Journal Onkologie

Gynäkologische Tumoren

Beiträge zum Thema Gynäkologische Tumoren

Medizin
 4 Min|

Neue App zur personalisierten Unterstützung bei erblichem Brust- und Eierstockkrebs

Wer einen Verdacht auf familiären Brust- und Eierstockkrebs hat, braucht oft viel Unterstützung. Besonders nach einer genetischen Beratung und einer Mitteilung eines positiven Testergebnisses fühlen sich viele Frauen allein gelassen. Das macht oft großen seelischen Stress. Forschende der MHH haben die GenE³-App entwickelt, um Betroffenen zu helfen. Die digitale Anwendung funktioniert über einen Chatbot und bietet sichere, personalisierte und verlässliche Informationen rund um das Thema. Jetzt wird die App in einer Studie auf ihre Wirksamkeit getestet.
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Gynäkologische Tumoren
 8 Min|
Ein Arzt mit weißem Arztkittel und Stethoskop hält in der linken Hand eine Tafel, auf der "germ cell tumour" steht.

Ovarielle Keimzelltumoren – Epidemiologie, Diagnostik und Therapie

Ovarielle Keimzelltumoren (germ cell tumors, GCT) sind seltene Neoplasien, die etwa 5% der malignen Ovarialtumoren ausmachen, jedoch die häufigste Tumorentität bei Kindern und jungen Frauen darstellen. Sie entstehen aus pluripotenten Keimzellen und weisen eine große histologische Vielfalt auf. Klinisch präsentieren sie sich meist unspezifisch mit abdominellen Schmerzen oder einer rasch wachsenden Raumforderung, sodass die Diagnose häufig bereits in frühen Stadien erfolgt. Die Diagnostik umfasst neben Anamnese und Bildgebung insbesondere die Bestimmung tumorspezifischer Marker wie Alpha-Fetoprotein (AFP), humanes Choriongonadotropin (β-hCG) und Laktatdehydrogenase (LDH). Die Therapie basiert primär auf einer operativen Tumorresektion mit vollständigem Staging, wobei bei jungen Patientinnen ein fertilitätserhaltendes Vorgehen angestrebt wird. Abhängig von Stadium und Histologie erfolgt eine adjuvante Platin-basierte Chemotherapie, meist im Bleomycin + Etoposid + Cisplatin (BEP)-Schema. Trotz teils aggressiven Verlaufs ist die Prognose insgesamt sehr günstig mit Überlebensraten von über 90%. Rezidive sind selten und werden individuell multimodal behandelt.
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Mammakarzinom
 5 Min|
Mammakarzinom: Was macht eine 
CDK4/6i-Therapie langfristig erfolgreich?

Mammakarzinom: Was macht eine CDK4/6i-Therapie langfristig erfolgreich?

Die Behandlung von Patient:innen mit metbastasiertem Mammakarzinom (mBC) wird zunehmend holistischer: Individuelle Bedürfnisse rücken stärker in den Fokus der Versorgungspraxis und spielen neben erkrankungsbezogenen Faktoren eine zentrale Rolle bei der Therapieentscheidung [1]. Bei der Auswahl des geeigneten CDK4/6-Inhibitors (CDK4/6i) sind Kriterien wie Verträglichkeit, Erhalt der Lebensqualität und Aspekte des Therapiemanagements von Bedeutung. Palbociclib bietet mit einer breiten Datenbasis und fast einem Jahrzehnt klinischer Erfahrung gute Voraussetzungen für eine patient:innenfreundliche Anwendung und damit für einen langfristigen Therapieerfolg.
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BNGO
 3 Min|

14. BNGO-Hauptstadtkongress – Traditionelles und Neues

Alljährlich treffen sich die Mitglieder des Berufsverbands Niedergelassener und ambulant tätiger Gynäkologischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) und interessierte Gäste im Sommer in Berlin zu ihrem Jahresaustausch. Der diesjährige BNGO-Hauptstadtkongress fand wieder traditionsgemäß im Hotel Maritim Pro Arte statt und wurde abgerundet durch einen wissenschaftlichen Austausch auf der Spree. Rund 200 Teilnehmende erwartete ein buntes Programm aus Studiendaten von jüngsten Kongressen, aktuellen Therapieempfehlungen, praktischen Fragestellungen und speziellen Fokusthemen, die für Gynäkoonkolog:innen in der Niederlassung relevant sind. Dr. Jörg Schilling, der Vorsitzende des BNGO, gibt uns einen kurzen Einblick in die Highlights, und das neue Verbandsmitglied PD Dr. Peter Rusch aus Soest schildert seine Eindrücke vom Kongress. In der nächsten Ausgabe des JOURNAL ONKOLOGIE berichten wir ausführlich über die Kongressbeiträge.
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BNGO
 3 Min|
Ein neues BNGO-Mitglied stellt sich vor

Ein neues BNGO-Mitglied stellt sich vor: PD Dr. med. Peter Rusch

PD Dr. Peter Rusch führt gemeinsam mit seiner Frau Lena und ihrer Mutter eine echte „Familienpraxis“ in Soest/Westfalen. Obgleich internistische Onkolog:innen in vielen Regionen fachübergreifend auch an der Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen beteiligt sind, fehlt gerade in ländlichen Regionen wie dem Kreis Soest im niedergelassenen Bereich ein Gynäkologe/Gynäkologin mit onkologischem Expertenwissen. Nach jahrelanger Tätigkeit an Universitätskliniken und in gynäkologischen Krebszentren möchte PD Dr. Rusch gerade hier nun ein lebenslanger Wegbegleiter von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen sein.
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Medizin
 2 Min|
ASCO 2026

TFI als Prognosefaktor beim HR+/HER2- a/mBC: Real-World-Daten aus der PERFORM-Studie

Beim ASCO 2026 wurden neue Daten zur Wirksamkeit aus der fünften Interimsanalyse (IA5) der deutschen/österreichischen Real-World-Studie PERFORM vorgestellt. PERFORM untersucht Palbociclib plus endokrine Therapie (ET) als Erstlinientherapie (1L) beim Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom (a/mBC) in der Routineversorgung und liefert damit Real-World-Evidenz unter den Bedingungen des klinischen Alltags. In der präsentierten Interimsanalyse wurden die Effektivitätsergebnisse in Abhängigkeit vom behandlungsfreien Intervall ausgewertet (Treatment-Free Interval, TFI), der sich als Prognosefaktor beim HR+/HER2- a/mBC erwies. Patient:innen mit einem TFI ≤ 12 Monate zeigten einen ungünstigeren Verlauf, die berichtete Lebensqualität (QoL) blieb in allen TFI-Subgruppen stabil.
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Mammakarzinom
 2 Min|
DGS 2026

Das HER2-positive Mammakarzinom leitlinienkonform und evidenzbasiert behandeln

Die Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem (HER2+) Mammakarzinom wird sowohl in frühen als auch in fortgeschrittenen Stadien zunehmend differenzierter auf die Erkrankten zugeschnitten. Etablierte Standards wie das Antibody-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Emtansin (T-DM1) und die duale HER2-Blockade mit Pertuzumab und Trastuzumab gehören auch in einer sich rasch weiter entwickelnden Therapielandschaft zu den derzeitigen therapeutischen Standards.
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BNGO
 4 Min|
Brustkrebs mit Lymphsystem, Lymphbahnen, Lymphknoten einer Frau

AGO Kommission Mamma empfiehlt Abemaciclib mit Doppelplus in der Adjuvanz

Die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) hat im Rahmen der Aktualisierung ihrer Empfehlungen zur Therapie des frühen Mammakarzinoms (eBC) den Empfehlungsgrad für den CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib zusätzlich zur endokrinen Therapie (ET) für die adjuvante Therapie des frühen Hormonrezeptor-positiven (HR+), HER2-negativen (HER2-) Mammakarzinoms mit erhöhtem Rezidivrisiko auf Doppelplus (++) angehoben [1]. Die evidenzbasierten Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie früher und fortgeschrittener Mammakarzinome werden von der AGO jährlich überarbeitet und bieten Ärzt:innen eine wichtige Orientierung bei der Wahl der bestmöglichen Therapie.
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Mammakarzinom
 9 Min|
Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs
9. Mammakarzinom-Gipfelstürmer-Meeting

Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs

Beim jährlichen Gipfelstürmer-Treffen in München ordnen namhafte Expert:innen neue Studiendaten und Leitlinienempfehlungen zur Therapie des frühen und des fortgeschrittenen Mammakarzinoms in die Abläufe der klinischen Praxis in Deutschland ein. Das zum großen Teil interaktive Format des Meetings lebt vom persönlichen Austausch und der detaillierten Diskussion der Daten und klinischen Abläufe. Die Vorträge und Diskussionen verdeutlichten einmal mehr, dass personalisierte Therapiestrategien und damit die Relevanz der Biomarker-Testung im Bewusstsein angekommen sind. Im Fokus des folgenden Berichts stehen Daten, die aktuell für die klinische Praxis relevant sind.
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Mammakarzinom
 5 Min|
Fortgeschrittenes ER+/HER2- Mammakarzinom mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en): Zielgerichtete Therapie mit Capivasertib + Fulvestrant
Fortgeschrittenes ER+/HER2- Mammakarzinom mit PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en)

Zielgerichtete Therapie mit Capivasertib + Fulvestrant*

Capivasertib + Fulvestrant* ist – basierend auf den Ergebnissen der CAPItello‑291‑Studie – indiziert für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Östrogenrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer oder mehreren PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration(en) nach Rezidiv oder Progression der Erkrankung während oder nach einer endokrinen Therapie [1, 2]. Eine frühzeitige Gewebetestung auf diese Alterationen kann dabei den Zugang zum Regime eröffnen [2].
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Medizin
 1 Min|

Triple-negativer Brustkrebs: EU-Zulassung von Sacituzumab Govitecan als erstes ADC in der Erstlinie

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Sacituzumab Govitecan als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patientinnen mit inoperablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) erteilt, die zuvor noch keine systemische Therapie erhalten haben und nicht für eine Therapie mit PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren in Frage kommen. Sacituzumab Govitecan ist das erste Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein für die Erstlinienbehandlung des metastasierten TNBC zugelassen wurde.
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Medizin
 3 Min|

Wie viel Krankheitslast im mBC verträgt die orale SERD-Therapie?

Das Metastasierungsmuster beeinflusst beim ER+/HER2– metastasierten Mammakarzinom (mBC) maßgeblich den Krankheitsverlauf. Während solitäre Knochenmetastasen klinisch häufig über längere Zeit stabil bleiben, geht ein viszeraler Befall der Leber oder Lunge mit einer ungünstigen Tumorbiologie, gesteigerter Krankheitslast und einer ungünstigeren Prognose einher. Für die klinische Praxis stellt sich in diesen aggressiveren Szenarien oft die Frage, welche Therapie nach dem Versagen eines CDK4/6-Inhibitors ausreichend effektiv ist. Die aktuellen Empfehlungen der AGO besagen einen klaren endokrinen Ansatz: Sofern eine Patientin endokrin sensitiv ist, empfiehlt die Leitlinie selbst bei viszeraler Metastasierung eine endokrine Therapie [1]. Die Daten zu Elacestrant zeigen, dass diese moderne endokrine Option auch bei hoher Tumorlast die endokrine Sensitivität  wirksam nutzt [2]*.
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Medizin
 3 Min|
Aktualisierte S3-Leitlinie zum Endometriumkarzinom

Aktualisierte S3-Leitlinie zum Endometriumkarzinom

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie Endometriumkarzinom überarbeitet. Die Leitlinie gibt unter anderem evidenzbasierte Empfehlungen für eine risikoadaptierte Therapie, mit der unnötige Eingriffe vermieden werden können, sowie Hinweise zur Diagnostik und Therapie seltener histologischer Subtypen und erblicher Varianten. Die S3-Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sowie unter Mitwirkung von 35 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde die Überarbeitung von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie.
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