Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 246

Gesundheitspolitik

Neuer Rekord: 6 Millionen registrierte Spender in Deutschland

"Die 6-Millionen-Marke bei den registrierten Blutstammzellspendern wurde geknackt" freut sich Dr. Carlheinz Müller, Geschäftsführer des Zentralen Knochenmarkspender-Registers Deutschland (ZKRD). Für Patienten, die an Leukämie oder einer anderen Erkrankung des blutbildenden Systems leiden, bedeutet diese Spendenbereitschaft enorm viel. Jeder registrierte Spender erhöht die Chance der Patienten, den für sie genau passenden Spender zu finden. "Dass es in Deutschland so viele hochmotivierte Spender gibt, haben wir dem unermüdlichen Einsatz der 27 Spenderdateien und deren zahllosen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken", so Müller.

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Medizin

Update der AGO-Leitlinie 2015: Oncotype DX Brustkrebstest auch empfohlen für nodal-positive Patientinnen und für das Risiko von Spätmetastasierung

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e. V. (AGO) hat in ihrem Update* von 2015 ihre Behandlungsleitlinien folgendermaßen erweitert: Empfehlung von Oncotype DX zum Einsatz bei nodal-positiven Brustkrebspatientinnen und zur Risikoeinschätzung von Spätmetastasierung. Die AGO bestätigt erneut, dass Oncotype DX als einziger Genexpressionstest prädiktive Informationen zum Nutzen einer Chemotherapie liefert. Die GBA geht nun den ersten Schritt Richtung Erstattung. "Die Erweiterung der AGO-Empfehlung 2015 ermöglicht es uns, im Klinikalltag noch mehr Frauen mit Hilfe der molekularen Marker die Nebenwirkungen einer nicht notwendigen Chemotherapie zu ersparen", so Prof. Dr. med. Christian Jackisch, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Sana Klinikums sowie Sprecher des Brustzentrums Offenbach.

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Medizin

Neues Verfahren zur Untersuchung von Immunzellen entwickelt

 Es gibt eine Vielzahl an Virenerkrankungen. Schwächen sie das Immunsystem betroffener Patienten, können sie tödlich verlaufen: Bakterien und andere Keime können leichter in den Körper eindringen und zum Beispiel Lungenentzündungen verursachen. Nun fanden Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) heraus, wie sich die körpereigene Abwehr möglicherweise unterstützen lässt. Hierüber berichtet Nature Communications in seiner aktuellen Ausgabe.

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Gesundheitspolitik

Kassen: Individuelle Gesundheitsleistungen größtenteils nutzlos

Ein Großteil der von Ärzten angebotenen individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) hat für die Patienten keinen messbaren Nutzen und ist zum Teil sogar schädlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) drei Jahre nach dem Start des sogenannten IGeL-Monitors. Die Mehrheit der 37 auf der Webseite bewerteten Leistungen schneide nicht gut ab - und einige sogar richtig schlecht, sagte MDS-Geschäftsführer Peter Pick am Donnerstag in Berlin. Die Leistungen, die Patienten aus eigener Tasche zahlen, seien "in der Regel medizinisch nicht notwendig".

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Medizin

Krebszellen mit Farbe besiegen/ Verbesserte Wirksamkeit von Antitumormitteln

Photodynamische Therapien haben sich als wirksame Alternative zur konventionellen Entfernung von Tumoren bewährt. In einer aktuellen Forschungsarbeit ist es einem internationalen Team vom Institut für Theoretische Chemie der Universität Wien gelungen, die Anlagerung von Methylenblau, eine der gängigsten Substanzen der Photodynamischen Therapie, an die DNA von Krebszellen zu simulieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse können dabei helfen, die Wirksamkeit des Stoffes zu erhöhen und damit den Heilungserfolg zu optimieren.

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Medizin

Frühes Mammakarzinom: Neues zur neoadjuvanten Chemotherapie, antiemetischen Supportivtherapie und zur Metastasenprophylaxe bei DTCs

Die Therapie des Mammakarzinoms entwickelt sich dank enormer Fortschritte in der molekularbiologischen Forschung und ihrer Übertragung in die klinische Praxis rasant. Doch auch im Bereich der klassischen Chemotherapie lassen sich noch deutliche Verbesserungen erreichen, wie die derzeitigen Ergebnisse der GeparSepto Studie zeigen. Neoadjuvantes wöchentliches nab-Paclitaxel (Abraxane®) gefolgt von Epirubicin/Cyclophosphamid (EC) erwies sich als signifikant wirksamer als konventionelles Paclitaxel gefolgt von EC. Bei der bei adjuvanten Chemotherapien beim Mammakarzinom unumgänglichen Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen ermöglichen moderne Antiemetika wie der lang wirksame 5-HT3-Rezeptorantagonist Palonosetron (Aloxi®) und detaillierte Leitlinien zur antiemetischen Prophylaxe wirksame Therapien und einen spürbaren Gewinn an Lebensqualität für die Patientinnen. Disseminierte Tumorzellen (DTCs) von Brustkrebspatientinnen, die mehrere Jahre nach der Primärtherapie eines Mammakarzinoms im Knochenmark persistieren können, gelten als unabhängiger prognostischer Faktor für das metastasenfreie und brustkrebsspezifische Überleben. Bei der Prophylaxe von Metastasen bei Patientinnen mit nachgewiesenen disseminierten Tumorzellen im Knochenmark spielen Bisphosphonate wie das orale Clodronat (Ostac®) eine wichtige Rolle.

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Gesundheitspolitik

Essener Mediziner: Ethikrat verunsichert Bürger bei Organspende

Der Essener Mediziner Eckhard Nagel hat dem Deutschen Ethikrat vorgehalten, mit seiner Stellungnahme zu Hirntod und Organspende die Verunsicherung in der Bevölkerung zu schüren. Eine akademische Diskussion über juristische oder die menschliche Existenz betreffende Probleme sollte nicht dazu beitragen, die Patienten in den Wartezimmern und Krankenhäusern, die auf Heilung hoffen, zu vergessen.

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Medizin

Zulassungserweiterung für Bortezomib: VR-CAP zur Erstlinientherapie von nicht-transplantierbaren MCL-Patienten zugelassen

Die Europäische Kommission hat  (Velcade®) von Janssen in Kombination mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison (VR-CAP) am 3. Februar 2015 zur Erstlinientherapie von erwachsenen Patienten mit Mantelzell-Lymphom (MCL), die nicht für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation in Frage kommen, zugelassen. Grundlage für die Zulassung ist eine Phase-3-Studie, in der VR-CAP mit dem Behandlungsstandard R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison) verglichen worden war (1). Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib ist bereits seit langem in Kombination mit Melphalan und Prednison als Erstlinientherapie von nicht transplantierbaren Myelompatienten bewährt.

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Medizin

Weichteilsarkom: Fortsetzung der Trabectedin-Therapie empfohlen

The Lancet Oncology hat die Ergebnisse einer Abschlussanalyse einer randomisierten klinischen Studie der Phase 2 publiziert, in der festgestellt wurde, dass die Fortsetzung der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Weichteilsarkom mit Trabectedin, bei denen nach sechs Behandlungszyklen keine Progression festzustellen war, das progressionsfreie Überleben verlängert (NCT01303096) (1). Die Daten legen nahe, dass die Fortsetzung der Behandlung für die Patienten, die eine Chemotherapie auf Doxorubicin-Basis erhielten und für eine Behandlung mit Trabectedin in Frage kommen, aufgrund des akzeptablen und kontrollierbaren Sicherheitsprofils und des Fehlens der kumulativen Toxizität von Trabectedin bis zur Unverträglichkeit des Medikaments oder einer anderen Erkrankung empfehlenswert ist (2).

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Gesundheitspolitik

SPD im Bundestag will Energy Drinks für Jugendliche verbieten

Die SPD im Bundestag will durchsetzen, dass Energy Drinks nicht länger an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden. Dafür soll das Jugendschutzgesetz geändert werden, wie die verbraucherpolitische Sprecherin Elvira Drobinski-Weiß der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte. Zur Begründung sagte sie, die Politik habe die Aufgabe, Minderjährige vor vermeidbaren Gefahren zu schützen.

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Medizin

Übertherapie bei Mammakarzinom: TK übernimmt Kosten für Gentest/ als erste Krankenkasse Vertrag mit dem Klinikum rechts der Isar

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Die Tumore unterscheiden sich teilweise stark hinsichtlich ihres Potentials, Metastasen auszubilden, und müssen daher auch unterschiedlich behandelt werden. Nur bei aggressiven Tumoren ist eine Chemotherapie sinnvoll. So bietet eine Chemotherapie bei etwa 20-40% der Patientinnen - allein in Deutschland sind das 10.000 bis 20.000 Frauen im Jahr - keinen zusätzlichen Nutzen, die Betroffenen leiden aber unter den erheblichen Nebenwirkungen. Wenn das Risiko für Metastasen oder einen Rückfall gering ist, kann auf die Chemotherapie verzichtet werden.

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Gesundheitspolitik

Typ-2- Diabetes: Preisverhandlungen zu Empagliflozin starten

Jardiance® (Empagliflozin) ist in Europa, den USA und anderen Ländern zur Behandlung des Typ-2- Diabetes zugelassen und seit August 2014 in Deutschland verfügbar. Knapp ein halbes Jahr nach der Markteinführung sieht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Entscheidung den Zusatznutzen für den SGLT2-Hemmer als nicht belegt an. Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, sind vom klinisch-medizinischen Nutzen des Wirkstoffs überzeugt, den andere Behörden, wie das NICE für England oder das Schottische Medical Consortium (SMC), ähnlich schon bestätigt haben.

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Medizin

GeparSepto-Studie: Neoadjuvante Chemotherapie mit nab-Paclitaxel ist signifikant wirksamer

Wöchentlich appliziertes nab-Paclitaxel (Abraxane®) ist im Rahmen eines neoadjuvanten Therapieregimes gefolgt von Epirubicin/Cyclophosphamid (EC) signifikant wirksamer als wöchentlich gegebenes konventionelles Paclitaxel ebenfalls gefolgt von EC. Dies zeigen die Daten der auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2014 präsentierten Studie GeparSepto (1), einer gemeinsamen Studie der German Breast Group (GBG) und der Breast Study Group der AGO (AGO-B). 38% der mit nab-Paclitaxel behandelten Patientinnen erzielten eine pathologische Komplettremission (pathologic complete response, pCR) gegenüber 29% der mit konventionellem, lösungsmittelbasiertem Paclitaxel behandelten Patientinnen (p<0,001; odds ratio (OR)=1,53; 95% CI).

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Medizin

Forscher machen Prostatakarzinom- und Glioblastomzellen sichtbar

Bei der Kontrastmittel-Darstellung von Tumoren gelingt es bisher nicht, die Tumorzellen selbst spezifisch anzufärben. Die gängigen Kontrastmittel gelangen nach intravenöser Gabe nur in in den Raum zwischen den Tumorzellen. Durch besondere, an die üblichen Kontrastmittel angebrachte Verbindungsmoleküle, sogenannte Liganden (wie Duftstoffe, Antibiotika, Magenmotilitätshemmer, Neurotransmitter) gelang es Professor Stefan Heckl an der Universitätsklinik Tübingen und seinem Team Prostatakarzinom- und Glioblastomzellen ganz spezifisch darzustellen.

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Medizin

Darmkrebs: Hohe TNF alpha-Spiegel im Tumor unabhängiger prognostischer Marker für günstigen Verlauf

Aktivierte zytotoxische T-Zellen („Killerzellen“) produzieren den Immunbotenstoff Tumornekrosefaktor alpha. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und aus den Universitätskliniken Heidelberg und Dresden wiesen nun nach, dass mit steigender Konzentration von TNF alpha im Tumorgewebe die Anzahl an aktivierten Killerzellen steigt, die den Tumor spezifisch erkennen und bekämpfen können. Hohe TNF alpha-Spiegel im Tumor erwiesen sich als unabhängiger prognostischer Marker für einen günstigen Verlauf der Krebserkrankung.

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