Journal Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Beiträge zum Thema Gynäkologische Tumoren

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Mammakarzinom
DGS 2026

Das HER2-positive Mammakarzinom leitlinienkonform und evidenzbasiert behandeln

Die Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem (HER2+) Mammakarzinom wird sowohl in frühen als auch in fortgeschrittenen Stadien zunehmend differenzierter auf die Erkrankten zugeschnitten. Etablierte Standards wie das Antibody-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Emtansin (T-DM1) und die duale HER2-Blockade mit Pertuzumab und Trastuzumab gehören auch in einer sich rasch weiter entwickelnden Therapielandschaft zu den derzeitigen therapeutischen Standards.
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BNGO
Brustkrebs mit Lymphsystem, Lymphbahnen, Lymphknoten einer Frau

AGO Kommission Mamma empfiehlt Abemaciclib mit Doppelplus in der Adjuvanz

Die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) hat im Rahmen der Aktualisierung ihrer Empfehlungen zur Therapie des frühen Mammakarzinoms (eBC) den Empfehlungsgrad für den CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib zusätzlich zur endokrinen Therapie (ET) für die adjuvante Therapie des frühen Hormonrezeptor-positiven (HR+), HER2-negativen (HER2-) Mammakarzinoms mit erhöhtem Rezidivrisiko auf Doppelplus (++) angehoben [1]. Die evidenzbasierten Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie früher und fortgeschrittener Mammakarzinome werden von der AGO jährlich überarbeitet und bieten Ärzt:innen eine wichtige Orientierung bei der Wahl der bestmöglichen Therapie.
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Mammakarzinom
Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs
9. Mammakarzinom-Gipfelstürmer-Meeting

Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs

Beim jährlichen Gipfelstürmer-Treffen in München ordnen namhafte Expert:innen neue Studiendaten und Leitlinienempfehlungen zur Therapie des frühen und des fortgeschrittenen Mammakarzinoms in die Abläufe der klinischen Praxis in Deutschland ein. Das zum großen Teil interaktive Format des Meetings lebt vom persönlichen Austausch und der detaillierten Diskussion der Daten und klinischen Abläufe. Die Vorträge und Diskussionen verdeutlichten einmal mehr, dass personalisierte Therapiestrategien und damit die Relevanz der Biomarker-Testung im Bewusstsein angekommen sind. Im Fokus des folgenden Berichts stehen Daten, die aktuell für die klinische Praxis relevant sind.
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Mammakarzinom
Fortgeschrittenes ER+/HER2- Mammakarzinom mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en): Zielgerichtete Therapie mit Capivasertib + Fulvestrant
Fortgeschrittenes ER+/HER2- Mammakarzinom mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en)

Zielgerichtete Therapie mit Capivasertib + Fulvestrant*

Capivasertib + Fulvestrant* ist – basierend auf den Ergebnissen der CAPItello‑291‑Studie – indiziert für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Östrogenrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer oder mehreren PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en) nach Rezidiv oder Progression der Erkrankung während oder nach einer endokrinen Therapie [1, 2]. Eine frühzeitige Gewebetestung auf diese Alterationen kann dabei den Zugang zum Regime eröffnen [2].
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Medizin

Triple-negativer Brustkrebs: EU-Zulassung von Sacituzumab Govitecan als erstes ADC in der Erstlinie

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Sacituzumab Govitecan als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patientinnen mit inoperablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) erteilt, die zuvor noch keine systemische Therapie erhalten haben und nicht für eine Therapie mit PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren in Frage kommen. Sacituzumab Govitecan ist das erste Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein für die Erstlinienbehandlung des metastasierten TNBC zugelassen wurde.
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Medizin

Wie viel Krankheitslast im mBC verträgt die orale SERD-Therapie?

Das Metastasierungsmuster beeinflusst beim ER+/HER2– metastasierten Mammakarzinom (mBC) maßgeblich den Krankheitsverlauf. Während solitäre Knochenmetastasen klinisch häufig über längere Zeit stabil bleiben, geht ein viszeraler Befall der Leber oder Lunge mit einer ungünstigen Tumorbiologie, gesteigerter Krankheitslast und einer ungünstigeren Prognose einher. Für die klinische Praxis stellt sich in diesen aggressiveren Szenarien oft die Frage, welche Therapie nach dem Versagen eines CDK4/6-Inhibitors ausreichend effektiv ist. Die aktuellen Empfehlungen der AGO besagen einen klaren endokrinen Ansatz: Sofern eine Patientin endokrin sensitiv ist, empfiehlt die Leitlinie selbst bei viszeraler Metastasierung eine endokrine Therapie [1]. Die Daten zu Elacestrant zeigen, dass diese moderne endokrine Option auch bei hoher Tumorlast die endokrine Sensitivität  wirksam nutzt [2]*.
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Medizin
Aktualisierte S3-Leitlinie zum Endometriumkarzinom

Aktualisierte S3-Leitlinie zum Endometriumkarzinom

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie Endometriumkarzinom überarbeitet. Die Leitlinie gibt unter anderem evidenzbasierte Empfehlungen für eine risikoadaptierte Therapie, mit der unnötige Eingriffe vermieden werden können, sowie Hinweise zur Diagnostik und Therapie seltener histologischer Subtypen und erblicher Varianten. Die S3-Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sowie unter Mitwirkung von 35 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde die Überarbeitung von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie.
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Mammakarzinom

Metastasiertes Mammakarzinom: Differenzierter Blick auf Wirk- und Nebenwirkungsprofile von ADC

Derzeit sind verschiedene Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) beim metastasierten Mammakarzinom zugelassen, die sich hinsichtlich des Targets (HER2-, TROP2-gerichtetes Tumorantigen), Payload (z.B. 4 oder 8 Moleküle eines Zytostatikums), Wirksamkeit und Sicherheitsprofil unterschieden, erläuterte Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck. Wegen dieser Unterschiede plädierte die Expertin dafür, ADC nicht als homogene Substanzklasse zu begreifen.
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Mammakarzinom
HR+/HER2– mBC: ctDNA-geleiteter Erstlinien-Switch von AI auf Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation verbessert auch das PFS2
ASCO 2026

HR+/HER2– mBC: ctDNA-geleiteter Erstlinien-Switch von AI auf Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation verbessert auch das PFS2

Mutationen im ESR1-Gen sind bei Erkrankten mit Östrogenrezeptor‑positivem, HER2‑negativem fortgeschrittenem Brustkrebs (ER+/HER2- mBC) der häufigste Mechanismus einer erworbenen Resistenz gegenüber der endokrin-basierten Standardbehandlung mit einem Aromatasehemmer (AI) + einem CDK4/6‑Inhibitor (CDK4/6i). In der Phase-III-Studie SERENA-6 verlängerte ein Switch vom AI auf den selektiven oralen Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation – bei gleichzeitiger Fortführung des CDK4/6i in der Firstline‑Therapie – das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant gegenüber der fortgeführten AI‑Kombination [1]. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 wurden die finalen Daten zum sekundären Endpunkt PFS2 vorgestellt, der auch die nachfolgende Therapielinie umfasst. Der frühzeitige Erstlinienswitch von AI auf Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation verlängerte signifikant die progressionsfreie Zeit auch über die Zweitlinie hinweg [2].
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Mammakarzinom
ASCO 2026

Real-World-Daten bestätigen Langzeitansprechen auf Sacituzumab govitecan und stützen frühen Einsatz beim mTNBC

Das metastasierte triple-negative Mammakarzinom (mTNBC) geht mir einer schlechten Prognose einher. Das Therapiearsenal für die aggressive Erkrankung hat sich in den vergangenen Jahren mit Biomarker-basierten Optionen und vor allem Antibody-Drug-Konjugates (ADCs) wie Sacituzumab govitecan (Sg) deutlich erweitert. Das ADC hatte in der Phase-III-Studie ASCENT das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) gegenüber eine Standardchemotherapie signifikant und klinisch relevant verlängert [1], was zur Zulassung ab der Zweitlinie geführt hatte. Auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 wurden nun Real-World-Daten aus Italien vorgestellt, die zeigten, dass über ein Viertel der mit Sg behandelten Erkrankten mit mTNBC Langzeit-Responder waren [2]. Außerdem unterstrichen die Daten, dass Sg möglichst früh eingesetzt werden sollte.
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Ovarialkarzinom
Die Abbildung zeigt eine Gebärmutter mit den beiden Eierstöcken, der rechte weist eine tumoröse Masse auf.
ASCO 2026

BRCA1/2-/HRD-positives Ovarialkarzinom: Dauer der Erhaltungstherapie mit Olaparib

Der in den randomisierten klinischen Studien SOLO-1 und PAOLA-1 nachgewiesene signifikante Vorteil hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS) setzte den Standard für eine zweijährige PARP-Inhibitor-Erhaltungstherapie (PARPi) mit Olaparib, mit oder ohne Bevacizumab, bei Patientinnen mit BRCA1/2-mutiertem Ovarialkarzinom oder homologer Rekombinationsdefizienz (HRD+) nach Ansprechen auf eine platinbasierte Erstlinien-Chemotherapie. Inwiefern eine solche zweijährige Erhaltung angemessen ist, soll die Studie NRG-GY036, die noch rekrutiert und während der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 vorgestellt wurde, zeigen [1].
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Mammakarzinom
Polygonale Illustration von weiblichen Brüsten und einer pinken Schleife als Zeichen für das Bewusstmachen von Krebserkrankungen.
ASCO 2026

HR+/HER2- eBC: NATALEE-Genexpressionsanalysen bestätigen therapeutischen Vorteil von Ribociclib über Subgruppen hinweg

Erkrankte mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem frühem Mammakarzinom (HR+/HER2- eBC) mit erhöhtem Rückfallrisiko profitieren von der Ergänzung der adjuvanten endokrinen Therapie (ET) mit einem CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i). So verbesserte die Kombination aus Aromataseinhibitor (AI) und Ribociclib in der Phase-III-Studie NATALEE das Überleben ohne invasive Erkrankung (iDFS) gegenüber einem alleinigen AI signifikant [1]. Beim Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 wurden nun Daten zur prognostischen und prädiktiven Bedeutung der Genexpressionsergebnisse der Erkrankten zu Therapiebeginn (baseline) präsentiert [2]. Die Analyse der größten Datensammlung aus Tumorproben einer Studie zur adjuvanten CDK4/6i-Therapie beim HR+/HER2– eBC unterstrich den therapeutischen Nutzen der Behandlung mit Ribociclib und ET über verschiedene HR+/HER2– eBC-Populationen hinweg.
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Mammakarzinom
Eine junge Krebspatientin mit rosa Kopftuch und pinkem Shirt reckt den linken Arm hoch, um auf Brustkrebs-Awareness hinzuweisen.
ASCO 2026

Primäres Mammakarzinom mit bis zu 2 Sentinel-Metastasen: Kein Überlebensnachteil durch Verzicht auf Axilladissektion

Die internationale randomisierte Nicht-Unterlegenheitsstudie SENOMAC evaluierte, ob Patientinnen mit primärem Brustkrebs jeglicher Größe (T1-T3) und 1-2 Sentinel-Lymphknoten (SLN) mit Makrometastasen > 2 mm (n=2.540) eine ausgeprägtere axilläre Chirurgie in Form einer axillären Lymphknotendissektion (ALND) benötigen oder darauf verzichtet werden kann. Eingeschlossen waren neben brusterhaltend Operierten auch Erkrankte nach Mastektomie sowie solche mit Tumoren > 5 cm Durchmesser, für die bislang Evidenz für einen ALND-Verzicht fehlte. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 wurde die Analyse für den primären Endpunkt Gesamtüberleben (OS) vorgestellt, die keine Unterlegenheit für den ALND-Verzicht hinsichtlich des 5-Jahres-OS ergab (1); im Vorfeld war dies bereits für das 5-Jahres-krankheitsfreie Überleben gezeigt worden (2). Damit kann Erkrankten mit geringem Sentinel-Lymphknotenbefall unabhängig von der Art der Brustoperation die zusätzliche Morbidität durch eine ALND bei gleicher onkologischer Sicherheit erspart werde – allerdings im Kontext einer adjuvanten lokoregionären Strahlentherapie.
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