Journal Onkologie
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Editorial

Kongress-News | ESMO-GI

Gastrointestinale Tumoren
 6 Min|
Grafik: menschlicher Gastrointestinaltrakt
ESMO-GI 2026

Präzisionsmedizin, neue Wirkmechanismen und patientenzentrierte Therapieansätze im Fokus

Der ESMO-GI (European Society For Medical Oncology-Gastrointestinal Cancers) 2026 zeigte deutlich, wie sich die gastrointestinalen Tumorerkrankungen durch wissenschaftliche Innovationen neu ordnen. Über 4.000 Teilnehmende diskutierten aktuelle Daten zu Magen-, Leber-, Pankreas- und Kolonkarzinomen. Es ging auch um die Rolle moderner Tumorimpfstoffe, die Versorgung älterer Patient:innen sowie die Weiterentwicklung klinischer Studien. Die Kongressbotschaft war eindeutig: Präzise Biomarker, funktionelle Bewertung statt chronologischem Alter und intelligente Studiendesigns werden die gastrointestinale (GI) Onkologie der kommenden Jahre bestimmen.
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Gastrointestinale Tumoren
 2 Min|
Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren
ESMO-GI 2026

Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren

Aktuelle Daten zeigen, dass Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab das Langzeitüberleben bei Magen-, Gallengangs- und kolorektalen Karzinomen verbessern. Sie finden zunehmend Eingang in die klinische Routine. Im Fokus eines Symposiums anlässlich des diesjährigen ESMO-GI stand auch der Stellenwert des Biomarkers PD-L1 und der Mikrosatelliteninstabilität für die Therapieentscheidung.
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Gynäkoonkologie

Mammakarzinom
 9 Min|
Schematische Darstellung von Brustkrebs, 3D-Modell blau vor schwarzem Hintergrund

TAMENDOX-Studie: Tamoxifen + niedrig dosiertes Endoxifen bei
eingeschränktem Tamoxifen-Metabolismus

Tamoxifen, 20 mg/d, ist eine Standardtherapie bei Hormonrezeptor-positivem (HR+) Brustkrebs. Tamoxifen wird über CYP2D6 zum aktiven Metaboliten Endoxifen aktiviert, welches maßgeblich für die Hemmung des Tumorwachstums verantwortlich ist. Aufgrund genetisch bedingter verminderter Enzymaktivität erreichen betroffene Patientinnen unter Standarddosierung keine ausreichenden Endoxifen-Spiegel. In einer prospektiven multizentrischen Studie wurde geprüft, ob eine zusätzliche Gabe niedriger Endoxifen-Dosen zu Tamoxifen therapeutische Endoxifen-Plasmakonzentrationen bei diesen Patientinnen ermöglicht. Die Dosierung erfolgte basierend auf CYP2D6-Genotyp oder gemessenen Endoxifen-Spiegeln. Die Supplementierung erwies sich als machbar und sicher und stellt eine vielversprechende Strategie zur individualisierten endokrinen Therapie dar.
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Mammakarzinom
 4 Min|
Frau erhält eine Bestrahlung der Brust als Krebsbehandlung
Interview mit Dr. med. Franziska Nägler, Universitätsklinikum Leipzig

SBRT bei Knochenmetastasen des oligometastasierten Mammakarzinoms

Die stereotaktische Körperbestrahlung (SBRT) gilt bei oligometastasierten Tumorerkrankungen als vielversprechender Ansatz zur Verbesserung der lokalen Tumorkontrolle. Für Patientinnen mit ossären Metastasen eines oligometastasierten Mammakarzinoms liegen jedoch bislang nur begrenzte Daten vor. Eine multizentrische Analyse zeigt nun eine lokale Rezidivfreiheitsrate (FFLR) von nahezu 94% nach 3 Jahren und unterstreicht das Potenzial der SBRT zur Vermeidung skelettbezogener Komplikationen und zum Erhalt der Lebensqualität. Im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE erläutert Dr. Franziska Nägler von der Klinik und Poliklinik und MedVZ III für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Leipzig die klinische Relevanz der Ergebnisse, die Bedeutung der Kombination mit systemischen Therapien sowie die offenen Fragen, die künftige prospektive Studien beantworten müssen.
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Mammakarzinom
 5 Min|
Im Fokus ein Infusionstropf mit klarer Flüssigkeit vor schemenhaftem OP-Saal

Elektroporation und regionale Chemotherapie beim TNBC

In einer Folge der 9. Staffel des Podcasts O-Ton Onkologie waren Prof. Dr. Karl Aigner und die Diplombiologin Kornelia Aigner vom Medias Klinikum Burghausen zu Gast. Sie sprachen über die Behandlung des triple-negativen Mammakarzinoms (TNBC) mittels regionaler Chemotherapie in Kombination mit Elektroporation. Prof. Aigner ist ärztlicher Direktor und Chefarzt des Medias Klinikums und zählt zu den Pionieren der regionalen Chemotherapie. Kornelia Aigner leitet die Abteilung für Tumorbiologie und hat gemeinsam mit ihm eine Pilotstudie zu diesem Thema mit 14 Patientinnen publiziert [1]. Im Gespräch erläuterten beide das Prinzip, die biologischen Wirkmechanismen sowie die Studienergebnisse und Perspektiven des Verfahrens.
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Gynäkologische Tumoren
 10 Min|
Wissenschaftler untersucht DNA-Gel-Array

Digital Health bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs – Potenziale digitaler Technologien entlang des Versorgungspfades

Die frühzeitige Identifikation familiärer Brust- und Eierstockkrebsrisiken erfordert strukturierte und sektorenübergreifende Versorgungspfade. Digitale Technologien bieten hierfür vielfältige Möglichkeiten – von der Erfassung der Familienanamnese über die individualisierte Risikobewertung bis hin zur Unterstützung der genetischen Beratung. Dieser Beitrag beschreibt die Versorgung von Menschen mit familiärem Brust- und Eierstockkrebsrisiko in Deutschland und diskutiert das Potenzial digitaler Lösungen entlang des gesamten Versorgungspfades. Am Beispiel der Digitalen Versorgungsplattform dVP_FAM wird aufgezeigt, wie digitale Anwendungen zu einem integrierten Versorgungskonzept verknüpft werden können. Das Praxisbeispiel verdeutlicht, wie digitale Technologien die frühzeitige Identifikation von Risikopersonen, die sektorenübergreifende Zusammenarbeit und eine patientenzentrierte Versorgung unterstützen und damit zur Weiterentwicklung präventiver Versorgungskonzepte beitragen können.
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Ovarialkarzinom
 10 Min|
Schematische Darstellung eines Ovarialkarzinoms, Hand in OP-Handschuh zeigt mit Stift auf Ovarntergrund

Therapeutischer Standard: PARPi in der Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom ist nach dem Mammakarzinom die zweithäufigste gynäkologische Krebserkrankung in Deutschland und wird bei ca. 75% der Patientinnen erst spät diagnostiziert [1]. Auch in den FIGO-Stadien III/IV bleiben Betroffene häufig lange asymptomatisch. Mögliche Beschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen sind unspezifisch, was eine frühzeitige Diagnose erschwert. Trotz Fortschritten in der operativen und systemischen Therapie bleibt die Prognose mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von etwa 43% weiterhin ungünstig. Der aktuelle Therapiestandard in der Erstlinie (1L) des fortgeschrittenen serösen Ovarialkarzinoms umfasst nach primärer Operation eine Platin-basierte Chemotherapie [1-3]. Bei Patientinnen mit vollständiger oder partieller Remission wird anschließend eine Erhaltungstherapie mit einem Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-(PARP)-Inhibitor (PARPi) und/oder Bevacizumab (Bev) empfohlen [1, 4, 5]. Die Auswahl der Erhaltungstherapie erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, darunter patientenindividuelle Charakteristika, Komorbiditäten, potenzielle Arzneimittelinteraktionen sowie insbesondere die Ergebnisse molekulargenetischer Testung [1]. Dennoch zeigen Versorgungsdaten, dass etwa 20% der hierfür geeigneten Patientinnen keine Erhaltungstherapie erhalten [6]. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die aktuellen evidenzbasierten Therapieempfehlungen beim fortgeschrittenen serösen Ovarialkarzinom, erläutert die zentralen Entscheidungsfaktoren und beleuchtet die gegenwärtige Versorgungssituation in Deutschland.
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Gynäkologische Tumoren
 7 Min|
Schwangere Frau im Krankenhauskittel hat Infusion im Arm
Interview mit Prof. Dr. med. Inken Hilgendorf, Universitätsklinikum Jena

Systemische Tumortherapie in der Schwangerschaft

Krebsdiagnosen während einer Schwangerschaft sind selten, aber für die betroffenen Frauen zunächst ein großer Schock. Welche Herausforderungen damit für die behandelnden Ärzt:innen einhergehen, erläutert Prof. Dr. Inken Hilgendorf, stellvertretende Klinikdirektorin und Sektionsleitung Stammzelltransplantation der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Jena, im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE.
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KI in der Onkologie

Diagnostik
 12 Min|
KI

KI in der Dermatoonkologie – Zwischen Innovation und klinischer Realität

Die Verwendung moderner Grafikkarten (GPUs) mit der Möglichkeit, große Datenmengen in kürzester Zeit zu verarbeiten, hat zur Einführung der Künstlichen Intelligenz (KI) in vielen Bereichen der Medizin geführt. Bereits 2012 hat ein KI-System basierend auf einem Deep-Learning-Netzwerk einen Bilderkennungswettbewerb gewonnen [1]. Die Dermatologie zählt neben der Radiologie und der Pathologie zu den medizinischen Fachgebieten, die aufgrund ihrer überwiegend bildbasierten Diagnostik besonders prädestiniert für den Einsatz von Methoden der KI sind. Der Einsatz von der KI in der Dermatoonkologie ist vielfältig: Die Nutzung der Ganzhautfotografie zur digitalen Verlaufskontrolle pigmentierter Läsionen sowie die KI-gestützte Analyse von Hautveränderungen sind prominente Beispiele für den Einsatz von KI in der ärztlichen Tätigkeit. Aber auch bei der Durchführung molekularer Tumorkonferenzen werden Entscheidungsprozesse durch KI-gestützte Deep-Learning-Algorithmen unterstützt, um therapeutisch nutzbare Mutationen zu detektieren [2].
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Roboter- und Menschenhand zeigen auf eine leuchtende digitale Netzwerk-Sphäre
Medical Care Pathways

Die Kraft innovativer KI-Plattformen

Eine Krebsdiagnose ist für Patient:innen kein klar strukturierter Prozess. Sie ist zunächst ein Bruch im Leben. Zwischen Screening, auffälligem Befund, weiterführender Diagnostik und Therapieentscheidung liegen nicht nur medizinische Schritte, sondern Unsicherheit, Wartezeiten, Informationslücken und die Frage: Wie geht es jetzt weiter? Gerade in dieser Phase entscheidet sich, ob Versorgung als kohärenter Weg erlebt wird – oder als Abfolge voneinander getrennter Episoden.
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Fortbildung

Sarkome
 12 Min|
Medizinischer Linearbeschleuniger für die onkologische Krebstherapie in einem modernen Krankenhauslabor

Strahlentherapie von adulten Weichgewebesarkomen der Extremitäten
und Rumpfwand

Die perioperative Strahlentherapie verbessert die lokale Tumorkontrolle bei Patient:innen mit lokalisierten Weichgewebesarkomen (STS) der Extremitäten und der Thoraxwand. Die Therapieentscheidung sollte interdisziplinär an einem erfahrenen Sarkomzentrum erfolgen. Die Behandlung lokalisierter STS basiert auf einer adäquaten chirurgischen Resektion. Die perioperative Strahlentherapie ist insbesondere bei Patient:innen mit erhöhtem Lokalrezidivrisiko indiziert. Dieses wird u.a. durch Tumorlokalisation, Tumorgröße, Grading, histologischen Subtyp und den zu erwartenden bzw. erreichten Resektionsrand bestimmt. Präoperative und postoperative Strahlentherapie erzielen vergleichbare onkologische Ergebnisse. Die Nebenwirkungsprofile unterscheiden sich jedoch: Die präoperative Bestrahlung ist häufiger mit akuten, insbesondere Wundheilungskomplikationen, verbunden, die allerdings meist unkompliziert behandelbar sind. Nach postoperativer Bestrahlung treten dagegen häufiger Spätfolgen wie Fibrosen, Gelenksteifigkeit und Lymphödeme auf. Daher wird die präoperative Strahlentherapie heute favorisiert. Bevorzugt ist die präoperative konventionell fraktionierte Strahlentherapie mit anschließender Operation. Die präoperative Standarddosis beträgt 50-50,4 Gy bei 1,8-2 Gy pro Fraktion über etwa 5-6 Wochen. Präoperative hypofraktionierte Konzepte sind Gegenstand klinischer Studien, sollten aber derzeit nicht routinemäßig eingesetzt werden.
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Gallengangskarzinom
 9 Min|
Schematische Darstellung von Gallenblasenkrebs, 3D-Mensch blau vor schwarzem Hintergrund

Durvalumab + Gem/Cis beim fortgeschrittenen biliären Karzinom: Real-World-Daten zur Erstlinientherapie

Mit dem Erscheinen der TOPAZ-1-Studie und damit der Ergänzung der konventionellen Chemotherapie mit Gemcitabin und Cisplatin (Gem/Cis) um eine Immuntherapie mit Durvalumab wurde 2022 ein neuer Meilenstein in der palliativen Erstliniensystemtherapie der fortgeschrittenen biliären Karzinome erreicht. Das mediane Überleben hat sich durch die Kombinationstherapie statistisch signifikant verbessert, mit längerem progressionsfreien Überleben (PFS) und höheren Ansprechraten, sowie bisher nicht erreichten Langzeitüberlebensdaten. Nun liegen mehrere Jahre Erfahrung mit der Kombinationstherapie im Real-World-Setting vor, die den Nutzen und die Sicherheit auch außerhalb des Studien­kollektivs bestätigen.
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Hämatologie
 21 Min|
Update PNH: 5 Jahre proximale Komplementinhibition

Update PNH: 5 Jahre proximale Komplementinhibition

Die letzte CME im JOURNAL ONKOLOGIE zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) erschien im Jahr 2021 [1] – seitdem hat sich die Therapielandschaft jedoch deutlich weiterentwickelt. Die Entwicklung der Komplementinhibition bis in die Gegenwart ist beeindruckend und daher ist ein kurzer Rückblick hilfreich: Bereits seit 2007 stand mit Eculizumab ein erster terminaler Komplementinhibitor zur Verfügung [2], der die Lebenserwartung symptomatischer Patient:innen deutlich verlängert hat. Dennoch war eine adäquate Beeinflussung aller Symptome nicht immer möglich, darunter die extravasale Hämolyse, welche die Lebensqualität der betroffenen Patient:innen signifikant beeinträchtigen kann [3-7].
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SCLC
 20 Min|
Kleinzelliges Lungenkarzinom: 
Aktuelle Therapieoptionen

Kleinzelliges Lungenkarzinom: Aktuelle Therapieoptionen

Das kleinzellige Lungenkarzinom (small cell lung cancer, SCLC) ist durch ein hochaggressives Wachstums- und Metastasierungsverhalten gekennzeichnet. Bei Erkrankungen, die nicht mehr lokal behandelbar sind – immer noch die Mehrheit der Patient:innen mit SCLC – sind systemische Therapieoptionen entscheidend. Gleichzeitig zeichnen sich in den letzten Jahren auch deutliche Fortschritte in der Therapie ab wie durch die Etablierung immunonkologischer Strategien in der Erstlinie des „Extensive Disease“ (ED-SCLC), der Konsolidierung mit Durvalumab nach Radiochemotherapie im „Limited Disease“ (LD-SCLC), oder auch durch wichtige Neuerungen in der Zweitlinie. Die vorliegende CME-Fortbildung soll ein praxisnahes Update beim SCLC zur stadiengerechten Therapiewahl, zu Erst- und Zweitlinien-Therapieoptionen sowie ihrer Einordnung in der klinischen Praxis bieten.
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Studie

Vor Ort & Virtuell

Kopf-Hals-Tumoren
 6 Min|
Zungenkarzinom im Rezidiv: Mikrochirurgische Rekonstruktion als Weg zum Funktionserhalt
Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V.

Zungenkarzinom im Rezidiv: Mikrochirurgische Rekonstruktion als Weg zum Funktionserhalt

Die chirurgische Behandlung eines fortgeschrittenen Zungenkarzinoms stellt eine besondere Herausforderung dar. Moderne mikrovaskuläre Lappenplastiken eröffnen jedoch auch in fortgeschrittenen Rezidivsituationen neue therapeutische Perspektiven. Ein auf der Online-Pressekonferenz zum 76. Fachkongress und Praxisführungsseminar der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG) in Ulm vorgestellter Fallbericht zeigt den aktuellen Stand der Technik und benennt offen die Grenzen der Methode sowie die Versorgungsrealität in Deutschland.
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BNGO

BNGO
 4 Min|
Patientin mit Aszites auf OP-Tisch
Interview mit Prof. Dr. med. Jalid Sehouli, Charité Universitätsmedizin Berlin

Catumaxomab ist wieder für die Therapie des malignen Aszites verfügbar

Maligner Aszites zählt zu den belastendsten Symptomen fortgeschrittener gynäkologischer und onkologischer Malignome. Nach der erneuten Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) steht Catumaxomab nun wieder als zielgerichtete intraperitoneale Behandlungsoption für EpCAM-positive Karzinome zur Verfügung. Prof. Dr. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie an der Charité Universitätsmedizin in Berlin, war wesentlich in die klinische Entwicklung von Catumaxomab in der gynäkologischen Onkologie eingebunden. Er bewertet im Interview die Bedeutung der Wiederverfügbarkeit von Catumaxomab für Therapeut:innen und für gynäko-onkologische Patientinnen mit malignem Aszites.
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Gesundheitspolitik

d-uo

d-uo
 4 Min|
Ein männlicher Arzt sitzt an einem Schreibtisch in einem Krankenhaus und spricht über Modelle des männlichen Harntrakts

8 Jahre VERSUS-Studie von d-uo

Die Erhebung von Real-World-Daten gewinnt für die onkologische Versorgungsforschung zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund initiierten die Deutschen Uro-Onkologen e.V. (d-uo) im Jahr 2018 die prospektive, multizen­trische und nicht-interventionelle VERSUS-Studie (VERSorgUngsStudie), die auf einer Verknüpfung der gesetzlich geforderten Krebsregister (KR)-Meldung mit einer zentralen Forschungsdatenbank basiert. Ziel ist die systematische Erfassung und Auswertung von Diagnostik, Therapie, Nachsorge und klinischen Verläufen bei Patienten mit urologischen Tumorerkrankungen im ambulanten und sektorenübergreifenden Versorgungsalltag. In die Studie werden Patienten mit Erstdiagnose einer urologischen Tumorerkrankung eingeschlossen. Die Datenerhebung orientiert sich am bundesweit etablierten onkologischen Basisdatensatz der KR und wurde um zusätzliche versorgungsrelevante Parameter ergänzt. Nach mehr als 8 Jahren Laufzeit umfasst die Datenbank mittlerweile 37.928 dokumentierte Patienten.
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Pharmaforum

Entitätsübergreifend
 4 Min|
Erstes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat mit tumoragnostischer Zulassung

Erstes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat mit tumoragnostischer Zulassung

Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) ist das erste und bislang einzige Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) mit tumor­agnostischer Zulassung [1]. Damit steht erstmals eine HER2-gerichtete Therapie entitätenübergreifend zur Verfügung, vorausgesetzt, der Tumor weist eine starke HER2-Proteinüberexpression (IHC 3+) auf, die Patient:innen sind vorbehandelt und ohne zufriedenstellende Behandlungsoption [1]. Diese Zulassungserweiterung eröffnet für Patient:innen mit inoperablen oder metastasierten soliden Tumoren eine neue Perspektive.
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Mammakarzinom
 6 Min|
Sacituzumab govitecan eröffnet neue Perspektiven in der Erstlinie des mTNBC
Metastasierter triple-negativer Brustkrebs

Sacituzumab govitecan eröffnet neue Perspektiven in der Erstlinie des mTNBC

Etwa jede dritte Patient:in mit einem metastasierten triple-negativen Mammakarzinom (mTNBC) erhielt zuletzt keine zweite Therapielinie [1]. Entsprechend hoch ist der Medical Need in der Erstlinie (1L), den Behandelnde nun mit Sacituzumab govitecan (Sg) adressieren können. Das Antibody-Drug-Conjugate (ADC) ist als breit einsetzbare Therapieoption in die 1L des mTNBC vorgerückt: als Monotherapie für Patient:innen, die nicht für eine PD-1- oder PD-L1-Inhibitor-Therapie geeignet sind, sowie in Kombination mit Pembrolizumab bei Patient:innen mit PD-L1-positiven Tumoren (Combined Positive Score (CPS) ≥ 10) [2].
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Hämatologie
 6 Min|
Erstlinientherapie des Multiplen Myeloms

Erstlinientherapie des Multiplen Myeloms: Hohe MRD-Negativitätsraten als Basis für langfristigen Therapieerfolg

Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) haben heute eine bessere Überlebensprognose als noch vor 10 Jahren [1]. Besonders zielgerichtete Therapien haben die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert. Entsprechend werden immer längere Nachbeobachtungszeiten benötigt, bevor belastbare Aussagen zu Studienendpunkten wie progressionsfreiem und Gesamtüberleben (PFS und OS) möglich sind. Die Bestimmung der minimalen Rest­erkrankung (MRD) erlaubt hingegen bereits früh eine Bewertung der Remissionstiefe. Da eine MRD-Negativität mit einem verlängerten PFS und OS assoziiert ist, gilt sie heute als wichtiger Marker für den langfristigen Therapieerfolg.
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Hämatologie
 4 Min|
Myelofibrose und Anämie: Neue Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit von Momelotinib
Myelofibrose und Anämie

Neue Real-World-Daten aus Deutschland bestätigen die Wirksamkeit von Momelotinib im klinischen Alltag

Patient:innen mit Myelofibrose (MF) leiden neben einer vergrößerten Milz und schwächenden Symptomen fast immer auch an einer fortschreitenden Anämie. Diese geht oft mit Erschöpfung und Kurzatmigkeit einher; die meisten Patient:innen werden transfusionsabhängig [1-3], was Prognose und Gesamtüberleben verschlechtert [5-14]. Anämie und Transfusionsbedarf mindern zudem die Lebensqualität [1]. Der Inhibitor Momelotinib kombiniert die JAK(Janus­kinase)-Hemmung mit einem Wirkmechanismus gegen ACVR1 (Aktivin-A-Rezeptor Typ 1); damit wird neben dem güns­tigen Einfluss auf Symptome und Splenomegalie auch eine gezielte Behandlung der Anämie möglich [4]. Aktuelle ­retrospektive Real-World-Daten aus Deutschland liefern Erkenntnisse zum Einsatz von Momelotinib unter Alltags­bedingungen nach der Markteinführung in Deutschland [5].
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