Journal Onkologie
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Editorial

Kongress-News | DKK

ZNS-Tumoren
DKK 2026

IDH-Mutationen: Vorasidenib verändert Therapiesequenzen bei Grad-2-Gliomen

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 in Berlin standen unter anderem IDH-Mutationen und deren therapeutische Bedeutung im Fokus. Drei Expert:innen beleuchteten unter anderem die Auswirkungen des Onkometaboliten 2-Hydroxyglutarat auf die Tumorumgebung und das Immunsystem sowie die klinischen Erfolge des IDH-Hemmers Vorasidenib bei Grad-2-Gliomen. Besonders die mögliche Integration von IDH-Hemmern als vorgeschaltete Systemtherapie vor einer Radiochemotherapie könnte etablierte Behandlungssequenzen verändern und eine Überarbeitung der Leitlinien erforderlich machen.
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Entitätsübergreifend
Neue Studiendaten: TTFields-Therapie mit signifikanten Überlebensvorteilen
DKK 2026

Neue Studiendaten: TTFields-Therapie mit signifikanten Überlebensvorteilen

Beim diesjährigen Deutschen Krebskongress präsentierten Prof. Dr. med. Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm und Prof. Dr. med. Thomas Wehler vom Universitätsklinikum Marburg und Gießen, vielversprechende Ergebnisse zur TTFields-Therapie. Sowohl die PANOVA-3-Studie beim Pankreaskarzinom als auch die LUNAR-Studie beim metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) zeigten signifikante Verbesserungen des Gesamtüberlebens.
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SCLC
Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben
DKK 2026

Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben

Vorsichtiger Optimismus beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom: Die Immunchemotherapie (ICT) ist in der Erstlinie bereits etabliert, nun entwickeln sich Erhaltungskonzepte. In der Zweitlinie bahnt sich mit DLL3-gerichteten Therapien eine Innovation an. Prof. Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, sah guten Grund für Zuversicht. „Wir werden in den nächsten ein, zwei Jahren eine Vielzahl von neuen Daten sehen, die dieses Krankheitsspektrum auf den Kopf stellen“, sagte er zu Beginn eines Symposiums beim Deutschen Krebskongress (DKK) in Berlin.
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Hämatologie
DKK 2026

Tafasitamab + Lenalidomid und Rituximab beim rezidivierten oder refraktären follikulären Lymphom

Im Dezember 2025 wurde die Kombination aus Tafasitamab, einem humanisierten, CD19-gerichteten monoklonalen Antikörper, mit Lenalidomid und Rituximab (R2) für erwachsene Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem follikulärem Lymphom (FL), Grad 1-3a, nach mindestens einer Vortherapie zugelassen. Grundlage war die Phase-III-Studie inMIND. Diese erste duale CD19+CD20-Immunkombination stellt einen Fortschritt für die ambulante Versorgung des follikulären Lymphoms dar und wurde auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin näher beleuchtet.
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Hämatologie
DKK 2026

CLL: Nicht-kovalenter BTKi Pirtobrutinib überzeugt nach BTKi-Vortherapie

Pirtobrutinib ist seit April 2025 als erster nicht-kovalenter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Erkrankter mit rezidivierter oder refraktärer chronisch lymphatischer Leukämie (r/r CLL) nach BTKi-Vorbehandlung zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 hatte die Substanz bei Erkrankten mit r/r CLL nach BTKi-Vortherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Zeit bis zur nächsten Therapie gegenüber einer Vergleichstherapie signifikant verlängert – bei guter Verträglichkeit [1].
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Cancer Survivorship

Entitätsübergreifend
Ärztin erklärt Patientin im Gespräch etwas

Shared Decision Making in der Hämatologie und Onkologie

Shared Decision Making (SDM, deutsch: Partizipative Entscheidungsfindung) gilt als Goldstandard der medizinischen Entscheidungsfindung zwischen Patient:innen und Ärzt:innen und nimmt insbesondere in kommunikationsintensiven Fächern mit oft komplexen Entscheidungsprozessen wie z.B. der Hämatologie und Onkologie eine zentrale Rolle ein. Der Einsatz von SDM wirkt sich nachweislich positiv auf das Befinden der Patient:innen und die Qualität der Versorgung aus. Bei präferenzsensitiven Therapieentscheidungen ist der aktive Einbezug der Patient:innen essenziell.
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Entitätsübergreifend
Frau sitzt mit Decke um die Schultern auf Sofa und ist erschöpft

Krebsassoziierte Fatigue – ­Integrativmedizinische Behandlungsansätze

Krebsbedingte Fatigue (CRF) ist eines der häufigsten und beeinträchtigendsten Symptome in allen Stadien der Krebs­erkrankung. Sie wird definiert als ein belastendes, anhaltendes Gefühl körperlicher, emotionaler und/oder kognitiver Müdigkeit oder Erschöpfung im Zusammenhang mit Krebs bzw. einer Krebsbehandlung, das die normale Funktionsfähigkeit beeinträchtigt und durch Ruhe nicht gelindert wird. Fatigue hat tiefgreifende emotionale Folgen für die Patient:innen, sie behindert eine Rückkehr an den Arbeitsplatz und hat Auswirkungen auf die Überlebensrate. Häufig bleibt Fatigue unerkannt und somit unbehandelt. Unterstützung bieten multimodale Therapiekonzepte. Konventionelle und Integrative Medizin sind wesentliche Bestandteile dieser Konzepte. Gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der ­Lebensqualität durch Linderung der Fatigue-Symptomatik.
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Entitätsübergreifend
Cancer Survivorship Langzeitnachsorge

Langzeitüberleben nach Krebs: aktuelle und zukünftige Herausforderungen

Dank verbesserter Behandlungs- und Früherkennungsmaßnahmen leben immer mehr Menschen mit und nach einer Krebserkrankung. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland jede:r 20. ein Krebsüberlebender bzw. eine Krebsüberlebende ist [1]. Höchste Zeit, sich in Versorgung und Forschung mehr mit dieser großen und stetig wachsenden Personengruppe zu beschäftigen und herauszufinden, welche Themen das Leben nach Krebs prägen und beeinflussen.
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Malignes Melanom
Ärztin untersucht ein Muttermal bei einer weißhaarigen Dame
Langzeitüberleben beim Melanom

Nachsorge der Melanom-Survivors

Immer mehr Menschen überleben eine Melanomerkrankung – dank früherer Diagnosen und innovativer Therapien. Doch mit dem wachsenden Kreis der Langzeitüberlebenden entstehen neue Fragen: Wie sieht eine angemessene Nachsorge aus, wenn die Erstdiagnose Jahre zurückliegt? Welche Spätfolgen und chronischen Nebenwirkungen können auftreten? Und wie können Forschung, Rehabilitation und spezialisierte Angebote die Lebensqualität dieser Patient:innen langfristig sichern? Der folgende Beitrag beleuchtet aktuelle Daten zum Langzeitüberleben, stellt Initiativen wie das ADO-Komitee „Survivorship“ und den „Safe Stop Trial“ vor und gibt einen Ausblick auf die Versorgung von Melanom-Survivors in Deutschland.
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Entitätsübergreifend
Frau mit zugewandter Krankenschwester
Pflegeberatung stärkt Patientenorientierung

Erfahrungen aus der hämato-onkologischen Ambulanz und neue Perspektiven im Tumorboard

Im Kontext der ambulanten onkologischen Versorgung gewinnt die strukturierte Pflegeberatung zunehmend an Bedeutung. Eine am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen/Universitäts KrebsCentrum Dresden (NCT/UCC) durchgeführte Evaluation untersuchte den Einfluss ergänzender pflegerischer Beratungsgespräche auf die Zufriedenheit und Informiertheit von Patient:innen mit ambulanter Chemo- oder Antikörpertherapie. Die Ergebnisse der Patientenbefragung zeigen eine signifikante Verbesserung der wahrgenommenen Versorgungsqualität sowie der therapiebezogenen Informationssicherheit. Darüber hinaus ermöglicht das interprofessionell organisierte supportive Tumorboard eine sys­tematische Identifikation patientenspezifischer Bedarfe und eine gezielte Zuweisung zu geeigneten supportiven und palliativen Angeboten. Die gewonnenen Erkenntnisse können von der Pflege zur strukturierten Vorbereitung zukünftiger Patientenkontakte und zur Weiterentwicklung der Pflegeberatung genutzt werden und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu einer patientenorientierten, qualitätsgesicherten onkologischen Versorgung.
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Entitätsübergreifend
Frau mit Krücken, ihr Schatten läuft sportlich

Zurück ins Leben – Onkologische Rehabilitation

Nach einer Krebserkrankung kämpfen viele Betroffene mit langfristigen Folgen der Behandlung – körperlich, psychisch und sozial. Die onkologische Rehabilitation setzt hier an und hilft, Lebensqualität zurückzugewinnen, Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Prof. Dr. Oliver Rick, Leiter der Klinik Reinhardshöhe in Bad Wildungen, erläutert im Podcast-Gespräch, was onkologische Reha leisten kann, wer sie nutzen sollte und wie der Weg dorthin gelingt.
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Entitätsübergreifend
Seniorin sitzt mit Tochter im Frühling mit Tochter auf einer Bank im Park

PartnerCARE – eine innovative Online-­Intervention zur psychosozialen Unterstützung von Partner:innen krebskranker Menschen

Die Diagnose Krebs betrifft nicht nur die erkrankte Person selbst, sondern auch ihre familiären Bezugspersonen – v.a. Partner:innen, die häufig als eine primäre informelle Unterstützung fungieren. Trotz hoher psychosozialer Belastung gibt es bislang nur wenige niederschwellige, evidenzbasierte Unterstützungsangebote, die sich gezielt an diese Zielgruppe richten. Das Online-Training PartnerCARE wurde entwickelt, um diese Versorgungslücke zu schließen und den Partner:innen eine psychosoziale Begleitung zugänglich zu machen, die flexibel, ortsunabhängig und evidenzbasiert ist.
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Entitätsübergreifend
Frau sitzt auf Sofa im Schneidersitz und liest ein Buch
Buchvorstellung

„Berührungsräume öffnen – Dialog und Verständnis in der Survivorship-Phase“

Krebs ist kein abgeschlossenes Kapitel: Für viele Betroffene bleibt die Erkrankung ein lebenslanger Begleiter, der körperlich, emotional und sozial nachwirkt. In der Zeit nach der Akutbehandlung – dem sog. Survivorship – verändert sich die Beziehung zwischen Patient:innen und Behandler:innen. Patient:innen wollen informiert sein, ihre Erfahrungen einbringen und aktiv an Entscheidungen teilnehmen. Sie suchen Dialog auf Augenhöhe, Wahrnehmung, Anerkennung mit ihren Ängsten und Unsicherheiten, in dem medizinische Fakten und persönliche Bedürfnisse gleichermaßen Raum finden. Damit Patient:innen langfristig handlungsfähig und selbstbestimmt bleiben, ist es entscheidend, dass die Krebserkrankung bewusst in die eigene Lebensgeschichte eingearbeitet wird. Sie soll nicht als isoliertes Ereignis verstanden werden, sondern als Teil der Biografie, der das Leben prägt und neue Perspektiven eröffnet. Psychoonkologin und Cancer Survivor Dr. Antje Petershagen hat das Buch „Berührungsräume öffnen – Dialog und Verständnis in der Survivorship-Phase“ geschrieben. Im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE beantwortet sie gemeinsam mit Monika Hesse-Haake, Arbeitsrechtlerin, Mediatorin und MHFA-Ersthelfende, Fragen zum Thema „Cancer Survivorship“.
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Gynäkoonkologie

Ovarialkarzinom
Primärtherapie des Ovarialkarzinoms

Primärtherapie des Ovarialkarzinoms

Das Ovarialkarzinom zählt bei vergleichsweiser niedriger Inzidenz zu den tödlichsten gynäkologischen Tumoren, weil es häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird und schnell Resistenzen bildet. Neue Erkenntnisse zeigen, dass es sich nicht um eine einheitliche Erkrankung handelt, sondern um verschiedene Tumorentitäten mit unterschiedlicher Bio­logie, Prognose und Therapieansprechen. Eine präzise Diagnostik, eine individuell angepasste operative und systemische Therapie sowie der gezielte Einsatz moderner Erhaltungskonzepte sind daher entscheidend, um die Überlebenschancen der Patientinnen zu verbessern. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Primärtherapie des epithelialen Ovarialkarzinoms.
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Gynäkologische Tumoren
Auf deinem Tablet mit schwarzen Rand und blauen Hintergrund steht englisch Vulvar Cancer und es sind noch ein Stethoskop, ein Handy und Tabletten zu sehen..

Primäre Radiochemotherapie
beim fortgeschrittenen Vulvakarzinom

Das fortgeschrittene Vulvakarzinom stellt aufgrund der anatomischen Gegebenheiten und der häufig hohen Komorbiditätslast der meist älteren Patientinnen eine besondere therapeutische Herausforderung dar. Während die primäre Operation in frühen Stadien den Therapiestandard bildet, ist sie bei lokal fortgeschrittener Erkrankung häufig mit erheblicher Morbidität verbunden oder nicht möglich. In diesen Situationen hat sich die primäre Radiochemotherapie (RCT) als effektive, organerhaltende Behandlungsoption etabliert. Der vorliegende Übersichtsartikel fasst die aktuelle Evidenz zur primären RCT beim fortgeschrittenen Vulvakarzinom zusammen und beleuchtet insbesondere Überlebensdaten, Dosiskonzepte und die Rolle der simultanen Chemotherapie.
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Mammakarzinom
Triple-negatives Mammakarzinom im Frühstadium: Biomarker und Behandlungsstrategien
Interview mit Prof. Dr. med. Rachel Würstlein, München

Triple-negatives Mammakarzinom im Frühstadium: Biomarker und Behandlungsstrategien

Triple-negativer Brustkrebs (TNBC) ist eine aggressive Tumorart mit begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Prof. Dr. Rachel Würstlein, Leitende Oberärztin Brustzentrum LMU Klinikum München, erläutert im Gespräch mit JOURNAL ONKOLOGIE neue Therapieansätze bei dieser Entität und die Bedeutung personalisierter und markerorientierter Therapien.
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Mammakarzinom
Antikörpertherapie von HER2-positiven Brustkrebszellen

Medikamentöse Therapie des ​HER2-positiven ­Mammakarzinoms

Der vorliegende Artikel schafft einen umfassenden Überblick über die aktuelle evidenzbasierte medikamentöse Systemtherapie des HER2-positiven Mammakarzinoms entlang des gesamten Erkrankungsverlaufs. In der kurativen Situation stehen dabei neue neoadjuvante sowie postneoadjuvante Eskalations- und Deeskalationsstrategien im Fokus. In der metas­tasierten Situation werden aktuelle und zeitnah praxisverändernde Studiendaten diskutiert.
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Interview

Mammakarzinom
Eine Frau, die ein weißes Hemd trägt, erhält eine Strahlentherapie. Links neben ihr steht ein junger Arzt mit Bart, der einen weißen Arztkittel trägt.
Interview mit Prof. Mark De Ridder, Brüssel

Gemeinsam höhere Standards in der Strahlentherapie erreichen

Prof. Dr. Mark De Ridder ist CEO am Universitair Ziekenhuis (UZ) Brüssel und leitet dort die Abteilung für Radioonkologie. In dieser Funktion setzt er sich für den Einsatz fortschrittlicher Technologien und für höchste Standards in der Strahlentherapie ein. Im Folgenden spricht er über die Vorteile und Herausforderungen stereotaktischer Radiochirurgie und extrakranieller stereotaktischer Radiotherapie, die Rolle der Technologie in diesem Zusammenhang und den Stellenwert internationaler Netzwerke bei der Weiterentwicklung von Krebstherapien.
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Fortbildung

d-uo

d-uo
Diagnose Urothelkarzinom
Daten aus der VERSUS-Studie von d-uo

Was führt zur Diagnose eines Urothelkarzinoms?

Urologische Tumorerkrankungen machten in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2023 etwa 43% aller Krebserkrankungen bei Männern bzw. 5% bei Frauen aus [1]. Viele Fragen der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser Tumorerkrankungen sind in Deutschland leider unzureichend untersucht. Voraussetzung für die Erfassung und wissenschaftliche Auswertung der Versorgungsqualität urologischer Tumorerkrankungen ist deren standardisierte Dokumentation [2]. Dies ist daher das Ziel der VERSUS-Studie von d-uo. Eine aktuelle Analyse der VERSUS-Studie, die hier vorgestellt wird, beleuchtet den Diagnoseanlass, der zur Detektion eines Urothelkarzinoms geführt hat.
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BNGO

BNGO
BNGO-Hauptstadtkongress 2026

BNGO-Hauptstadtkongress 2026 – ein Muss für niedergelassene und ambulant tätige gynäkologische Onkologen

Am 19. und 20. Juni ist es wieder so weit: der traditionelle Hauptstadtkongress unseres Berufsverbands der Niedergelassenen und ambulant tätigen gynäkologischen Onkologen (BNGO) findet erneut im Hotel Maritim Pro Arte in Berlin statt. Dort treffen sich Ärzt:innen aus ganz Deutschland gemeinsam mit ihrem medizinischen Fachpersonal jedes Jahr, um sich über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Aspekte der ambulanten gynäkologischen Onkologie sowie aktuelle gesundheitspolitische Fragestellungen auszutauschen. Selbstverständlich ist der Kongress auch für Kolleg:innen außerhalb des Berufsverbands in Praxis und Klinik offen. Auch andere Fachdisziplinen und Berufsgruppen sind herzlich willkommen. Dadurch verbindet der Kongress sowohl Praxis als auch Klinik und Wissenschaft und integriert dabei das gesamte Team, das in die Betreuung unserer onkologischen Patient:innen eingebunden ist. Der Kongress bietet Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter:innen und eine Plattform für Kommunikation untereinander, um sie für die Tätigkeit in der ambulanten Versorgung zu motivieren, und um eine Abwanderung in andere Tätigkeitsbereiche abzuwenden.
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Studie

DGFIT

Vor Ort & Virtuell

Hämatologie

cGvHD: Belumosudil zwischen klinischer Praxis und Regulierung

Die chronische Graft-versus-Host-Erkrankung ist eine häufige Spätkomplikation nach allogener Stammzelltransplantation, bei der Spenderimmunzellen Empfängergewebe und -organe schädigen. Ab der dritten Therapielinie fehlen zugelassene Behandlungsoptionen. Im Rahmen einer Post-ASH-Pressekonferenz wurden der Therapieansatz von Belumosudil, der Zulassungsstatus sowie beim ASH präsentierte Daten diskutiert.
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Hämatologie

Negative Phase-III-Daten zu Venetoclax beim MDS – wie geht es damit jetzt weiter?

Die Phase-III-Studie VERONA verfehlte ihre Hauptziele. Was bedeutet das für zusätzliches Venetoclax beim myelodysplastischen Syndrom (MDS)? Das Aus zwar nicht, aber man sollte sich auf eine echte Hochrisikopopulation konzentrieren, urteilte ein deutscher Experte. Und in der Schnelligkeit des Ansprechens sieht er sogar eine echte Chance für eine spezielle Subgruppe. Für Imetelstat wurden auf dem ASH außerdem prädiktive Marker präsentiert, die wohl in wenigen Zyklen anzeigen, wer ansprechen wird und wer nicht.
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Mammakarzinom
Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Beim ESMO-Kongress 2025 bestätigten die 5-Jahres-Daten der Natalee-Studie bei Erkrankten mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Mammakarzinom (eBC) mit hohem Rezidivrisiko den Vorteil durch die Ergänzung der adjuvanten endokrinen Therapie (ET) mit Ribociclib – in allen untersuchten Subgruppen und auch bei Betroffenen ohne Lymphknotenbefall.
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Pharmaforum

Kolorektales Karzinom
Einsatz des VEGFR-Inhibitors Fruquintinib beim metastasierten kolorektalen Karzinom
Metastasiertes kolorektales Karzinom

Vorbehandelte mCRC-Betroffene können von einem rechtzeitigen Einsatz des VEGFR-Inhibitors Fruquintinib profitieren

„Die Zulassung von Fruquintinib in späten Linien erweitert die Optionen für diese Patienten* erheblich“, erläutern Prof. Sebastian Stintzing, Berlin, und Prof. Dominik Modest, Berlin, den Stellenwert von Fruquintinib in der Therapie von vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) [1]. Hier zeigt die Praxiserfahrung, dass dem Zeitpunkt der Therapieeinleitung eine entscheidende Rolle zukommt. Hintergrund ist der Fokus auf eine Verlängerung der Überlebenszeit bei Erhalt der Lebensqualität im Behandlungsmanagement mehrfach vortherapierter Patienten [2]. Der Einsatz geht einher mit aktuellen Leitlinien, denen zufolge die zielgerichtete Therapie nach Progression oder Unverträglichkeit unter TAS-102 und/oder Regorafenib eingesetzt werden sollte [3-7]. Aufgrund der Relevanz für das Therapie-Outcome sprechen sich auch Experten aus Klinik und Niederlassung für den rechtzeitigen Einsatz von Fruquintinib aus.
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Hämatologie
ASH 2025: Wegweisende Daten für die DLBCL-Therapie – von der Erstlinie bis zum Rezidiv

ASH 2025: Wegweisende Daten für die DLBCL-Therapie – von der Erstlinie bis zum Rezidiv

Für die Erstlinientherapie (1L) des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) und für Patienten* mit refraktärer oder rezidivierter (r/r) Erkrankung haben sich in den vergangenen Jahren starke Antikörper-basierte Therapieoptionen etabliert [1]. Aktuelle Daten von der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 zeigen: Real-World-Evidenz (RWE) zu dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Polatuzumab Vedotin (Pola) + R-CHPa bekräftigen dessen Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit nicht vorbehandeltem 1L DLBCL [2]. Ab dem ersten Rezidiv zeigen die neuesten Daten zu Glofitamab▼ i.v. als erstem bispezifischen Antikörper in der Kombination mit Gemcitabin/Oxaliplatin (GemOx) einen klaren Vorteil im Gesamtüberleben (OS) für Patienten, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) geeignet sind [3]. Mit dem Update der Onkopedia-Leitlinie DLBCL im Dezember 2025 wurde Glofitamab i.v. + GemOx als neue Therapieoption ab dem ersten Rezidiv in die Empfehlungen aufgenommen. Pola + R-CHP als etablierter Standard wird weiterhin in 1L DLBCL für Patienten mit International Prognostic Index (IPI) 2-5 empfohlen [1].
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Hämatologie
AS cHL: 5-Jahres-Update der HD21-Studie bestätigt günstiges Langzeitsicherheitsprofil von BrECADD

AS cHL: 5-Jahres-Update der HD21-Studie bestätigt günstiges Langzeitsicherheitsprofil von BrECADD

Bei der Behandlung von Patient:innen mit klassischem Hodgkin Lymphom in fortgeschrittenen Stadien (Advanced Stage classic Hodgkin Lymphoma=AS cHL) bestätigen sich die mit dem BrECADD-Schema (Brentuximab vedotin, Etoposid, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Dacarbazin und Dexamethason) erreichten hohen primären Heilungsraten im Langzeit-Follow-up. Nach den finalen Daten der GHSG (German Hodgkin Study Group)-HD21-Studie liegt das 5-Jahres-progressionsfreie Überleben (PFS) für alle Patient:innen bei 94% [1]. Das Daten-Update bestätigt für BrECADD zudem ein insgesamt günstiges Langzeitsicherheitsprofil. Bei PET2-negativen Erkrankten hat sich die Begrenzung der Therapie auf 4 Zyklen bewährt.
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Thorakale Tumoren
Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom

Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom: Wirksamkeit, Verträglichkeit und aktuelle Chancen beim SCLC und NSCLC

Häufig werden kleinzellige (SCLC) und nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Deshalb sind wirksame und verträgliche Therapieoptionen für die Erstlinie (1L) essenziell. Die Chemo-Immuntherapie (CIT) ist beim fortgeschrittenen SCLC (ES-SCLC) mittlerweile Standard: Die ZNS-wirksame Kombination aus Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid (C/E) hat die Prognose der Patient:innen deutlich verbessert. Beim NSCLC gilt es, Patient:innen, die Platin-ungeeignet sind, frühzeitig zu identifizieren, um ihnen die verträglichere Atezolizumab-Monotherapie anbieten zu können.
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