Journal Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Beiträge zum Thema Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom

Risikobasiertes vs. jährliches Brustkrebs-Screening – Ergebnisse der WISDOM-Studie

Die WISDOM-Studie mit 28.372 Frauen aus den USA verglich risikobasiertes Brustkrebs-Screening mit jährlicher Mammographie. Das Ergebnis: Risikobasiertes Screening, bei dem Untersuchungsintervalle und Risikoreduktionsberatung auf das individuelle Risiko zugeschnitten werden, war genauso sicher wie jährliches Screening. Frauen in der höchsten Risikokategorie, die alle sechs Monate untersucht wurden, entwickelten keine Karzinome im Stadium ≥IIB. Die Biopsierate wurde jedoch nicht reduziert. In der Beobachtungskohorte bevorzugten 89% der Teilnehmerinnen das risikobasierte Vorgehen.
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BNGO
Tabletten, die aus zusammengerollten Euro-Scheinen fallen
Interview mit Dr. med. Steffen Wagner, Saarbrücken

Häufig übersehen: Armut und Krebs – Wenn Patient:innen sich für ihre Krankheit schämen

Für viele Menschen ist es beschämend, krank zu sein, denn sie empfinden Krankheit als ein Zeichen von Schwäche, einen Fehler oder einen Makel. Dies ist u.a. ein Grund, warum viele Menschen sich vor einer Krankheitsvorsorge scheuen. Bei Krebspatient:innen kann Scham besonders ausgeprägt sein. Der Körper hat durch die Krebserkrankung eine Unzulänglichkeit offenbart, und dafür schämen die Betroffenen sich. Bei Patient:innen mit niedrigerem sozioökonomischen Status wird dies besonders oft beobachtet. BNGO-Vorstandsmitglied Dr. Steffen Wagner aus Saarbrücken befasst sich mit dem Thema schon seit Längerem. Im Interview zeigt er Gründe und Lösungsmöglichkeiten auf.
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Mammakarzinom
Adjuvantes Olaparib als Standard bei gBRCA1/2m frühem HER2-negativen Mammakarzinom
Evidenz, Leitlinien und klinische Konsequenzen

Adjuvantes Olaparib als Standard bei gBRCA1/2m frühem HER2-negativen Mammakarzinom

Die 6-Jahres-Daten der OlympiA-Studie bestätigen den anhaltenden Vorteil beim Gesamtüberleben (OS) einer Therapie mit Olaparib im adjuvanten Setting bei einem HER2-negativen frühen Mammakarzinom (eBC) mit BRCA1/2-Keimbahnmutation (gBRCA1/2m) [1]. Trotz dieser Evidenz zeigen aktuelle Real-World-Daten aus den USA, dass mehr als 40% der Patient:innen mit gBRCA1/2m, high-risk HER2-negativem BC keine adjuvante Olaparib-Therapie erhielten – trotz klarer Empfehlungen für den Einsatz des Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitors (PARPi) [2].
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Ovarialkarzinom
Die KI-3D-Röntgenillustration zeigt Eierstockkrebs, wobei die Tumormasse vor einem einheitlichen schwarzen Hintergrund halbtransparent dargestellt sind.

Multifaktorielle Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom: Schlüsselrolle der Chemosensitivität

Die Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen high-grade serösen Ovarialkarzinom ist komplex, speziell wenn es um die Wahl der Erhaltungstherapie im Erstlinien (1L)-Setting geht. Um die passende Behandlung für die Patientin zu finden, sind individuelle patientenspezifische Faktoren von Bedeutung, darunter der Allgemeinzustand, die Komedikation und persönliche Präferenzen der betroffenen Frauen, etwa für eine orale Gabe. Ein weiterer Faktor, der die Wahl der Erhaltungstherapie maßgeblich beeinflussen kann, ist die Chemosensitivität des Tumors, die innerhalb der ersten 100 Tage der zytostatischen Behandlung ermittelt wird. Die Chemosensitivität liefert therapierelevante Informationen ergänzend zu genomischen Faktoren wie der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) bzw. BReast CAncer (BRCA)1/2-Mutationen – etwa zum möglichen Einsatz von Poly(ADP-Ribose)-Polymerase (PARP)-Inhibitoren oder dem antiangiogen wirksamen Antikörper Bevacizumab. Die Behandlung kann damit für betroffene Frauen individueller gestaltet werden.
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Medizin
Überlebensvorteil durch Dostarlimab-Kombination bei Endometriumkarzinom bestätigt
SGO 2026

Überlebensvorteil durch Dostarlimab-Kombination bei Endometriumkarzinom bestätigt

Auf dem Annual Meeting on Women's Cancer der Society of Gynecologic Oncology (SGO) wurden aktuelle Vier-Jahres-Langzeitdaten der RUBY-Studie zum progressionsfreien Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) mit Dostarlimab plus Carboplatin-Paclitaxel (CP) bei Patientinnen mit primär fortgeschrittenem/rezidivierendem Endometriumkarzinom und Tumoren mit Mismatch-Reparaturdefizienz (dMMR)/hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) vorgestellt. Diese zeigen, dass Patientinnen langfristig protifitieren können [1].
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Mammakarzinom

Durvalumab plus neoadjuvante Chemotherapie beim TNBC – Langzeitergebnisse der GeparNuevo-Studie

Die Phase-II-Studie GeparNuevo untersuchte, ob die Zugabe von Durvalumab zur neoadjuvanten Chemotherapie die pathologische Komplettremissionsrate (pCR) und das Überleben von Patient:innen mit triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) verbessern kann. Nun wurden Ergebnisse einer Langzeitanalyse mit einer Nachbeobachtungszeit von 86,4 Monaten veröffentlicht, die zeigen, dass Durvalumab nicht nur das invasive krankheitsfreie Überleben (iDFS), sondern auch das fernmetastasenfreie Überleben (DDFS) und das Gesamtüberleben (OS) signifikant verbessert.
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Medizin
Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

In der Europäischen Union (EU) ist eine neue Behandlungsoption für Patientinnen mit Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen worden. Pembrolizumab kann nun in Kombination mit Paclitaxel, mit oder ohne Bevacizumab, zur Behandlung des Platin-resistenten epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms bei erwachsenen Patientinnen eingesetzt werden, deren Tumoren PD-L1 mit einem Combined Positive Score (CPS) ≥ 1 exprimieren und die zuvor eine oder zwei systemische Therapielinien erhalten haben. Damit steht erstmals eine PD-1-Inhibitor-basierte Behandlungsoption für diese Indikation in der EU zur Verfügung.
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Medizin
Leitlinien-Update metastasiertes Mammakarzinom: Mehr Präzisionsmedizin durch testen, testen, testen!

Leitlinien-Update metastasiertes Mammakarzinom: Mehr Präzisionsmedizin durch testen, testen, testen!

Die Präzisionsonkologie beim ER+/HER2– metastasierten Mammakarzinom (mBC) erreicht 2026 ein neues Level. Mit den aktuellen Updates der AGO-Empfehlungen und der S3-Leitlinie rückt die biomarkerbasierte Therapiesequenzierung endgültig in das Zentrum des klinischen Handelns1,2.Um das volle Potenzial moderner Therapien wie Elacestrant auszuschöpfen, lautet das Gebot der Stunde für die Praxis: Konsequentes ESR1-Testing beim ersten klinischen Progress in der Metastasierung1,2,3.
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Medizin
Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist der Therapiestandard im Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven platinresistenten Ovarialkarzinom (OC), mit signifikant überlegener Wirksamkeit gegenüber Chemotherapie.1,4–6,* Die Therapieempfehlung wurde im Update der S3-Leitlinie im Januar 2026 veröffentlicht.1,a Zusätzlich zur S3-Leitlinie wurde MIRV als Therapieempfehlung in die ESMOb- und ESGO-Leitliniec aufgenommen.2,3
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Medizin
DocCheck-Umfrage: Tucatinib als relevante Option nach Therapieversagen
HER2-positives, lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes Mammakarzinom

Umfrage: Tucatinib als relevante Option nach Therapieversagen

Eine aktuelle DocCheck-Umfrage unter Hämato-Onkolog:innen in Deutschland zeigt, welche Faktoren die Therapieentscheidungen beim HER2-positiven, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom (HER2+ aBC/mBC) wesentlich beeinflussen können. Effektivität (94%) und Erhalt der Lebensqualität (88%) stellten die wichtigsten Parameter dar. Die Umfrage demonstrierte: Nach Therapieversagen wechselten alle Befragten die Wirkstoffklasse. Mehr als jede:r Dritte setzt dabei auf eine Tyrosinkinase-Inhibitor-basierte Therapie wie Tucatinib. Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) stellen für 84% der befragten Behandler:innen ebenfalls wichtige Entscheidungskriterien dar. Die AGO empfiehlt Tucatinib in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin mit dem höchsten Empfehlungsgrad (AGO++) je nach vorangegangener Therapie, zum Beispiel nach Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd).
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Mammakarzinom
Längeres Gesamtüberleben: AGO-Kommission Mamma empfiehlt Abemaciclib

Längeres Gesamtüberleben: AGO-Kommission Mamma empfiehlt Abemaciclib

Die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e. V. (AGO) hat in ihrer Empfehlung zur Therapie des frühen Mammakarzinoms den Empfehlungsgrad für Abemaciclib bei Patientinnen mit einem frühen Mammakarzinom, das einen positiven Status für den Hormonrezeptor (HR+) und einen negativen Status für den humanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor 2 (HER2-) sowie ein erhöhtes Rezidivrisiko aufweist, auf Doppelplus angehoben.
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Mammakarzinom
Empfehlungen der AGO Kommission Mamma
State of the Art Meeting 2026

Empfehlungen der AGO Kommission Mamma

Im März stellte die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) wie jedes Jahr ihre aktualisierten Empfehlungen zur Therapie des Mammakarzinoms beim State of the Art Meeting in Frankfurt am Main vor. In folgendem Bericht mit dem Fokus Systemtherapie finden Sie eine Zusammenfassung wichtiger neuer Empfehlungen. Die umfangreichsten Änderungen betrafen das metastasierte Mammakarzinom (mBC).
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Medizin

Früherkennung trägt zu sinkenden Brustkrebs-Sterberaten in Europa bei

Mit der Einführung von Mammographie-Screening-Programmen in Europa haben sich die Diagnosen von Brustkrebs deutlich verändert, begleitet von einem Rückgang der Brustkrebssterberaten. Das zeigt eine der bislang umfassendsten Auswertungen bevölkerungsbasierter Daten zu Brustkrebs in 21 europäischen Ländern unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Das auffälligste Ergebnis: Nach Einführung des Screenings wurden deutlich mehr frühe, weniger fortgeschrittene Tumoren entdeckt.
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Mammakarzinom
Eine Frau, die ein weißes Hemd trägt, erhält eine Strahlentherapie. Links neben ihr steht ein junger Arzt mit Bart, der einen weißen Arztkittel trägt.
Interview mit Prof. Mark De Ridder, Brüssel

Gemeinsam höhere Standards in der Strahlentherapie erreichen

Prof. Dr. Mark De Ridder ist CEO am Universitair Ziekenhuis (UZ) Brüssel und leitet dort die Abteilung für Radioonkologie. In dieser Funktion setzt er sich für den Einsatz fortschrittlicher Technologien und für höchste Standards in der Strahlentherapie ein. Im Folgenden spricht er über die Vorteile und Herausforderungen stereotaktischer Radiochirurgie und extrakranieller stereotaktischer Radiotherapie, die Rolle der Technologie in diesem Zusammenhang und den Stellenwert internationaler Netzwerke bei der Weiterentwicklung von Krebstherapien.
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Mammakarzinom
Triple-negatives Mammakarzinom im Frühstadium: Biomarker und Behandlungsstrategien
Interview mit Prof. Dr. med. Rachel Würstlein, München

Triple-negatives Mammakarzinom im Frühstadium: Biomarker und Behandlungsstrategien

Triple-negativer Brustkrebs (TNBC) ist eine aggressive Tumorart mit begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Prof. Dr. Rachel Würstlein, Leitende Oberärztin Brustzentrum LMU Klinikum München, erläutert im Gespräch mit JOURNAL ONKOLOGIE neue Therapieansätze bei dieser Entität und die Bedeutung personalisierter und markerorientierter Therapien.
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Gynäkologische Tumoren
Auf deinem Tablet mit schwarzen Rand und blauen Hintergrund steht englisch Vulvar Cancer und es sind noch ein Stethoskop, ein Handy und Tabletten zu sehen..

Primäre Radiochemotherapie
beim fortgeschrittenen Vulvakarzinom

Das fortgeschrittene Vulvakarzinom stellt aufgrund der anatomischen Gegebenheiten und der häufig hohen Komorbiditätslast der meist älteren Patientinnen eine besondere therapeutische Herausforderung dar. Während die primäre Operation in frühen Stadien den Therapiestandard bildet, ist sie bei lokal fortgeschrittener Erkrankung häufig mit erheblicher Morbidität verbunden oder nicht möglich. In diesen Situationen hat sich die primäre Radiochemotherapie (RCT) als effektive, organerhaltende Behandlungsoption etabliert. Der vorliegende Übersichtsartikel fasst die aktuelle Evidenz zur primären RCT beim fortgeschrittenen Vulvakarzinom zusammen und beleuchtet insbesondere Überlebensdaten, Dosiskonzepte und die Rolle der simultanen Chemotherapie.
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Mammakarzinom
Antikörpertherapie von HER2-positiven Brustkrebszellen

Medikamentöse Therapie des ​HER2-positiven ­Mammakarzinoms

Der vorliegende Artikel schafft einen umfassenden Überblick über die aktuelle evidenzbasierte medikamentöse Systemtherapie des HER2-positiven Mammakarzinoms entlang des gesamten Erkrankungsverlaufs. In der kurativen Situation stehen dabei neue neoadjuvante sowie postneoadjuvante Eskalations- und Deeskalationsstrategien im Fokus. In der metas­tasierten Situation werden aktuelle und zeitnah praxisverändernde Studiendaten diskutiert.
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