Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann
Beiträge von Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann
Hämatologie
4 Min|
r/r B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome: Mosunetuzumab zeigt vielversprechende Aktivität
Die subkutane Verabreichung des bispezifischen Antikörpers Mosunetuzumab, kombiniert mit einer stufenweisen Aufdosierung im ersten Zyklus, zeigt bei mehrfach vorbehandelten Patient:innen mit rezidivierten/refraktären (r/r) B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen (r/r B-NHL) ein günstiges Sicherheitsprofil, sodass eine ambulante Behandlung ohne obligatorischen Krankenhausaufenthalt möglich erscheint. Das zeigen die ersten Daten einer laufenden Phase I/II-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2021 präsentiert wurden (1). Durch diesen neuen Applikationsansatz, der auch eine ermutigende Aktivität zeigte, könnte das Risiko für Zytokinfreisetzungssyndrome (CRS) minimiert werden.
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Hämatologie
4 Min|
Polycythaemia Vera: JAK-Inhibitor Ruxolitinib bei älteren Patient:innen
Der JAK-Inhibitor Ruxolitinib ist als Zweitlinientherapie bei Patient:innen mit Polycythaemia Vera (PV) zugelassen, die gegen Hydroxyharnstoff (HU) resistent/intolerant sind. Da in den zulassungsrelevanten Studien ältere Patient:innen unterrepräsentiert waren, wurde nun in einer Real-World-Studie evaluiert, ob Ruxolitinib in der Versorgungsroutine auch bei älteren PV-Patient:innen ab einem Alter von 75 Jahren sicher anwendbar und vergleichbar wirksam ist. Wie bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2021 zu hören war, ist dies tatsächlich der Fall. Die älteren Patient:innen sollten aber einem engeren hämatologischen Monitoring unterliegen (1).
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Hämatologie
6 Min|
r/r NHL und unbehandeltes DLBCL: Vielversprechende Daten zu Glofitamab
Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2021 machte der bispezifische Antikörper Glofitamab mit interessanten Daten bei Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) auf sich aufmerksam. Glofitamab zeichnet sich durch eine 2:1 Formulierung mit zwei Bindungsstellen für CD20 und einer Bindungsstelle für CD3 aus. In einer Phase-I/II-Studie führte Glofitamab als Monotherapie bei intensiv vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem (r/r) NHL) zu einem dauerhaften Ansprechen (1). Vorläufige Ergebnisse einer Phase-Ib-Studie legen zudem nahe, dass Glofatimab auch in Kombination mit R-CHOP bei Patient:innen mit r/r NHL oder in der Erstlinienbehandlung des diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) hohe Ansprechraten erreicht und insbesondere beim zuvor unbehandelten DLBCL gut verträglich ist (2).
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Hämatologie
3 Min|
Neudiagnostiziertes Multiples Myelom: Update der GRIFFIN-Studie bestätigt signifikante Vorteile durch Addition von Daratumumab zu VRd
Die Phase-II-Studie GRIFFIN verglich eine Induktions-/Konsolidierungstherapie mit Daratumumab (D) plus VRd (Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason) gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Daratumumab/Lenalidomid mit alleinigem VRd gefolgt von einer Lenalidomid-Erhaltungstherapie bei Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (MM), die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) geeignet waren. Beim Amerikanischen Hämatologiekongress (ASH) 2021 wurde eine aktualisierte Analyse der Wirksamkeit und Sicherheit nach 24 Monaten Erhaltungstherapie oder Ende der Therapie vorgestellt. Die Daten, die eine mediane Nachbeobachtungszeit von über 3 Jahren berücksichtigten, bestätigen erneut signifikant mehr tiefe und dauerhafte Remissionen, inklusive stringenter kompletter Remissionen und MRD-Negativität bei Hinzunahme des CD38-Antikörpers Daratumumab (1).
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