Anika Mifka M.Sc.
Beiträge von Anika Mifka M.Sc.
SABCS 2025
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Patritumab deruxtecan zeigt vielversprechende Wirksamkeit bei ZNS-Metastasen nach Vortherapie mit T-DXd
Eine Post-hoc-Analyse der TUXEDO-3-Studie zeigt, dass Patritumab deruxtecan (HER3-DXd) bei Patient:innen mit HER2-positivem metastasiertem Mammakarzinom und ZNS-Beteiligung nach vorheriger Behandlung mit Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) ein medianes intrakranielles progressionsfreies Überleben von 6,3 Monaten erreichte. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert und deuten auf eine mögliche Sequenztherapie für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) hin.
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Elacestrant-Kombinationen zeigen vielversprechende Wirksamkeit bei ER+/HER2- metastasiertem Mammakarzinom
Die Kombination von Elacestrant mit Everolimus oder Abemaciclib zeigte bei Patient:innen mit ER+/HER2- lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom nach Progression unter endokriner Behandlung mit oder ohne CDK4/6-Inhibitor einen konsistenten Vorteil beim progressionsfreien Überleben (PFS). Dies ergaben die Phase-II-Ergebnisse der offenen Umbrella-Studie ELEVATE, die beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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Akupunktur verbessert wahrgenommene kognitive Beeinträchtigungen bei Mammakarzinom-Überlebenden im Vergleich zur Standardversorgung
Sowohl echte als auch Schein-Akupunktur erwiesen sich als wirksamer bei der Verbesserung der subjektiv wahrgenommenen kognitiven Beeinträchtigungen von Mammakarzinom-Überlebenden im Vergleich zur Standardversorgung, während echte Akupunktur der Schein-Akupunktur bei der Verbesserung objektiver kognitiver Funktionen überlegen war. Dies zeigten die Ergebnisse der randomisierten ENHANCE-Phase-II-Studie, die beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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INSEMA-Studie: Geringere axilläre Strahlendosis ohne Sentinel-Lymphknoten-Biopsie
Eine sekundäre Analyse der INSEMA-Studie zeigt, dass bei brusterhaltender Operation ohne Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (SLNB) eine geringere unbeabsichtigte axilläre Strahlendosis und seltener eine regionale Lymphknotenbestrahlung verabreicht wurde. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert und liefern wichtige Erkenntnisse zur Strahlentherapie-Praxis bei der Deeskalation der axillären Chirurgie.
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Chemotherapiefreie Behandlung mit Ribociclib bei HER2+/HR+ metastasiertem Mammakarzinom zeigt vielversprechende Ergebnisse
Eine chemotherapiefreie Behandlungsstrategie mit dem CDK4/6-Inhibitor Ribociclib könnte bei Patient:innen mit HER2-positivem (HER2+) und Hormonrezeptor-positivem (HR+) metastasiertem Mammakarzinom eine wertvolle und effektive Therapiealternative darstellen. Dies zeigten die finalen Wirksamkeitsdaten der randomisierten multizentrischen Phase-III-Studie DETECT V, die beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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PATINA-Studie zeigt reduzierte ZNS-Metastasierung unter Palbociclib bei HR+/HER2+ metastasiertem Mammakarzinom
Die Zugabe des CDK4/6-Inhibitors Palbociclib zur Erhaltungstherapie mit Anti-HER2- und endokriner Behandlung reduzierte signifikant die Inzidenz von Metastasen des zentralen Nervensystems (ZNS-Metastasen) bei Patient:innen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-positivem (HER2+) metastasiertem Mammakarzinom. Dies zeigten die Ergebnisse einer sekundären Analyse der Phase-III-Studie PATINA, die beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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TRADE-Studie: Dosiseskalation verbessert Abemaciclib-Verträglichkeit bei frühem HR+/HER2- Mammakarzinom
Eine schrittweise Dosiseskalation für Abemaciclib reduzierte die Therapieabbruchrate und verbesserte die Fähigkeit der Patient:innen, die Zieldosis zu erreichen und beizubehalten. Dies zeigten die Follow-up-Daten über 6 Monate der Phase-II-Studie TRADE, die beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert wurden.
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Sacituzumab govitecan zeigt vergleichbares PFS zur Standardtherapie beim Mammakarzinom mit endokriner Resistenz
Patient:innen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem (HER2-) fortgeschrittenem Mammakarzinom hatten ein vergleichbares progressionsfreies Überleben (PFS), unabhängig davon, ob sie mit Sacituzumab govitecan oder einer Standardchemotherapie als erste Behandlung nach Endokrinresistenz behandelt wurden. Die Phase-III-Studie ASCENT-07 mit 690 Patient:innen erreichte ihren primären Endpunkt nicht, zeigte jedoch einen frühen Trend zur Verbesserung des Gesamtüberlebens. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert.
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T-DXd zeigt überlegene Wirksamkeit gegenüber T-DM1 bei HER2+ Mammakarzinom mit Resterkrankung
Die Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DESTINY-Breast05 bestätigt die statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Überlegenheit von Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) gegenüber Trastuzumab emtansin (T-DM1) bei Patient:innen mit HER2-positivem (HER2+) primärem Mammakarzinom und invasiver Resterkrankung nach neoadjuvanter Therapie. Die Studie mit 1.635 Patient:innen erreichte sowohl den primären Endpunkt des invasionsfreien Überlebens (IDFS) als auch den sekundären Endpunkt des krankheitsfreien Überlebens (DFS). Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert.
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Tucatinib verlängert progressionsfreies Überleben in der Erstlinien-Erhaltungstherapie bei HER2-positivem Mammakarzinom
Die Zugabe von Tucatinib zur Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Trastuzumab und Pertuzumab verzögerte die Krankheitsprogression bei Patient:innen mit HER2-positivem (HER2+) metastasiertem Mammakarzinom und verlängerte möglicherweise die chemotherapiefreie Zeit. Die Ergebnisse der Phase-III-Studie HER2CLIMB-05 mit 654 Patient:innen wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert und zeitgleich im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. Der Nutzen zeigte sich über alle Subgruppen hinweg, einschließlich Patient:innen mit Hirnmetastasen.
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Immuncheckpoint-Inhibitoren können Fertilitätsbeeinträchtigung bei jungen TNBC-Patientinnen verstärken
Die neoadjuvante Chemotherapie (NACT) ist mit einem hohen Risiko für Ovarialversagen bei prämenopausalen Frauen mit Mammakarzinom assoziiert. Eine prospektive Substudie der NSABP B-59/GBG-96-GeparDouze-Studie mit 133 Patientinnen zeigt erstmals, dass die Zugabe von Immuncheckpoint-Inhibitoren (CPI) zur NACT die Rate der Chemotherapie-induzierten Ovarialinsuffizienz (CIOF) bei jungen Frauen mit triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) tendenziell erhöht. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) präsentiert.
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TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam
Die Beurteilung der pathologischen Komplettremission (pCR) nach neoadjuvanter Chemotherapie (NACT) beim triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) ist nicht konsistent mit dem Gesamtüberleben verknüpft. Eine gepoolte Analyse aus neun GBG/AGO-B-Studien mit 640 Patient:innen zeigt erstmals, dass die kombinierte Bewertung von Ki67 und tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TILs) in Residualtumoren nach einer NACT eine verbesserte Prognoseeinschätzung ermöglicht. Die Ergebnisse wurden beim 48. San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) in San Antonio präsentiert.
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Therapien
Strahlentherapie – Präzision auf molekularer Ebene
Die Strahlentherapie stellt eine wichtige Säule der modernen Krebstherapie dar. Mehr als die Hälfte aller Krebspatient:innen erhält im Verlauf ihrer Behandlung eine Radiotherapie, bei etwa 50% aller dauerhaften Tumorheilungen ist sie ein wesentlicher Therapiebaustein. Dieser Übersichtsartikel bietet eine systematische Darstellung der aktuellen radiotherapeutischen Verfahren – von konventionellen Techniken über IMRT und stereotaktische Verfahren bis zur Ionentherapie. Neben technischen Grundlagen werden praktische Aspekte der Behandlungsplanung, Indikationsstellung und des Nebenwirkungsmanagements für die klinische Praxis erläutert.
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Entitätsübergreifend
Strahlenexposition durch medizinische Bildgebung erhöht Risiko für hämatologische Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter
In einer retrospektiven Kohortenstudie wurde die potenzielle Rolle medizinischer Bildgebung bei der Entstehung hämatologischer Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter untersucht. Grundlage war die Beobachtung von über 3,7 Millionen Kindern, die zwischen 1996 und 2016 in sechs US-amerikanischen Gesundheitssystemen sowie in Ontario (Kanada) geboren wurden.
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Merkelzellkarzinom
Merkelzellkarzinom: Studie identifiziert Strategien bei Resistenz gegenüber Immuncheckpoint-Inhibitoren
In einer prospektiven Single-Center-Studie (n = 106) wurden lokale und systemische Salvage-Strategien bei Immuncheckpoint-Inhibitor-resistentem Merkelzellkarzinom (MCC) untersucht. Patient:innen mit erworbener Resistenz hatten im Vergleich zu primär resistenten Verläufen ein signifikant besseres Outcome. Besonders die Kombination aus Immuncheckpoint-Inhibitor und Radiotherapie war mit einem verlängerten krankheitsspezifischen Überleben assoziiert, während Chemotherapie – allein oder kombiniert – keinen Überlebensvorteil zeigte.
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Therapien
Chemotherapie – Kernbestandteil onkologischer Behandlungskonzepte
In modernen Behandlungsprotokollen wird die Chemotherapie häufig mit zielgerichteten Substanzen oder Immuntherapien kombiniert, um die Wirksamkeit zu erhöhen und Nebenwirkungen zu reduzieren
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Nierenzellkarzinom
Pembrolizumab plus Axitinib zeigt anhaltende Überlegenheit nach fünf Jahren beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom
Die finalen Fünf-Jahres-Daten der Phase-III-Studie KEYNOTE-426 bestätigen die langfristige Überlegenheit von Pembrolizumab plus Axitinib gegenüber Sunitinib beim fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC). Die Kombinationstherapie zeigte anhaltende Vorteile beim Gesamtüberleben, progressionsfreien Überleben und der Ansprechrate. Erstmals wurden umfassende Biomarker-Analysen durchgeführt, die wichtige Prädiktoren für das Therapieansprechen identifizierten.
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Glossar
Risikofaktoren in der Onkologie
Die korrekte Interpretation von Risikofaktoren ist essentiell für die onkologische Praxis. Was bedeuten „absolutes Risiko“, „relatives Risiko“ oder „Number Needed to Treat“ konkret? Diese Landingpage bietet Ärzt:innen und medizinischen Fachkräften eine fundierte Übersicht über wichtige Risikomaße, deren praktische Anwendung und aktuelle epidemiologische Entwicklungen – als Grundlage für eine evidenzbasierte Risikokommunikation.
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Glossar
Progressionsfreies Überleben
Das progressionsfreie Überleben (progression-free survival, PFS) ist ein zentraler Endpunkt der Onkologie – mit steigender Tendenz: 42% aller großen Krebsstudien von 2010 bis 2020 verwendeten das PFS als primären Endpunkt. Während es praktische Vorteile für die Studienplanung bietet, bleiben wichtige Fragen zur klinischen Relevanz und Patientenrelevanz bestehen. Dieser Überblick erklärt Definition, Vorteile und Limitationen des PFS für die klinische Praxis.
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Diagnostik
Metastasen – Wenn Tumorzellen wandern
Metastasen sind die Haupttodesursache bei über 90% aller Krebspatient:innen. Obwohl täglich große Mengen von Krebszellen in die Blutbahn freigesetzt werden, entwickeln weniger als 0,1% tatsächlich Tochtergeschwülste. Die Forschung zeigt: Bereits präkanzeröse Zellen können vor der Tumordiagnose disseminieren. Gleichzeitig eröffnen neue Therapieansätze - insbesondere bei oligometastatischer Erkrankung - erstmals realistische Heilungschancen durch lokale ablative Verfahren.
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