Journal Onkologie

Zielgerichtete & Personalisierte Therapien | Beiträge ab Seite 3

Beiträge zum Thema Zielgerichtete & Personalisierte Therapien

Ein langjähriger Standard in der Therapie des neu diagnostizierten diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms ist die Chemoimmuntherapie mit Rituximab und CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison). Erste Daten einer Phase-III-Studie, die beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt wurden, weisen darauf hin, dass der Ersatz des CD20-Antikörpers Rituximab durch den bispezifischen CD20xCD3-Antikörper Odronextamab die Wirksamkeit noch verbessern könnte [1].
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ASH 2025
ASH 2025

Ältere Patienten mit DLBCL: Wirkung von R-mini-CHOP durch bispezifischen Antikörper deutlich verstärkt

Patient:innen mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), die aufgrund ihres Alters, ihres Allgemeinzustands oder wegen Komorbiditäten nicht das gängige R-CHOP-Protokoll, sondern nur eine dosisreduzierte Version (R-mini-CHOP) erhalten können, haben damit eine schlechtere Prognose. Beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando wurden 2-Jahres-Resultate der Phase-Ib/II-Studie EPCORE NHL-2 präsentiert, in der R-mini-CHOP mit dem bispezifischen Antikörper Epcoritamab kombiniert worden war [1].
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ASH 2025
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CLL17-Studie: Zeitlich begrenzte 1L-Therapie mit Venetoclax/Obinutuzumab bzw. Venetoclax/Ibrutinib ist Ibrutinib-Dauertherapie bei CLL nicht unterlegen

In der Erstlinientherapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) haben zwei Konzepte mit zielgerichteten Substanzen ihre Überlegenheit gegenüber der Chemoimmuntherapie (CIT) demonstriert: die Dauertherapie mit Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi), die bis zur Progression fortgeführt wird auf der einen Seite, und zeitlich begrenzte Regime mit einem BCL2-Inhibitor in Kombination mit einem Anti-CD20-Antikörper oder einem BTKi auf der anderen Seite. Nun wurden erstmals beide Behandlungsparadigmen in der Phase-III-Studie CLL17 der Deutschen CLL-Studiengruppe miteinander verglichen. Erste bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 vorgestellte Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine zeitlich begrenzte zielgerichtete Therapie der Dauertherapie mit dem BTKi nicht unterlegen ist [1].
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ASH 2025
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LBCL bei älteren Patient:innen: Gute Wirksamkeit für Epcoritamab

Ein gewisser Anteil von Patient:innen mit großzelligen B-Zell-Lymphomen (LBCL) kann wegen ihres Alters oder wegen Komorbiditäten die potentiell kurative Erstlinien-Chemoimmuntherapie mit R-CHOP oder R-CHP plus Polatuzumab Vedotin nicht erhalten. Der bispezifische CD20xCD3-Antikörper Epcoritamab, bisher zugelassen für DLBCL und follikuläre Lymphome nach mindestens zwei Vortherapien, hat hier in einer Phase-II-Studie als Monotherapie vielversprechende Wirkung gezeigt, wie beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando berichtet wurde [1].
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ASH 2025
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Pirtobrutinib zeigt gute und dauerhafte Wirksamkeit bei R/R CLL/SLL

Kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (cBTKi) haben die Behandlungslandschaft der chronischen lymphatischen Leukämie/des kleinen lymphozytären Lymphoms (CLL/SLL) in den letzten Jahren dramatisch verändert, insbesondere in der Erstlinienbehandlung. Allerdings tritt irgendwann eine cBTKi-Resistenz oder -Unverträglichkeit auf. Pirtobrutinib ist ein selektiver, nicht-kovalenter BTKi, der bei Patient:innen mit rezidivierter oder refraktärer (R/R) CLL und SLL eingesetzt wird. Während der diesjährigen ASH-Tagung wurden die finalen Ergebnisse der Phase-I/II-Studie BRUIN nach einer Nachbeobachtungszeit von mehr als fünf Jahren vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf der Wirksamkeit und Sicherheit von Pirtobrutinib bei Patient:innen mit CLL/SLL nach einer cBTKi-Behandlung lag [1].
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ASH 2025
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Bispezifischer Antikörper bei älteren Patient:innen mit DLBCL in Monotherapie und subkutan wirksam

Für Patient:innen mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), die aufgrund ihres Alters und/oder Begleiterkrankungen nicht die übliche Chemoimmuntherapie erhalten können, besteht dringender Bedarf für Chemotherapie-freie Erstlinientherapien. In einer beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando vorgestellten Phase-II-Studie entfaltete der bispezifische Antikörper Mosunetuzumab als Monotherapie in subkutaner Gabe bei solchen Patient:innen in einer Phase-II-Studie beachtliche Wirkung.
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Mammakarzinom
Früher HR+ Brustkrebs: Bei N1-Nodalstatus und Risikofaktoren ET um CDK4/6i erweitern
DGHO 2025

Früher HR+ Brustkrebs: Bei N1-Nodalstatus und Risikofaktoren ET um CDK4/6i erweitern

Für Frauen mit frühem Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom (HR+/HER2– eBC) besteht nach Primärtherapie trotz adjuvanter endokriner Therapie (ET) ein relevantes Rezidivrisiko, das sich über zwei Jahrzehnte erstreckt [1]. Das Ausmaß der axillären Lymphknotenbeteiligung korreliert dabei mit dem Rückfallrisiko. Eine US-amerikanische Real-World-Analyse bestätigte nun das deutlich erhöhte Risiko für Rezidive und Mortalität auch bei Frauen mit nur 1–3 befallenen Lymphknoten und zusätzliche Risikofaktoren [2]. Dies untermauert die Empfehlung, in dieser Hochrisikokohorte die adjuvante ET durch einen CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i) zu intensivieren, etwa eine zweijährige Behandlung mit Abemaciclib. Das betonte PD Dr. Anja Welt, Universitätsmedizin Essen, bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2025.
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Medizin
CHMP empfiehlt Imlunestrant bei HR+ Brustkrebs mit ESR1-Mutation

CHMP empfiehlt Imlunestrant bei HR+ Brustkrebs mit ESR1-Mutation

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat den oralen, selektiven Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) Imlunestrant für die Zulassung in der Europäischen Union empfohlen. Imlunestrant soll künftig eingesetzt werden als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit Östrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer aktivierenden ESR1-Mutation, deren Erkrankung nach einer vorherigen endokrinen Therapie fortgeschritten ist [1].
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Mammakarzinom
Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Zwei Jahre zusätzliches Abemaciclib verbessern bei Hochrisikopatientinnen das Gesamtüberleben

Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Zwei Jahre zusätzliches Abemaciclib verbessern bei Hochrisikopatientinnen das Gesamtüberleben

Noch immer wird an der Optimierung der adjuvanten Therapie für Hormonrezeptor-positive (HR+)/HER2-negative (HER2–) frühe Mammakarzinome (eBC) geforscht, um Rezidive zu verhindern und das Überleben der Betroffenen zu verbessern. Nun wurde erstmals ein signifikanter Überlebensvorteil für die Ergänzung der adjuvanten endokrinen Therapie (ET) mit einem CDK4/6-Inhibitor gezeigt: Nach sieben Jahren Nachbeobachtungszeit war in der monarchE-Studie Gesamtüberlebens (OS)-Rate bei Erkrankten, deren ET über zwei Jahre mit Abemaciclib ergänzt worden war, signifikant höher als unter alleiniger ET [1].
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Medizin
Personalisierte Therapie verbessert Brustkrebs-Behandlung

Personalisierte Therapie verbessert Brustkrebs-Behandlung

Eine umfassende molekulare Profilierung kann die Behandlung von Patient:innen mit metastasiertem Brustkrebs entscheidend verbessern. Das belegen Forschende vom NCT Heidelberg, vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), von der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und vom Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) bei einer Auswertung der CATCH-Studie. Daten von mehr als 400 Patientinnen zeigen, dass eine personalisierte, biomarkerbasierte Therapie das Ansprechen auf die Behandlung und das progressionsfreie Überleben deutlich erhöht – ein wichtiger Schritt hin zu einer präzisen, individuell zugeschnittenen Krebsmedizin.
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NSCLC
Tyrosinkinasehemmer bei HER2-mutiertem NSCLC in Sicht
ESMO 2025

Tyrosinkinasehemmer bei HER2-mutiertem NSCLC in Sicht

Beim diesjährigen ESMO-Kongress wurden erstmals Daten zu dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Zongertinib vorgestellt. Nicht-kleinzellige Lungentumoren (NSCLC) mit einer im Tyrosinkinase-Domänenbereich (TKD) befindlichen Mutation des HER2-Rezeptors scheinen sehr gut auf den TKI anzusprechen. Wie zu erfahren war, profitieren die Patient:innen deutlich in Bezug auf die Lebensqualität – verglichen mit der Gruppe, die eine Chemotherapie erhielt. In den USA und China gibt es eine „Breakthrough Therapy Designation“ für die Erstlinientherapie bei Erwachsenen.
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Ovarialkarzinom
Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern
ESMO 2025

Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern

Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms (OC) zählen die Tumore noch immer zu den letalsten in der Gynäkologie. Schlüssel zum Erfolg ist das frühzeitige Erkennen molekularer Tumorstrukturen. Biomarker, die die Funktionalität der Tumoren beschreiben, könnten Therapieentscheidungen leiten und weitere Fortschritte bringen. Über die Chemosensitivität wurde beim diesjährigen ESMO diskutiert.
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Mammakarzinom
HER2+ metastasierter Brustkrebs: Tucatinib als profunde Drittlinientherapie etablieren
ESMO 2025

HER2+ metastasierter Brustkrebs: Tucatinib als profunde Drittlinientherapie etablieren

Gemäß den ESMO-Guidelines werden für die Erstlinientherapie von Frauen mit HER2-positivem (HER2+) Brustkrebs Taxane plus Trastuzumab-Pertuzumab eingesetzt. Für die Zweitlinientherapie wird anschließend das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) empfohlen. Welche Rolle Tucatinib in der Drittlinientherapie einnehmen kann, diskutierten Expert:innen während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin.
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Gastrointestinale Tumoren
Therapien der Zukunft in der Onkologie – Früher zielgerichtet und immuntherapeutisch behandeln
DGHO 2025

Therapien der Zukunft in der Onkologie – Früher zielgerichtet und immuntherapeutisch behandeln

Wie die Tumortherapie im Jahr 2030 beim mutierten Kolorektalkarzinom (mCRC), beim Pankreas- und bei biliären Karzinomen aussehen könnte, war das Thema eines Symposiums anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025. Auf den Punkt gebracht: Zielgerichtete und Immuntherapien werden in frühere Therapielinien vorrücken. Außerdem wird es ohne künstliche Intelligenz (KI) nicht gehen.
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ESMO 2025
Längeres Follow-Up bestätigt adjuvantes Alectinib beim frühen ALK+ NSCLC
ESMO 2025

Längeres Follow-Up bestätigt adjuvantes Alectinib beim frühen ALK+ NSCLC

Seit der Primäranalyse der Phase-III-Studie ALINA hat sich der ALK-Inhibitor Alectinib zum adjuvanten Standard beim resezierten, frühen und ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) entwickelt. Ein aktuelles Update nach rund vier Jahren Follow-Up bekräftigte die Vorteile beim krankheitsfreien Überleben (DFS), speziell auch im Hinblick auf eine ZNS-Beteiligung [1].
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ESMO 2025
Frühes HER2-positives Mammakarzinom: Neue Entwicklungen in der Neoadjuvanz
ESMO 2025

Frühes HER2-positives Mammakarzinom: Neue Entwicklungen in der Neoadjuvanz

Die neoadjuvante Therapie des frühen HER2-positiven Mammakarzinoms besteht seit über einem Jahrzehnt aus den beiden HER2-Antikörpern Trastuzumab und Pertuzumab und einer zeitgleichen oder sequentiellen Chemotherapie. Zwei große Phase-III-Studien, die beim ESMO-Kongress vorgestellt wurden, haben einen deutlichen Vorteil für neue Strategien mit Antikörper-Toxin-Konjugaten in dieser Indikation demonstriert.
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ESMO 2025

Vorbehandeltes SCLC: Bispezifischer Antikörper wirksam und sicher

Der Delta-like Ligand 3 (DLL3) wird auf der Oberflache von 85–96% aller kleinzelligen Lungenkarzinome (SCLC) exprimiert. Der bispezifische Antikörper Tarlatamab bindet an DLL3 ebenso wie an das CD3-Antigen auf T-Zellen und fuhrt dadurch zur Lyse der Krebszellen. Die Behandlung von SCLC-Patient:innen, die nach einer Erstlinientherapie rezidiviert sind, mit Tarlatamab ist nicht nur sehr effektiv, sondern auch gut verträglich, wie beim ESMO-Kongress präsentierte Ergebnisse der DeLLphi-304-Studie zeigen.
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ESMO 2025
PHAROS-Update beim BRAF-V600E-mutierten mNSCLC: Überzeugende Langzeit-Überlebensdaten für Encorafenib + Binimetinib
ESMO 2025

Überzeugende Langzeit-Überlebensdaten für Encorafenib + Binimetinib

Der BRAF-Inhibitor Encorafenib ist in Kombination mit dem MEK-Inhibitor Binimetinib seit August 2024 zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) mit einer BRAF-V600E-Mutation zugelassen. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der nicht-randomisierten Phase-II-Studie PHAROS, in der die Kombination insbesondere bei therapienaiven Patient:innen mit BRAF-V600E-mutiertem mNSCLC eine anhaltende und klinisch bedeutsame antitumorale Wirksamkeit gezeigt hatte – bei gut handhabbarem Sicherheitsprofil [1]. Nun wurden beim ESMO-Kongress 2025 in einem Studienupdate ermutigende Langzeit-Überlebensdaten für diese schwer behandelbare Population von NSCLC-Erkrankten berichtet [2].
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