News | Beiträge ab Seite 265
WHO nimmt Leukämie mit DDX41-Mutation als eigene Untergruppe in Klassifikation auf
Forschende Pharma-Unternehmen sorgen für höhere Überlebensraten bei Krebs
Neue Krebsmedikamente stehen derzeit im Fokus der Debatte über den Nutzen neuer Medikamente. Dazu sagt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Die Krebsmedizin ist von einem rasanten Wissenszuwachs geprägt. Das zeigt sich auch an der Qualität neuer Krebs-Arzneimittel: Der für die Arzneimittelbewertung zuständige Gemeinsame Bundesausschuss stellte bei 85% dieser Medikamente schon kurz nach der Markteinführung einen Zusatznutzen im Vergleich zu bisherigen Therapien fest."
Koordination freiwilliger vor-Ort-Helfer: Projekt an der Universität Regensburg
Die Entwicklung von Verfahren zur effektiven Koordination von freiwilligen Rettungskräften und vor-Ort-Helfern steht im Zentrum eines neuen Forschungsprojekts, an dem die Universität Regensburg beteiligt ist. Das Projekt mit dem Titel "Koordination ungebundener vor‐Ort‐Helfer zur Abwendung von Schadenslagen (KUBAS)" wird in den kommenden drei Jahren mit 1,3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf Basis des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" gefördert.
Aktuelles e-Journal von JOURNAL HÄMATOLOGIE
2 Jahre klinische Erfahrungen mit Eribulin ab der 2. Linie beim fortgeschrittenen Mammakarzinom
bvmd: Masterplan Medizinstudium 2020 im Endspurt
Mit Spannung verfolgt die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) die abschließenden Verhandlungen im Prozess des Masterplan Medizinstudium 2020. Erfreut nimmt die bvmd zur Kenntnis, dass in Kürze ein erster Reformvorschlag abgestimmt werden soll. Die Medizinstudierendenschaft begreift den Masterplan als Chance für eine sinnvolle Weiterentwicklung der ärztlichen Ausbildung. Erfreut hat die bvmd wahrgenommen, dass die meisten Verbände ihre Ansichten teilen, nach denen das Medizinstudium modernisiert werden muss.
Nahezu jeder siebte Todesfall geht auf das Rauchen zurück
Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag, BZgA und Bundesdrogenbeauftragte informieren über den vermeidbaren Risikofaktor "Rauchen". Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 121.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums. Nahezu jeder siebte Todesfall (13,5%) ist demnach auf das Rauchen zurückzuführen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung bekräftigt zum Weltnichtrauchertag 2016 ihre Forderung nach einem Verbot von Tabakwerbung auf Plakatwänden.
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Erhöhtes Darmkrebsrisiko durch Mitoxantron bei MS-Patienten?
Eva-Infarkt: Unspezifische Symptome sind tückische Zeiträuber
Rheinland-Pfälzische Männer werden deutlich häufiger aufgrund eines Herzinfarkts im Krankenhaus behandelt als Frauen. In rund zwei Drittel der 11.620 Fälle, die im Jahr 2014 erfasst wurden, waren Männer betroffen, wie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz heute mit Bezug auf das Statistische Bundesamt mitteilt. Dies lässt vermuten, dass Männer tatsächlich sehr viel öfter einen Herzinfarkt erleiden als Frauen. Doch die Todesursachenstatistik zeigt auf, dass der Unterschied zumindest in diesem Punkt nicht so groß ist.
Leuprorelinacetat beim hormonabhängigen Prostatakarzinom: Neudefiniertes Kastrationsniveau von unter 20 ng/dL – verzögerte Progression, verlängertes Überleben
AWMF: Zentrale Literaturversorgung für Medizin und Lebenswissenschaften erhalten
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) vertritt derzeit 174 wissenschaftliche Gesellschaften aus allen Bereich der Medizin. Sie hat mit Sorge zur Kenntnis nehmen müssen, dass der Senat der Leibniz-Gemeinschaft eine Empfehlung zur Beendigung der Förderung des Leibniz-Informationszentrums Lebenswissenschaften ZB MED ausgesprochen hat. Die AWMF appelliert nachdrücklich an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern, in geeigneter Form eine Weiterförderung von ZB MED im bisherigen Umfang und über das Jahr 2019 hinaus sicherzustellen, um die zentrale Literaturversorgung aufrecht zu erhalten.
Razzien in Pflegeheimen wegen Verdachts auf Sozialbetrug
Wegen vermuteten Sozialbetrugs durchsuchen Ermittler Dutzende Pflegeheime und Kliniken in Norddeutschland. Es geht um eine Millionensumme. Sozialministerin Alheit spricht von einem Skandal. Bei Razzien in 110 Pflegeheimen und Kliniken haben Ermittler zahlreiche Unterlagen wie etwa Dienstpläne beschlagnahmt.
Kosteneffiziente Opioidtherapie: Buprenorphin 4- und 7-Tage-Pflaster
Georg-von-Hevesy-Preis für individuellere Diagnostik bei Prostatakrebs
Bakterium Alistipes kann Dickdarmkrebs verursachen
Polycythaemia vera: Für erfolgreiche Therapie ist Hautmonitoring entscheidend
AMNOG-Preisverhandlung abgeschlossen: Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Dulaglutid langfristig gewährleistet
Als letzte Instanz im AMNOG-Verfahren hat die Schiedsstelle einen Erstattungsbetrag für den 1x wöchentlichen GLP-1-Rezeptor-Agonisten Trulicity® (Dulaglutid) festgelegt. "Wir freuen uns sehr, die Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes mit Trulicity® sicherstellen zu können", so Nils Hartmann, Direktor Diabetes der Lilly Deutschland GmbH. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte dem GLP-1-Rezeptor-Agonisten Dulaglutid im Juli 2015 einen geringen Zusatznutzen in der Kombination mit prandialem Insulin* gegenüber einer intensivierten konventionellen Therapie (ICT) bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes bescheinigt. Im Indikationsgebiet Typ-2-Diabetes ist Trulicity® somit eine der wenigen Behandlungsoptionen, für die bisher ein Zusatznutzen anerkannt wurde.
Verbesserte Kommunikation nach Operationen für mehr Patientensicherheit im Krankenhaus
Damit die Teamarbeit im Operationssaal und auf der Intensivstation gelingt, ist eine klare Kommunikation zwischen den beteiligten Ärzten und Pflegekräften notwendig. Um die Zusammenarbeit innerhalb des medizinischen Personals zu verbessern, hat die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) aktuelle Empfehlungen zu einer strukturierten Patientenübergabe nach Operationen herausgegeben (1).
Aderhautmelanom: BAP1-Färbung ermöglicht Vorhersage zur langfristigen Heilung
Das Aderhautmelanom ist die häufigste Krebserkrankung des Auges. Tumorzellen, die sich vor einer Behandlung aus dem Auge in andere Körperregionen abgesetzt haben, können noch viele Jahre nach der Behandlung zu Metastasen heranwachsen. Fast jeder zweite Patient mit Aderhautmelanom verstirbt an den Folgen der frühen Streuung von Krebszellen in andere Organe. Dr. M. Zeschnigk hat mit Forschern der Institute für Humangenetik/Neuropathologie verschiedene in der Routine zulässige Untersuchungen entwickelt, mit deren Hilfe schon früh mit erstaunlich hoher Genauigkeit vorhergesagt werden kann, ob ein Patient mit Aderhautmelanom langfristig geheilt ist (1).
Thrombozytopenie: Bei TRPM7-Gendefekt Magnesium geben
Magnesium verbesserte die Blutgerinnung bei einem genetisch bedingten Defekt der Thrombozytopoese. Ein internationales Team von Wissenschaftlern konnte in Maus- und Patientenstudien nachweisen, wie Magnesium die Bildung von Thrombozyten beeinflusst und dass hierfür die TRPM7-Kanalfunktion von zentraler Bedeutung ist. An der Studie waren überwiegend Wissenschaftler des Rudolf-Virchow-Zentrums und des Klinikums der Universität Würzburg beteiligt. Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Fachzeitschrift Nature Communications publiziert.
Fortgeschrittenes Weichteilsarkom: Hohe Evidenz für Pazopanib
Die Zahl zugelassener Therapieoptionen zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Weichteilsarkomen ist nach wie vor limitiert. Pazopanib (Votrient®) ist eine von nur zwei zugelassenen Optionen für die Zweitlinientherapie dieser Tumoren (1). Für nicht-adipozytische Weichteilsarkome ist Pazopanib die einzige Substanz, die von der European Society for Medical Oncology (ESMO) mit dem Evidenzgrad I, B empfohlen wird (2).