Journal Onkologie

Urologische Tumoren | Beiträge ab Seite 38

Beiträge zum Thema Urologische Tumoren

Urologische Tumoren

Inguinale Lymphadenektomie beim Peniskarzinom: Studie zur Prävention von Wundheilungsstörungen

Nach inguinaler Lymphadenektomie kommt es trotz subtiler Präparationstechnik in bis zu 50% der Patienten zu postoperativen Wundheilungsstörungen mit sekundärer Wundheilung, Lymphozelenbildung, persistierender Lymphorrhoe oder Lymphödembildung, die in bis zu 30% aufgrund von Schmerzen, Infektion oder Kompression von Gefäßen weiterer Therapie bedürfen (1, 2). Neben einer Minderung der Lebensqualität betroffener Patienten kann dadurch eine Verzögerung der weiteren onkologischen Therapie sowie Verschlechterung der Prognose resultieren. Ein unmittelbar postoperativ aufgebrachter epidermaler Vakuumverband kann möglicherweise Lymphgefäße komprimieren, ein Auftreten von Lymphozelen verhindern und auf diese Weise Wundkomplikationen zumindest zum Teil vermeiden helfen. Nach einigen kleineren positiven Studien bei Risikowunden (3, 4), inklusive eigener vielversprechender retrospektiver Erfahrungen zur Vorbeugung von Wundkomplikationen nach inguinaler Lymphadenektomie (5), soll nun im Rahmen der prospektiven PräVAC-Studie der Nutzen dieser Wundversorgung untersucht werden.
Lesen Sie mehr 
Prostatakarzinom

Neue Entwicklungen in der Strahlentherapie des Prostatakarzinoms

Leitliniengerecht ist die Strahlentherapie eine der radikalen Prostatektomie gleichwertige Behandlungsoption des Prostatakarzinoms (1, 2). Die adjuvante Radiotherapie bei postoperativem PSA-Abfall unter die Nachweisgrenze führt eindeutig zur Erhöhung der lokalen Kontrollraten, reduziert die sekundäre Metastasierungsrate, und verbessert das Überleben in zumindest einer Studie (3-7). Zusätzlich stellt die perkutane Strahlentherapie bislang die einzige kurative Option in der Situation des biochemischen und klinischen Rezidivs dar (8). Im Rahmen des vorliegenden Übersichtsartikels sollen relevante Neuerungen im Bereich der klinischen Studienlage, aber auch aktuelle technische Weiterentwicklungen vorgestellt werden.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Urologische Tumoren

Blasenkrebs: Atezolizumab wirksame und gut verträgliche Erstlinientherapie

Eine Immuntherapie mit dem Anti-PD-L1-Antikörper Atezolizumab erwies sich als wirksame und gut tolerierte Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Blasenkrebs, für die eine Standardtherapie mit Cisplatin nicht in Frage kommt. Nach den Ergebnissen der Phase-II-Studie IMvigor210 kam es bei etwa einem Viertel der Patienten zu einer Abnahme des Tumorvolumens, und dies resultierte in einem medianen Überleben von 14,8 Monaten. Zu erwarten ist bei Patienten in diesem Krankheitsstadium mit einem Carboplatin-basierten Regime ein Überleben von 9-10 Monaten.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Prostatakarzinom

EAU 2016: Kongresshighlights aus Sicht des Uro-Onkologen

Auf dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), der in München vom 11. bis 15. März 2016 stattfand, wurden aktuelle urologische Innovationen und evidenzbasiertes Wissen rund um die Urologie von namhaften Experten vorgestellt und diskutiert. Im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE sprach Herr Prof. Dr. Maximilian Burger, Regensburg, über seine persönlichen Eindrücke und Highlights des Kongresses.
Lesen Sie mehr 
Prostatakarzinom

mCRPC: Wirksamkeit und Verträglichkeit von Cabazitaxel in QoLiTime-Studie bestätigt

Die Chemotherapie ist unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC). Aktuelle Daten aus dem klinischen Alltag (1) bestätigen Cabazitaxel bei diesen Patienten als wirksame Therapieoption nach Docetaxel-Versagen, ohne dass die Lebensqualität beeinträchtigt wird. Patienten mit einem PSA-Abfall ≥ 50% profitierten prognostisch besonders deutlich und erreichten eine signifikante Schmerzreduktion.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Erhöhtes Darmkrebsrisiko durch Mitoxantron bei MS-Patienten?

Das bei aggressiven Formen der Multiplen Sklerose (MS) verabreichte Medikament Mitoxantron könnte mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einhergehen, so die Ergebnisse einer Studie von Forschern des Universitätsklinikum Würzburg (UKW), die in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde. In der Studie wurden unter der Leitung des Würzburger Mediziners und MS-Experten PD Dr. Mathias Buttmann retrospektiv 676 MS Patienten untersucht, die Mitoxantron zur Behandlung ihrer MS Erkrankung zwischen 1994 und 2007 verabreicht bekamen. Mitoxantron unterdrückt das Immunsystem und wurde zunächst als chemotherapeutisches Präparat für bestimmte Krebsformen wie NHL, AML oder Prostatakarzinom entwickelt.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Leuprorelinacetat beim hormonabhängigen Prostatakarzinom: Neudefiniertes Kastrationsniveau von unter 20 ng/dL – verzögerte Progression, verlängertes Überleben

Das Ziel der chirurgischen Kastration oder der Androgendeprivationstherapie (ADT) ist es, den Testosteronspiegel von Patienten mit Prostatakarzinom (PCa) unter das Kastrationsniveau zu senken. Eine neuere Untersuchung zeigt, dass die Einhaltung des laut aktueller EAU-Guideline empfohlenen Kastrationsniveaus von unter 20 ng/dL (0,7 nmol/L) im ersten Jahr der Therapie das Überleben der Patienten und die Sensitivität auf die ADT verlängert. In verschiedenen klinischen Studien konnte Eligard® (Leuprorelinacetat) zeigen, dass es bei der großen Mehrzahl der Patienten den Testosteronspiegel verlässlich auf Werte unter 20 ng/dL (0,7 nmol/L) senkt.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Georg-von-Hevesy-Preis für individuellere Diagnostik bei Prostatakrebs

Wie lassen sich Tumorzellen in der Prostata genau lokalisieren? Und wie lässt sich die Behandlung von Patienten mit diesem Wissen noch zielgerichteter planen? Diese Fragen hat sich Dr. Kambiz Rahbar, Oberarzt in der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Münster (UKM), gestellt. Herausgefunden hat er, dass die bildgebende Untersuchung mit speziellen radioaktiv markierten Substanzen (Ga-68-PSMA PET/CT) helfen kann, die Ausdehnung des Tumors in der Prostata von Patienten genau einzugrenzen. Die mit diesem Verfahren erzeugten Schichtbilder der Prostata lassen zunächst von außen darauf schließen, wo und in welchem Ausmaß sich Turmorzellen in der Prostata befinden. Für seine Pilotstudie ist der Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Münster jetzt mit dem „Georg-von-Hevesy-Preis“ der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) ausgezeichnet worden. Dieser gilt als der wichtigste Forschungspreis in der deutschen Nuklearmedizin.
Lesen Sie mehr 
Ovarialkarzinom

Die DGFIT auf dem 25. Urologischen Winterworkshop in Leogang/Österreich

Die Veranstaltung eines Satellitensymposiums durch die DGFIT im Rahmen des alljährlichen Urologischen Winter-Workshops in Leogang/Österreich hat bereits Tradition. Diesmal war es jedoch eine außergewöhnliche Veranstaltung: Nicht nur der Urologische Winterworkshop beging sein Viertel-Jahrhundert-Jubiläum, sondern auch die DGFIT hatte etwas Besonderes zu feiern: Die Gesellschaft gibt es jetzt schon seit 15 Jahren. Daher war es eine besondere Freude, dass neben weiteren Referenten Frau Prof. Dr. Edith Huland, Gründerin und Ehrenmitglied der DGFIT aus Hamburg, einen Überblick über 15 Jahre Immuntherapie gab. Das Symposium fand unter Leitung von Prof. Dr. Michael Siebels, München, und Prof. Dr. Hans Heinzer, Hamburg, statt. Die Vorträge zu aktuellen Themen des Nierenzellkarzinoms werden im Folgenden kurz dargestellt.
Lesen Sie mehr 
d-uo

Aktuelle Herausforderungen in der Uro-Onkologie aus Sicht des IQUO-Vorsitzenden

Mit steigendem Lebensalter unserer Bevölkerung nimmt auch die Inzidenz maligner Erkrankungen weiter zu. Durch neue diagnostische und therapeutische Maßnahmen ist es gelungen, bei zunehmend mehr Patienten eine Heilung oder ein Langzeitüberleben zu erreichen. Doch diese Langzeitbehandlung erfordert ein gut abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Diagnostikern und Therapeuten unterschiedlicher Fachdisziplinen und in Klinik und Praxis. Die systemische Therapie urologischer Tumore, insbesondere des Prostatakarzinoms, erfolgt heutzutage meist im ambulanten Setting. Zahlreiche niedergelassene Urologen haben sich daher auf das Gebiet der urologischen Onkologie spezialisiert und sind Mitglieder in unserem Interessensverband IQUO. Da die systemische Therapie von urologischen Krebserkrankungen immer komplexer wird, ist es besonders wichtig, sich kontinuierlich über aktuelle medizinische und gesundheitspolitische Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Dr. Götz Geiges, Vorsitzender der IQUO, schildert uns im Interview seine derzeitigen „Brennpunkte“.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom

Nierenkrebs: Große Unterschiede zwischen Studienpatienten und „real life“ Patienten

Für das metastasierte Nierenzellkarzinom (mRCC) präsentierte Dr. Norbert Marschner, Freiburg, Registerdaten, wonach mehr als die Hälfte der Patienten, die im Alltag behandelt werden, gar nicht für klinische Studien geeignet gewesen wären. Für die potentiellen Studienpatienten aber waren die Überlebensdaten vergleichbar mit denen der Patienten aus den klinischen Studien, wie er am Beispiel der COMPARZ-Studie zeigte.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Fatigue beim mCRPC: Unterschiede zwischen Abirateron und Enzalutamid im Therapiealltag?

Aufgrund der Erfolge bei der Lebensverlängerung durch Medikamente, die in den letzten Jahren zugelassen wurden, rückt bei der Wahl der Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) der Erhalt der Lebensqualität zunehmend in den Fokus. Dies gilt auch im Hinblick auf einen früheren Einsatz moderner antihormoneller Therapien. Hierbei spielt unter anderem die Fatigue eine wichtige Rolle. Denn sie kann sehr belastend sein und betrifft laut einem systematischen Review 74% der Prostatakarzinom-Patienten (1).

Lesen Sie mehr