Journal Onkologie
Experten

Beiträge von Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann

Malignes Melanom
 5 Min|
ESMO 2026

Hochrisiko-Melanom: mRNA-Vakzine plus Pembrolizumab in der Adjuvanz verbessert rezidivfreies und fernmetastasenfreies Überleben

Die adjuvante Behandlung mit der individualisierten NeoantigenTherapie Intismeran Autogene (Intismeran) kombiniert mit dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab führt bei Patient:innen mit vollständig reseziertem HochrisikoMelanom im Stadium IIB bis IV zu einer statistisch signifikanten und klinisch relevanten Verbesserung der rezidivfreien sowie der fernmetastasenfreien Überlebensrate im Vergleich zu Pembrolizumab allein. Das sind Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie INTerpath001, die Prof. Georgina V. Long, Melanoma Institute Australia, Australien, bei der Jahresstagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 im Presidential Symposium I als Late Breaking Abstract vorstellte (1). Die Daten seien „ein enormer Schritt vorwärts“ im Hinblick auf eine personalisierte Krebstherapie, sagte die Expertin.
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Urothelkarzinom
 4 Min|
Die Abb. zeigt eine 3D-Darstellung von Blasenkrebs bei einer Frau.
ESMO 2026

Phase-III-Studie VOLGA: Neoadjuvantes Enfortumab Vedotin (EV) ergänzend zu perioperativem Durvalumab verbessert EFS und OS vs. SOC beim MIBC

Die perioperative Behandlung mit Durvalumab in Kombination mit neoadjuvantem Enfortumab Vedotin (EV) führte bei Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC), die nicht für eine Cisplatin-haltige Chemotherapie geeignet waren oder diese ablehnten, zu einer signifikanten und klinisch relevanten Verbesserung des ereignisfreien Überlebens (EFS) und Gesamtüberlebens (OS) gegenüber dem Behandlungsstandard (SOC) einer radikalen Zystektomie mit oder ohne zugelassene adjuvante Therapie. Das sind die Ergebnisse einer geplanten Zwischenanalyse der PhaseIIIStudie VOLGA, die im Presidential Symposium I der Jahresstagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 vorgestellt wurden (1). Damit konnte erneut bestätigt werden, dass Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) wie EV die Behandlungsoptionen beim MIBC erweitern.
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NSCLC
 4 Min|
Neuer Standard: Zweitgenerations-KRAS G12C-Inhibitor Divarasib toppt Sotorasib oder Adagrasib im Phase-III-Head-to-Head-Vergleich

Neuer Standard: Zweitgenerations-KRAS G12C-Inhibitor Divarasib toppt Sotorasib oder Adagrasib im Phase-III-Head-to-Head-Vergleich

Der KRAS‑G12C‑Inhibitor der zweiten Generation Divarasib ist den beiden zugelassenen Erstgenerations-Inhibitoren Sotorasib oder Adagrasib bei vorbehandelten Erkrankten mit fortgeschrittenem KRAS G12C-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) hinsichtlich des primären Endpunkts progressionsfreien Überleben (PFS) sowie der sekundären Endpunkte Gesamtüberleben (OS) und objektive Ansprechrate (ORR) signifikant und klinisch relevant überlegen. Das sind die praxisverändernden Ergebnisse der Phase-III-Studie Krascendo 1, die bei der Jahresstagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 als Late Breaking Abstract im Presidential Symposium II vorgestellt wurden [1]. Sie markieren einen zukünftigen neuen Behandlungsstandard bei einer Erkrankung mit hohem medizinischem Bedarf – dies umso mehr, als auch das Nebenwirkungsprofil von Divarasib günstig war [1].
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Mammakarzinom
 3 Min|
Kinasehemmer über die Progression hinaus: Abemaciclib plus Fulvestrant zeigt im Mammakarzinom leichte PFS-Vorteile
ESMO 2026

Kinasehemmer über die Progression hinaus: Abemaciclib + Fulvestrant zeigt beim Mammakarzinom leichte Vorteile

Ein Erstlinienstandard für Erkrankte mit einem fortgeschrittenen Hormonrezeptor-positiven (HR+), HER2-negativen (HER2-) Mammakarzinom ist die Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i) in Kombination mit einem Aromataseinhibitor (AI). Eine mögliche Therapieoption im Fall einer Progression ist die Strategie „CDK4/6i nach CDK4/6i“. Diese verfolgt auch die postMONARCH-Studie, die die Kombination aus Abemaciclib und dem selektiven Östrogen-Rezeptor-Degrader (SERD) Fulvestrant untersuchte. Nachdem die Phase-III-Studie bereits eine Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) durch Abemaciclib + Fulvestrant gegenüber Fulvestrant + Placebo gezeigt hatte [1], wurden auf dem Jahreskongress der European Society for Medial Oncology (ESMO) 2026 die finalen Daten zum Gesamtüberleben (OS) vorgestellt: Das mediane OS war numerisch länger, statistische Signifikanz wurde jedoch verfehlt [2].
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SCLC
 4 Min|
ESMO 2026

ES-SCLC: Erstlinien-Erhaltung mit Tarlatamab plus Durvalumab verlängert substanziell das Überleben

Eine Erstlinien-Erhaltungstherapie mit dem bispezifischen T-Zell-Engager (BiTE) Tarlatamab zusammen mit dem Checkpoint-Inhibitor Durvalumab nach Ansprechen auf eine initiale platinbasierte Chemotherapie plus Durvalumab verlängert bei Erkrankten mit kleinzelligem Lungenkarzinom im Stadium Extensive-Stage (ES-SCLC) das Gesamtüberleben gegenüber einer alleinigen Durvalumab-Erhaltung in klinisch relevantem Ausmaß. Das sind die Ergebnisse einer Zwischenanalyse der Phase‑III‑Studie DeLLphi-305, die bei der Jahresstagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 im Presidential Symposium I als Late Breaking Abstract vorgestellt wurde [1]. Es handelt sich um die erste Phase‑III‑Studie mit einer bispezifischen T‑Zell‑Engager‑(BiTE)‑Therapie, die im Setting der Erstlinien‑Erhaltung beim schwer behandelbaren ES‑SCLC einen relevanten Überlebensvorteil nachweist; das Fachpublikum in Madrid reagierte auf die vermutlich praxisverändernden Daten mit Standing Ovations.
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Urothelkarzinom
 4 Min|
Perioperative Therapie mit Enfortumab-Vedotin und Pembrolizumab schränkt die Lebensqualität gegenüber einer neoadjuvanten Chemotherapie nicht ein
ESMO 2026

Perioperative Therapie mit Enfortumab-Vedotin und Pembrolizumab schränkt Lebensqualität gegenüber neoadjuvanter Chemotherapie nicht ein

Erkrankte mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) haben trotz neoadjuvanter Behandlung ein hohes Rezidivrisiko. In der jüngst publizierten Phase-III-Studie KEYNOTE-B15/EV-304 hatte die Kombination aus dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Enfortumab-Vedotin und dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab (EV/Pembro) gegenüber einer neoadjuvanten Chemotherapie mit Cisplatin/Gemcitabin (Cis/Gem) bei Cisplatin-geeigneten Erkrankten mit MIBC zu signifikant besseren Ergebnissen in überlebensrelevanten Endpunkten geführt [1]. Eine auf dem Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) vorgestellte Analyse zu Patient-Reported-Outcomes (PRO) ergab, dass sich beide Behandlungsarme in puncto gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) kaum unterschieden [2].
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Malignes Melanom
 4 Min|
ESMO 2026

BRAF-V600-mutiertes Melanom: Zielgerichtete Therapie plus Checkpoint-Inhibitor in der Erstlinie toppt alleinige Checkpoint-Inhibition

Die BRAF-Inhibition ist beim fortgeschrittenen Melanom mit BRAF-V600-Mutation ein relevanter Therapiebaustein. Eingesetzt wird er meist nach einer Checkpoint-Inhibitor-Therapie, nachdem die DREAMseq- und die 4-Jahres-Daten der SECOMBIT-Studie einen Vorteil für diese Sequenz gezeigt hatten [1, 2]. Auf dem Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) stellte Prof. Dirk Schadendorf, Universitätsklinikum Essen, nun die finale Analyse der STARBOARD-Studie vorgestellt, die bereits in der Erstlinie eine Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib, dem MEK-Inhibitor Binimetinib und dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab einsetzte und mit der alleinigen Immuntherapie verglich [3]. Die Wirksamkeit der Dreifachtherapie war alleinigem Pembrolizumab hinsichtlich der objektiven Ansprechrate (ORR; primärer Endpunkt) und des progressionsfreien Überlebens (PFS; sekundärer Endpunkt) signifikant und klinisch relevant überlegen.
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Ösophaguskarzinom
 3 Min|
ESMO 2026

Ösophaguskarzinom: Pembrolizumab als Add-on zur definitiven Radiochemotherapie ohne Vorteil

Wird bei Erkrankten mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschritteten Ösophaguskarzinom die standardmäßig verabreichte definitive Radiochemotherapie (dRCT) in der Erstlinie durch eine PD-1-Checkpoint-Inhibition mit Pembrolizumab ergänzt, wirkt sich das nicht positiv auf das ereignisfreie Überleben (EFS) aus – auch dann nicht, wenn die PD-L1-Expression sehr hoch ist (CPS≥10). Das sind die Ergebnisse der Phase-III-Studie KEYNOTE-975, die beim Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 präsentiert wurden [1]. Da sich in der vorgestellten zweiten Interimsanalyse beim koprimären Endpunkt EFS bei PD-L1-positiven (CPS≥10) Erkrankten keine Vorteile durch die zusätzliche Immuntherapie zeigten, wird der zweite primäre Endpunkt Gesamtüberleben (OS) nicht mehr final ermittelt; die Studie wird vorzeitig gestoppt.
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Hämatologie
 4 Min|
Myelofibrose und Anämie: Neue Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit von Momelotinib
Myelofibrose und Anämie

Neue Real-World-Daten aus Deutschland bestätigen die Wirksamkeit von Momelotinib im klinischen Alltag

Patient:innen mit Myelofibrose (MF) leiden neben einer vergrößerten Milz und schwächenden Symptomen fast immer auch an einer fortschreitenden Anämie. Diese geht oft mit Erschöpfung und Kurzatmigkeit einher; die meisten Patient:innen werden transfusionsabhängig [1-3], was Prognose und Gesamtüberleben verschlechtert [5-14]. Anämie und Transfusionsbedarf mindern zudem die Lebensqualität [1]. Der Inhibitor Momelotinib kombiniert die JAK(Janus­kinase)-Hemmung mit einem Wirkmechanismus gegen ACVR1 (Aktivin-A-Rezeptor Typ 1); damit wird neben dem güns­tigen Einfluss auf Symptome und Splenomegalie auch eine gezielte Behandlung der Anämie möglich [4]. Aktuelle ­retrospektive Real-World-Daten aus Deutschland liefern Erkenntnisse zum Einsatz von Momelotinib unter Alltags­bedingungen nach der Markteinführung in Deutschland [5].
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NSCLC
 5 Min|
Erstlinienbehandlung des ALK+ aNSCLC
Erstlinienbehandlung des ALK+ aNSCLC

Herausragende Langzeitwirksamkeit von Lorlatinib für die klinische Routine nutzen

Das 7-Jahres-Update der Phase-III-Studie CROWN bestätigte erneut die anhaltend gute Wirksamkeit von Lorlatinib, einem ALK-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der dritten Generation, in der Erstlinientherapie des ALK-positiven fort­geschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (ALK+ aNSCLC) gegenüber Crizotinib und setzte damit neue Maßstäbe für die Langzeitwirksamkeit [1, 2]. Die Daten zeigten, dass eine einzelne Substanz erstmalig in der Lage ist, den fortgeschrittenen Lungenkrebs anhaltend zu kontrollieren – sowohl systemisch als auch intrakraniell. Unerwünschte Ereignisse traten früh auf und waren durch Dosisanpassungen ohne Wirksamkeitsverlust gut handhabbar. Gute Aufklärung, ein geeignetes Therapiemanagement und die langfristige Begleitung der Patient:innen stellen sicher, dass die Behandelten im klinischen Alltag bestmöglich profitieren.
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NSCLC
 2 Min|
WCLC 2026

Erstlinientherapie des ALK+ NSCLC: Lorlatinib setzt neue Langzeitmaßstäbe

Das 7‑Jahres‑Update der Phase‑III‑Erstlinienstudie CROWN beim fortgeschrittenen ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (ALK+ NSCLC) bestätigt die anhaltend hohe Wirksamkeit des Drittgenerations‑ALK‑Inhibitors Lorlatinib gegenüber Crizotinib [1]. Das weiterhin nicht erreichte mediane progressionsfreie Überleben (PFS) und der Schutz vor neuen bzw. die fehlende Progression vorhandener Hirnmetastasen weisen auf eine anhaltende systemische wie intrakraniellen Krankheitskontrolle hin. Darauf wiesen Expert:innen bei einem Symposium von Pfizer im Rahmen der World Conference on Lung Cancer (WCLC 2026) in Seoul, Südkorea, hin.
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

CEPHEUS-Studie bei NDMM: Hoher klinischer Nutzen für Daratumumab-basiertes Quadruplet in der nicht-Transplantations-geeigneten Situation

Moderne Quadruplet-Therapien unter Einbeziehen eine Anti-CD38-Antikörpers werden heute sowohl bei Erkrankten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) eingesetzt, die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sind (TE) als auch bei jenen, die Transplantations-ungeeignet (TI) sind – ein echter Paradigmenwechsel in der ersten Therapielinie. Wie groß der klinische Nutzen einer Vierfachtherapie aus dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Dara-VRd) speziell für TI-Erkrankte ist, bestätigten die finalen Daten der Phase-III-Studie CEPHEUS für diese Population, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

ATG/ATLG bleibt Standard zur GvHD-Prophylaxe bei allo-SCT

Sowohl Post-Transplant Cyclophosphamide (PTCy) als auch Anti T-Lymphozyten-Globulin (ATLG) oder Anti-Thymozyten-Globulin (ATG)– gewonnen aus Blut von Kaninchen, die mit der Jurkat-T-Zelllinie bzw. humanen Thymozyten immunisiert wurden – werden im Kontext einer allogenen Stammzelltransplantation (allo-SCT) zur Prophylaxe einer Graft-versus-host-Erkrankung (GvHD) bei HLA-kompatiblen nicht-verwandten oder verwandten Spender:innen eingesetzt. Erstmals wurden nun beide Strategien in einer großen Phase-III-Studie mit Nicht-Unterlegenheits-Design direkt miteinander verglichen, und zwar im Hinblick auf Überlebensparameter und ihre Fähigkeit, der GvHD vorzubeugen. Prof. Johannes Schetelig von der Bereichsleitung Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden, stellte die Daten, die mit ATG/ATLG einen Sieger hervorbrachten, beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vor [1].
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

FLT3-mutierte AML: Direktvergleich von Gilteritinib und Midostaurin endet beim Gesamtüberleben unentschieden

Bei nicht vorbehandelter akuter myeloischer Leukämie (AML) mit FLT3-Mutation (interne Tandemduplikation (FLT3-ITD) oder Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne, FLT3-TKD) besteht der Therapiestandard aus einer intensiven Induktionschemotherapie in Kombination mit dem FLT3-Inhibitor Midostaurin. Die Phase-III-Studie HOVONI156/AMLSg28-18/PASHA forderte diesen Standard heraus und verglich Midostaurin mit dem Zweitgenerations-FLT3-Inhibitor Gilteritinib, beide in Kombination mit einer intensiven Chemotherapie zur Induktion und Konsolidierung. Beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellte Daten der Studie zeigten trotz numerischer Vorteile beim ereignisfreien und rezidivfreien Überleben für Gilteritinib keine signifikanten Unterschiede beim Gesamtüberleben. Damit wurde der primäre Endpunkt der Studie nicht erreicht [1].
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

BRUIN-CLL-322: Pirtobrutinib plus Venetoclax/Rituximab verlängert PFS bei vorbehandelter CLL

Der reversible, nicht-kovalente BTK-Inhibitor (BTKi) Pirtobrutinib ist seit März 2025 als Monotherapie zur Behandlung von Erkrankten mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (RR CLL) zugelassen, die zuvor mit einem kovalenten BTK-Inhibitor behandelt wurden – basierend auf den positiven Daten der Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 [1]. Aktuelle Daten der Phase-III-Studie BRUIN-CLL 322, vorgestellt als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026, zeigen nun, dass Pirtobrutinib in der BTKi-vorbehandelten Situation bei der RR CLL auch in Kombination mit der Standardtherapie aus dem BCL2-Inhibitor (BCL2i) Venetoclax und dem Anti-CD20-Antikörper Ritiuximab (VR) hochwirksam ist. Die Addition von Pirtubrutinib zu VR verlängerte signifikant und in klinisch relevantem Ausmaß das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber alleinigem VR [2].
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

Fortschritt in der Therapie der Myelofibrose durch Ergänzung der Standardtherapie mit Selinexor

Die Myelofibrose (MF) ist eine schwere myeloproliferative Neoplasie, die den Allgemeinzustand stark beeinträchtigt und eine reduzierte Lebenserwartung zur Folge hat. Derzeitiger Therapiestandard in der Erstlinie ist die Therapie mit JAK-Inhibitoren wie Ruxolitinib. Allerdings erreicht damit nur ein Drittel der Erkrankten eine Reduktion des Milzvolumens um ≥ 35% (SVR35). Auch die Symptomverbesserung, die Modifikation der Krankheitsbiologie und die Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) sind mit dem JAK-Inhibitor alleine moderat. Die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract präsentierte Phase-III-Studie SENTRY zeigte, dass die Kombination aus Ruxolitinib mit dem XPO1-Inhibitor Selinexor bei JAK-Inhibitor-naiven MF-Patient:innen alleinigem Ruxolitinib überlegen war und relevante Endpunkte wie SVR35 und das Gesamtüberleben klinisch relevant verbesserte [1].
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

SMM: Tieferes Ansprechen und längere progressionsfreie Zeit mit Teclistamab vs. Rd

Der gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und CD3 gerichtete bispezifische Antikörper Teclistamab führt bei Erkrankten mit Hochrisiko-Smouldering-Myelom (HR-SMM) im Vergleich zu Lenalidomid/Dexamethason (Rd) zu tieferen Remissionen, erhöhter MRD (messbare Resterkrankung)-Negativität und einem verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS). Das zeigen die Daten der Phase-II-Studie Immuno-PRISM, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 präsentiert wurden [1].
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EHA 2026
 3 Min|
EHA 2026

Primäre ITP: Immun-Reprogrammierung und anhaltende Remissionen mit BCMA-CAR-T-Zelltherapie

Eine CAR-T-Zelltherapie, die das B-Zellreifungsprotein (BCMA) als Zielstruktur adressiert, kann bei Patient:innen mit behandlungsrefraktärer, primärerer Immunthrombozytopenie (ITP) pathogene Immunreaktionen, die die Erkrankung treiben, umprogrammieren und anhaltende Remissionen auslösen. Das legen Phase-I-Daten aus China nahe, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1]. Dass es eine monozentrisch durchgeführte Phase-I-Studie mit nur vier Teilnehmenden sogar in die Late Breaking Abstract Session des Kongresses schafft, ist eine Rarität und ein Hinweis auf die potenzielle therapeutische Relevanz der Ergebnisse [1].
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