Journal Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Beiträge zum Thema Gynäkologische Tumoren

Medizin
 4 Min|

Krebsregisterstudie zeigt Prognose bei HR-positivem frühem Brustkrebs

Wie ist die Prognose von Menschen mit der häufigsten Form des frühen Brustkrebses im Versorgungsalltag in Deutschland? Das zeigt eine neue Auswertung bevölkerungsbezogener Daten aus acht Krebsregistern. Untersucht wurden 42.830 Patientinnen und 384 Patienten mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Brustkrebs. Fünf Jahre nach der Operation lag die Wahrscheinlichkeit, ohne Brustkrebsrückfall oder neue invasive Krebserkrankung zu leben, bei 82,9% [1].
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JOURNAL ONKOLOGIE Podcast
 2 Min|

RIBANNA-Studie: Wie Ribociclib den klinischen Alltag verändert

Brustkrebs ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens. In dieser Folge des Journal Onkologie Podcasts spricht Dr. med. vet. Astrid Heinl mit Prof. Dr. Peter Fasching (Universitätsklinikum Erlangen), Studienleiter der RIBANNA-Studie, über aktuelle Real-World-Daten zur Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen (HR+/HER2-) Mammakarzinoms.
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Ovarialkarzinom
 2 Min|

Platinresistenz beim Ovarialkarzinom: Längeres Überleben bei guter Lebensqualität

Rund 80% der Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom entwickeln im Krankheitsverlauf eine Platinresistenz. Von Bevacizumab und PARP-Inhibitoren bis hin zu ADCs und Immuntherapien hat sich das Therapiespektrum inzwischen deutlich erweitert. Eine frühzeitige Biomarkerbestimmung und die individuelle Therapiewahl unter Berücksichtigung der Lebensqualität sind daher entscheidend.
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BNGO
 7 Min|
Gynäkologin wertet Mammopgraphie aus, vor ihr ein schematischer Querschnitt einer weiblichen Brust
14. BNGO-Hauptstadtkongress

Neues und Bewährtes aus der gynäkologischen Onkologie in der Niederlassung – Teil I

Wie in der letzten Ausgabe angekündigt, fassen wir heute Neues, Aktuelles und Bewährtes auf dem Gebiet der gynäko­logischen Onkologie vom Jahreskongress des Berufsverbands Niedergelassener und ambulant tätiger Gynäkol­ogischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) im Juni 2026 in Berlin zusammen. Hier berichten wir von den Beiträgen vom ­Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) der beiden Berliner Ordinarien der Universitäts-Frauen­kliniken und den Satellitensymposien der Sponsoren. In letzteren wurde auf Studiendaten zu Medikamenten und Therapiekonzepten noch näher eingegangen. Eine neue nicht-interventionelle Studie (NIS) unter ­Leitung des BNGO zum Neutropeniemanagement steht in den Startlöchern und wurde dem Auditorium vorgestellt.
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Medizin
 3 Min|
Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Die Europäische Kommission hat Trastuzumab deruxtecan in Kombination mit Pertuzumab als Erstlinientherapie für erwachsene Patient:innen mit inoperablem oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs zugelassen. Die Entscheidung basiert auf Daten der Phase-III-Studie DESTINY-Breast09 [1], in der die Kombination gegenüber Taxan, Trastuzumab und Pertuzumab (THP) das Risiko für Krankheitsprogression oder Tod reduzierte.
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Mammakarzinom
 1 Min|
EU-Kommission erweitert Zulassung von Sacituzumab govitecan bei metastasiertem triple-negativem Brustkrebs

EU-Kommission erweitert Zulassung von Sacituzumab govitecan bei metastasiertem triple-negativem Brustkrebs

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) erteilt. Die Zulassung gilt für Patient:innen, die noch keine systemische Therapie für die metastasierte Erkrankung erhalten haben und deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score (CPS ≥ 10) exprimieren.
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Medizin
 3 Min|

Gebärmutterhalskrebs-Screening zeigt erste Erfolge

Das im Jahr 2020 eingeführte organisierte Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs zeigt erste positive Auswirkungen: Eine bundesweite Auswertung der deutschen Krebsregister weist darauf hin, dass Vorstufen von Adenokarzinomen des Gebärmutterhalses seit Einführung des kombinierten HPV- und Pap-Tests deutlich häufiger erkannt werden. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome bei Frauen ab 35 Jahren hin.
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Zervixkarzinom
 2 Min|
Zervixkarzinom: Versorgungsbedarf in fortgeschrittenen Stadien

Zervixkarzinom: Versorgungsbedarf in fortgeschrittenen Stadien

Prävention und Früherkennung haben die Prognose beim Zervixkarzinom verbessert. Dennoch werden rund 40% der Fälle erst in Stadium III oder IV diagnostiziert. Eine Befragung von 90 Ärzt:innen beleuchtet die Versorgung bei fortgeschrittener Erkrankung. Prof. Dr. med. Linn Wölber (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Susanne Fechner (Deutsche Stiftung Eierstockkrebs) diskutierten die Ergebnisse.
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Medizin
 3 Min|
Neue Gene bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Neue Risikogene bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Brustkrebs tritt in den meisten Fällen sporadisch auf, kann aber auch erblich bedingt sein. Dann beruht er auf einer Veränderung bestimmter Gene. Derzeit sind für die genetische Diagnostik 13 Risikogene etabliert. Ein Team unter Leitung der MHH und der Universität Augsburg hat nun weitere Gene und Genvarianten identifiziert, die mit dem vermehrten Auftreten von Brustkrebs in Verbindung stehen. Ein solcher Nachweis ermöglicht Zugang zu Früherkennung, Risikoreduktion und Therapie.
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Medizin
 4 Min|
Digitale Begleitung erleichtert Frauen mit metastasiertem Brustkrebs den Alltag

Digitale Begleitung erleichtert Frauen mit metastasiertem Brustkrebs den Alltag

Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs regelmäßig per App nach ihrem Befinden zu fragen – und darauf umgehend zu reagieren –, kann deren belastende Erschöpfung lindern und ihren Alltag erleichtern. Das belegen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Deutschen Krebsgesellschaft in einer Studie, die heute im Fachmagazin JAMA Oncology erschienen ist [1]. Sie ist das Ergebnis des Innovationsfonds-Projekts PRO B, das zusammen mit den Krankenkassen BARMER, DAK-Gesundheit und mkk – meine krankenkasse umgesetzt wurde. Aufgrund der positiven Ergebnisse empfiehlt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das neue Behandlungskonzept in die Regelversorgung zu überführen.
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Medizin
 4 Min|
Symbolbild Mammakarzinom: Eine Brust in 3D Grafik

Dato-DXd: EU-Zulassung zur Erstlinienbehandlung des inoperablen oder metastasierten TNBC

Datopotamab deruxtecan (Dato-DXd) als Monotherapie ist seit dem 30. Juli 2026 zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit inoperablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) zugelassen, die nicht für eine PD-1-/PD-L1-Inhibitor-Therapie infrage kommen. Es ist das erste TROP2-gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) mit signifikantem Überlebensvorteil in dieser Indikation. Für rund 70% der Patient:innen, die für eine Immuntherapie nicht infrage kommen, eröffnet das eine neue Perspektive.
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Medizin
 2 Min|
CHMP empfiehlt Zulassung von Sacituzumab govitecan + Pembrolizumab bei PD-L1-positivem metastasiertem TNBC

CHMP empfiehlt Zulassung von Sacituzumab govitecan + Pembrolizumab bei PD-L1-positivem metastasiertem TNBC

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme verabschiedet und empfiehlt die Zulassung von Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC), die keine vorherige systemische Therapie bei metastasierter Erkrankung erhalten haben und deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score von mindestens 10 exprimieren. Mit einer Entscheidung der Europäischen Kommission zu dieser Indikation wird im weiteren Verlauf des Jahres 2026 gerechnet.
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Medizin
 4 Min|

Neue App zur personalisierten Unterstützung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs

Wer einen Verdacht auf familiären Brust- und Eierstockkrebs hat, braucht oft viel Unterstützung. Besonders nach einer genetischen Beratung und einer Mitteilung eines positiven Testergebnisses fühlen sich viele Frauen allein gelassen. Das macht oft großen seelischen Stress. Forschende der MHH haben die GenE³-App entwickelt, um Betroffenen zu helfen. Die digitale Anwendung funktioniert über einen Chatbot und bietet sichere, personalisierte und verlässliche Informationen rund um das Thema. Jetzt wird die App in einer Studie auf ihre Wirksamkeit getestet.
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Gynäkologische Tumoren
 8 Min|
Ein Arzt mit weißem Arztkittel und Stethoskop hält in der linken Hand eine Tafel, auf der "germ cell tumour" steht.

Ovarielle Keimzelltumoren – Epidemiologie, Diagnostik und Therapie

Ovarielle Keimzelltumoren (germ cell tumors, GCT) sind seltene Neoplasien, die etwa 5% der malignen Ovarialtumoren ausmachen, jedoch die häufigste Tumorentität bei Kindern und jungen Frauen darstellen. Sie entstehen aus pluripotenten Keimzellen und weisen eine große histologische Vielfalt auf. Klinisch präsentieren sie sich meist unspezifisch mit abdominellen Schmerzen oder einer rasch wachsenden Raumforderung, sodass die Diagnose häufig bereits in frühen Stadien erfolgt. Die Diagnostik umfasst neben Anamnese und Bildgebung insbesondere die Bestimmung tumorspezifischer Marker wie Alpha-Fetoprotein (AFP), humanes Choriongonadotropin (β-hCG) und Laktatdehydrogenase (LDH). Die Therapie basiert primär auf einer operativen Tumorresektion mit vollständigem Staging, wobei bei jungen Patientinnen ein fertilitätserhaltendes Vorgehen angestrebt wird. Abhängig von Stadium und Histologie erfolgt eine adjuvante Platin-basierte Chemotherapie, meist im Bleomycin + Etoposid + Cisplatin (BEP)-Schema. Trotz teils aggressiven Verlaufs ist die Prognose insgesamt sehr günstig mit Überlebensraten von über 90%. Rezidive sind selten und werden individuell multimodal behandelt.
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Mammakarzinom
 5 Min|
Mammakarzinom: Was macht eine 
CDK4/6i-Therapie langfristig erfolgreich?

Mammakarzinom: Was macht eine CDK4/6i-Therapie langfristig erfolgreich?

Die Behandlung von Patient:innen mit metbastasiertem Mammakarzinom (mBC) wird zunehmend holistischer: Individuelle Bedürfnisse rücken stärker in den Fokus der Versorgungspraxis und spielen neben erkrankungsbezogenen Faktoren eine zentrale Rolle bei der Therapieentscheidung [1]. Bei der Auswahl des geeigneten CDK4/6-Inhibitors (CDK4/6i) sind Kriterien wie Verträglichkeit, Erhalt der Lebensqualität und Aspekte des Therapiemanagements von Bedeutung. Palbociclib bietet mit einer breiten Datenbasis und fast einem Jahrzehnt klinischer Erfahrung gute Voraussetzungen für eine patient:innenfreundliche Anwendung und damit für einen langfristigen Therapieerfolg.
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BNGO
 3 Min|

14. BNGO-Hauptstadtkongress – Traditionelles und Neues

Alljährlich treffen sich die Mitglieder des Berufsverbands Niedergelassener und ambulant tätiger Gynäkologischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) und interessierte Gäste im Sommer in Berlin zu ihrem Jahresaustausch. Der diesjährige BNGO-Hauptstadtkongress fand wieder traditionsgemäß im Hotel Maritim Pro Arte statt und wurde abgerundet durch einen wissenschaftlichen Austausch auf der Spree. Rund 200 Teilnehmende erwartete ein buntes Programm aus Studiendaten von jüngsten Kongressen, aktuellen Therapieempfehlungen, praktischen Fragestellungen und speziellen Fokusthemen, die für Gynäkoonkolog:innen in der Niederlassung relevant sind. Dr. Jörg Schilling, der Vorsitzende des BNGO, gibt uns einen kurzen Einblick in die Highlights, und das neue Verbandsmitglied PD Dr. Peter Rusch aus Soest schildert seine Eindrücke vom Kongress. In der nächsten Ausgabe des JOURNAL ONKOLOGIE berichten wir ausführlich über die Kongressbeiträge.
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BNGO
 3 Min|
Ein neues BNGO-Mitglied stellt sich vor

Ein neues BNGO-Mitglied stellt sich vor: PD Dr. med. Peter Rusch

PD Dr. Peter Rusch führt gemeinsam mit seiner Frau Lena und ihrer Mutter eine echte „Familienpraxis“ in Soest/Westfalen. Obgleich internistische Onkolog:innen in vielen Regionen fachübergreifend auch an der Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen beteiligt sind, fehlt gerade in ländlichen Regionen wie dem Kreis Soest im niedergelassenen Bereich ein Gynäkologe/Gynäkologin mit onkologischem Expertenwissen. Nach jahrelanger Tätigkeit an Universitätskliniken und in gynäkologischen Krebszentren möchte PD Dr. Rusch gerade hier nun ein lebenslanger Wegbegleiter von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen sein.
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Medizin
 2 Min|
ASCO 2026

TFI als Prognosefaktor beim HR+/HER2- a/mBC: Real-World-Daten aus der PERFORM-Studie

Beim ASCO 2026 wurden neue Daten zur Wirksamkeit aus der fünften Interimsanalyse (IA5) der deutschen/österreichischen Real-World-Studie PERFORM vorgestellt. PERFORM untersucht Palbociclib plus endokrine Therapie (ET) als Erstlinientherapie (1L) beim Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom (a/mBC) in der Routineversorgung und liefert damit Real-World-Evidenz unter den Bedingungen des klinischen Alltags. In der präsentierten Interimsanalyse wurden die Effektivitätsergebnisse in Abhängigkeit vom behandlungsfreien Intervall ausgewertet (Treatment-Free Interval, TFI), der sich als Prognosefaktor beim HR+/HER2- a/mBC erwies. Patient:innen mit einem TFI ≤ 12 Monate zeigten einen ungünstigeren Verlauf, die berichtete Lebensqualität (QoL) blieb in allen TFI-Subgruppen stabil.
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