Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 281

Bereits seit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in den 1990er Jahren war eine Hauptaufgabe die Förderung von Studien in der Uro-Onkologie. Hierfür unternimmt die AUO verschiedene Anstrengungen, um die Durchführung von qualitativ hochwertigen Studien im Indikationsgebiet zu fördern und zu beschleunigen. So bietet die AUO schon seit vielen Jahren einen GCP-Kurs für Prüfärzte und Study Nurses an. Außerdem unterzieht die AUO ihr eingereichte Studienprotokolle und entwürfe einer Kurzbegutachtung. Bei einem positiven Ergebnis wird die Studie durch die AUO aktiv gefördert. Hierzu zählt die Publikation von Studienvorstellungen in einschlägigen Medien genauso wie die Präsentation der Studien im AUO-eigenen Newsletter. Die Studien sind auf der AUO-Homepage hinterlegt und werden in ihrer aktiven Phase in Bezug auf die Rekrutierung durch die AUO begleitet. Aus den somit gewonnenen Zahlen kann die AUO für künftig neu eingereichte Studien gezielte Zentren-Empfehlungen abgeben, sodass es den Sponsoren der Studien leichter fällt, für ihre Studie Studienzentren zu finden. Alle Maßnahmen der AUO hierbei zielen darauf ab, für eine schnelle Rekrutierung in qualitativ hochwertige Studien zu sorgen und somit für eine bessere medizinische Versorgung der Patienten von morgen auf Grundlage von Evidenz-basierter Medizin einzutreten.
Lesen Sie mehr 
Patientenbezogene Fragestellungen nehmen im Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen e.V. (BNGO) schon immer eine wichtige Rolle ein. Daher führt der BNGO auch alle 2 Jahre eine Befragung zur Zufriedenheit bei Patientinnen durch, die in BNGO-Praxen behandelt werden. Die nächste Befragungswelle steht kurz bevor. Viele Mitglieder des BNGO beteiligen sich jedoch auch an anderen Umfragen – wie z.B. den EXPRESSION-Studien der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie e.V. (NOGGO). Hierzu befragten wir Dr. Gülten Oskay-Özcelik aus der Praxisklinik Krebsheilkunde für Frauen in Berlin, die im BNGO und in der NOGGO aktiv ist.
Lesen Sie mehr 
Entitätsübergreifend

Vision Zero in der Onkologie

Vision Zero ist ursprünglich ein schwedisches Straßenverkehrskonzept aus den 1970er Jahren, mit dem sich verkehrsbedingte Todesfälle um bis zu 90% reduzieren ließen. „Diese Vision soll sich auch in der Onkologie etablieren“, erläuterte Dr. Michael May, Bristol-Myers Squibb (BMS), Vorstandsmitglied der BMS Stiftung Immunonkologie, im Gespräch mit JOURNAL ONKOLOGIE. „Das zentrale Anliegen ist es, keinen Todesfall durch Krebs mehr zu akzeptieren.“
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Pankreaskarzinom

Update: Supportive G-CSF-Prophylaxe, adjuvante Therapie des Pankreaskarzinoms und Misteltherapie-Debatte

Im Rahmen eines Fachpresseworkshops in München wurde über die momentane Datenlage zur leitliniengerechten Prophylaxe von febriler Neutropenie (FN) mit Granulozyten-Kolonie-stimulierendem Faktor (G-CSF), die neuesten Erkenntnisse vom ASCO bezüglich der adjuvanten Behandlung des Pankreaskarzinoms sowie die aktuell neu aufgeflammte Debatte um die Misteltherapie in der Onkologie diskutiert.
Lesen Sie mehr 
Entitätsübergreifend

Pharmastandort Deutschland im internationalen Wettbewerb

Anfang September 2019 fand die Jahrestagung des House of Pharma & Healthcare e.V. in Frankfurt statt, ein Netzwerk öffentlich-privater Partnerschaften, das verschiedene Interessen entlang der pharmazeutischen Wertschöpfungskette miteinander verknüpft, um Lösungen für die Herausforderungen im Gesundheitssystem zu entwickeln und das Profil des Pharma- und Healthcare-Standorts Hessen zu schärfen.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin

ESMO 2019: 4-Jahres-Follow-Up – 43 % der Patienten mit Alecensa sind progressionsfrei

Das auf dem ESMO 2019 vorgestellte PFS der ALEX-Studie bestätigt erneut die überlegene Wirksamkeit von Alecensa® (Alectinib) in der First-Line-Therapie des ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC): Nach vier Jahren sind noch immer 43,7 % der Patienten, die mit Alecensa behandelt wurden, progressionsfrei. Für Patienten im Crizotinib-Arm konnte zu diesem Zeitpunkt keine Rate mehr zum progressionsfreien Überleben (PFS) bestimmt werden.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

Chronische Neutrophilen-Leukämie

Die chronische Neutrophilen-Leukämie (CNL) ist eine extrem seltene myeloproliferative Neoplasie (MPN), die erstmalig im Jahr 1920 von E. L. Tuohy (Duluth, Minnesota, USA) bei einer 58-jährigen Patientin mit Splenomegalie und Leukozytose beschrieben wurde; diese wies eine symptomatische Milzvergrößerung und ca. 50.000/µl Leukozyten auf, überwiegend reife polymorphkernige Neutrophilen. Aufgrund anhaltender Beschwerden wurde die Patientin splenektomiert, anschließend stiegen die Leukozyten bis auf 240.000/µl an, fielen dann aber wieder auf etwa 45.000/µl ab. Drei Monate später verstarb die Patientin vermutlich an den Folgen einer Postsplenektomie-Sepsis (1). Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu dieser Neoplasie.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

CML: State of the Art 2019

Mit der Einführung der zielgerichteten Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) hat sich die chronische myeloische Leukämie (CML) von einem lebensbedrohlichen Blutkrebs zu einer chronischen Krankheit gewandelt – mit einer normalen Lebenserwartung bei guter Lebensqualität für die Patienten. Allerdings bedeuten selbst dauerhaft negative PCR-Ergebnisse nicht, dass der Patient damit geheilt ist. Eine lebenslange und regelmäßige Kontrolle des BCR-ABL-Wertes ist unverzichtbar.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

Haarzell-Leukämie: Multiple Therapieoptionen für (fast) normale Lebenserwartung

Das klinische Bild der Haarzell-Leukämie (HZL) ist durch Zytopenien, Splenomegalie und Allgemeinsymptome wie vermehrte Infektneigung und verringerte Belastbarkeit charakterisiert. Die HZL tritt als klassische und als  HZL-Variante (V) auf. Im Unterschied zur klassischen HZL, die einen chronisch-schleichenden Verlauf nimmt, präsen-tiert sich die HZL-V aggressiv mit kürzeren Überlebenszeiten und schlechterem Ansprechen auf herkömmliche Therapieformen.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

Transiente myeloproliferative Störung bei Kindern mit Trisomie 21

Eines von 700 Neugeborenen ist von Trisomie 21 (Down-Syndrom) betroffen. Die transiente myeloproliferative Störung (TMD) ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die ausschließlich bei diesen Kindern auftritt. Darüber hinaus geht die TMD mit dem Risiko der Entstehung einer myeloischen Leukämie (ML-DS) einher. Deshalb sollte bei jedem Kind mit Down-Syndrom innerhalb der ersten Lebenstage eine hämatologische Untersuchung stattfinden. In vergangenen Studien hat sich gezeigt, dass symptomatische Patienten von einer niedrigdosierten Cytarabin-Therapie profitieren. Bisher ist keine Möglichkeit bekannt, die Progression von der TMD zur ML-DS zu verhindern, daher wird es wichtig sein, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse zur Pathogenese und zum Verlauf der TMD und ML-DS zur Entwicklung neuer Therapien zu nutzen.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

Therapiestrategien bei Aplastischer Anämie

Die Aplastische Anämie (AA) ist eine seltene Erkrankung aus dem Formenkreis der Bone-Marrow-Failure-Syndrome (BMFS). Pathophysiologisch liegt meistens ein autoimmunvermittelter T-Zell-Angriff auf das hämatopoetische Stammzellkompartiment vor, der je nach Schweregrad zu lebensbedrohlichen (Pan-)Zytopenien führt. Aktuell existieren in Abhängigkeit von Alter und Allgemeinzustand des betroffenen Patienten zwei alternative, klinisch relevante Therapiestrategien für die schwere Verlaufsform der Aplastischen Anämie (sAA): Eine immunsuppressive Therapie bestehend aus Ciclosporin A (CSA) alleine (v.a. bei älteren, komorbiden Patienten) oder in Kombination mit Antithymozytenglobulin (ATG), oder eine allogene Stammzelltransplantation (alloSCT), vorzugsweise in Form einer Knochenmarktransplantation. Für die Entscheidungsfindung zwischen beiden Strategien sind 3 Faktoren relevant: neben dem Alter des Patienten die Verfügbarkeit eines passenden Stammzellspenders und der erklärte Wille des Spenders zur Knochenmarkspende (anstatt der weniger belastenden Sammlung peripherer Blutstammzellen durch ein Aphereseverfahren). Der vorliegende Beitrag fasst die wichtigsten Aspekte der jeweiligen Therapieformen in der Erst- und Zweitliniensituation zusammen und beschreibt grundsätzliche Überlegungen hinsichtlich des möglichen Nebenwirkungsprofils, die bei der Therapieentscheidung zu berücksichtigen sind. Zudem erfolgt eine Darstellung innovativer neuer möglicher Therapieoptionen zur Behandlung der AA.
Lesen Sie mehr