einen entsprechenden Vorstoß vom Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen.
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ESMO 2025
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LAG3 als Biomarker für das Ansprechen auf Immuntherapien beim metastasierten Nierenzellkarzinom

Das Lymphocyte Activation Gene-3 (LAG3) hat sich in den letzten Jahren als vielversprechender Immun-Checkpoint-Rezeptor etabliert, der sowohl als Biomarker als auch als Therapieziel von großem Interesse ist. Während die Bedeutung von LAG3 in verschiedenen Tumorentitäten zunehmend erforscht wird, blieb sein Zusammenhang beim Nierenzellkarzinom (RCC) bisher unzureichend charakterisiert. Eine aktuelle Studie, die auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 präsentiert wurde, hat nun erstmals systematisch die LAG3-Genexpression und deren Assoziation mit Therapieergebnissen beim metastasierten RCC untersucht.
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