Journal Onkologie

Mammakarzinom

Überblick

Mammakarzinom

Brustkrebs ist mit jährlich 70.000 neuen Fällen die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland. Die Erkrankung tritt in sehr variablen Formen auf. Etwa jede 5. Patientin erhält die Diagnose DCIS (Ductales Carcinoma in Situ), eine Vorstufe von Krebs mit sehr guter Prognose und guten Möglichkeiten zur Behandlung durch Operation, Strahlentherapie und endokrine Therapie. Etwa jede 6. Patientin leitet allerdings an einem aggressiven Tumor: dem triple-negativen Mammakarzinom (TNBC), das trotz Chemotherapie und zielgerichteter Therapie schwierig zu behandeln ist. Eine detaillierte Diagnose mit molekularer Charakterisierung ist wichtig für eine passgenaue Therapie. Die Früherkennung des Tumors verbessert die Behandlungsmöglichkeiten.
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Mammakarzinom
Empfehlungen der AGO Kommission Mamma
State of the Art Meeting 2026

Empfehlungen der AGO Kommission Mamma

Im März stellte die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) wie jedes Jahr ihre aktualisierten Empfehlungen zur Therapie des Mammakarzinoms beim State of the Art Meeting in Frankfurt am Main vor. In folgendem Bericht mit dem Fokus Systemtherapie finden Sie eine Zusammenfassung wichtiger neuer Empfehlungen. Die umfangreichsten Änderungen betrafen das metastasierte Mammakarzinom (mBC).
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Medizin

Früherkennung trägt zu sinkenden Brustkrebs-Sterberaten in Europa bei

Mit der Einführung von Mammographie-Screening-Programmen in Europa haben sich die Diagnosen von Brustkrebs deutlich verändert, begleitet von einem Rückgang der Brustkrebssterberaten. Das zeigt eine der bislang umfassendsten Auswertungen bevölkerungsbasierter Daten zu Brustkrebs in 21 europäischen Ländern unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Das auffälligste Ergebnis: Nach Einführung des Screenings wurden deutlich mehr frühe, weniger fortgeschrittene Tumoren entdeckt.
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Weitere Inhalte:
Mammakarzinom
Eine Frau, die ein weißes Hemd trägt, erhält eine Strahlentherapie. Links neben ihr steht ein junger Arzt mit Bart, der einen weißen Arztkittel trägt.
Interview mit Prof. Mark De Ridder, Brüssel

Gemeinsam höhere Standards in der Strahlentherapie erreichen

Prof. Dr. Mark De Ridder ist CEO am Universitair Ziekenhuis (UZ) Brüssel und leitet dort die Abteilung für Radioonkologie. In dieser Funktion setzt er sich für den Einsatz fortschrittlicher Technologien und für höchste Standards in der Strahlentherapie ein. Im Folgenden spricht er über die Vorteile und Herausforderungen stereotaktischer Radiochirurgie und extrakranieller stereotaktischer Radiotherapie, die Rolle der Technologie in diesem Zusammenhang und den Stellenwert internationaler Netzwerke bei der Weiterentwicklung von Krebstherapien.
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Mammakarzinom
Triple-negatives Mammakarzinom im Frühstadium: Biomarker und Behandlungsstrategien
Interview mit Prof. Dr. med. Rachel Würstlein, München

Triple-negatives Mammakarzinom im Frühstadium: Biomarker und Behandlungsstrategien

Triple-negativer Brustkrebs (TNBC) ist eine aggressive Tumorart mit begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Prof. Dr. Rachel Würstlein, Leitende Oberärztin Brustzentrum LMU Klinikum München, erläutert im Gespräch mit JOURNAL ONKOLOGIE neue Therapieansätze bei dieser Entität und die Bedeutung personalisierter und markerorientierter Therapien.
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Mammakarzinom
Antikörpertherapie von HER2-positiven Brustkrebszellen

Medikamentöse Therapie des ​HER2-positiven ­Mammakarzinoms

Der vorliegende Artikel schafft einen umfassenden Überblick über die aktuelle evidenzbasierte medikamentöse Systemtherapie des HER2-positiven Mammakarzinoms entlang des gesamten Erkrankungsverlaufs. In der kurativen Situation stehen dabei neue neoadjuvante sowie postneoadjuvante Eskalations- und Deeskalationsstrategien im Fokus. In der metas­tasierten Situation werden aktuelle und zeitnah praxisverändernde Studiendaten diskutiert.
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Mammakarzinom
Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Beim ESMO-Kongress 2025 bestätigten die 5-Jahres-Daten der Natalee-Studie bei Erkrankten mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Mammakarzinom (eBC) mit hohem Rezidivrisiko den Vorteil durch die Ergänzung der adjuvanten endokrinen Therapie (ET) mit Ribociclib – in allen untersuchten Subgruppen und auch bei Betroffenen ohne Lymphknotenbefall.
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Medizin
Doppelplus für Inavolisib: AGO empfiehlt zielgerichtete Therapie bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2- Mammakarzinom

Doppelplus für Inavolisib: AGO empfiehlt zielgerichtete Therapie bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2- Mammakarzinom

Die AGO-Kommission Mamma hat ihre Therapieempfehlungen zum Mammakarzinom aktualisiert: Der PI3K-Inhibitor Inavolisib wird nun für Patientinnen mit Estrogenrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem (HER2-) metastasiertem Mammakarzinom und nachgewiesener PIK3CA-Mutation mit einem Doppelplus (++) empfohlen, wenn während der adjuvanten endokrinen Therapie oder innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der adjuvanten endokrinen Therapie ein Rezidiv auftritt. Dies ist die höchsten Empfehlungsstufe der AGO [1]. Damit würdigt die Fachgesellschaft die klinische Relevanz dieser zielgerichteten Therapieoption für eine Patientenpopulation mit bislang hohem ungedecktem medizinischen Bedarf.
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Medizin
Neue Schwachstelle bei therapieresistentem Brustkrebs entdeckt

Neue Schwachstelle bei therapieresistentem Brustkrebs entdeckt

Forschende der Philipps-Universität Marburg haben einen neuen Ansatz zur Behandlung spezieller therapieresistenter Formen des Brustkrebses identifiziert, genauer: des hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mamakarzinoms. In experimentellen Modellen konnten sie zeigen, dass Tumorzellen, die gegen moderne Standardmedikationen wie CDK4/6-Inhibitoren resistent geworden sind, eine bislang unerkannte metabolische Verwundbarkeit entwickeln. Medikamente wie Metformin oder Dichloracetat, die in den Energiestoffwechsel eingreifen, versetzen diese Zellen unter massiven Energiestress und lösen ihr Absterben aus. Die Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden jetzt in der Fachzeitschrift Cell Death & Disease [1].
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Medizin

Frühes HR+, HER2- Mammakarzinom: EMA bestätigt erweiterten Einsatz von Abemaciclib in der Adjuvanz

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Aktualisierung der Fachinformation für Abemaciclib zugelassen, um die Daten der monarchE-Studie zum Gesamtüberleben (OS) aufzunehmen. In der monarchE-Studie führte Abemaciclib zusätzlich zur adjuvanten endokrinen Therapie (ET) bei Frauen und Männern mit frühem, Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) Mammakarzinom und erhöhtem Rezidivrisiko zu einer statistisch signifikanten Verlängerung des OS in der ITT-Population.
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Medizin
Meilenstein in der Präzisionsonkologie: Elacestrant in die S3-Leitlinie Mammakarzinom aufgenommen

Meilenstein in der Präzisionsonkologie: Elacestrant in die S3-Leitlinie Mammakarzinom aufgenommen

Mit der Aufnahme von Elacestrant in die S3-Leitlinie (v5.0) wird ein neuer Standard für das ESR1-mutierte ER+/HER2– mBC nach Progress und vorheriger Behandlung mit CDK4/6i gesetzt.1 Aktuelle Real-World-Daten von Rugo et al. (2026) zeigen nun die klinische Relevanz der EMERALD-Studie: In einer entscheidenden Post-hoc-Analyse erreichten PatientInnen mit ≥ 12 Monate ET + CDK4/6i Vortherapie und ESR1-Mutation ein mPFS von 8,6 Monaten – ein Ergebnis, das durch RWE-Daten mit 8,4 Monaten (rwTTNT) gestützt wird.2,3,*,**
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Mammakarzinom
Wirksam aber toxisch – ADCs beim mTNBC richtig managen
DKK 2026

Wirksam aber toxisch – ADCs beim mTNBC richtig managen

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) erobern die Krebstherapie insbesondere im Bereich der soliden Tumoren. ADCs bestehen aus einem monoklonalen Antikörper, der über einen Linker mit einem zytotoxischen Wirkstoff verbunden ist. ADCs der 3. Generation, wie Sacituzumab govitecan (SG) haben eine hohe Wirksamkeit. Dies führt allerdings auch zu erhöhter Toxizität, die eines entsprechenden Therapiemanagements bedarf.
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Mammakarzinom
Mammakarzinom mit niedriger HER2-Expression: Zielgerichtete Strategien nach endokriner Therapie
DKK 2026

Mammakarzinom mit niedriger HER2-Expression: Zielgerichtete Strategien nach endokriner Therapie

Zu den zielgerichteten therapeutischen Interventionen nach endokriner oder endokrin-basierter Erstlinientherapie zählen beim Hormonrezeptor (HR)-positivem (HR+)/HER2-negativem (HER2-) Brustkrebs PARP-Inhibitoren wie Olaparib oder Talazoparib bei Patient:innen mit BRCA-Keimbahnmutationen, PIK3-Inhibitoren wie Alpelisib und Inavolisib oder der AKT-Inhibitor Capivasertib aber auch Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs).
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Mammakarzinom
DKK 2026

Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientenpopulation profitiert von CDK4/6-Inhibition in der Adjuvanz

Dank eines risikoadaptierten multimodalen Therapiekonzepts haben Patientinnen mit frühem Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen (HR+/HER2-) Brustkrebs eine günstige Prognose. Ein „unmet need“ bleibt das relevante Rezidivrisiko, das über Jahre bestehen bleibt [1]. Betroffene mit hohem Rückfallrisiko können von der CDK4/6-Inhibition, etwa mit Ribociclib, profitieren, selbst dann, wenn keine Nodalbeteiligung besteht [2]. Diese auf Studienevidenz beruhende Erkenntnis findet sich auch in den aktualisierten Empfehlungen der S3-Leitlinie zum Mammakarzinom wieder [3].
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Mammakarzinom
MRT-gesteuerte Therapieverkürzung beim HER2+ Mammakarzinom

MRT-gesteuerte Therapieverkürzung beim HER2+ Mammakarzinom

Die Standardbehandlung des HER2-positiven Mammakarzinoms im Stadium II–III sieht neoadjuvant sechs bis neun Zyklen einer Anti-HER2-basierten Chemotherapie vor. Diese Strategie erzielt zwar hohe Komplettremissionsraten und exzellente Überlebensdaten, belastet die Patient:innen jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen. Die TRAIN-3-Studie ging der Frage nach, ob sich durch MRT-gesteuerte Therapieanpassung die Behandlungsdauer bei Patient:innen mit raschem Ansprechen verkürzen lässt – bei gleichbleibend guten Überlebensdaten.
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O-Ton Onkologie Staffel 9

Elektroporation und regionale Chemotherapie: Neue Hoffnung bei triple-negativem Brustkrebs?

Das triple-negative Mammakarzinom (TNBC) gilt als besonders aggressiv und schwer behandelbar – herkömmliche Hormon- und Antikörpertherapien greifen häufig nicht. Oft bleibt nur die Chemotherapie. Doch auch diese stößt gerade bei fortgeschrittenen Tumoren an ihre Grenzen. In dieser Folge spricht David Meier mit Prof. Dr. med. Karl R. Aigner und Kornelia Aigner, beide vom Medias Klinikum in Burghausen, über einen neuen vielversprechenden Therapieansatz: die Kombination aus regionaler Chemotherapie und Elektroporation.
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Mammakarzinom

Elacestrant in der Praxis: Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit bei ESR1-mutiertem Mammakarzinom

Die orale Therapie mit dem selektiven Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) Elacestrant hat sich in der klinischen Studie EMERALD bei Patientinnen mit ESR1-mutiertem, Östrogerezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem (HER2-) metastasiertem Mammakarzinom als wirksam erwiesen. Doch wie schneidet die Substanz im klinischen Alltag ab? Eine umfassende retrospektive Real-World-Analyse mit 306 Patientinnen lieferte überzeugende Evidenz.
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Mammakarzinom

Sacituzumab govitecan plus Pembrolizumab: Signifikante Verbesserung bei PD-L1-positivem triple-negativem Mammakarzinom

Das triple-negative Mammakarzinom (TNBC) gilt als besonders aggressive Tumorentität mit ungünstiger Prognose. Trotz therapeutischer Fortschritte besteht weiterhin ein erheblicher Bedarf an wirksamen Erstlinientherapien für Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem, nicht resektablem oder metastasiertem TNBC. Eine aktuelle Phase-III-Studie liefert nun vielversprechende Daten zur Kombination des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Sacituzumab govitecan mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab. Bei PD-L1-positiven Patientinnen verlängerte diese Kombination das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant um median 3,4 Monate im Vergleich zu konventioneller Chemotherapie plus Pembrolizumab.
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Medizin
Neue Studiendaten zeigen Vorteile von Ribociclib bei frühem und metastasiertem HR+/HER2- Brustkrebs

Neue Studiendaten zeigen Vorteile von Ribociclib bei frühem und metastasiertem HR+/HER2- Brustkrebs

Anlässlich des San Antonio Breast Cancer Symposiums (SABCS) wurden neue Ergebnisse aus einer gepoolten, explorativen post-hoc-Analyse der MONALEESA-Studien sowie eine Fünf-Jahres-Analyse der Phase-III-Studie NATALEE zu Ribociclib präsentiert. Die Analysen zeigen Vorteile bei Patientinnen mit HR+/HER2- Brustkrebs sowohl im metastasierten als auch im frühen Stadium.
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Medizin

Schonendere Achsel-Operationen bei Brustkrebs – neue Ergebnisse der AXSANA-Studie veröffentlicht

In Europa wird jedes Jahr bei mehr als 500.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Welche Operationen sind wirklich nötig, damit Brustkrebspatientinnen sicher behandelt werden – und trotzdem möglichst wenige Spätfolgen haben? Auf diese für viele Frauen entscheidende Frage liefert die internationale AXSANA-Studie wichtige Antworten. Die Ergebnisse sind jetzt im renommierten Journal of Clinical Oncology veröffentlicht worden [1].
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Medizin
S3-Leitlinien-Update: Palbociclib bleibt Erstlinienstandard beim HR+/HER2- mBC

S3-Leitlinien-Update: Palbociclib bleibt Erstlinienstandard beim HR+/HER2- mBC

Die aktualisierte S3-Leitlinie zur „Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“ empfiehlt die Kombination aus CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i) und endokriner Therapie (ET) weiterhin mit dem höchsten Grad zur Erstlinientherapie bei Patient:innen mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem (HR+/HER2-) metastasiertem Mammakarzinom (mBC). Damit bleibt Palbociclib [1] plus ET, neben Ribociclib und Abemaciclib, Behandlungsstandard in dieser Indikation. Datenbasis für die Empfehlung waren die Ergebnisse aus randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zu den drei zugelassenen CDK4/6i. Diese zeigten beim progressionsfreien Überleben (PFS) jeweils einen signifikanten Vorteil gegenüber Placebo [2]. Im nationalen wie internationalen Vergleich aktueller Behandlungsleitlinien besteht hinsichtlich der Erstlinientherapie beim HR+/HER2- mBC großer Konsens [3-6].
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