Journal Onkologie
Kolorektales Karzinom

Die Studie basierte auf einer landesweiten Kohorte von 34.166 Patient:innen, die sich zwischen 2004 und 2019 in Dänemark einer kurativen Operation bei kolorektalem Karzinom in den UICC-Stadien I–III unterzogen hatten. Unter diesen identifizierten die Wissenschaftler:innen 7.027 Patient:innen mit Rezidiv. Diese wurden ab dem Zeitpunkt des Rezidivs bis zum Tod oder bis zum 1. Januar 2023 nachbeobachtet.

Zusammenhang zwischen Rezidivzeitpunkt und Sterblichkeit

Insgesamt starben 4.025 der Patient:innen innerhalb von fünf Jahren nach dem Rezidiv, wobei in 80% der Fälle Darmkrebs die Todesursache war. Das mediane Überleben nach Rezidiv betrug 38,2 Monate (95%-Konfidenzintervall (KI) 36,1–40,1 Monate). Im Vergleich zu Rezidiven, die im dritten Jahr nach der Operation diagnostiziert wurden, betrug die 5-Jahres Hazard Ratio (HR) 1,36 (95%-KI 1,28–1,44) für Rezidive, die nach einem Jahr diagnostiziert wurden. Diese sank auf eine HR von 0,67 (95% KI 0,56–0,82) für Rezidive, die nach fünf Jahren diagnostiziert wurden. Je früher also das Rezidiv nach der Operation auftrat, desto höher war das Sterberisiko in den folgenden fünf Jahren. Umgekehrt war ein spätes Rezidiv mit einem geringeren Sterberisiko verbunden. Bei der weiteren Analyse zeigte sich, dass die meisten Rezidivlokalisationen diesem Muster folgten. Ausnahmen waren Rezidive ausschließlich in der Leber und an der Operationsstelle.

Frühe Identifikation von Rezidiven ist wichtig

Die Studie legt nahe, dass die Zeit von der Operation bis zur Diagnose eines Rezidivs prognostisch für die Sterblichkeit nach Rezidiv bei kurativer Operation wegen nicht-metastasiertem kolorektalem Karzinom ist. Die frühe Identifikation von Rezidivtumoren in den ersten postoperativen Jahren ist daher von immenser Bedeutung, so das Fazit der Studienautor:innen.

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Quelle:

Nors J. et al. (2026) The impact of time-to-recurrence on post-recurrence mortality in stage I–III colorectal cancer: A nationwide Danish cohort study, International Journal of Cancer, DOI: 10.1002/ijc.70375

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