Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 247

Medizin

Bei Hypoxie wird Aufnahme von EGFR in die Zelle unterdrückt

Gesunde Zellen verlangsamen bei Sauerstoffmangel (Hypoxie) ihr Wachstum. Umso erstaunlicher ist es, dass Hypoxie ein charakteristisches Merkmal bösartiger Tumore ist. Wie es Krebszellen gelingt, das genetische Programm der Wachstumsbremse zu umgehen, berichten Forscher der Goethe-Universität und der Justus-Liebig-Universität Gießen in zwei Publikationen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications.

Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin

ZNS-Beteiligung maligner Lymphome - Langzeitüberleben möglich?

Als sekundäre ZNS-Lymphome bezeichnet man eine Beteiligung des zentralen Nervensystems bei einem systemischen malignen Lymphom. Diese kann bei der Erstdiagnose des Lymphoms oder erst im Rezidiv diagnostiziert werden. Die Prognose sowohl isolierter ZNS-Rezidive als auch eines gleichzeitigen ZNS- und systemischen Rezidivs gilt als sehr ungünstig. Trotz Behandlung liegt das mediane Überleben bei nur wenigen Monaten. Die Todesursache kann sowohl der ZNS-Befall als auch der systemische Progress sein. Lokale therapeutische Strategien wie Radiotherapie oder intrathekale Chemotherapie waren ursprünglich auf die Symptomkontrolle ausgerichtet und bieten keine Langzeitkontrolle. Doch mit neuen multimodalen Konzepten scheint es nun auch für viele Patienten die Perspektive für ein Langzeitüberleben oder sogar eine Heilung zu geben, wie eine soeben von PD Dr. med. Agnieszka Korfel von der Charité Universitätsmedizin Berlin auf dem DGHO-Kongress vorgestellte Studie zeigte. Da aufgrund der kleinen Fallzahlen nur wenige Studien verfügbar und auch die epidemiologischen Daten sehr dünn sind, sind Daten aus Tumorregistern eminent wichtig. Ein deutschlandweites Register für sekundäre ZNS-Lymphome leitet ebenfalls Frau PD Dr. Korfel. Wir befragten sie nach modernen Studienkonzepten und nach dem aktuellen Stand des Registers.

Lesen Sie mehr 
Medizin

Neu entdeckte Zelltodform Ferroptose birgt großes therapeutisches Potential

Die Ferroptose ist eine neu entdeckte Form des Zellsterbens und an zahlreichen krankheitsfördernden Prozessen beteiligt. Doch der ferroptotische Zelltod lässt sich pharmakologisch blockieren, wie Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München herausgefunden haben. Damit erschließen sie einen neuen Bereich der Wirkstoffforschung, der großes therapeutisches Potential für verschiedene, insbesondere degenerative Erkrankungen birgt. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Nature Cell Biology veröffentlicht.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Mehr Tote durch resistente Keime in Krankenhäusern

In deutschen Krankenhäusern sterben Medienberichten zufolge mehr Menschen an Infektionen durch resistente Erreger als bisher bekannt. Aus Daten der Krankenhäuser gehe hervor, dass im vergangenen Jahr bei verstorbenen Patienten mehr als 30.000 Mal einer der drei meistverbreiteten resistenten Keime abgerechnet worden sei, berichteten die "Zeit", "Zeit Online", die Funke-Mediengruppe und "Correctiv".

Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Gesundheitspolitik

Virtuelle Realität und Geodaten

Auf dem diesjährigen Fachaustausch Geoinformatik am 29. Oktober in Heidelberg organisierten die Netzwerke GeoNet.MRN und Virtual Dimension Center (VDC) ein Fachforum "Virtuelle Räume", in welchem die thematische Schnittstelle zwischen Geodaten und VR diskutiert wurde. Die Experten waren sich darin einig, dass der Einsatz von VR-Geodaten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein wird: Mehrwerte werden sowohl für zahlreiche Anwendungsfelder (wie etwa Produktion, Mechatronik, Medizin) relevant sein wie auch für die interdisziplinäre Integration. Zu diesem Zweck werden ebenso zahlreiche Anwendungen von VR-Geodaten (z. B. Lärmmodelle, Strömungsmodelle, Indoor-Navigation, Forensik) bei erwarteter hoher Aktualisierungsgeschwindigkeit der Daten implementiert sein. Genannt werden können hier Drohnen, Laserscanning, 3D-Datenverarbeitung und Wearables.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Union für Sportkurse auf Rezept

Als Alternative zu Arzneimitteln will die Union künftig auch Sportkurse auf Rezept verschreiben lassen. "Es muss nicht immer ein Arzneimittel sein, bei vielen Erkrankungen hilft auch ganz einfach mehr Bewegung", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). Aber: "Viele Patienten erwarten, dass sie beim Arztbesuch auch ein Rezept bekommen", erklärte Spahn weiter. Sportkurse auf Rezept könnten da der richtige Weg sein.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Stiftung: Palliativmedizin macht Debatte um Sterbehilfe hinfällig

Gute Hospizarbeit und Palliativversorgung machen aus Sicht der Deutschen Palliativstiftung den Wunsch nach Sterbehilfe in vielen Fällen überflüssig. Angst vor großem Leiden müsse kein Todkranker haben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Thomas Sitte, in Fulda. Der Wunsch nach einer aktiven Verkürzung des Lebens resultiere häufig aus Ängsten. Doch viele dieser Ängste seien unbegründet bei einer angemessenen medizinischen und pflegerischen Versorgung.

Lesen Sie mehr 
Medizin

Chronische Pankreatitis und Pankreaskarzinom: Blutgruppe B ist ein Risikofaktor

In deutschen Krankenhäusern werden jährlich mehr als 72.000 Patienten mit einer akuten oder chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse behandelt. Mehr als 1.600 versterben daran. Neben vermeidbaren Risikofaktoren wie zu großem Alkoholkonsum und Tabakrauch spielen auch Gallensteine und eine erbliche Veranlagung eine Rolle bei der Entstehung der Pankreatitis. Besonders mit den erblichen Faktoren beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe um Prof. Markus M. Lerch und Dr. Georg Homuth an der Universitätsmedizin Greifswald. Sie fanden für den FUT2-Non-Secretor-Status und für die Blutgruppe B ein jeweils bis zu 2,5-fach erhöhtes Risiko für eine chronische Pankreatitis. Möglicherweise haben chronische Pankreatitis und das Pankreaskarzinom, für das Blutgruppe B bereits als Risikofaktor gezeigt werden konnte, eine gemeinsame pathophysiologische Grundlage.

Lesen Sie mehr 
Medizin

Papilläres Schilddrüsenkarzinom: Prognostischer Wert der BRAF V600E- and TERT Promoter-Mutation C228T

Eine retrospektive Studie untersuchte den Zusammenhang von BRAF-Mutationen und der TERT Promoter-Mutation chr5:1,295,228C>T (C228T) in Bezug auf das Outcome bei 507 Patienten mit papillärem Schilddrüsenkarzinom (PTC) (davon 365 Frauen, Alter 45,9 ± 14,0 Jahre, medianer Follow-up von 24 Monaten). Dabei ergab sich, dass BRAF V600E- und TERT C228T-Mutationen beim PTC eine genetische Konstellation für die schlechteste Prognose darstellen und prognostisch wie auch therapeutisch wichtige Biomarker sind.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Blutiges Handwerk: Briten stellen auf Gipfel Feldmedizin vor

Abgerissene Beine, klaffende Wunden am Bauch, Kopfschüsse: Die Verletzungen, die Soldaten im Kampfeinsatz erleiden, sind in ihrer Entsetzlichkeit kaum vorstellbar. Die britische Armee entwickelt Möglichkeiten, Feldärzte so realistisch wie möglich auszubilden. Blutverschmiert liegt der Soldat auf dem OP-Tisch, über ihm nur ein Zelt. Ein Sprengsatz hat ihm beide Beine abgerissen, die Feldärzte kämpfen um das Leben des Verwundeten. Die Szene ist gestellt - hier, auf dem Gelände des Nato-Gipfels im walisischen Newport, wirkt die simulierte Kriegsrealität so ehrlich wie bizarr.

Lesen Sie mehr 
Medizin

PALB2-Mutation und Brustkrebs

Keimbahnmutationen mit Funktionsverlusten im Gen PALB2 prädisponieren für Brustkrebs, allerdings war bislang nicht bekannt, wie hoch dieses Risiko ist. Eine Analyse von 362 Mitgliedern aus 154 Familien mit PALB2-Mutation, deren Brustkrebsrisiko per modifizierter Segregationsanalyse geschätzt wurde, zeigte, dass bei weiblichen PALB2-Mutationsträgern im Vergleich zur Normalbevölkerung ein 8-9mal höheres Risiko für unter 40-Jährige, ein 6-8mal höheres Risiko für 40-60-Jährige und ein 5mal höheres Risiko ab 60 Jahren bestand.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Schwerstbehinderte haben Anspruch auf Dauerassistenz zu Hause

Benötigt ein Schwerstbehinderter eine Dauerassistenz, um in der eigenen Wohnung zu leben, muss der Sozialhilfeträger dies bezahlen. Dies hat in einem Eilverfahren das Sächsische Landessozialgericht (Az.: L 8 SO 132/13 B ER) entschieden, wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Das Sozialrecht sehe den Vorrang ambulanter Leistungen vor stationären Leistungen im Heim vor.

Lesen Sie mehr