Journal Onkologie

Zielgerichtete & Personalisierte Therapien | Beiträge ab Seite 4

Beiträge zum Thema Zielgerichtete & Personalisierte Therapien

ESMO 2025

Vorbehandeltes SCLC: Bispezifischer Antikörper wirksam und sicher

Der Delta-like Ligand 3 (DLL3) wird auf der Oberflache von 85–96% aller kleinzelligen Lungenkarzinome (SCLC) exprimiert. Der bispezifische Antikörper Tarlatamab bindet an DLL3 ebenso wie an das CD3-Antigen auf T-Zellen und fuhrt dadurch zur Lyse der Krebszellen. Die Behandlung von SCLC-Patient:innen, die nach einer Erstlinientherapie rezidiviert sind, mit Tarlatamab ist nicht nur sehr effektiv, sondern auch gut verträglich, wie beim ESMO-Kongress präsentierte Ergebnisse der DeLLphi-304-Studie zeigen.
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ESMO 2025
PHAROS-Update beim BRAF-V600E-mutierten mNSCLC: Überzeugende Langzeit-Überlebensdaten für Encorafenib + Binimetinib
ESMO 2025

Überzeugende Langzeit-Überlebensdaten für Encorafenib + Binimetinib

Der BRAF-Inhibitor Encorafenib ist in Kombination mit dem MEK-Inhibitor Binimetinib seit August 2024 zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) mit einer BRAF-V600E-Mutation zugelassen. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der nicht-randomisierten Phase-II-Studie PHAROS, in der die Kombination insbesondere bei therapienaiven Patient:innen mit BRAF-V600E-mutiertem mNSCLC eine anhaltende und klinisch bedeutsame antitumorale Wirksamkeit gezeigt hatte – bei gut handhabbarem Sicherheitsprofil [1]. Nun wurden beim ESMO-Kongress 2025 in einem Studienupdate ermutigende Langzeit-Überlebensdaten für diese schwer behandelbare Population von NSCLC-Erkrankten berichtet [2].
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ESMO 2025
HR+/HER2+ mBC: Stabile Lebensqualität unter Palbociclib-basierter Erstlinien-Erhaltungstherapie
ESMO 2025

HR+/HER2+ mBC: Stabile Lebensqualität unter Palbociclib-basierter Erstlinien-Erhaltungstherapie

Etwa 10% aller Brustkrebserkrankungen sind Hormonrezeptor-positiv (HR+) und gleichzeitig HER2-positiv (HER2+). Trotz Behandlungsfortschritten kommt es bei dieser Form von Brustkrebs häufig zu einer Resistenzentwicklung gegen anti-HER2- und endokrine Therapien (ET). Speziell nach dem Fortschreiten der Erkrankung im Anschluss an eine Induktionschemotherapie und Anti-HER2-Therapie ist der Bedarf an neuen Optionen groß. Aktuelle Daten der Phase-III-Studie PATINA, die beim ESMO-Kongress 2025 präsentiert wurden, zeigen, dass die Addition des CDK4/6-Inhibitors Palbociclib zur Anti-HER2-Therapie und ET im Sinne einer Erstlinien-Erhaltungstherapie bei Patient:innen mit HR+/HER2+ metastasiertem Brustkrebs (mBC) nicht nur hocheffektiv ist, sondern auch die Lebensqualität der Behandelten erhält [1].
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ESMO 2025
Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Neue 5-Jahres-Daten aus der ATHENA-Mono-Studie sprechen für Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Rucaparib für alle
ESMO 2025

Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Neue 5-Jahres-Daten aus der ATHENA-Mono-Studie sprechen für Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Rucaparib für alle

Im Monotherapie-Arm der ATHENA-Studie war gezeigt worden, dass eine Erhaltungstherapie mit Rucaparib das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Eierstockkrebs nach einer Erstlinienbehandlung mit Platin signifikant verlängerte [1]. Während des ESMO-Kongresses in Berlin wurde nun eine aktualisierte, explorative Analyse der PFS-Daten nach fünf Jahren Nachbeobachtungszeit vorgestellt [2].
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ESMO 2025
ESMO 2025

ASCENT-03: Progressionsfreie Zeit bei triple-negativem Brustkrebs unter ADC signifikant verlängert

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Sacituzumab govitecan (SG) verbesserte das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patientinnen mit metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (mTNBC) signifikant im Vergleich zur Chemotherapie. Die primären Ergebnisse der Phase-III-Studie ASCENT-03-Studie unterstützen die Verwendung von SG in der Erstlinie (1L) bei Patientinnen, die für eine Anti-PD-(L)1-Therapie nicht geeignet sind. Dr. Javier Cortés, Barcelona, Spanien, stellte die Ergebnisse auf dem ESMO-Kongress 2025 vor [1], die zeitgleich im News England Journal of Medicine (NEJM) publiziert wurden [2].
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ESMO 2025
Finale Überlebensdaten der ALEX-Studie bestätigen Alectinib als Erstlinientherapie beim ALK-mutierten NSCLC
ESMO 2025

Finale Überlebensdaten der ALEX-Studie bestätigen Alectinib als Erstlinientherapie beim ALK-mutierten NSCLC

Das fortgeschrittene nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) mit Translokationen, die die anaplastische Lymphomkinase (ALK) betreffen, wird mit gegen ALK gerichteten Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) behandelt. Die erste Zulassung erhielt seinerzeit der ALK-Inhibitor Crizotinib, aber seine Wirkung in der Erstlinie wurde in der direkten Phase-III-Vergleichsstudie ALEX von der Zweitgenerations-Substanz Alectinib übertroffen. Aus dieser Studie wurden nun beim ESMO-Kongress die finalen Ergebnisse zum Gesamtüberleben präsentiert.
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ESMO 2025
EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib plus Chemotherapie auch bei ungünstigen Prognosefaktoren überlegen
ESMO 2025

EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib plus Chemotherapie auch bei ungünstigen Prognosefaktoren überlegen

Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) mit aktivierenden Mutationen im Gen für den Rezeptor des epidermalen Wachstumsfaktors (EGFR) werden heute mit Drittgenerations-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) gegen den EGFR behandelt, ergänzt um eine platinbasierte Chemotherapie, weil sich dadurch der Überlebensvorteil noch einmal erhöht. Eine explorative Analyse der Resultate, die beim ESMO-Kongress vorgestellt wurde, zeigt nun, dass das auch für Patient:innen gilt, die zu Beginn prognostisch besonders ungünstige Faktoren aufweisen.
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ESMO 2025
Orale Kombi aus Giredestrant und Everolimus verbessert PFS beim fortgeschrittenen ER+ Brustkrebs
ESMO 2025

Orale Kombi aus Giredestrant und Everolimus verbessert PFS beim fortgeschrittenen ER+ Brustkrebs im Post-CDK4/6i-Setting

Der experimentelle, oral verfügbare selektive Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) der nächsten Generation Giredestrant verbessert in Kombination mit dem mTOR-Inhibitor Everolimus signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zur Standard-endokrinen Therapie (ET) plus Everolimus beim Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen fortgeschrittenen Brustkrebs (ER+/HER2– mBC) nach vorheriger Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i). Das zeigen die Daten der multizentrischen, offenen, randomisierten Phase-III-Studie evERA, die bei der Jahrestagung der European Society für Medical Oncology (ESMO) 2025 vorgestellt wurden [1]. Die evERA-Studie ist die erste positive Head-to-Head-Phase-III-Studie, die ein rein orales Therapieschema mit einem selektiven Östrogenrezeptor-Degrader gegenüber einer etablierten Standardkombination untersucht.
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ESMO 2025
Visugromab verbessert Ansprechen auf Nivolumab beim muskelinvasiven Blasenkarzinom
ESMO 2025

Visugromab verbessert Ansprechen auf Nivolumab beim muskelinvasiven Blasenkarzinom

Die neoadjuvante Chemotherapie beim muskelinvasiven Blasenkarzinom zeigt begrenzte Aktivität und erhebliche Toxizität. Anti-PD-(L)1-Monotherapien erreichen vergleichbare pathologische Komplettremissionsraten bei verbesserter Verträglichkeit. Kürzlich wurde der Growth and Differentiation Factor 15 (GDF-15) als Schlüsselmediator der Resistenz gegen PD-(L)1-Blockade bei metastasierten soliden Tumoren identifiziert, was einen neuen Ansatzpunkt zur Verbesserung der Immuntherapie darstellt. Die multizentrische GDFather-NEO-Studie untersuchte daher Visugromab in Kombination mit Nivolumab versus Nivolumab plus Placebo bei Patient:innen mit neu diagnostiziertem muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC).
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Medizin

TROPION-Breast02: Datopotamab Deruxtecan zeigt signifikante Überlebensvorteile beim triple-negativen Brustkrebs

Die Phase-III-Studie TROPION-Breast02 hat ihre dualen primären Endpunkte erreicht und zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung sowohl des Gesamtüberlebens (OS) als auch des progressionsfreien Überlebens (PFS) mit Datopotamab Deruxtecan gegenüber einer Chemotherapie bei Patientinnen mit lokal rezidivierendem inoperablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC), für die eine Immuntherapie nicht in Frage kommt.
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Mammakarzinom

NATALEE-Studie: Neue Langzeitdaten bestätigen anhaltenden Nutzen von Ribociclib bei frühem Brustkrebs

Eine explorative Vier-Jahres-Analyse der NATALEE-Studie zeigt einen anhaltenden Nutzen von Ribociclib plus nichtsteroidalen Aromatasehemmern (NSAI) bei Patient:innen mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Brustkrebs. Die Risikoreduktion für Rezidive betrug 28,5% gegenüber der alleinigen NSAI-Therapie, wobei der Vorteil auch nach Beendigung der Ribociclib-Behandlung bestehen blieb.
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