Journal Onkologie

Ovarialkarzinom

Überblick

Ovarialkarzinom – Ein Tumor mit vielen Facetten

Das Ovarialkarzinom ist mit über 7.000 Neuerkrankungen jährlich der dritthäufigste gynäkologische Tumor in Deutschland. Dieser Artikel bietet Ihnen fundierte, leitlinienbasierte Informationen zu allen Aspekten der Erkrankung – von den ersten Symptomen über moderne Diagnoseverfahren bis hin zu aktuellen Therapieoptionen. Erfahren Sie mehr über Risikofaktoren, innovative Behandlungsansätze wie PARP-Inhibitoren und zielgerichtete Therapien sowie die Bedeutung der molekularen Diagnostik für eine individualisierte Behandlung.
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Ovarialkarzinom
Die KI-3D-Röntgenillustration zeigt Eierstockkrebs, wobei die Tumormasse vor einem einheitlichen schwarzen Hintergrund halbtransparent dargestellt sind.

Multifaktorielle Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom: Schlüsselrolle der Chemosensitivität

Die Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen high-grade serösen Ovarialkarzinom ist komplex, speziell wenn es um die Wahl der Erhaltungstherapie im Erstlinien (1L)-Setting geht. Um die passende Behandlung für die Patientin zu finden, sind individuelle patientenspezifische Faktoren von Bedeutung, darunter der Allgemeinzustand, die Komedikation und persönliche Präferenzen der betroffenen Frauen, etwa für eine orale Gabe. Ein weiterer Faktor, der die Wahl der Erhaltungstherapie maßgeblich beeinflussen kann, ist die Chemosensitivität des Tumors, die innerhalb der ersten 100 Tage der zytostatischen Behandlung ermittelt wird. Die Chemosensitivität liefert therapierelevante Informationen ergänzend zu genomischen Faktoren wie der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) bzw. BReast CAncer (BRCA)1/2-Mutationen – etwa zum möglichen Einsatz von Poly(ADP-Ribose)-Polymerase (PARP)-Inhibitoren oder dem antiangiogen wirksamen Antikörper Bevacizumab. Die Behandlung kann damit für betroffene Frauen individueller gestaltet werden.
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Medizin
Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

In der Europäischen Union (EU) ist eine neue Behandlungsoption für Patientinnen mit Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen worden. Pembrolizumab kann nun in Kombination mit Paclitaxel, mit oder ohne Bevacizumab, zur Behandlung des Platin-resistenten epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms bei erwachsenen Patientinnen eingesetzt werden, deren Tumoren PD-L1 mit einem Combined Positive Score (CPS) ≥ 1 exprimieren und die zuvor eine oder zwei systemische Therapielinien erhalten haben. Damit steht erstmals eine PD-1-Inhibitor-basierte Behandlungsoption für diese Indikation in der EU zur Verfügung.
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Medizin
Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist der Therapiestandard im Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven platinresistenten Ovarialkarzinom (OC), mit signifikant überlegener Wirksamkeit gegenüber Chemotherapie.1,4–6,* Die Therapieempfehlung wurde im Update der S3-Leitlinie im Januar 2026 veröffentlicht.1,a Zusätzlich zur S3-Leitlinie wurde MIRV als Therapieempfehlung in die ESMOb- und ESGO-Leitliniec aufgenommen.2,3
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Ovarialkarzinom
Primärtherapie des Ovarialkarzinoms

Primärtherapie des Ovarialkarzinoms

Das Ovarialkarzinom zählt bei vergleichsweiser niedriger Inzidenz zu den tödlichsten gynäkologischen Tumoren, weil es häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird und schnell Resistenzen bildet. Neue Erkenntnisse zeigen, dass es sich nicht um eine einheitliche Erkrankung handelt, sondern um verschiedene Tumorentitäten mit unterschiedlicher Bio­logie, Prognose und Therapieansprechen. Eine präzise Diagnostik, eine individuell angepasste operative und systemische Therapie sowie der gezielte Einsatz moderner Erhaltungskonzepte sind daher entscheidend, um die Überlebenschancen der Patientinnen zu verbessern. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Primärtherapie des epithelialen Ovarialkarzinoms.
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Medizin
Mirvetuximab-Soravtansin verbessert Überlebensendpunkte und patientinnenrelevante Aspekte der Lebensqualität
DKK 2026

Mirvetuximab-Soravtansin verbessert Überlebensendpunkte und patientinnenrelevante Aspekte der Lebensqualität

Im Rahmen eines Symposiums während des 37. Deutschen Krebskongresses wurden u. a. die finalen Datenschnitte zu Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) aus der MIRASOL-Studie präsentiert, ergänzt um patientinnenrelevante Endpunkte [1, 2]. Außerdem wurden die Stellung von MIRV in der vor kurzem aktualisierten S3-Leitlinie zu malignen Ovarialtumoren eingeordnet [3], das diagnostische Vorgehen zur Folatrezeptor-alpha(FRα)-Testung [4] erörtert und das ophthalmologische Therapiemanagement im Kontext der Behandlung [3, 5] beleuchtet.
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Medizin
Ovarialkarzinom: Fettgewebe beeinflusst Wirksamkeit der Immuntherapie

Ovarialkarzinom: Fettgewebe beeinflusst Wirksamkeit der Immuntherapie

Bei Eierstockkrebs zeigen Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren bislang nur bei wenigen Betroffenen Wirkung. Forschende vom Helmholtz Institut für Translationale Onkologie (HI-TRON Mainz) haben nun entdeckt, dass Fettstoffwechsel-Prozesse im Tumorumfeld eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie gut solche Therapien wirken. Die Ergebnisse eröffnen neue Ansatzpunkte, um Immuntherapien gezielter einzusetzen, ihre Wirksamkeit zu steigern und Resistenzen zu durchbrechen [1].
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Medizin
Update S3-Leitlinie: Mirvetuximab-Soravtansin für das rezidivierte platinresistente Folatrezeptor-alpha positive Ovarialkarzinom empfohlen

Update S3-Leitlinie: Mirvetuximab-Soravtansin für das rezidivierte platinresistente Folatrezeptor-alpha positive Ovarialkarzinom empfohlen

Die kürzlich aktualisierte S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren (Stand: Januar 2026) [1] empfiehlt Mirvetuximab-Soravtansin mit dem Empfehlungsgrad B: Frauen mit einem platinresistenten Rezidiv eines Folat-Rezeptor-alpha(FRα)-positiven, high-grade serösen Ovarial-, Tuben- oder primären Peritonealkarzinoms, die bereits ein bis drei Vortherapien erhalten haben, sollten eine Monotherapie mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) erhalten. Parallel zur Aktualisierung der nationalen Leitlinie hat die European Society for Medical Oncology (ESMO) ein Express Update ihrer Clinical Practice Guideline zur Behandlung des epithelialen Ovarialkarzinoms publiziert [2]. Auch hier stellt Mirvetuximab die empfohlene Behandlung für Patientinnen mit rezidivierendem Ovarialkarzinom mit hoher FRα-Expression nach ein bis drei vorangegangenen Therapien sowie einem platinfreien Intervall von weniger als sechs Monaten dar [2]. Mit der Aktualisierung der Leitlinien wird damit eine zielgerichtete Therapie empfohlen, die erstmals einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil gegenüber Chemotherapie in dieser Patientenpopulation erzielte [1-3].
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Medizin

Mirvetuximab-Soravtansin: Der von der S3-Leitlinie empfohlene Therapiestandard im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist der Therapiestandard im Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven platinresistenten Ovarialkarzinom (OC), mit signifikant überlegener Wirksamkeit gegenüber Chemotherapie.1–4,* Die Therapieempfehlung wurde im Update der S3-Leitlinie im Januar 2026 veröffentlicht.2 Zudem wurde auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) 2025 ein klinischer Vorteil für die Folgetherapie nach MIRV im Vergleich zur Chemotherapie bestätigt.5
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Medizin
Neue Immuntherapie bei Eierstockkrebs durch gezielte Proteinblockade

Neue Immuntherapie bei Eierstockkrebs durch gezielte Proteinblockade

Eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs spricht schlecht auf herkömmliche Therapien an und kann sich effektiv vor dem Immunsystem verstecken. Forschenden der Universitätsmedizin Halle ist es nun gelungen, die Mechanismen dieser „Immunflucht" aufzudecken und sie in Zellkulturen sowie im Tiermodell gezielt zu blockieren. In den Versuchen wurden die Krebszellen dadurch wieder für das Immunsystem sichtbar. Die im Nature-Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy vorgestellte Arbeit eröffnet neue Strategien für die Behandlung von Eierstockkrebs. Aktuell entwickelt und patentiert das Team zudem neue Wirkstoffkandidaten, die noch effektiver und stabiler sein sollen.
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Medizin

Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom: Anhaltende Vorteile auch in der Folgetherapie

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist die erste zugelassene Therapie mit einem gegen den Folatrezeptor-alpha (FRα) gerichteten Antikörper im platinresistenten Ovarialkarzinom.a,1 Auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) 2025 wurde ein klinischer Vorteil für die Folgetherapie nach MIRV im Vergleich zur Chemotherapie bestätigt.2
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Medizin
Ovarialkarzinom: Rucaparib als Erstlinien-Erhaltungstherapie unabhängig von HRD- und BRCA-Status
ESMO 2025

Ovarialkarzinom: Rucaparib als Erstlinien-Erhaltungstherapie unabhängig von HRD- und BRCA-Status

Die auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 vorgestellten Fünf-Jahres-Daten aus dem Monotherapiearm der Phase-III-Studie ATHENA (ATHENA-MONO) zeigen, dass der PARP-Inhibitor Rucaparib bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verlängert. Dies konnte über alle Subgruppen sowie unabhängig vom Status der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) und BRCA-Mutation gezeigt werden.
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Medizin
Platinresistentes Ovarialkarzinom: Mirvetuximab-Soravtansin verlängert PFS2 in MIRASOL-Studie
ESMO 2025

Platinresistentes Ovarialkarzinom: Mirvetuximab-Soravtansin verlängert PFS2 in MIRASOL-Studie

Beim platinresistenten Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven Ovarialkarzinom zeigte das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) in der MIRASOL-Studie eine deutliche Verlängerung des therapiefreien Intervalls gegenüber einer Monochemotherapie. Die Analyse des sekundären Endpunkts „Progressionsfreies Überleben 2“ (PFS2) bestätigt den anhaltenden klinischen Nutzen auch nach Krankheitsprogression.
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Ovarialkarzinom
Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern
ESMO 2025

Präzise Therapieplanung beim Ovarialkarzinom – PARP-Inhibitoren sinnvoll einsetzen, Outcome verbessern

Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms (OC) zählen die Tumore noch immer zu den letalsten in der Gynäkologie. Schlüssel zum Erfolg ist das frühzeitige Erkennen molekularer Tumorstrukturen. Biomarker, die die Funktionalität der Tumoren beschreiben, könnten Therapieentscheidungen leiten und weitere Fortschritte bringen. Über die Chemosensitivität wurde beim diesjährigen ESMO diskutiert.
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Medizin
5-Jahres-Daten aus ATHENA-MONO: Rucaparib als Erstlinien-Erhaltungstherapie beim OC III/IV – unabhängig von HRD- und BRCA-Status

5-Jahres-Daten aus ATHENA-MONO: Rucaparib als Erstlinien-Erhaltungstherapie beim OC III/IV – unabhängig von HRD- und BRCA-Status

Die präzisionsmedizinische Ovarialkarzinomtherapie erfordert Evidenz, die das Spektrum relevanter genetischer Marker im realitätsnahen Setting widerspiegelt.1,2 Die auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 vorgestellten 5-Jahres-Daten aus ATHENA-MONO tragen diesem Bedarf Rechnung und zeigen: Der PARP-Inhibitor Rucaparib, zugelassen als Monotherapie zur Erstlinien-Erhaltungstherapie, verlängert bei neudiagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber Placebo signifikant – über alle Subgruppen und unabhängig vom Status der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) und BRCA-Mutation.3,4
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Ovarialkarzinom
Platin-resistentes Ovarialkarzinom: Mehr Zuversicht durch zielgerichtete Therapien
ESMO 2025

Platin-resistentes Ovarialkarzinom: Mehr Zuversicht durch zielgerichtete Therapien

Auch wenn die Platin-Resistenz regulatorisch noch immer nicht ausreichend gut definiert ist: Frauen, die ein als Platin-resistent geltendes Ovarialkarzinom (PROC) haben, hatten bis vor kurzem kaum alternative Therapieangebote. Mit der Zulassung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Mirvetuximab-Soravtansin hat sich dies schlagartig geändert. Und die Entwicklung geht munter weiter, wie beim diesjährigen ESMO-Kongress zu erfahren war.
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ESMO 2025
Platinresistentes Ovarialkarzinom: Mirvetuximab Soravtansin besser als bisherige Standardtherapien
ESMO 2025

Platinresistentes Ovarialkarzinom: Mirvetuximab Soravtansin besser als bisherige Standardtherapien

Mirvetuximab Soravtansin (MIRV) ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das zur Behandlung von platinresistentem Eierstockkrebs eingesetzt wird. In der Zulassungs-relevanten Studie MIRASOL hatte MIRV bei Patientinnen mit FR⍺-positivem PROC im Vergleich zu ICC schon eine überlegene progressionsfreie Überlebensrate und Gesamtüberlebensrate gezeigt [1]. Während des ESMO-Kongresses 2025 wurde eine Analyse der PFS2-Daten, und die Behandlungssequenz der Intention-to-treat-Population (ITT) vorgestellt [2].
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ESMO 2025
ESMO 2025

Platinresistentes Ovarialkarzinom: Kombi aus GR-Antagonist Relacorilant und nab-Paclitaxel verlängert PFS und OS auch nach PARPi-Vortherapie

Beim platinresistenten Ovarialkarzinom (PROC) besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. Deshalb wird ständig nach neuen Wegen gesucht, um den Medical Need in dieser Therapiesituation zu adressieren – etwa durch Evaluation neuer Substanzgruppen. Relacorilant ist ein neuartiger, oraler, selektiver Antagonist des Glukokortikoidrezeptors (GR), der die Sensitivität von Tumoren gegenüber einer Chemotherapie erhöht. Der GR ist als Zielstruktur interessant, weil er in mehr als 95% der Zellkerne von Ovarialkarzinomzellen exprimiert wird. Nachdem die Hauptanalyse der Studie einen hohen klinischen Nutzen der Kombination gezeigt hatte [1] wurden beim ESMO-Kongress 2025 aktuelle Daten zur Subgruppe von Patientinnen präsentiert, die vorab eine Behandlung mit einem PARP-Inhibitor durchlaufen hatte und erfahrungsgemäß besonders Ansprechraten auf eine nachfolgende Chemotherapie zeigt [2].
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