Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 247

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), sind überproportional von HPV-bedingtem Analkrebs betroffen. Die Inzidenz liegt über 15-mal höher als bei heterosexuellen Männern. Bei HIV-positiven MSM erreicht die Analkrebsrate trotz antiretroviraler Therapie 131 Fälle pro 100.000 Personenjahre [1]. Die HPV-Impfung stellt eine hochwirksame Präventionsmaßnahme gegen Analkrebs bei MSM dar. Aktuelle Studien bestätigen Schutzraten von über 84% gegen HPV-16/18-Infektionen mit dauerhaftem Schutz.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Knochengesundheit beim Mammakarzinom: Orale Bisphosphonate als Bestandteil des Therapiekonzepts

Viele Frauen mit einem Mammakarzinom können geheilt werden. Aber selbst bei einem Rezidiv und Metastasen kommt es bei den meisten Patientinnen zu einem langen Krankheitsverlauf, denn oft überleben die Patientinnen mehrere Jahre. Allerdings steigt der Anteil an Komplikationen, die insbesondere den Knochen betreffen, deutlich an. Bei Knochenmetastasen können über diese langen Zeiträume immer wieder skelettale Ereignisse wie Knochenfrakturen auftreten und müssen daher im Fokus der Aufmerksamkeit der Therapeuten stehen. Prof. Dr. Ingo Diel aus der Schwerpunktpraxis für gynäkologische Onkologie in Mannheim ist einer der deutschen Pioniere auf dem Gebiet der Osteoonkologie und der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Osteoonkologie (DOG). Im Gespräch erklärt er, wie unter Bezug auf die neuesten Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) Knochenkomplikationen beim Mammakarzinom zu behandeln sind und welchen Stellenwert orale Bisphosphonate wie Clodronat 520 mg (Ostac®) in diesem Konzept einnehmen.

Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Gesundheitspolitik

Wales führt Widerspruchsregelung bei Organspende ein

In Wales werden künftig alle gesunden Erwachsenen automatisch potenzielle Organspender sein - es sei denn, sie schließen das für sich ausdrücklich aus. Das Regionalparlament in Cardiff fasste am späten Dienstagabend einen entsprechenden Beschluss. Das neue Gesetz soll 2015 in Kraft treten. Bisher müssen Waliser - wie in Deutschland - per Organspendeausweis ausdrücklich ihren Willen zur Spende bekunden, ehe nach ihrem Hirntod ein Organ entnommen werden kann.

Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Gesundheitspolitik

Empfehlungen zur Ausgestaltung der Versorgungskonzeption der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen verabschiedet

Der GKV-Spitzenverband, die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) haben sich Mitte Juni auf gemeinsame Empfehlungen zur Ausgestaltung der Versorgungskonzeption der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) von Kindern und Jugendlichen verständigt. Die Empfehlungen stellen ein auf die besonderen Belange von Kindern und Jugendlichen gerichtetes konkretisierendes Fachkonzept dar und sollen insoweit den Krankenkassen sowie den SAPV-Teams eine Orientierung zur Versorgungsausrichtung geben.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

KfH-Stiftung Nothilfe für Nierenkranke: Spendenaufruf für Flutopfer

Dialysepatienten sind durch ihre Krankheit, ihre Abhängigkeit von den lebenserhaltenden Maschinen und durch den Zwang zur Einhaltung fester Dialysezeiten vielen Einschränkungen unterworfen. Die Flut hat für sie weitere extreme Belastungen mit sich gebracht und viele chronisch nierenkranke Patienten sind dadurch unverschuldet in große wirtschaftliche Not geraten. Hier helfen zu können, ist das Anliegen  der KfH-Stiftung Nothilfe für Nierenkranke.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Bristol-Myers Squibb und AstraZeneca sind über den G-BA-Beschluss zum SGLT-2-Inhibitor Dapagliflozin enttäuscht

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gab heute bekannt, dass er für das orale Antidiabetikum Forxiga® (Dapagliflozin) keinen Zusatznutzen zur Behandlung von Patienten mit Typ 2 Diabetes im Vergleich zur zweckmäßigen Standardtherapie sieht. Forxiga® ist der erste zugelassene Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse der SGLT-2-Inhibitoren und wirkt insulinunabhängig. Diese Entscheidung kann in Deutschland Auswirkungen auf zahlreiche Patienten haben, die von Dapagliflozin profitieren könnten.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Vertrag mit Pflegeheim: Neue Hotline bietet Beratung an

Verträge mit Pflegeheimen sind oft kompliziert oder enthalten unnötige Kosten. Pflegebedürftige und behinderte Menschen sowie ihre Angehörigen können sich dazu jetzt telefonisch unter der Nummer 01803/66 33 77 beraten lassen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und elf Verbraucherzentralen bieten ab dem 1. Juni in einem neuen Projekt an, Wohn- und Betreuungsverträge unter die Lupe zu nehmen. Das Angebot ist auf zwei Jahre angelegt, teilt das Bundesfamilienministerium mit.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Private Pflegeversicherung muss elektrisches Pflegebett zahlen

Für Pflegebedürftige, die die meiste Zeit ans Bett gefesselt sind, ist ein elektrisches Bett eine Erleichterung. Eigenständiges Aufsetzen wird oft als ein Gewinn von Lebensqualität empfunden. Gleichzeitig entlastet es die Pflegenden. Die private Pflegeversicherung muss daher die Kosten für die Anschaffung eines solchen Pflegebetts übernehmen. Das hat das Bayerische Landessozialgericht entschieden (Az.: L 2 P 66/11), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Patienten werfen Ärzten Pfusch vor - Gut 23.000 Fehler beklagt

Patienten in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr mehr als 23.000 Mal wegen des Verdachts auf fehlerhafte Operationen und Therapien beschwert. So viele Vorwürfe gingen allein bei den Krankenkassen und zuständigen Ärztestellen ein. In knapp einem Drittel der untersuchten Fälle bestätigten die Gutachter den Verdacht auf Ärzte- und andere medizinische Fehler. 3.932 Behandlungsfehler wurden allein von den Gutachtern des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bestätigt - insgesamt dürfte es weit mehr als 7.000 bestätigte Fehler gegeben haben.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Mehrheit der Krankenkassen bezahlt Homöopathie beim Arzt

Rund 70% der gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nach Ärzteangaben inzwischen die Behandlungskosten für Homöopathie bei speziell dafür ausgebildeten Medizinern. "Für die Krankenkassen ist das wahrscheinlich ein Marketinginstrument, um sich von der Konkurrenz abzusetzen", sagte die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), Cornelia Bajic, der Nachrichtenagentur dpa. Viele Patienten wünschten sich homöopathische Verfahren als Ergänzung oder Alternative zur Schulmedizin. 90 der rund 130 gesetzlichen Kassen übernähmen heute die Kosten dafür.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

G-BA bewertet Zusatznutzen von Decitabin - Hersteller: „Individuelle Therapiesituation des Patienten zu wenig berücksichtigt“

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Beschluss zu Dacogen® (Decitabin) (1) im Rahmen der frühen Nutzenbewertung bekanntgegeben (2). Darin stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens als "gering" ein. Da Dacogen® als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens im Bereich der Hämato-Onkologie zugelassen ist ("Orphan Drug"), galt der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt.

Lesen Sie mehr 
Medizin

Prävention von Brustkrebsrezidiven: Kaffee scheint Wirkung von Tamoxifen zu verstärken

Kaffeegenuss soll in Verbindung mit der Einnahme von Tamoxifen Frauen davor schützen, ein weiteres Mal Brustkrebs zu bekommen. Das hat eine Studie der schwedischen Lund University ergeben. "Da es sich hierbei um die erste Studie handelt, die eine positive Wirkung von Kaffee in Verbindung mit dem Medikament Tamoxifen untersucht, ist es notwendig, dass sich diese Ergebnisse auch in einer unabhängigen Kohorte bestätigen. Erst wenn dies der Fall ist, können etwaige Empfehlungen zu einer Therapieergänzung abgeleitet werden", so Helena Jernström, Associate Professor an der Lund University, im Gespräch mit pressetext.

Lesen Sie mehr 
Medizin

Strahlentherapie beim Mammakarzinom: Spezielle Wundauflagen können der Entstehung strahleninduzierter Hautreaktionen entgegenwirken

Mammakarzinom-Patientinnen können der Strahlentherapie jetzt entspannter entgegensehen: Kontrollierte Studien belegen, dass die Verwendung der Wundauflage Mepilex® Lite die Entstehung strahleninduzierter Hautreaktionen verhindern oder diese lindern kann. Mit einer Informationskampagne werden Ärzte und Patientinnen jetzt über Details des neuen Verfahrens informiert. Eine Website hält nicht nur wissenschaftliches Informationsmaterial bereit, sondern informiert auch aus Patientinnensicht über die neue Therapieoption. Im Mittelpunkt steht die Lebensqualität der Erkrankten. Auf dem DEGRO in Berlin, wo vom 8. bis zum 12. Mai die neuesten Optionen der onkologischen Strahlentherapie diskutiert werden, wird die Kampagne der Öffentlichkeit vorgestellt.

Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Hartmannbund fordert Erhalt der Universitätsmedizin Halle

Mit Blick auf die für morgen geplante Protestveranstaltung gegen die vorgeschlagene Schließung der Universitätsmedizin in Halle fordert der Hartmannbund die Landesregierung von Sachsen-Anhalt auf, von ihren Plänen umgehend Abstand zu nehmen. "Der Plan, die Universitätsmedizin auf Grund fehlender Finanzen zu schließen, ist leichtfertig und lässt keinen Weitblick erkennen", sagt Kristian Otte, Vorsitzender der Medizinstudierenden im Hartmannbund. Die drohende Schließung müsse umgehend überdacht werden, denn ohne die Universitätsmedizin in Halle könne die medizinische Versorgung in der Region auf Dauer nicht gewährleistet werden.

Lesen Sie mehr