Journal Onkologie

Gastroenterologie | Beiträge ab Seite 3

Hepatozelluläres Karzinom
 8 Min|
Fortgeschrittenes HCC: Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag
Fortgeschrittenes hepatozelluläres Karzinom

Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag

Immunonkologische (IO) Kombinationstherapien haben in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder nicht resezierbaren hepatozellulären Karzinoms (HCC) die Prognose für Patient:innen deutlich verbessert [1]. Inzwischen zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie HIMALAYA einen konsistenten Überlebensvorteil für das IO-basierte STRIDE-Regime über 6 Jahre [2]*. Real-World-Studienergebnisse unterstreichen zudem das handhabbare Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie [3, 4].
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Kolorektales Karzinom
 5 Min|
Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität
Metastasiertes Kolorektalkarzinom (mCRC)

Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität

In der Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) steht eine konsequente Molekulardiagnostik und eine biomarkergestützte Therapie, abhängig von der Primärtumorlokalisation im Fokus internationaler und nationaler Leitlinienempfehlungen [1-3]. Wie diese Empfehlungen in Deutschland umgesetzt werden und welchen Einfluss dies auf den Therapieerfolg haben kann, zeigen aktuelle Daten der Registerstudie AIO-KRK-0424/ass [4]. Speziell für die Zweitlinie bei BRAFV600E-mutiertem mCRC stützen zudem Phase-III- und prospektive Real-World-Daten für die duale zielgerichtete Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib + Cetuximab einen leitliniengerechten Therapieansatz [5, 6].
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Kolorektales Karzinom
 2 Min|

Frühe Rezidive nach Darmkrebs-Operation mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert

Rezidive stellen einen bedeutenden Risikofaktor für die Sterblichkeit nach Behandlung eines kolorektalen Karzinoms dar. Die postoperative Nachsorge zielt darauf ab, Rezidive früh zu diagnostizieren, um die Heilungschancen zu verbessern. Doch möglicherweise repräsentieren frühe Rezidive aggressive Tumoren mit ungünstiger Prognose. Eine dänische Kohortenstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und der Sterblichkeit danach. Bei 7.027 identifizierten Rezidiv-Patient:innen zeigte sich, dass das Sterberisiko in den folgenden fünf Jahren umso höher war, je früher das Rezidiv auftrat.
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Pankreaskarzinom
 4 Min|
Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Aktuelle Leitlinien empfehlen eine adjuvante Chemotherapie nach chirurgischer Resektion des Pankreaskarzinoms für alle UICC-Stadien I–III. Doch die Datenlage zur stadienspezifischen Wirksamkeit dieser Behandlung ist begrenzt. Eine retrospektive Studie aus China untersuchte nun systematisch den Einfluss der postoperativen Chemotherapie auf die Prognose von Patient:innen mit unterschiedlichen Stadien des Pankreaskarzinoms.
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Medizin
 3 Min|
Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Die im New England Journal of Medicine publizierten Ergebnisse der Phase-III-Studie ATOMIC zeigen einen deutlichen Benefit für Patient:innen mit kolorektalem Karzinom (CRC) im Stadium III und defizientem Mismatch-Reparatur-System (dMMR). Durchgeführt wurde die Studie von Forschenden der Alliance for Clinical Trials in Oncology (Alliance)/USA unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) und mit Förderung des National Cancer Institute (NCI). Im Falle einer Zulassung könnte Atezolizumab einen neuen Standard für Patient:innen mit dMMR-CRC setzen.
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Medizin
 2 Min|
Speiseröhrenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Früherkennung

Speiseröhrenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Früherkennung

Mit zunehmendem Alter sammeln sich im gesunden Gewebe Mutationen, die Krebs auslösen können. Allerdings entwickeln sich nur wenige dieser veränderten Zellen zu Tumoren. Erkenntnisse moderner Studien deuten darauf hin, dass die Entstehung von Tumoren von komplexen Wechselwirkungen zwischen den mutierten Zellen und ihrer Umgebung abhängt. Das Verständnis dieser Prozesse und der dazugehörigen Umweltfaktoren ist bislang jedoch begrenzt. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Cambridge und mit Beteiligung der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden (TUD) sowie des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI‑CBG) hat nun einen bislang unbekannten Mechanismus beschrieben, der das Überleben von Tumorzellen in einem sehr frühen Stadium fördert. Die Erkenntnisse um diese frühen biologischen Hinweise können dazu beitragen, die Früherkennung von Speiseröhrenkrebs zu verbessern.
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Medizin
 3 Min|
Metastasierungsmechanismus entschlüsselt

Metastasierungsmechanismus entschlüsselt

Metastasen sind bei vielen Krebsformen ein zentrales Problem. Als Abkömmlinge des Primärtumors können sie in entfernten Organen wachsen und sind oft schwer erkennbar. Ein Forschungsteam am Institut für Genetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun molekulare Mechanismen entdeckt, die die Ansiedlung von Krebszellen in anderen Geweben ermöglichen können. Die Ergebnisse stellt das Team um Dr. Tobias Reiff in der Fachzeitschrift Nature Communications vor.
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Medizin
 3 Min|
KI-Modell sagt Leberkrebsrisiko auf Basis von Routinedaten voraus

KI-Modell sagt Leberkrebsrisiko auf Basis von Routinedaten voraus

Eine frühe Diagnose ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung von Leberkrebs. Dennoch werden viele Fälle erst zu spät erkannt, weil das individuelle Risiko schwer einzuschätzen ist. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Else Kröner Fresenius Zentrums (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der Technischen Universität Dresden (TUD) hat nun ein KI-Modell entwickelt, welches das Risiko für Leberkrebs auf Basis routinemäßig erhobener klinischer Daten, wie Vorerkrankungen, Laborwerte sowie Lebensstilfaktoren, vorhersagen kann. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Cancer Discovery, dem führenden Journal der US-amerikanischen Krebsforschungsgesellschaft (AACR), veröffentlicht.
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Medizin
 2 Min|
Immuntherapie halbiert Rückfallrate bei bestimmten Formen von Darmkrebs

Immuntherapie halbiert Rückfallrate bei bestimmten Formen von Darmkrebs

Die Ergänzung der standardmäßigen adjuvanten Chemotherapie durch die Immuntherapie mit Atezolizumab verbessert deutlich die Behandlungsergebnisse bei Patient:innen mit bestimmten Formen von Darmkrebs nach einer Operation. Das ist das Ergebnis der ATOMIC-Studie (Alliance A021502/AIO-KRK-0317), die in Deutschland von Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick vom St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, koordiniert wurde [1]. Die Studie zeigte eine 50%ige Verringerung des Risikos für ein Wiederauftreten der Erkrankung oder den Tod im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Damit ist ein neuer Behandlungsstandard für diese biologisch unterscheidbare Untergruppe etabliert.
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Kolorektales Karzinom
 3 Min|
Einsatz des VEGFR-Inhibitors Fruquintinib beim metastasierten kolorektalen Karzinom
Metastasiertes kolorektales Karzinom

Vorbehandelte mCRC-Betroffene können von einem rechtzeitigen Einsatz des VEGFR-Inhibitors Fruquintinib profitieren

„Die Zulassung von Fruquintinib in späten Linien erweitert die Optionen für diese Patienten* erheblich“, erläutern Prof. Sebastian Stintzing, Berlin, und Prof. Dominik Modest, Berlin, den Stellenwert von Fruquintinib in der Therapie von vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) [1]. Hier zeigt die Praxiserfahrung, dass dem Zeitpunkt der Therapieeinleitung eine entscheidende Rolle zukommt. Hintergrund ist der Fokus auf eine Verlängerung der Überlebenszeit bei Erhalt der Lebensqualität im Behandlungsmanagement mehrfach vortherapierter Patienten [2]. Der Einsatz geht einher mit aktuellen Leitlinien, denen zufolge die zielgerichtete Therapie nach Progression oder Unverträglichkeit unter TAS-102 und/oder Regorafenib eingesetzt werden sollte [3-7]. Aufgrund der Relevanz für das Therapie-Outcome sprechen sich auch Experten aus Klinik und Niederlassung für den rechtzeitigen Einsatz von Fruquintinib aus.
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Medizin
 2 Min|
Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Der PD-L1-Inhibitor Durvalumab wurde in Kombination mit einer Chemotherapie nach FLOT-Regime (5-Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel) als neoadjuvante und adjuvante Behandlung gefolgt von einer adjuvanten Durvalumab-Monotherapie (MATTERHORN-Regime) zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit resezierbarem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GC/GEJ, Stadien II–IVA) zugelassen.
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Medizin
 2 Min|
Magenkrebs: Neuer Wirkstoff 60-mal effektiver gegen H. pylori

Magenkrebs: Neuer Wirkstoff 60-mal effektiver gegen H. pylori

Bedeutender Fortschritt zur möglichen Vorbeugung von Magenkrebs: Forschende der Technischen Universität München (TUM) konnten durch chemische Anpassungen die Wirksamkeit eines Standard-Antibiotikums um das 60-Fache steigern. Im Labor und im Tierversuch bekämpft der neue Wirkstoff das mit Magenkrebs in engem Zusammenhang stehende Bakterium Helicobacter pylori sehr erfolgreich. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin Nature Microbiology veröffentlicht [1].
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Medizin
 3 Min|
Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Die Europäische Kommission hat Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem oder inoperablem lokal rezidivierendem Plattenepithelkarzinom des Analkanals (SCAC) zugelassen [1]. Mit der Markteinführung steht der PD-1-Inhibitor zudem als Monotherapie zur Erstbehandlung des metastasierten oder rezidivierenden, lokal fortgeschrittenen Merkelzellkarzinoms (MCC) zur Verfügung. Beide Erkrankungen sind durch eine steigende Inzidenz und einen hohen Therapiebedarf gekennzeichnet.
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Kolorektales Karzinom
 2 Min|
DKK 2026

Metastasiertes kolorektales Karzinom: Verlängerung der Überlebenszeit und Erhalt der Lebensqualität

Beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) ist neben der Verlängerung der Überlebenszeit der Erhalt der Lebensqualität ein wichtiges Behandlungsziel mit zunehmender Relevanz in späteren Therapielinien. Angesichts der ungünstigen Prognose in fortgeschrittenen Stadien ist der Forschungsbedarf hoch. Die Verleihung des „Takeda Forschungspreises CRC“ im Rahmen des Deutschen Krebskongresses 2026 in Berlin unterstützt dieses Engagement.
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Kolorektales Karzinom
 2 Min|
Metastasiertes kolorektales Karzinom: Optimierte Therapiepfade mit Liquid Biopsy und Deeskalationsstrategien
DKK 2026

Metastasiertes kolorektales Karzinom: Optimierte Therapiepfade mit Liquid Biopsy und Deeskalationsstrategien

Auch beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) sind Biomarker-gerichtete Therapiepfade von großer Relevanz. Dr. Sebastian Stintzing, Professor für Hämatologie und Onkologie mit Schwerpunkt Medizinische und Internistische Onkologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, plädierte anlässlich des 37. Deutschen Krebskongresses in Berlin unter anderem dafür, neben der Gewebediagnostik auch eine Liquid Biopsy (LB) einzusetzen.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel
DKK 2026

Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 widmete sich eine Sitzung dem komplexen Zusammenspiel zwischen Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Krebsprävention. Die drei Vorträge von Prof. Dr. Johann Ockenga (Klinikum Bremen-Mitte), Dr. Eunike Velleuer (Helios Klinikum Krefeld) und Prof. Dr. Jutta Hübner (Universitätsklinikum Jena) behandelten verschiedene Aspekten der Prävention – von der Primär- bis zur Tertiärprävention.
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